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Die Untersuchung von Irrationalität bei wirtschaftlichen Entscheidungen

Titel: Die Untersuchung von Irrationalität bei wirtschaftlichen Entscheidungen

Bachelorarbeit , 2013 , 81 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Frieder Schulz (Autor:in)

BWL - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel der vorliegenden Bachelorarbeit ist es, zuvor formulierte Hypothesen der Verhaltensökonomie anhand von Praxisexperimenten zu überprüfen und anschließend die Ergebnisse auf den Dienstleistungssektor zu übertragen.

Im ersten Teil der Arbeit erfolgt eine Literaturanalyse relevanter Quellen zu wirtschaftlichen Prinzipien der neoklassischen Theorie. Durch die Kritik wesentlicher Grundannahmen dieses wirtschaftlichen Ansatzes wird die Entwicklung und Entstehung der neunen Disziplin, der Verhaltensökonomie, präsentiert. Dazu werden die Grundannahmen erklärt, insbesondere Werke über die Bestimmung diverser Kaufverhaltensmuster wie beispielsweise Heuristiken, Framing und die neue Erwartungstheorie (Kahneman 2012). Basierend auf den aus der Literatur erarbeiteten Kenntnisstand werden im zweiten Teil die gewonnenen Annahmen mit Hilfe von empirischen Experimenten konzipiert, durchgeführt und ausgewertet. Es werden die festgestellten Ergebnisse mit den formulierten Grundannahmen verglichen, letztere damit überprüft. Letztendlich erfolgt eine abschließende Empfehlung der validierten Ergebnisse für den Dienstleistungssektor in einer umfangreichen Diskussion.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundannahmen des rationalen Handelns und die Entwicklung der Verhaltensökonomie

2.1 Vorstellung des rationalen Weltbildes: Die neoklassische Theorie

2.2 Schwerpunkte der Neoklassik

2.2.1 Der methodologische Individualismus

2.3 Der Homo Oeconomicus

2.3.1 Rationale Nutzenmaximierung durch Optimierung unter Nebenbedingungen

2.3.2 Feststehende Präferenzen, Gleichgewicht, Eigeninteresse und vollständige Information

2.4 Kritik

2.4.1 Keynes

2.4.2 Grundsätzliche Kritik und die Wegbereitung der Verhaltensökonomie

3 Grundannahmen der Verhaltensökonomien

3.1 Einführung in die kognitive Verzerrung

3.2 Heuristiken

3.2.1 Repräsentativitätsheuristik

3.2.2 Verfügbarkeitsheuristik

3.2.3 Anker- und Anpassungheuristik

3.3 Framing

3.4 Einflussfaktoren auf wirtschaftliche Entscheidungen

3.4.1 Das Allais-Paradoxon

3.4.2 Neue Erwartungsnutzentheorie/Prospect Theory

3.4.3 Besitztumseffekt/Endowmenteffekt und Status Quo Bias

3.4.4 Mentale Buchführung

4 Empirische Untersuchung

4.1 Präsentation und Durchführung der Fragebögen

4.1.1 Stichprobenbeschreibung

4.2 Untersuchung und Auswertung der verhaltensökonomischen Fragen

4.2.1 Der experimentelle Nachweis des Allais-Paradoxon

4.2.2 Der experimentelle Nachweis der Repräsentativitätsheuristik

4.2.3 Der experimentelle Nachweis der Prospect Theory

4.2.3.1 Das kleinere Übel: Die unvermeintliche Schließung von Fabriken

4.2.3.2 Autokauf mit Extras

4.3 Diskussion

4.4 Ausblick in Bezug auf den Dienstleistungssektor

Zielsetzung & Themen

Ziel der Bachelorarbeit ist die Überprüfung verhaltensökonomischer Hypothesen durch empirische Praxisexperimente, um die Grenzen der neoklassischen Theorie aufzuzeigen und Erkenntnisse für den Dienstleistungssektor nutzbar zu machen.

  • Kritische Analyse der neoklassischen Theorie und des Homo Oeconomicus
  • Einführung in die Verhaltensökonomie und kognitive Verzerrungen (Heuristiken, Framing)
  • Konzeption und Auswertung empirischer Online-Fragebögen
  • Transfer der Ergebnisse auf Marketing und Dienstleistungsmanagement

Auszug aus dem Buch

3.2 Heuristiken

Um bei komplexen Sachverhalten eine möglichst befriedigende Entscheidung zu fällen bedient sich das menschliche Individuum unbewusst dem Instrument der Heuristik. Sie entspricht einer Vereinfachung bzw. einer „Faustregel, die auf leicht zu erhaltende Informationen angewendet werden und unter geringem Verarbeitungsaufwand ein hinreichend genaues Urteil erlauben“ (Bieneck 2006, S. 19). Kahnemann führte die Umschreibung der Vereinfachung weiter indem er dazu den Begriff der heuristischen Frage erwähnt. Wenn ein Sachverhalt zu komplex ist und eine befriedigende Antwort nicht schnell gefunden werden kann, ist es einfacher, eine ähnliche leichtere Frage zu finden und diese dann zu beantworten. Diese Frage entspricht der heuristischen Frage, welche als eine „Ersetzung“ dient (Kahneman 2012). Für Kahneman (2012, S. 127) dient die unbewusste Anwendung der Heuristik als einfaches Verfahren, „das uns hilft, adäquate, wenn auch oftmals unvollkommene Antworten auf schwierige Fragen zu finden“.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert den wissenschaftstheoretischen Paradigmenwechsel von der neoklassischen Ökonomie zur verhaltensökonomischen Sichtweise.

2 Grundannahmen des rationalen Handelns und die Entwicklung der Verhaltensökonomie: Dieses Kapitel arbeitet die theoretischen Grundlagen der Neoklassik, insbesondere den Homo Oeconomicus, sowie deren Kritikpunkte auf.

3 Grundannahmen der Verhaltensökonomien: Hier werden kognitive Verzerrungen, Heuristiken und verhaltensökonomische Modelle wie die Prospect Theory detailliert eingeführt.

4 Empirische Untersuchung: Das Hauptkapitel präsentiert die methodische Konzeption und Auswertung der durchgeführten Online-Experimente und deren Implikationen für den Dienstleistungssektor.

Schlüsselwörter

Verhaltensökonomie, Neoklassik, Homo Oeconomicus, Heuristiken, Framing, Prospect Theory, Mentale Buchführung, Rationalität, Allais-Paradoxon, Verlustaversion, Status Quo Bias, Dienstleistungsmanagement, Wirtschaftspsychologie, Empirische Untersuchung, Entscheidungsverhalten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Grenzen des rationalen Entscheidungsmodells der Neoklassik und stellt dem die verhaltensökonomische Perspektive gegenüber.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen kognitive Verzerrungen, die Funktionsweise von Heuristiken, Framing-Effekte sowie die praktische Anwendung der Prospect Theory.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Validierung von Hypothesen der Verhaltensökonomie durch empirische Experimente und die Ableitung von Empfehlungen für den Dienstleistungssektor.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wurde eine quantitative empirische Untersuchung mittels Online-Fragebögen durchgeführt, die statistisch ausgewertet wurde.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Fundierung der Verhaltensökonomie und der Durchführung sowie Analyse praxisnaher Experimente.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Verhaltensökonomie, Prospect Theory, Heuristiken, Framing und der Homo Oeconomicus.

Welche Rolle spielt der "Allais-Paradoxon" in der Arbeit?

Das Allais-Paradoxon dient als experimenteller Nachweis dafür, dass Individuen bei Risikoentscheidungen ihre Präferenzen entgegen der neoklassischen Theorie verändern.

Wie beeinflusst die "Mentale Buchführung" (Mental Accounting) Konsumentscheidungen?

Sie beeinflusst, wie Menschen Geld kategorisieren und Verluste im Vergleich zu Gewinnen emotional stärker bewerten, was rationale Fungibilitätsannahmen widerlegt.

Welche Erkenntnisse liefert das Experiment zum Autokauf?

Es zeigt, dass der Referenzpunkt (Standardausstattung vs. Grundversion) und der Status Quo Bias das Preisempfinden und die Kaufentscheidungen signifikant beeinflussen.

Wie werden die Ergebnisse im Dienstleistungssektor angewendet?

Dienstleister können durch gezieltes Setzen von Standards und Framing-Strategien das Kundenverhalten steuern und die Wahrnehmung von Sicherheit und Wert steigern.

Ende der Leseprobe aus 81 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Untersuchung von Irrationalität bei wirtschaftlichen Entscheidungen
Hochschule
Universität Leipzig  (Professur für Betriebswirtschaftslehre, insb. Dienstleistungsmanagement)
Note
2,0
Autor
Frieder Schulz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
81
Katalognummer
V264506
ISBN (eBook)
9783668665521
ISBN (Buch)
9783668665538
Sprache
Deutsch
Schlagworte
untersuchung irrationalität entscheidungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Frieder Schulz (Autor:in), 2013, Die Untersuchung von Irrationalität bei wirtschaftlichen Entscheidungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/264506
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Leseprobe aus  81  Seiten
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