Google is watching you

Was der Suchmaschinen-Gigant mit unseren Daten anstellt


Bachelorarbeit, 2012
95 Seiten, Note: 1

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Suchmaschinen - (Zu) mächtige Werkzeuge?
2.1. Das Zeitalter der Suche
2.2. Gesellschaftliche Relevanz von Suchmaschinen

3. Die Google Erfolgsgeschichte
3.1. Die Marke Google
3.2. Es begann in Stanford
3.3. Die Männer hinter dem Erfolg
3.4. Der beliebteste Arbeitgeber der Welt

4. Das Google Universum
4.1. Ein unübertroffenes Angebot
4.1.1. Allgemeine Suchfunktionen
4.1.2. Google Book Search
4.1.3. Kommunikation und Social Networks
4.1.4. Google und Geoinformationen
4.1.5. Sonstige „Spielereien“
4.2. Google Partnerschaften
4.3. Standorte und Rechenzentren
4.4. Google Rivalitäten

5. Erfolgsfaktoren von Google

6. Das Unternehmen in Zahlen

7. Flecken auf der weißen Weste

8. Datenspeicherung und Profilerstellung
8.1. Google und Werbung
8.2. Google-Datenaufzeichnung
8.3. Wie kommt Google an unsere Daten?
8.4. Was macht Google mit unseren Daten?
8.5. Warum vertrauen wir Google?

9. Fazit

10. Literaturverzeichnis

Google is watching you

Was der Suchmaschinen-Gigant mit unseren Daten anstellt

„Wenn man etwas gegoogelt hat, hat man es recherchiert, andernfalls nicht. Mir würde es jedenfalls gefallen, wenn die Menschen letztlich so und nicht anders denken würden.“

Sergey Brin[1]

„Die Technologie wird so gut sein, dass es den Nutzern sehr schwer fallen wird, etwas anzusehen oder zu konsumieren, das nicht auf irgendeine Weise auf sie zugeschnitten wurde“

Eric Schmidt[2]

„Google [ist] tatsächlich zu so etwas wie einem ‚Big Brother’ mutiert, der mehr über die Nutzer weiß, als viele für möglich halten würden. Google ‚verfolgt’ User - egal ob sie sich mit Namen und Passwort eingeloggt haben oder nicht.“[3]

„Der normale Internetnutzer, der sich nicht besonders für die Börse interessiert, ahnt für gewöhnlich nicht, welche Dimensionen sich sowohl technologischer als auch finanzieller Natur hinter der puristischen weißen Seite mit der Suchleiste und dem knallbunten Logo verbergen.“[4]

1. Einleitung

Google. Schon einmal gehört? Vielleicht kommen Ihnen diese sechs Buchstaben ja bekannt vor? Klingelt etwas? Nein, Scherz beiseite; wer von den über sieben Milliarden Menschen auf diesem Planeten hat denn noch nichts von der bekanntesten und größten Internetsuchmaschine weltweit gehört? Zumindest in der verkabelten „westlichen“ Welt ist der Konzern mit Unternehmenssitz in Mountain View, Kalifornien, für jeden ein Begriff sowie auch dessen Suchmaske einen Fixpunkt im Surfverhalten der meisten Internetnutzer darstellt. Mit seinem farbenfrohen, kindlichen Logo vor schlichtem weißen Hintergrund und seiner magischen Fähigkeit, schnelle, präzise und relevante Antworten auf alle möglichen Suchanfragen zu produzieren, hat Google die Art und Weise verändert, wie Menschen Informationen aufsuchen. Millionen von Erdenbewohnern benutzen Google täglich in mehr als 100 verschiedenen Sprachen. Männer, Frauen und Kinder verlassen sich mittlerweile so sehr auf Google, dass sie sich gar nicht vorstellen können, wie sie jemals ohne dieses Recherchewerkzeug gelebt haben. Der Suchmaschinen-Gigant ist beinahe über Nacht unentbehrlich geworden[5]:

„Alleinstehende Geschäftsleute, die nach Gesellschaft und Dates suchen, googeln potenzielle Essensbegleitungen. Eltern googeln eine Schule, um zu entscheiden, ob sie für die Ausbildung ihres Kindes geeignet ist. Jobbewerber googeln nach interessanten Fakten über die Firma, bei der sie sich vorstellen (und umgekehrt). Fast jeder Internetnutzer verwendet Google, und zwar in der Regel sehr intensiv und regelmäßig.“[6]

Google scheint allwissend, allmächtig und allgegenwärtig. Darüber hinaus behauptet das Unternehmen von sich, wohlwollend zu sein, was sich auch im ursprünglichen Firmenmotto „Don’t be evil“ ausdrückt. Die meisten Menschen bewundern und respektieren Google als eine wunderbare IT-Erfolgsgeschichte, als einen Wegweiser durch das Internet und als ständigen Wegbegleiter und Helfer. Da stellt sich aber die Frage: Was gewinnen wir und was verlieren wir dadurch, dass wir Google erlauben, die Linse zu sein, durch die wir die Welt betrachten?[7]

Häufig wird die Idee angesprochen, dass der Verlust der Privatsphäre der Preis ist, den wir für die Handlichkeit des Internets bezahlen müssen. Dahinter steckt sicher ein Fünkchen Wahrheit. Aber die wenigsten von uns sind sich darüber im Klaren, in welchem Ausmaß wir über das Internet Details über unsere Identität und unser Leben preisgeben. Ob wir nun mit der möglichen Beeinträchtigung unserer Privatsphäre einverstanden sind oder nicht, so bleibt darüber hinaus noch, festzuhalten, dass dies bei weitem nicht die einzige und auch nicht die beunruhigendste Gefahr ist, welche vom heutigen Internet ausgeht.[8] Mathematiker und Computerwissenschaftler arbeiten ständig daran, die Algorithmen zur Datenerhebung im Internet weiterzuentwickeln und zu verbessern. Auf diese Art und Weise decken sie neue Wege auf, um vorherzusagen, wie Menschen reagieren werden, wenn sie Online mit Informationen oder anderen Reizen konfrontiert sind. Diese Mathematiker und Wissenschaftler lernen im Moment nicht nur, wie sie uns identifizieren, sondern auch, wie sie uns manipulieren können.[9]

„Jede Technologie hat eine Schnittstelle. […] Die Stelle, an der man selbst endet und die Technologie beginnt. Und wenn es die Aufgabe der Technologie ist, einem die Welt zu zeigen, dann steht sie wie eine Kameralinse zwischen einem selbst und der Realität. Das ist eine machtvolle Position. Sie hat viele Möglichkeiten, unsere Wahrnehmung der Welt zu verzerren.“[10]

Unter den intellektuellen Eliten dieser Welt geht ein Gespenst um: Die Informationsüberlastung. Zu Suchen bestimmt heute unser Leben. Allerdings birgt diese Tatsache auch Anlass zur Sorge, weil die Listen der Suchmaschinen dem Gebot der Popularität gehorchen und nicht dem Gebot der Wahrheit. Mit dem Anwachsen abrufbarer Informationen sind wir auch von den Werkzeugen der Informationsgewinnung - und damit besonders von Google - abhängig geworden. Allerdings herrscht wachsende Unzufriedenheit mit Google und der Art und Weise, wie im Internet Informationsgewinnung organisiert wird. Auch Experten fragen sich oft verwundert, wie es dazu kam, dass so viele Menschen von einer einzigen Suchmaschine abhängig wurden und warum sich die Microsoft-Geschichte zu wiederholen scheint.[11]

Geert Lovink unterstellt dem kalifornischen Unternehmen, an Datenfettsucht zu leiden. Sowohl in der populärwissenschaftlichen Literatur als auch in medialen Diskursen wird Google immer häufiger als zynisches Unternehmen dargestellt, dessen primäres Interesse darin besteht, das Verhalten der Nutzer zu beobachten, um Verdindungsdaten und – profile an interessierte Dritte zu verkaufen.[12] Google verändert drei wesentliche Bereiche unseres Lebens und unserer Gesellschaft. Erstens verändert Google „uns“ aufgrund der Effekte, welche die Suchmaschine auf unsere Gewohnheiten, Meinungen und Einstellungen hat. Zweitens verändert Google „die Welt“ aufgrund der Globalisierung des „infrastrukturiellen Imperialismus“ (einer Art globalisierten Überwachung) und drittens verändert Google „Wissen“ für immer, aufgrund der Effekte seiner großen angehäuften Wissensansammlungen mit Inhalten aus Büchern, Online-Datenbanken und dem Internet an sich.[13]

Kritiker werfen dem Unternehmen oft vor, es geschafft zu haben, auf fast jeder Internetseite zumindest indirekt mitzulauschen. Das ermöglicht dem Konzern nicht nur - wie bei Street View - von außen einen Blick auf die Fassade unseres Domizils zu werfen, sondern wir holen ihn uns selbst, als permanenten Begleiter, in unser Haus. Weil Google aber sehr dezent agiert, bemerken wir den ungebetenen Gast allerdings nur selten.[14] Diese Bachelorarbeit mit dem Titel „Google is watching you“ soll kein Plädoyer gegen die Nutzung von Google-Diensten darstellen, sondern möchte dazu beitragen, ein Verständnis dafür zu wecken, was Google über uns weiß und wie der Konzern Dinge über die Internet-User in Erfahrung bringen kann. Auch im wissenschaftlichen Diskurs wird gerade in den letzten Jahren oftmals die Vermutung geäußert, Google arbeite immer weiter daran, das Konzept der Privatsphäre endgültig zu begraben. Aussagen des ehemaligen Google-CEOs Eric Schmidt, deren Inhalt ist, dass wir in Zukunft nie wieder vergessen werden, da sich unser Computer für uns erinnert, dass wir nie mehr verloren gehen werden, weil unser Smartphone weiß, wo wir sind oder dass theoretisch auch unser Auto für uns fahren könnte, klingen beim ersten Hinhören faszinierend und toll, doch sie wirken bei genauerer Betrachtung durchaus furchteinflößend. Eigentlich ist der Gedanke verstörend, dass da immer einer ist, der einen kennt und der ständig weiß, was man will oder denkt.[15]

Die vorliegende Bachelorarbeit zum Abschluss des Bachelorstudiums Geschichte wurde im Rahmen des - an der Universität Salzburg im Wintersemester 2011/2012 abgehaltenen - Seminars Zeitgeschichte (Wikileaks als zeitgeschichtliche Quelle) verfasst. Dieses Seminar wurde von Herrn Dr. Reinhold Wagnleitner geleitet und befasste sich mit einer für Historiker kritischen Auseinandersetzung mit der Plattform Wikileaks sowie mit digitalen Quellenbeständen und „modernen“ Publikationsformen ganz allgemein. Darüber hinaus waren auch die Gefahren der vernetzten Welt für die Menschheit und die Auswirkungen dieser auf die Demokratien der Welt Thema dieses Seminars.

Es stellt natürlich eine besondere Herausforderung dar, eine wissenschaftliche Arbeit über Google zu schreiben, alleine schon aufgrund der außergewöhnlichen Dynamik der Firma. Im Laufe der Recherche und des Verfassens dieser Bachelorarbeit hat Google neue Produkte auf den Markt gebracht, neue Unternehmen akquiriert, wichtige Mitarbeiter an die Konkurrenz abgegeben (Marissa Mayer wurde am 17. Juli 2012 CEO von Yahoo) sowie seine Datenschutzbestimmungen erneuert. Da ist es natürlich nicht einfach, den Überblick zu behalten. Interessant ist es, darüber hinaus auch festzustellen, wie viele Autoren in ihren Werken davon sprechen, dass es natürlich auch einer kleinen Portion Mut benötigt, ein Buch über Google zu schreiben, welches sich kritisch mit dem Unternehmen auseinandersetzt und durchaus ungeschminkt die negativen Seiten der „hippsten“ Firma der IT-Ära aufzeigt.[16] Nachdem auch der Autor dieser Bachelorarbeit den Mut aufgebracht hat, Google mit einem kritischen Auge zu betrachten, hofft dieser natürlich trotzdem, nicht schon bald auf sämtlichen schwarzen Listen in Mountain View, Kalifornien, aufzuscheinen.

Wirft man einen Blick auf die vorhandene wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Literatur zum Phänomen Google, so wird man feststellen, dass die Reichweite an unterschiedlichen Darstellungen und Betrachtungsweisen enorm ist. So umfasst das Spektrum technologische, politische und soziologische Analysen, weiters euphorische Beschreibungen der Erfolgsstory Google bis hin zu überkritischen und polemischen Beiträgen.[17] Für die vorliegende Arbeit wurden neben einigen Pressemitteilungen und Informationen von Google selbst hauptsächlich eine breite Grundlage verschiedener Sekundärquellen verwendet, wie relevante Bücher und Publikationen, Analysen von Wissenschaftlern, Beiträge in Fachpublikationen, Artikel in diversen Magazinen sowie aktuelle Beiträge der relevantesten und bekanntesten Zeitungen weltweit. Meist dienten sie dazu, unterschiedliche Meinungen und alternative Sichtweisen zu bestimmten Themen besser verstehen und einordnen zu können.

Diese Bachelorarbeit gliedert sich wie folgt: Im zweiten Kapitel der Arbeit wird auf die gesellschaftliche Bedeutung und die Geschichte von Suchmaschinen eingegangen, bevor dann in Kapitel drei vom Allgemeinen ins Spezielle übergeleitet wird. Im dritten Teil der Bachelorarbeit soll die Google Erfolgsgeschichte rekonstruiert werden. Dabei werden sowohl die Bedeutung der Marke Google geschildert als auch die Frage nach dem Ursprung des Unternehmens beantwortet. In weiterer Folge werden die beiden Männer hinter dem Erfolg von Google vorgestellt. Kapitel vier liefert einen Einblick in das „Googleversum“ Hier sollen zunächst die unterschiedlichen Dienste und Angebote des Suchmaschinenbetreibers aufgelistet und beleuchtet werden. Darüber hinaus werfen wir im vierten Kapitel dieser Bachelorarbeit einen Blick auf die von dem Unternehmen aus dem Silicon Valley eingegangenen Partnerschaften. Weiters sollen die Fragen, wer die größten Rivalen von Google sind, wo das Unternehmen überall ansässig geworden ist und wie der Suchmaschinen-Gigant eigentlich sein Geld verdient, beantwortet werden.

Nachdem Kapitel fünf die Google-Erfolgsfaktoren näher aufschlüsseln wird, soll das Unternehmen im sechsten Kapitel dieser Arbeit noch einmal aus einer etwas mathematischeren Sicht der Dinge vorgestellt werden. Um es kurz zu sagen: Einige entscheidende Zahlen rund um Google sollen unter die Lupe genommen werden. In Kapitel sieben widmen wir uns der immer lauter werdenden Kritik an der von Larry Page und Sergey Brin gegründeten Firma. Hier sollen die wesentlichsten in den Medien und im wissenschaftlichen Diskurs geäußerten Zweifel und Beschwerden betreffend den Suchmaschinen-Giganten dargelegt werden. Das achte Kapitel wird dann näher auf die Punkte Datenschutz und Privatsphäre der Internet-User eingehen, den wohl strittigsten und am häufigsten von Google-Kritikern festgehaltenen Problembereichen. Insbesondere soll dabei Fragen wie „Was speichert Google alles von uns?“, „Wie kommt Google an unsere Daten“ und „Was macht das Unternehmen mit den über uns gewonnenen Informationen?“ auf den Grund gegangen werden.

2. Suchmaschinen - (Zu) mächtige Werkzeuge?

„Durch die weltweite Verbreitung der Internettechnologie seit Mitte der 1990er Jahre sind Millionen von Computern rund um die Welt miteinander verbunden. Die Menge an Informationen in den weltweiten Datennetzen ist gigantisch. Und sie wächst Tag für Tag. Unermüdlich werden Zeitungsartikel, Vorträge, Fotos, Videofilme, Wetter- und Börsendaten ins Internet gestellt - von Firmen, Medienunternehmen und Privatpersonen. Im Jahr 2007 bestand das digitale Universum aus 281 Milliarden Gigabyte an Daten. Rein rechnerisch ist pro Kopf auf diesem Planeten eine Informationsmenge gespeichert, die etwa 45 000 Digitalfotos, mehr als acht Millionen Seiten Text oder 45 Spielfilmen in Kinolänge entspricht.“[18]

Platzmangel ist in diesem neuen Datenuniversum ein Fremdwort. Sowohl die Speicher- als auch die Bandbreitenkapazitäten nehmen beständig zu, wodurch der Austausch medialer Produkte in immer größerem Umfang und in immer höherer Qualität möglich wird. Noch nie war ein derart umfangreicher Fundus an kulturellen Artefakten in einem gemeinsamen Datennetz vereinbart. Noch nie war es so einfach, Texte, Töne und Bilder einem internationalen Publikum zugänglich zu machen. Mit jedem neuen YouTube-Video, MySpace Profil, Blogeintrag, Tweet oder Facebook-Kommentar stellt sich aber immer mehr die Frage: Wie soll man sich in dieser ungeheuren Vielfalt noch zurechtfinden?[19]

Es ist nicht mehr möglich, sich das Internet ohne Suchmaschinen vorzustellen. Das Wachstum der Online-Inhalte gemeinsam mit den niedrigen Zugangsbarrieren für die Erstellung von neuem Content macht heutzutage die Auswahl von relevanten Inhalten einfach notwendig. Hierzu übernehmen Suchmaschinen diese Auswahl- und Vermittlungsfunktion an der Schnittstelle zwischen öffentlicher und individueller Kommunikation.[20] Die zentralen Instanzen der technisch unterstützten Komplexitätsreduktion im Netz stellen heutzutage die Suchmaschinen dar. Ihre Aufgabe ist es, Ordnung in der neuen Unübersichtlichkeit zu schaffen. Sie machen das Netz navigierbarer, indem sie durchforsten, sortieren und selektieren.[21]

Die „Internet-Suche“ gemeinsam mit der dafür benötigten Technologie sind im letzten Jahrzehnt rapide gewachsen. Heute unterscheiden wir zwischen „generellen“ Suchmaschinen wie beispielsweise Google, Bing oder Yahoo Search, Suchmaschinen für spezielle Regionen (Naver-Korea oder Baidu-China), Unternehmenssuchmaschinen, juristischen Suchmaschinen und vielen mehr.[22]

2.1. Das Zeitalter der Suche

Die Anfänge der Suchmaschinen liegen in den frühen 1990er Jahren. Die erste Suchmaschine im eigentlichen Sinne hieß „Archie“ und wurde 1990 an der McGill Universität als Ergebnis eines Forschungsprojektes vorgestellt. Diese Suchmaschine war dazu in der Lage, Dateien und Verzeichnisse auf FTP-Servern nach Schlagwörtern zu untersuchen, allerdings konnte „Archie“ noch keine Texte oder andere Dokumente durchsuchen. Bereits ein Jahr später stellte die University of Minnesota die Suchsoftware mit dem Namen „Gopher“ vor. Gopher war dazu in der Lage, Verzeichnisse zu katalogisieren und darüber hinaus konnten die Datensätze durch Operatoren wie AND, OR oder NOT durchsucht werden. Damit war die Grundlage für die heutigen Suchmaschinen geschaffen.[23]

Das erste Programm, welches ähnliche Funktionen anbot wie die heutigen Suchmaschinen, war der „World Wide Web Wanderer“. Dieser benutzte bereits einen sogenannten „Crawler“, um Homepages zu indexieren.[24] Matthew Gray vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) brachte im Juni 1993 dieses Programm hervor. Die zweite wirkliche Internetsuchmaschine mit dem Namen „Aliweb“ erschien dann als Antwort auf den „Wanderer“ bereits im November 1993. Laut Aysem Diker Vanberg[25] war die Einführung des „WebCrawlers“ von Brian Pinkerton im Jahr 1994 einer der bedeutendsten Meilensteine in der Geschichte der Suchmaschinen. Pinkerton war ein Forscher an der University of Washington. Anders als seine Vorgänger war der „WebCrawler“ die erste Suchmaschine, die den kompletten Text eines Dokumentes indexieren konnte und aufgrund seiner nutzerfreundlichen Bedienungsoberfläche schaffte er es auch, die Nutzung von Suchmaschinen auszudehnen. Wurde diese Technologie bisher nur von Technologiefanatikern genutzt, so interessierte sich erstmals auch die allgemeine Öffentlichkeit dafür.[26]

Wenig später gingen 1994 dann die beiden Suchmaschinen Lycos und Yahoo an den Start. Lycos’ besondere Fähigkeit war es, neben der Wortsuche auch noch die Nähe von Suchbegriffen innerhalb eines Dokumentes zu bewerten, wodurch die Qualität der Ergebnisse entscheidend verbessert werden konnte. War Lycos beim Start der Suchmaschine dazu in der Lage, 54.000 Dokumente zu durchsuchen, so steigerte sich dieser Wert nur knapp ein Jahr später bereits auf 3 Millionen. Yahoo machte sich das Konzept eines redaktionellen Webkatalogs zugrunde, welcher noch heute den Kern von Yahoo bildet.[27]

Mit der Veröffentlichung der ersten beiden massenzugänglichen Browser von Netscape und Microsoft Ende 1994 bzw. Anfang 1995 und dem damit einhergehenden Sprung nach vorne in den Nutzungszahlen des WWW wuchs die Notwendigkeit für Orientierung in diesem immer größer werdenden Netzwerk zunehmend.[28] 1995 kam dann mit AltaVista auch die erste Suchmaschine mit kommerziellem Hintergrund auf die Bühne und diese wurde schnell zu einem der erfolgreichsten Angebote im Internet.[29] AltaVista wurde von der Digital Equipment Corporation ab 1994 entwickelt.[30] Bereits kurz nach seiner Veröffentlichung im Mai 1996 kannte AltaVista schon mehr als 30 Millionen Webseiten und der Marktanteil schnellte binnen kürzester Zeit auf 54 Prozent empor.[31]

Overture - die erste Firma, welche wirkliche Erfolge mit der kommerziellen Suche erzielen konnte - wurde unter dem Namen GoTo Ende 1997 von Bill Gross eingeführt. Overture reihte seine Ergebnisse anders als die anderen Suchmaschinen nicht nur nach dem Algorithmus, sondern nach dem Betrag, den ein Werbekunde bereit war, für ein Schlüsselwort zu bezahlen. Von Overture bzw. GoTo wurde die heute gängige Methode eingeführt, dass Werbekunden nur dann zahlen müssen, wenn jemand ihre Werbeeinschaltungen auch anklickt. Anders als später Google konnte Overture aber nie eine wirkliche Führungsposition im Suchmarkt einnehmen. Hauptverantwortlich dafür dürfte die Angst der Firma, Werbepartner zu verlieren, gewesen sein und so blieb das Unternehmen immer sehr stark von seinen Werbepartnern abhängig und entwickelte sich nie in eine reine Suchdestination. 2003 versuchte Overture dann - durch das Aufkaufen von AltaVista und AlltheWeb - wieder konkurrenzfähig zu werden. Dies misslang allerdings, weswegen Overture am 14. Juli 2003 von Yahoo für 1,63 Milliarden $ aufgekauft wurde.[32]

Nachdem es zunächst nur innerhalb der Universität Stanford genutzt wurde, ging Google Ende 1998 als Beta-Version an die Öffentlichkeit. Die offizielle Testphase der Suchmaschine wurde im September 1999 beendet und im Juni 2000 umfasste der Google-Index bereits mehr als eine Milliarde Websites. Wenige Monate später löste Google AltaVista bereits als führende Suchmaschine ab.[33]

Was den deutschsprachigen Suchmaschinenmarkt betrifft, so brachte dieser zwar eine Reihe von Recherchewerkzeugen hervor, jedoch waren die wenigsten davon wirklich interessant. Die meisten dieser Suchhilfen waren Eigenentwicklungen von Einzelpersonen oder – unternehmen, welche mit den großen Suchmaschinen nicht mithalten konnten. Eine beachtenswerte Entwicklung trug den Namen „Fireball“. Diese Erfindung wurde an der TU Berlin gemacht und startete im Juni 1997. Das Projekt war immerhin so gut, dass es in weiterer Folge von Lycos übernommen wurde. Doch seit dem Frühjahr 2004 liefert Fireball keine eigenen Ergebnisse mehr. Trotz durchaus vieler Anläufe und Ideen waren im Jahr 2004 nur mehr Google und Yahoo die marktbeherrschenden Recherchewerkzeuge im deutschsprachigen Raum.[34] Dass sich in den letzten Jahren dieser „Zweikampf“ zu einer „Solo-Darbietung“ von Google entwickelt hat, wird noch mehrfach betont werden.

2.2. Gesellschaftliche Relevanz von Suchmaschinen

In Deutschland nutzen mindestens 75 Prozent aller Onliner mindestens einmal pro Woche eine Suchmaschine. In den Vereinigten Staaten von Amerika greifen sogar 84 Prozent der Internetnutzer regelmäßig auf Suchmaschinen zurück, 56 Prozent der Internetsurfer sogar täglich.[35] Weiters ergab eine Studie von WebHits.de im Jahr 2011, dass die deutschen Internetnutzer mittlerweile beachtliche 49 Prozent ihrer Onlinezeit bei Suchmaschinen verbringen. Nur 9 Prozent der Suchmaschinennutzer suchen weniger als vier Minuten lang und ganze 46 Prozent der Suchmaschinennutzer brauchen für ihre Suche länger als 30 Minuten.[36] Diese Zahlen unterstreichen die zunehmende gesellschaftliche Bedeutung von Online-Suchmaschinen.

Gerade durch ihre zentrale Funktion für die Bewältigung der Online-Vielfalt spielen Suchmaschinen eine wichtige Rolle für den Zugang zu Informationen. Denn an welcher Stelle ein Verweis in den Ergebnislisten der Suchmaschinen auftaucht, hat entscheidende Konsequenzen auf die Frage, ob er von Nutzern wahrgenommen wird oder nicht. Gerade wenn es sich um kontroverse politische Inhalte handelt, wird die Dimension dieses Problems deutlich.[37]

„Wer es hier schafft, seine Inhalte in die vorderen Plätze zu hieven, hat einen wesentlichen Schritt getan, um sich als Autorität für das Thema der Suchanfrage zu etablieren und die Meinungsbildung der Nutzer entsprechend zu prägen. Verschärft wird diese Problematik durch die zunehmende Verwendung von Suchmaschinen in Bildung, Forschung und Journalismus, mithin den zentralen Bereichen der gesellschaftlichen Wissensvermittlung.“[38]

Die Kommerzialisierung des Internets hat dazu geführt, dass die Umsätze durch Online-Werbung und E-Commerce seit Jahren signifikant ansteigen. So tragen auch Suchmaschinen immer mehr zur Beeinflussung des Kaufverhaltens bei, denn neben den direkten Käufen über das Netz werden auch viele „offline“ Produktkäufe über das Netz vorbereitet. Dies geht soweit, dass in manchen Produktgruppen heute mehr als 80 Prozent aller Kaufvorbereitungen einschließlich der Entscheidungen für ein Produkt nur noch online stattfinden.[39]

Die beiden Mediennutzungsexperten Ralf Kaumanns und Veit Siegenheim[40] erwähnen in ihrem 2007 erschienenen Werk „die Google-Ökonomie“, hier das Beispiel der Automobilindustrie: Wenn ein Autokäufer in der Vergangenheit im Durchschnitt sechs verschiedene Autohändler vor dem Kauf zwecks Informationsgewinnung aufsuchte, so liegt dieser Wert heute im Schnitt bei 1,2 Händlern. Der Grund: Autokäufer finden ihre Informationen mittlerweile im Netz. Heute wird nach der Vorauswahl am Rechner gezielt ein Händler aufgesucht, um den Wagen Probe zu fahren und ihn dann schließlich zu kaufen. Weiters sind - laut einer Studie über Kauf- und Informationsgewohnheiten bei Kleinunternehmen - Suchmaschinen unter Einkäufern bei Firmen mit 50 bis 250 Mitarbeitern die bevorzugte Informationsquelle. Darüber hinaus gaben in Deutschland ca. zwei Drittel der Befragten Suchmaschinen als wichtigste Hilfe zur Entscheidungsfindung an.

Aufgrund der enorm hohen Nutzerzahlen wecken die Suchmaschinen auch Begehrlichkeiten von Seiten der Werbeindustrie, denn im Laufe der Suche nach Informationen hinterlassen die User breite Datenspuren, die sich im Hinblick auf Werbestrategien sammeln und auswerten lassen. Natürlich haben die Betreiber der diversen Suchmaschinen das finanzielle Potential dieser Daten schon früh erkannt und versuchen, sich diese für Werbezwecke immer mehr zu Nutzen zu machen.[41]

Als weiteres besonderes Merkmal von Suchmaschinen lässt sich ihre Gatekeeper-Funktion feststellen. Die Online-Recherchewerkzeuge beherrschen eben nicht nur den Zugang zur digitalen Ökonomie, sondern sie entscheiden auch über die inhaltliche Zusammensetzung ihrer Suchergebnisse. Auf diese Weise übernehmen Suchmaschinen eine Funktion ähnlich der eines Journalisten oder eines Redakteurs in den klassischen Medien. Ohne Zweifel lenken Suchmaschinen die Aufmerksamkeit der Nutzer und haben somit eine enorme Macht. Weiters tun sie dies nach eigenen Regeln, ohne dass es – anders als bei den klassischen Medien – eine wirksame Kontrolle geben würde.[42] Aufgrund dieser zentralen Position der Suchmaschinen wirft auch Theo Röhle in seinem 2010 erschienenen Werk „Der Google Komplex“ entscheidende Fragen auf:

- „Welche Folgen hat die Vorherrschaft dieser Suchtechnologie für den Zugang zu Informationen?
- Welchen Einfluss haben die Selektionskriterien der Suchmaschinen auf ihre Nutzer?
- Welche Möglichkeiten der Steuerung und der Manipulation haben Sie?“[43]

In diesem Zusammenhang liegt es auf der Hand, dass man bei der kritischen Betrachtung dieser Thematik gerade Google viel Aufmerksamkeit schenken muss. Dies lässt sich alleine durch die Marktbeherrschung sowie die weltweiten Marktanteile des Unternehmens begründen. Das zentrale Verzeichnis für alle, die wissen wollen, wo man eine bestimmte Information findet, ist Google. Zwar ist das von Larry Page und Sergey Brin gegründete Unternehmen weder das älteste noch das einzige Recherchewerkzeug für die Onlinewelt – es gäbe noch über 5.500 andere Möglichkeiten für die Internet-Suche – doch trotzdem entfällt das Gros der Klicks auf Google. Das Unternehmen ist für viele nicht irgendeine, sondern DIE Suchmaschine schlechthin.[44]

3. Die Google Erfolgsgeschichte

„Not since Gutenberg invented the modern printing press more than 500 years ago, making books and scientific tomes affordable and widely available to the masses, has any new invention empowered individuals, and transformed access to information, as profoundly as Google.[45]

Im nun folgenden dritten Kapitel der vorliegenden Bachelorarbeit soll die Erfolgsgeschichte von Google genauer beleuchtet werden. Dieses Kapitel beschäftigt sich mit den Fragen: Wer ist Google eigentlich? Welche Bedeutung hat die Marke Google? Wie ist diese Firma zu einer der berühmtesten IT-Marken der Welt aufgestiegen? Wo nahm die Geschichte ihren Anfang? Was waren die ursprünglichen Ideen bzw. Vorhaben des Unternehmens? Wer sind die Gründer von Google? Was macht Google so beliebt? In welche Richtung entwickelte sich der Konzern in den letzten Jahren?

3.1. Die Marke Google

Laut dem Markenranking 2011 der Firma Interbrand - einem Markenevaluierungs- und Markenbewertungsunternehmen aus New York City - ist Google mit einem Marktwert von knapp über 55 Mrd. $ das viertwertvollste Unternehmen der Welt. Geschlagen wird Google in diesem Ranking nur von den „Allzeitgrößen“ Coca-Cola, IBM und Microsoft. Im Vergleich dazu liegt der geschätzte Marktwert von Apple bei nur 33 Mrd. $ und jener der nächstbesten Suchmaschine Yahoo bei „läppischen“ 4,4 Mrd. $.[46] Das Marktforschungsunternehmen Millward Brown schätzt dagegen den Marktwert von Google sogar auf beachtliche 114,3 Mrd. $ und kürte Google 2010 zum vierten Mal in Folge unangefochten zur wertvollsten Marke der Welt. Im Ranking von Millward Brown rangieren IBM (86,4 Mrd. $), Apple (83,2 Mrd. $) und Microsoft (76,3 Mrd. $) auf den Plätzen zwei bis vier.[47]

Was sagen uns diese Zahlen nun? Erstens lässt sich unschwer erkennen, dass nicht einmal die führenden Markenbewertungsunternehmen wirklich auch nur annähernd genaue Werte von Unternehmen bestimmen können und dass je nach Evaluierungsmethode die Firmenwerte und –rankings durchaus variieren können. Zweitens – und dabei handelt es sich um die maßgebliche Erkenntnis für die vorliegende Arbeit – bedeuten diese Zahlen, dass es sich bei Google um eines der größten, mächtigsten und wertvollsten Unternehmen der Welt handelt.

Google ist mittlerweile so bedeutend, dass die Suchmaschine die Routinen des Alltags bestimmt, fest in die Browser aller Rechner eingebaut ist und sich aus dem Bewusstsein der Gegenwart kaum mehr wegdenken lässt.[48] Das Unternehmen, welches seit 1998 unter seinem heutigen Namen online ist (die Vorgängerplattform BackRub bereits seit 1996)[49], konnte 2008 einen Umsatz von 17 Mrd. $ sowie einen Nettogewinn von 4 Mrd. $ verzeichnen.[50] Diese Zahlen sind in den letzten Jahren kontinuierlich weiter angestiegen und im Gesamtergebnis 2011 konnte Google einen Umsatz von 38 Mrd. $ verbuchen. Bis heute resultiert ein Großteil (ca. 96 Prozent) des Google-Umsatzes aus Werbeeinnahmen mit dem Google AdWords Werbesystem.[51] Weiters hat Google in Deutschland und in vielen weiteren Ländern weltweit mittlerweile einen Marktanteil von über 90 Prozent erreicht.[52]

Sowohl Vorläufer als auch einstige Konkurrenten wie zum Beispiel Gopher, Altavista, Hotbot, Excite, Yahoo, MSN und Lycos stehen mit dem Rücken zur Wand oder sind gänzlich in Vergessenheit geraten. Auch aus diesem Grund muss die alte delphische Maxime „Erkenne dich selbst“ heute mit „google yourself“ übersetzt werden. Zu Recht gehen wir davon aus, dass Google Search, Google Desktop und Google Earth, etc. alles absuchen können, was sich im World Wide Web und auf den Festplatten dieser Welt indexieren lässt.[53]

Darüber hinaus ist der „beliebteste Arbeitgeber der Welt“ (dazu mehr in Kapitel 3.4.) über die Jahre so erfolgreich gewesen, dass sich das Verb „googeln“ als Bezeichnung für das Recherchieren im Internet mit Hilfe einer Suchmaschine in der Alltagssprache etabliert hat - so auch im Deutschen.[54] Bereits im Jahr 2004 wurde der Begriff im Rechtschreib-Duden aufgenommen.[55] Weil Google-Anwälte befürchteten, dass die Markenrechte verloren gehen könnten, wenn „googeln“ zum Allgemeinbegriff würde, wurde in der darauffolgenden Auflage die Definition von „im Internet suchen“ auf „mit Google im Internet suchen“ abgeändert. Zwei Jahre später wurde auch die englische Bezeichnung „to google“ ins Oxford English Dictionary sowie ins Merriam-Webster Collegiate Dictionary aufgenommen.[56] Unterm Strich lässt sich festhalten, dass die Welt gegoogelt wurde. Wir suchen keine Informationen mehr, wir googeln sie.[57]

„Google hat […} das geschafft, was zuvor schon die Firma Caterpillar oder Tixo erreicht haben - zu einem Synonym für eine ganze Branche werden. Wer ein Klebeband will, fragt nach einem ‚Tixo’, auch wenn es von einer anderen Firma ist. Wer einen Klebstoff benötigt, sucht nach ‚Uhu’ und kleine Kinder spielen gerne mit einem ‚Caterpillar’, obwohl es ein Markenname und nicht der Allgemeinbegriff für Bagger ist. Bei ‚googeln’ verhält es sich ebenfalls so.“[58]

Übrigens entstand der Begriff Google durch eine falsche Schreibweise des Wortes „Googol“, der unglaublich hohen Zahl 10 hoch 100.[59] Weil die beiden Google Erfinder Larry Page und Sergey Brin mathematikbegeistert waren, wählten sie diesen Begriff, um mit dem Namen die Fülle der Informationen, die ihre Suchmaschine im Internet finden sollte, widerzuspiegeln. Angeblich verstand ihr Studienkollege Sean Andersen den Ausdruck aber falsch und registrierte im Auftrag von Page und Brin den Domainnamen www.google.com. Als offizielle Geburtsstunde des Namens gilt der 15. September 1997.[60]

3.2. Es begann in Stanford

„Nach Stanford geht man nicht nur wegen der Ausbildung. Die Studenten kommen, weil sie einen Traum haben: ein Unternehmen zu gründen, reich zu werden, ihre Spur in der Geschichte der technischen Entwicklung zu hinterlassen und vielleicht die Welt zu verändern. Und schließlich sind aus dieser Universität Hewlett-Packard, Silicon Graphics, Yahoo und Excite hervorgegangen, um nur einige zu nennen.“[61]

Die Entwicklung Googles vom Start-Up zu einem Milliarden-Konzern ist filmreif. Wie bei vielen Unternehmen im Silicon Valley stellte die renommierte Universität Stanford (Stanford, Kalifornien; ca. 60 Kilometer südlich von San Francisco, ca. 35 Kilometer nordwestlich von San Jose und nur den Katzensprung von 12 Kilometer von Mountain View entfernt) auch für Google den Ursprung für viele Ideen und Konzepte des Suchmaschinen-Konzerns dar.[62]

Die ersten Nutzer überzeugte Google vor allem dadurch, dass die Software von der Stanford University bessere Suchergebnisse lieferte als die Konkurrenz. Grundsätzlich war Google in den Jahren 1996 und 1997 nicht viel mehr als ein wissenschaftliches Projekt an der Universität Stanford von zwei computerbegeisterten Elitestudenten. Einer der beiden späteren Google Gründer – nämlich Larry Page – hatte sich für seine Doktorarbeit vorgenommen, die Struktur des World Wide Web zu untersuchen. So begann die Google Erfolgsgeschichte.[63]

Genauer gesagt ging es bei der Doktorarbeitsidee von Larry Page und Sergey Brin um die Erstellung eines Systems, bei dem Benutzer Anmerkungen und Kommentare zu Webseiten machen konnten. Nachdem sich die beiden nicht genau darüber einig waren, wie sie unverzerrte Ergebnisse bekommen sollten, - gerade die manuelle Erstellung der Bewertungen der Homepages wäre einfach nicht zuverlässig genug gewesen - kam Page die Idee, die Weblinks dafür zu nutzen. Page verglich die Weblinks in etwa mit Zitaten in akademischen Aufsätzen. Die Tatsache, dass man wirklich wichtige Quelltexte auch ermitteln konnte, ohne sie lesen zu müssen, war weitgehend anerkannt. Man musste dazu einfach nur feststellen, wie oft sie in den Anmerkungen und Bibliografien anderer Arbeiten zitiert wurden. Page war der Meinung, dieses Prinzip könnte auch bei Webseiten funktionieren. Problem bei der Sache war natürlich, dass das im WWW um ein Vielfaches komplizierter umzusetzen ist. Es war schwer, festzustellen, von wo aus auf andere Webseiten verwiesen wurde. Deswegen mussten Page und Brin eine Datenbank jener Links erstellen, die auf andere Seiten verweisen und diese musste dann rückwärts suchen können. Aus diesem Grund nannte Page sein System auch „BackRub“. Mit „BackRub“ wurde es möglich, jeden Link zurückzuverfolgen.[64]

Page machte bei diesem Projekt von Anfang an deutlich, dass er das gesamte Web herunterladen und dann absuchen möchte. Sein angedachter „Downloadzeitraum“ von einer Woche verwandelte sich - wie sich später herausstellen sollte - in Jahre und der Festplattenverschleiß war riesig.[65] Der Teil des Systems, welcher die Websites über die ankommenden Links bewertete, erhielt dann den Namen „PageRank“.[66] Hier muss betont werden, dass es sich bei der Reihung der Homepages um ein mehr als kompliziertes mathematisches Verfahren handelt, welches bis heute wie ein Schatz gehütet wird. „Die Antwort auf die Frage, nach welchen Kriterien Google Webseiten für die Ergebnisliste bewertet und gewichtet, gehört mittlerweile wohl zu den bestgehüteten Geheimnissen direkt nach der Rezeptur von Coca-Cola.“[67]

Den ersten Test ihrer „Idee“ starteten Page und Brin im März 1996. Sie begannen dabei mit nur einer Seite, nämlich der Homepage der computerwissenschaftlichen Stanford-Fakultät. Nachdem erste Tests wirklich vielversprechend funktionierten und sich die Leistungsstärke des Systems herauskristallisierte, stellte sich nur noch die Frage, wofür man „BackRub“ und „PageRank“ eigentlich am sinnvollsten verwenden könnte. Dem amerikanischen Journalisten John Battelle[68] verriet Page später einmal, dass er und Sergey Brin eigentlich nie vorgehabt hatten, eine Suchmaschine zu entwerfen. Zum Zeitpunkt der Entstehung hatten Page und Brin keine Ahnung, welche nützlichen Dinge ihr geplantes Projekt hervorbringen könnte.

Für die beiden Forscher und alle anderen Beteiligten war dann aber relativ schnell klar, dass sich dieses System gut für Suchanfragen eignen würde. Bei Suchanfragen eine Rangliste zu erstellen, welche nicht nur auf den Seiten selbst, sondern auch auf den weltweiten Meinungen (den Links) zu ihnen basieren würde, wäre eine wirklich nützliche Sache.[69] Dass die beiden Superhirne durchaus von sich bzw. von der „Schwäche“ der Konkurrenz überzeugt waren, beweist u.a. die Tatsache, dass Page und Brin in einer Arbeit 1997 trocken darauf hinwiesen, dass drei der vier wichtigsten Suchmaschinen nicht einmal sich selbst finden könnten.[70] Keines der zu diesem Zeitpunkt bereits mit Suchmaschinen beschäftigten Unternehmen erwähnte bis dahin die Auswertung von Links.[71]

„Larry Pages PageRank war deshalb so mächtig, weil es diese Links klug analysierte und ihnen auf einer metrischen Skala Bewertungen von 1 bis 10 zuordnete, denen sich die relative Bedeutung der Seite im Vergleich mit anderen Webseiten entnehmen ließ. Bei einer der ersten BackRub-Versionen wurden einfach nur die eingehenden Links gezählt, doch Page und Brin erkannten schnell, dass die Relevanz nicht nur von der Anzahl der Links beeinflusst wird - genauso wichtig war ihre Herkunft. PageRank spiegelte diese Information wieder. Je bedeutender die verlinkende Seite, desto wertvoller war der Link und desto höher würde die Webseite selbst bei der abschließenden Berechnung ihres PageRank-Werts klettern.“[72]

Die ersten Google-Nutzer, nämlich die Mitstudenten, das Lehrpersonal sowie die Verwaltungsangestellten der Universität Stanford waren von den Ergebnissen, die dieses neue Recherchewerkzeug lieferte, überzeugt und so wurde die neue Suchmaschine aufgrund von Mund-zu-Mund-Propaganda zuerst in amerikanischen Universitätskreisen populär. Schnell eroberte die Suchmaschine auch die Herzen der rasch wachsenden Onlinegemeinschaft. Gründe, die Page und Brin „sympathisch“ machten, waren auch, dass sie ihre Rechner selbst zusammenbauten und dass sie auf das freie Betriebssystem Linux für ihre Software setzten. Am 7. September 1998 war es dann schließlich soweit und Larry Page gründete gemeinsam mit Sergey Brin das Unternehmen Google Inc.[73] Interessantes Detail am Rande: die Gründung von Google Inc. stellte für Page und Brin eigentlich nur einen letzten Ausweg dar, um ihre Ideen weiter verfolgen zu können. Eigentlich war es nie ihre Absicht gewesen, eine eigene Firma zu gründen, sie waren einfach nur erfolglos dabei, ihre Technologie an andere Unternehmen zu lizenzieren.[74]

Zu Beginn in der ersten Phase gab es Google nur als google.stanford.edu. Die beiden Gründer Brin und Page waren sich auch darüber einig, dass sie mit Google keinen Profit generieren wollen und die Seite der Suchmaschine damit werbefrei bleiben sollte. Die Google-Gründer waren der Meinung, dass sich durch Werbung finanzierte Suchmaschinen prinzipiell am Werbeträger orientieren und nicht an den Bedürfnissen des Konsumenten.[75] „In general it could be argued from the consumer point of view that the better the search engine is, the fewer advertisements will be needed for the consumer to find what they want. […] But we believe the issue of advertising causes enough mixed incentives that it is crucial to have a competitive search engine that is transparent and in the academic realm.”[76] Nach eigener Aussage zu urteilen, hatten Brin und Page also von Beginn an nur die Interessen der Konsumenten im Auge.

Natürlich wäre die Google-Gründung ohne finanzielle Hilfe nicht verwirklichbar gewesen. Andy von Bechtolsheim, ein aus Deutschland ins Silicon Valley übersiedelter Computerexperte, war es, der Page und Brin einen Scheck von über 100.000 $ zur Weiterentwicklung ihrer Technologie ausgestellt hat. Bald darauf - im Juni 1999 - investierten die Risikokapitalfirmen Sequoia Capital und Kleiner Perkins 25 Millionen $ in das aufstrebende Start-Up-Unternehmen. Die Suchseite von Google, welche den Nutzern bis dahin als unfertige Betasoftware präsentiert wurde, ging drei Monate später offiziell an den Start.[77] „Zu diesem Zeitpunkt [im Juni 1999] hatte Google ein Büro in einer Garage in Palo Alto mit acht Angestellten und verzeichnete rund 500.000 Suchanfragen pro Tag.“[78] Von hier an ging alles Schlag auf Schlag. Bereits im September 1999 arbeitete Google sowohl mit AOL als auch mit Netscape zusammen. Im Juni 2000 zählte der Index mehr als eine Milliarde Seiten und Google war die führende Suchmaschine auf der Welt.[79]

Zwar blieb Google nicht lange werbefrei (seit 2000 werden Anzeigen eingeblendet), aber dennoch erscheint diese nur dezent am Rand der Ergebnisseiten bzw. über den ermittelten Suchergebnissen fleischfarben unterlegt. Darüber hinaus hat die Werbung auch immer etwas mit der Suchanfrage zu tun. Laut Andy von Bechtolsheim war genau das der Schlüssel zu Googles Erfolg. Denn bei der Konkurrenz gab es damals fette Werbebanner und Imagewerbung die nicht spezifisch auf die Bedürfnisse des Users ausgerichtet waren. Lycos, Yahoo, AltaVista und Co. benutzten einfach die Banner jener Anzeigenkunden, welche am meisten bezahlten. Dagegen lautet eine Grundregel von Google bis heute, dass Werbung keine nervende Unterbrechung oder Ablenkung darstellen soll. Googles Konzept sollte sich durchsetzen und die Internetnutzer wechselten in Scharen zur Webseite der Kalifornier.[80]

Eine weitere Erklärung für den rasanten Aufstieg von Google stellte die Überlegung dar, das Geld der Kapitalgeber nicht in teure Eigenwerbung, sondern in den Ausbau der Suchtechnologie zu stecken. Darüber hinaus wurden Page und Brin von den anfänglichen Geldgebern massiv dazu gedrängt, einen erfahrenen Top-Manager einzustellen, der professionelle Strukturen beim chaotischen und hippen Internet Startup aufbauen sollte. Die Wahl für diesen Posten fiel auf Eric Schmidt, dem damaligen Vorstandsvorsitzenden des Software-Herstellers Novell. Schmidt gelang es in den ersten Jahren seiner Tätigkeit, ein tragfähiges und nachhaltiges Geschäftsmodell zu entwickeln, welches auf der Refinanzierung durch Erlöse mittels kontextsensitiver Werbung beruhte.[81]

Drei Jahre nach Schmidts’ Bestellung am 29. April 2004 gab Google seinen Börsengang bekannt. Alleine von diesem Schritt erhoffte man sich einen Erlös von ca. 3,3 Mrd. $. Nachdem die Aktie damals für 80 bis 85 $ gezeichnet werden konnte, stieg der Kurs bereits am ersten Handelstag auf über 100 $ pro Aktie und Larry Page und Sergey Brin waren mit einem Schlag Multimilliardäre.[82]

3.3. Die Männer hinter dem Erfolg

In den nun folgenden Zeilen sollen die beiden Männer hinter dem riesigen Erfolg der Suchmaschine Google vorgestellt werden: die beiden Superhirne Larry Page und Sergey Brin. Der Aufstieg, den Page und Brin von computerbegeisterten Jungwissenschaftlern zu den Gründern der wohl wertvollsten Marke der Welt geschafft haben, ist enorm. Laut dem amerikanischen Wirtschaftsmagazin Forbes gehören die beiden Google Gründer zu den 70 mächtigsten Menschen auf der Welt. Um genau zu sein, rangieren sie ex aequo auf Platz 30 und gelten somit laut dem Forbes Magazine als einflussreicher und mächtiger als der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon (Platz 38), als die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde (Platz 39), als der türkische Ministerpräsident Recep Erdoğan (Platz 48) oder auch als der frühere US-Präsident Bill Clinton (Platz 50) und der Dalai Lama (Platz 51), um nur einige zu nennen.[83] Darüber hinaus scheinen die beiden auch auf der Liste der 400 reichsten US-Amerikaner auf und landen dort mit einem geschätzten Vermögen von jeweils 18,7 Mrd. $ ex aequo auf Platz 15.[84]

[...]


[1] Levy, Steven (2012): Google inside. Wie Google denkt, arbeitet und unser Leben verändert. Übersetzung aus dem Amerikanischen von Gerhard Franken. Heidelberg [u.a.]: mitp, 79.

[2] Jenkins, Holman W. jr. (2010): Google and the Search for the Future. The Web icon’s CEO on the mobile computing revolution, the future of newspapers, and privacy in the digital age. Online im Internet unter: http://online.wsj.com/article/SB10001424052748704901104575423294099527212.html (1. Juli 2012), o.S.

[3] Reischl, Gerhard (2008): Die Google Falle. Die unkontrollierte Weltmacht im Internet. Wien. Ueberreuter, 48.

[4] Kaumanns, Ralf/ Siegenheim, Veit (2007): Die Google-Ökonomie. Wie Google die Wirtschaft verändert. Norderstedt: Books on Demand, 39.

[5] Vgl. Vise, David A. (2005): The Google Story. London: Macmillan, 1.

[6] Smith, Jon (2010): Das Google Kompendium. Alles, was Sie über Google wissen müssen. Zürich: Midas Computer Verlag, 12.

[7] Vgl. Vaidhyanathan, Siva (2011): The Googlization of Everything. And why we should worry. Berkeley, California [u.a.]: University of California Press, xi.

[8] Vgl. Carr, Nicholas G. (2009): The Big Switch. Rewiring the World, from Edison to Google. New York [u.a.]: Norton, 190.

[9] Vgl. ebd.

[10] Pariser, Eli (2012): Filter Bubble. Wie wir im Internet entmündigt werden. Aus dem Amerikanischen von Ursula Held. München: Hanser, 21.

[11] Vgl. Lovink, Geert (2009): Die Gesellschaft der Suche. Fragen oder Googeln. In: Becker, Konrad/ Stalder, Felix (Hg.): Deep Search. Politik des Suchens jenseits von Google. Innsbruck, Wien [u.a.]: StudienVerlag, S. 53-63, hier 53f.

[12] Vgl. Lovink 2009, 59.

[13] Vgl. Vaidhyanathan 2011, 2.

[14] Vgl. Kilgenstein 2011, 5.

[15] Vgl. Zeit Online (2010): Google: Widerstand ist zwecklos. Online im Internet unter: http://www.zeit.de/digital/internet/2010-09/google-schmidt-goggles (25. August 2012), o.S.

[16] Vgl. Reischl 2008, 7.

[17] Vgl. Kaumanns und Siegenheim 2007, 247.

[18] Reppesgaard, Lars (2008a): Das Google Imperium. Hamburg: Murmann, 12.

[19] Vgl. Röhle, Theo (2010): Der Google-Komplex. Über Macht im Zeitalter des Internets. Bielefeld: Transcript, 11.

[20] Vgl. Machill, Marcel/Beiler, Markus/Zenker, Martin (2008): Search-engine research: a European-American overview and systematization of an interdisciplinary and international research field. In: Media, Culture & Society 30. Jg., H. 5, S. 591-608, hier 591.

[21] Vgl. Röhle 2010, 11.

[22] Vgl. Diker Vanberg, Aysem (2012): From Archie to Google - Search engine providers and emergent challenges in relation to EU competition law. In: European Journal of Law and Technology 3. Jg., H. 1, S. 1-18, hier 2.

[23] Vgl. Kaumanns und Siegenheim 2007, 12.

[24] Vgl. Machill, Beiler u. Zenker 2008, 592.

[25] Vgl. Diker Vanberg 2012, 2.

[26] Vgl. ebd.

[27] Vgl. Kaumanns und Siegenheim 2007, 13.

[28] Vgl. Machill, Beiler u. Zenker 2008, 592.

[29] Vgl. Kaumanns und Siegenheim 2007, 13.

[30] Vgl. Diker Vanberg 2012, 2.

[31] Vgl. Kaumanns und Siegenheim 2007, 13.

[32] Vgl. Diker Vanberg 2012, 3.

[33] Vgl. Kaumanns und Siegenheim 2007, 13.

[34] Vgl. Platzwaldt, Klaus (2005): Suchmaschinenlandschaften. In: Lehmann, Kai/ Schetsche, Michael (Hg.) (2005): Die Google-Gesellschaft. Vom digitalen Wandel des Wissens. Bielefeld: Transcript-Verlag, S. 75-82, hier 76f.

[35] Vgl. Machill, Marcel/Beiler, Markus/Zenker, Martin (2007): Suchmaschinenforschung. Überblick und Systematisierung eines interdisziplinären Forschungsfeldes. In: Machill, Marcel/ Beiler, Markus (Hg.) (2007): Die Macht der Suchmaschinen/ The Power of Search Engines. Köln: Halem, 7-43, hier 7.

[36] Vgl. Roth, Mathias (2011): Statistiken zu Browsern und Suchanfragen in der BRD. Quelle: WebHits.de - das aktuelle Web-Barometer. Online im Internet unter: http://1a-sales.com/statistiken-zu-browsern-und-suchanfragen-in-der-brd/#axzz202mecJJQ (8. Juli 2012).

[37] Vgl. Röhle 2010, 12.

[38] Röhle 2010, 12.

[39] Vgl. Kaumanns und Siegenheim 2007, 15.

[40] Vgl. ebd.

[41] Vgl. Röhle 2012, 12.

[42] Vgl. Kaumanns und Siegenheim 2007, 16.

[43] Röhle 2010, 12.

[44] Vgl. Reppesgaard 2008a, 14.

[45] Vise, David A. (2005): The Google Story. London: Macmillan, 1.

[46] Vgl. Interbrand (ohne Datum): Best Global Brands 2011. 2011 Ranking of the Top 100 Brands. Online im Internet unter: http://www.interbrand.com/de/best-global-brands/best-global-brands-2008/best-global-brands-2011.aspx (7. Juli 2012), o.S.

[47] Vgl. Ohne Autor (2010): „Google“ ist 114 Milliarden Dollar wert. Online im Internet unter: http://www.manager-magazin.de/unternehmen/it/0,2828,692144,00.html (7. Juli 2012), o.S.

[48] Vgl. Gugerli, David (2009): Suchmaschinen. Die Welt als Datenbank. Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag, 9.

[49] Vgl. Mayer, Jens (2011): Google. Suche. Mail. Maps. Street View. Düsseldorf: Data-Becker, 10.

[50] Vgl. Reischl 2008, 80.

[51] Vgl. Ohne Autor (2012): Google Werbeumsatz 2011. Online im Internet unter: http://www.cpc-consulting.net/Google-Umsatz-2011--n926 (7. Juli 2012), o.S.

[52] Vgl. Kilgenstein, Jens (2011): Ist Google böse? Was die Suchmaschine über Sie wie und wie Sie sich wehren können. Rostock: Sven Kretschmann Mediamarketing, 6.

[53] Vgl. Gugerli 2009: 9.

[54] Vgl. Kaumanns und Siegenheim 2007: 86.

[55] Vgl. Kilgenstein 2011: 6.

[56] Vgl. Reischl 2008, 31.

[57] Vgl. Auletta, Ken (2009): Googled. The End of the World As We Know It. London: Virgin Books, xi.

[58] Reischl 2008, 119.

[59] Vgl. Reischl 2008, 22.

[60] Vgl. Mayer 2011, 11.

[61] Battelle, John (2006): Die Suche. Geschäftsleben und Kultur im Banne von Google & Co. Übersetzung aus dem Amerikanischen von Egbert Neumüller. Kulmbach: Börsenmedien AG, 85f.

[62] Vgl. Kaumanns und Siegenheim 2007, 36.

[63] Vgl. Reppesgaard 2008a, 14.

[64] Vgl. Levy 2012, 24f.

[65] Vgl. Vise 2005, 11.

[66] Vgl. Levy 2012, 25f.

[67] Erlhofer, Sebastian (2011): Suchmaschinen-Optimierung. Das umfassende Handbuch. 5., aktualisierte und erw. Aufl., Bonn: Galileo Press, 583.

[68] Vgl. Battelle 2006, 93.

[69] Vgl. Levy 2012, 27.

[70] Vgl. Pariser 2012, 38f.

[71] Vgl. Levy 2012, 30.

[72] Levy 2012, 30.

[73] Vgl. Reppesgaard 2008a, 15.

[74] Vgl. Kaumanns und Siegenheim 2007, 37.

[75] Vgl. Pariser 2012, 39.

[76] Brin, Sergey/Page, Lawrence (1998): The Anatomy of a Large-Scale Hypertextual Web Search Engine. In: Seventh International World-Wide Web Conference (WWW 1998), April 14-18, Brisbane, Australia, S. 1-20, hier 19.

[77] Vgl. Reppesgaard 2008a, 15.

[78] Kaumanns und Siegenheim 2007, 37.

[79] Vgl. ebd.

[80] Vgl. Reppesgaard 2008a, 15f.

[81] Vgl. Kaumanns und Siegenheim 2007, 37f.

[82] Vgl. Kaumanns und Siegenheim 2007, 38.

[83] Vgl. Perlroth, Nicole/Noer, Michael (2011): Forbes. The World’s Most Powerful People. The 70 Who Matter. Online im Internet unter: http://www.forbes.com/powerful-people/ (17. Juli 2012), o.S.

[84] Vgl. Forbes (2011): The Forbes 400. The Richest People in America. Online im Internet unter: http://www.forbes.com/forbes-400/#p_2_s_arank_All%20industries_All%20states_All%20categories_ (17. Juli 2012),o.S.

Ende der Leseprobe aus 95 Seiten

Details

Titel
Google is watching you
Untertitel
Was der Suchmaschinen-Gigant mit unseren Daten anstellt
Hochschule
Universität Salzburg  (Fachbereich Geschichte)
Veranstaltung
Zeitgeschichte
Note
1
Autor
Jahr
2012
Seiten
95
Katalognummer
V264520
ISBN (eBook)
9783656554264
ISBN (Buch)
9783656554509
Dateigröße
1706 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
google, suchmaschinen-gigant, daten
Arbeit zitieren
Josef Schopf (Autor), 2012, Google is watching you, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/264520

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