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Die Leiden der indigenen Bevölkerung im 16. Jahrhundert

Und Bartolomé de Las Casas Kampf’ für ihre Rechte

Titel: Die Leiden der indigenen Bevölkerung im 16. Jahrhundert

Seminararbeit , 2010 , 24 Seiten , Note: 1

Autor:in: Bakk. Komm. BA Josef Schopf (Autor:in)

Geschichte - Amerika
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Als Christoph Kolumbus im Jahr 1492 zum ersten Mal den Fuß auf ein Stückchen Land der „Neuen Welt“ setzte, konnte wohl keiner erahnen, was kommen sollte. Nach und nach drangen immer mehr spanische Konquistadoren in die „Neue Welt“. Was mit der hoffnungsvollen Entdeckung und Erkundung der amerikanischen Gebiete begann, wurde recht schnell zu einer Eroberung von noch nie da gewesenem Ausmaß. Anfang des 16. Jahrhunderts begann dann der wohl größte Völkermord in der Geschichte der Menschheit.

Die vorliegende Proseminararbeit beschäftigt sich mit der, zum Großteil ermordeten oder versklavten indigenen Bevölkerung im 15. und 16. Jahrhundert nach Christus. Mit ihren neuartigen Waffen und der moderneren Technik sowie aufgrund von – für die indigene Bevölkerung bisher unbekannten - Krankheitserregern war es für die Europäer ein leichtes, die existierenden amerikanischen Urvölker zu besiegen oder gar auszurotten. Diese Arbeit will nun ein Auge auf die Ureinwohner Amerikas sowie auf das Zusammentreffen der Spanier und der indigenen Bevölkerung werfen.

Des Weiteren stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage nach der Rechtfertigung der Vorgehensweise der Konquistadoren der damaligen Zeit. Diesbezüglich kommt ein Mann ins Spiel, der es sich zeitlebens zur Aufgabe gemacht hat, sich für die Rechte der Indios einzusetzen, nämlich Bartolomé de Las Casas. Warum und wie sich der Dominikanerbischof Las Casas für die Menschen in Mittel- und Südamerika eingesetzt hat, soll im Laufe der Arbeit noch genauer beleuchtet werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Amerika um die Zeit seiner Entdeckung

2.1. Amerika vor Kolumbus

2.2. Die Entdeckung Amerikas durch Kolumbus

3. Conquista und ihre Folgen

4. Bartolomé de Las Casas

4.1. Geburt, Jugendtage und Leben in Mittelamerika

4.2. Umdenken

4.3. Die Leistungen des Dominikanerbischofs

4.4. Disput von Valladolid

4.5. Die letzten Jahre

5. Wirkung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Schicksal der indigenen Bevölkerung Amerikas während der spanischen Eroberung im 16. Jahrhundert sowie das unermüdliche Engagement des Dominikanerbischofs Bartolomé de Las Casas für deren Rechte angesichts von Unterdrückung und Völkermord.

  • Die sozio-kulturelle Ausgangslage in Amerika vor und während der Ankunft Kolumbus'
  • Die Mechanismen und verheerenden demographischen Folgen der spanischen Conquista
  • Der Lebensweg und die moralische Entwicklung von Bartolomé de Las Casas
  • Die Auseinandersetzung um die Menschlichkeit der Indios im Disput von Valladolid
  • Die historische Rezeption und Instrumentalisierung der Schriften von Las Casas

Auszug aus dem Buch

4.2. Umdenken

Den Anlass für die erste radikale Umkehr in der Denkweise von Las Casas gab die Lektüre einer Bibelstelle während der Vorbereitung der Pfingstpredigt des Jahres 1514. Sätze aus dem biblischen Buch Jesus Sirach waren dafür verantwortlich, dass Las Casas bewusst wurde, die „Conquista“ würde dem Willen Gottes widersprechen. In dieser Textpassage war nämlich zu lesen, dass Gott keinen Gefallen an unrechten Gütern und der Ausraubung der Armen hat.

Daraufhin gab Las Casas seinen Status als Encomendero auf, indem er seine Encomienda zurückgab. Dadurch wurde er frei, sich dem – von den Dominikanern bereits begonnenen – Kampf für die Rettung der Indios anzuschließen. Für sein neues Ziel – die Rechte der Indios zu schützen bzw. für diese Rechte zu kämpfen – fuhr Las Casas dann bereit im Jahr 1515 zurück nach Europa, um in Spanien am königlichen Hofe zu intervenieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert den Zusammenbruch indigener Kulturen durch die Conquista und führt in die moralische Problematik der spanischen Eroberung sowie die Rolle von Bartolomé de Las Casas ein.

2. Amerika um die Zeit seiner Entdeckung: Dieses Kapitel beschreibt die sozio-kulturelle Vielfalt des präkolumbianischen Amerikas und analysiert die Entdeckungsreisen von Christoph Kolumbus.

3. Conquista und ihre Folgen: Hier wird der Prozess der spanischen Landnahme, das Encomienda-System und die damit einhergehende demographische Katastrophe für die indigene Bevölkerung beleuchtet.

4. Bartolomé de Las Casas: Dieser Abschnitt widmet sich der Biografie, dem moralischen Wandel und dem lebenslangen Einsatz von Las Casas als Verteidiger der Ureinwohner sowie seinem Wirken als Autor und Bischof.

5. Wirkung: Das abschließende Kapitel untersucht die historische Rezeption der Schriften von Las Casas und ihre Rolle bei der Entstehung der "Leyenda Negra" sowie ihre politische Nutzung in späteren Jahrhunderten.

Schlüsselwörter

Bartolomé de Las Casas, Conquista, indigene Bevölkerung, Amerika, Kolumbus, Encomienda, Völkermord, Disput von Valladolid, Leyenda Negra, Menschenrechte, Missionierung, Azteken, Inka, Kolonialismus, Unterdrückung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die verheerenden Auswirkungen der europäischen Conquista auf die Ureinwohner Amerikas im 16. Jahrhundert.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Kultur des präkolumbianischen Amerikas, das System der Unterdrückung durch die Spanier und der moralische Widerstand von Bartolomé de Las Casas.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das Leid der indigenen Bevölkerung zu dokumentieren und den Kampf von Las Casas für deren Menschenrechte in den historischen Kontext einzuordnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Proseminararbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung zeitgenössischer Quellen und Berichte basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Entdeckung Amerikas, den Folgen der Eroberung, dem Leben von Las Casas und dem berühmten Disput von Valladolid.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Conquista, Indios, Bartolomé de Las Casas, Encomienda und Menschenrechte definiert.

Warum gab Las Casas seinen Status als Encomendero auf?

Durch die Lektüre biblischer Texte erkannte er, dass die Ausbeutung und Versklavung der indigenen Bevölkerung mit dem christlichen Glauben unvereinbar ist.

Was war das Ergebnis des Disputs von Valladolid?

Obwohl es keinen direkten Sieg gab, konnte Las Casas den Druck zur Beibehaltung der Unterdrückung mindern und das Verbot des Werkes von Sepúlveda erreichen.

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Details

Titel
Die Leiden der indigenen Bevölkerung im 16. Jahrhundert
Untertitel
Und Bartolomé de Las Casas Kampf’ für ihre Rechte
Hochschule
Universität Salzburg  (Fachbereich Geschichte)
Note
1
Autor
Bakk. Komm. BA Josef Schopf (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
24
Katalognummer
V264528
ISBN (eBook)
9783656538639
ISBN (Buch)
9783656540168
Sprache
Deutsch
Schlagworte
leiden bevölkerung jahrhundert bartolomé casas kampf’ rechte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bakk. Komm. BA Josef Schopf (Autor:in), 2010, Die Leiden der indigenen Bevölkerung im 16. Jahrhundert, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/264528
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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