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Einstellung gegenüber Outgroups: Die Theorie der Sozialen Identität

Title: Einstellung gegenüber Outgroups: Die Theorie der Sozialen Identität

Seminar Paper , 2000 , 14 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Magister Artium (M.A.) Silvia Alpers (Author)

Psychology - Social Psychology
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Als die Entscheidung getroffen werden mußte, welches Thema ich als Referat für das Seminar „Einstellung und Image“ gerne behandeln würde, entschied ich mich spontan für den Bereich „Einstellungen in sozialen Beziehungen“, weil ich annahm, daß er sehr lebensnah und vie lleicht auch auf mich anwendbar sein würde. Aus diesem Oberthema wählte ich schließlich die Theorie der sozialen Identität, weil ich interessiert war, mehr über die Beziehungen zwischen verschiedenen Gruppen zu erfahren. Da sich meines Erachtens jede Person in irgendeinem Sinn einer Gruppe zugewandt fühlt, wollte ich wissen, ob diese These überhaupt stimmt, was der Auslöser dafür ist und welche Konsequenzen sich daraus ergeben. Meiner Meinung nach wissen viel zu wenig Menschen, daß und welcher Gruppe sie angehören und vor allem, was es für Folgen mit sich bringt. Ich denke, den meisten ist eine solche Gruppenbeziehung gar nicht bewußt. Daher ist es auch Ziel meines Referates Aufklärungsarbeit zu leisten und das Interesse für diesen Bereich zu wecken. Außerdem hoffe ich, mehr über mich zu erfahren: Welcher Gruppe ordne ich mich zu? Von welcher grenze ich mich ab? Was ergibt sich daraus für mich persönlich? Leider mußte ich feststellen, daß die Literatur über mein Thema nicht sehr abwechslungsreic h ist. Trotzdem denke ich, daß meine Darstellung der Theorie der sozialen Identität einen guten Überblick bietet. Um einen ausreichenden Überblick über mein Thema zu geben, werde ich zuerst über die Entstehung bzw. Vorgänger dieser Theorie referieren. Danach wird die Theorie der Sozialen Identität in ihren Grundelementen dargestellt werden. Auf die Kritik und die Schwächen wird anschließend eingegangen. Um den Praxisbezug herzustellen, habe ich einige Praxisbeispiele mit einfließen lassen, die der Verdeut lichung dienen sollen. Natürlich haben sich noch sehr viele andere Menschen mit der Theorie befaßt, als in meiner Arbeit berücksichtigt werden kann, auf die hier einzugehen wäre aber zu umfangreich. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorgänger der Theorie

3. Die Theorie der Sozialen Identität

3.1. Soziale Kategorisierung

3.2. Soziale Identität

3.3. Soziale Vergleiche

3.4. Positive Distinktheit

4. Strategien der Bewältigung

4.1. Soziale Mobilität

4.2. Sozialer Wandel

4.3. Soziale Kreativität

4.4. Individuelle versus kollektive Strategien

5. Kritik und Schwächen der Theorie

6. Ergänzungen zur Theorie

6.1. Theorie von GREENWALD

6.2. Theorie von STEELE

7. Einstellungen zu Außengruppen

7.1. Vorurteile und Stereotype

8. Schlußbetrachtung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die Theorie der sozialen Identität (SIT) nach Tajfel und Turner zu erläutern und ihre Bedeutung für die Wahrnehmung von Gruppenzugehörigkeiten sowie die Einstellung gegenüber Außengruppen zu beleuchten. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie Individuen ihren Selbstwert durch Gruppenidentifikation definieren und welche Bewältigungsstrategien angewandt werden, wenn der Status der eigenen Gruppe als unterlegen wahrgenommen wird.

  • Grundlagen und Entstehung der Theorie der sozialen Identität
  • Prozesse der sozialen Kategorisierung und sozialen Vergleichs
  • Kollektive und individuelle Strategien zur Bewältigung negativer sozialer Identität
  • Kritische Analyse und Ergänzung der Theorie durch aktuelle psychologische Ansätze
  • Psychologische Ursprünge von Vorurteilen und Stereotypen gegenüber Außengruppen

Auszug aus dem Buch

4. Strategien der Bewältigung

Was passiert mit Menschen, die einer Gruppe mit untergeordnetem Status angehören? Angenommen Mitglieder solcher Gruppen entdecken, daß sie nicht nur materiell (z.B. schlechtere Bezahlung, schlechtere Wohnsituation, schlechtere Ausbildung etc.) sondern eventuell auch psychologisch benachteiligt werden. Die Theorie der sozialen Identität nimmt an, daß die Identität über Intergruppenvergleiche aufrechterhalten wird. Im eben beschriebenen Fall bedeutete das ein konstant negatives Selbstwertgefühl der Gruppenmitglieder. Nach TAJFEL (1978) wäre die Reaktion, die Gruppe verlassen zu wollen. Diese „Disidentifikation“ führe dazu, daß sie in eine Gruppe mit höherem Status abwanderten, sobald sich die Möglichkeit ergebe. Aber leider ist diese Variante nicht immer anwendbar. Zum Teil herrschen recht undurchlässige Gruppengrenzen vor, die nicht so ohne weiteres überschritten werden können. Das sind unter anderem räumliche (Ghetto) oder soziale Barrieren (formale oder informelle Regelungen). Wie man trotzdem mit der eigenen negativen sozialen Identität umgehen kann, möchte ich jetzt erläutern.

TAJFEL hat festgestellt, daß „eine abgesicherte positive Distinktheit in einer Gruppe, die den sozialen Konsensus der Überlegenheit erreicht hat, selten ist“ (BIERHOFF, 1998, 260). Die Binnengruppe ist gerade dann stark verunsichert bezüglich der positiven Distinktheit, wenn sie unterlegen ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit motiviert die Wahl des Themas aus einem psychologischen Seminar und führt in das Forschungsinteresse an Gruppenbeziehungen ein.

2. Vorgänger der Theorie: Es werden Sherifs Feldexperimente zur Gruppenabhängigkeit sowie Festingers Theorie zum sozialen Vergleich als theoretische Fundamente vorgestellt.

3. Die Theorie der Sozialen Identität: Dieses Kapitel erläutert die Grundbausteine wie soziale Kategorisierung, soziale Identität, Vergleichsprozesse und das Streben nach positiver Distinktheit.

4. Strategien der Bewältigung: Die Analyse konzentriert sich auf Strategien wie soziale Mobilität, sozialen Wandel und soziale Kreativität bei unterlegenem Gruppenstatus.

5. Kritik und Schwächen der Theorie: Es werden wissenschaftliche Einwände und Interpretationsschwierigkeiten der SIT diskutiert, insbesondere im Hinblick auf die ausschließliche Fokussierung auf Wettbewerb.

6. Ergänzungen zur Theorie: Hier werden komplementäre Ansätze von Greenwald und Steele vorgestellt, die weitere Quellen für Selbstwertgefühl aufzeigen.

7. Einstellungen zu Außengruppen: Das Kapitel definiert den Zusammenhang zwischen Gruppenidentität und der Entstehung von Vorurteilen sowie Stereotypen.

8. Schlußbetrachtung: Der Autor reflektiert den Erkenntnisgewinn durch die Arbeit und betont die Bedeutung, Vorurteile kritisch zu hinterfragen.

Schlüsselwörter

Soziale Identität, Gruppendynamik, soziale Kategorisierung, Ingroup, Outgroup, Selbstwertsteigerung, soziale Mobilität, sozialer Vergleich, positive Distinktheit, Vorurteile, Stereotype, Diskriminierung, Sozialpsychologie, Gruppenidentifikation, Minorität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Theorie der sozialen Identität und untersucht, wie die Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe das Selbstbild und die Einstellung gegenüber anderen Gruppen beeinflusst.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen soziale Kategorisierung, die Dynamik von Intergruppenbeziehungen, verschiedene Strategien zur Bewältigung unterlegener Gruppenpositionen sowie die Entstehung von Stereotypen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuklären, wie Menschen durch Gruppenidentifikation ihren Selbstwert definieren und warum dies häufig zu einer Abwertung von Außengruppen führt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit ist als theoretische Referatsausarbeitung angelegt, die existierende sozialpsychologische Theorien und Erkenntnisse (z.B. von Tajfel, Turner, Festinger, Steele) zusammenführt und analysiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der SIT-Grundbegriffe, die Darstellung von Bewältigungsstrategien (Mobilität, Wandel, Kreativität) sowie eine kritische Auseinandersetzung mit diesen Theorien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Soziale Identität, soziale Kategorisierung, Selbstwertsteigerung, Ingroup-Bias, Vorurteile und soziale Vergleichsprozesse.

Wie unterscheidet sich soziale Mobilität von sozialem Wandel?

Soziale Mobilität ist eine individuelle Strategie, bei der man versucht, die eigene unterlegene Gruppe zu verlassen. Sozialer Wandel ist eine kollektive Strategie, die einen direkten Wettbewerb zur Verbesserung der Gruppenposition zum Ziel hat.

Was bedeutet die "Plastizitätsannahme" nach Steele?

Sie besagt, dass Menschen bei einer mangelhaften positiven Identität in einem Bereich (z.B. der Gruppe) ihren Selbstwert durch Aktivitäten in anderen Lebensbereichen ausgleichen können, ohne zwingend Außengruppen diskriminieren zu müssen.

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Details

Title
Einstellung gegenüber Outgroups: Die Theorie der Sozialen Identität
College
University of Göttingen  (Georg-Elias-Müller-Institut)
Grade
2,7
Author
Magister Artium (M.A.) Silvia Alpers (Author)
Publication Year
2000
Pages
14
Catalog Number
V26461
ISBN (eBook)
9783638287869
Language
German
Tags
Einstellung Outgroups Theorie Sozialen Identität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magister Artium (M.A.) Silvia Alpers (Author), 2000, Einstellung gegenüber Outgroups: Die Theorie der Sozialen Identität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26461
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