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Sterben und Tod in der Bibliotherapie: Religiöse Bücher an Förderschulen für körperliche und motorische Entwicklung

Titel: Sterben und Tod in der Bibliotherapie: Religiöse Bücher an Förderschulen für körperliche und motorische Entwicklung

Bachelorarbeit , 2012 , 59 Seiten , Note: 1,1

Autor:in: Peter Schneider (Autor:in)

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist, bibliotherapeutische Möglichkeiten einer Thematisierung von Tod und Sterben im Unterricht an der Schule mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung aufzuzeigen. Die Relevanz des Themas ergibt sich aus der Zielgruppe, da in Schulen dieses Förderschwerpunkts Schülerinnen und Schüler mit progredienten Erkrankungen beschult werden und es einer Auseinandersetzung und Thematisierung im Unterricht bedarf, sowohl für die selbst erkrankten Schülerinnen und Schüler, als auch für deren Mitschülerinnen und Mitschüler.

Neben der generellen Notwendigkeit der Thematisierung scheint es wichtig, dabei die kulturellen Hintergründe der Schülerinnen und Schüler zu berücksichtigen, besonders ihre religiösen Prägungen, da diese entscheidenden Einfluss auf die Konzepte von Sterben und Tod haben können.
In der vorliegenden Arbeit sollen nach der Klärung grundlegender Begriffe die
Besonderheiten bei Sozialisationprozessen progredient erkrankter Schülerinnen und Schüler aufgezeigt werden. Darauf folgt eine Darstellung der Entwicklung von kindlichen Todeskonzepten nach NAGY und nach GESELL ILG, wobei mögliche
Einflüsse von religiösen Hintergründen berücksichtigt und erörtert werden sollen.
Im weiteren Verlauf werden Bewältigungsstrategien lebensbedrohlicher
Erkrankungen thematisiert. Anschließend soll das Konzept der Bibliotherapie
vorgestellt und seine Relevanz für die Thematisierung von Sterben und Tod
aufgezeigt werden. Abschließend werden zwei Kinderbücher vorgestellt, die auf ihre Eignung zur Auseinandersetzung mit Sterben und Tod überprüft werden . Neben der generellen Einsetzbarkeit soll auch die Rücksichtnahme auf religiöse Unterschiede der Schülerinnen und Schüler eine Rolle spielen.
Am Ende wird die Bedeutung und die Berücksichtigung des religiösen
Einflusses auf die Thematisierung von Sterben und Tod reflektiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Begründung des Themas

2. Grundlegende Begriffe

2.1 Der Begriff der Körperbehinderung

2.2 Die Schule mit Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung

2.3 Progredienz und progrediente Erkrankungen

2.3.1 Kennzeichen und mögliche Erkrankungen

3. Sozialisationsprozesse progredient erkrankter Kinder und Jugendlicher

3.1 Personale Ebene

3.2 Familiäre Ebene

3.3 Institutionelle Ebene

3.4 Gesellschaftliche Ebene

3.5 Sinngebende Ebene

4. Todeskonzepte

4.1 Aspekte eines „reifen“ Todeskonzeptes

4.2 Religiöse Einflussfaktoren auf die Entwicklung von Todeskonzepten

4.3 Weitere Einflussfaktoren

4.3.1. Kognitive Entwicklung

4.3.1.1 Objektpermanenz und Zeitverständnis

4.3.2 Progrediente Erkrankungen

4.3.3 Medienkonsum

4.4 Drei Phasen nach NAGY

4.5 Altersstufen nach GESELL und ILG

5. Bewältigung einer lebensbedrohlichen Erkrankung

5.1 Einflussfaktoren

5.2 Coping-Prozesse

5.3 Modelle des Erlebens einer lebensbedrohlichen/finalen Erkrankung

5.3.1 Phasen-Lehre nach KÜBLER-ROSS

5.3.2 Bewältigungsmodell nach SHONTZ

6. Bibliotherapie

6.1 Geschichte der Bibliotherapie

6.2 Definition und Wirkungsweise

6.3 Auswahlkriterien für Bücher

7. Analyse zweier Bücher zur Thematisierung von Sterben und Tod unter besonderer Berücksichtigung der religiösen Vielfalt der Schülerinnen und Schüler

7.1 Wolf ERLBRUCH: Ente, Tod und Tulpe

7.1.1 Inhalt

7.1.2 Analyse

7.1.2.1 Berücksichtigung religiöser Vielfalt

7.2 Ulf NILSSON und Anna-Clara TIDHOLM: Adieu, Herr Muffin

7.2.1 Inhalt

7.2.2 Analyse

7.2.2.1 Berücksichtigung religiöser Vielfalt

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, bibliotherapeutische Möglichkeiten aufzuzeigen, um das sensible Thema von Tod und Sterben im Unterricht an Schulen mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung zu thematisieren, wobei insbesondere die religiöse Vielfalt der Schülerschaft berücksichtigt wird.

  • Sozialisationsprozesse bei Kindern und Jugendlichen mit progredienten Erkrankungen
  • Entwicklung kindlicher Todeskonzepte unter Berücksichtigung religiöser und kognitiver Einflussfaktoren
  • Psychologische Bewältigungsmodelle (Coping) bei lebensbedrohlichen Erkrankungen
  • Konzept und Methoden der Bibliotherapie im schulischen Kontext
  • Analyse und Evaluation von Kinderliteratur zur Auseinandersetzung mit Sterben und Tod

Auszug aus dem Buch

7.1.2 Analyse

Das Buch ist sehr kindgerecht gestaltet, er Text ist in kurzen Sätzen und in einfacher Sprache formuliert, die Handlung folgt einem logischen Aufbau und ist nachvollziehbar. Zu jedem Handlungsschritt gibt es eine passende Abbildung, die Handlung im Text und die Handlung der Bilder stimmen überein und schaffen somit eine Konsistenz zwischen Sprache und Optik. Die Bilder sind stets auf das Wesentliche beschränkt, auf die beiden Akteure Ente und Tod, die Tulpe des Todes und die im Text vorgegebene Umgebung der Handlungen und lenken somit nicht von der zentralen Dramaturgie ab. Die im Text beschriebenen Emotionen der Protagonisten lassen sich nur bei genauem Hinsehen in der Gestik wiederfinden, sowie in der Gestaltung der Augen, wo der Text durch die Gestaltung der Augen bzw. der Blicke unterstützt wird. Trotz der vorsichtigen und zurückhaltenden Gestaltung der Bilder und Formulierung des Textes sind die Emotionen der Protagonisten stets transparent und nachvollziehbar. Dadurch, dass es ein Tier ist, das auf den Tod trifft, und kein Mensch oder gar ein Kind, werden die Schülerinnen und Schüler nicht dazu gedrängt, sich mit der Ente und ihrem Schicksal zu identifizieren und können somit im Verlauf der bibliotherapeutischen Thematisierung immer wieder selbst entscheiden, ob sie die Situation der Ente auch auf sich beziehen möchten. Auch ist es möglich, die Begegnung mit dem Tod nur anderen Lebewesen, Menschen außer sich selbst, nur Tieren oder nur Enten zuzuschreiben, oder aber die Handlung als rein phantastisch einzuordnen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Begründung des Themas: Die Arbeit erläutert die Notwendigkeit, Sterben und Tod im schulischen Kontext an Schulen für körperliche und motorische Entwicklung zu behandeln, da betroffene Schüler mit existentiellen Fragen konfrontiert sind.

2. Grundlegende Begriffe: Hier werden zentrale Definitionen wie Körperbehinderung, das Schulprofil für diesen Förderschwerpunkt sowie die Charakteristika progredienter Erkrankungen geklärt.

3. Sozialisationsprozesse progredient erkrankter Kinder und Jugendlicher: Das Kapitel untersucht die Auswirkungen der Erkrankung auf die personale, familiäre, institutionelle, gesellschaftliche und sinngegebende Ebene der Sozialisation.

4. Todeskonzepte: Es erfolgt eine detaillierte Analyse, wie sich Todeskonzepte bei Kindern entwickeln und welche Faktoren, wie kognitive Reife, Medienkonsum und Religion, diese beeinflussen.

5. Bewältigung einer lebensbedrohlichen Erkrankung: Dieses Kapitel stellt Coping-Strategien vor und diskutiert psychologische Phasenmodelle, um den Prozess der Krankheitsverarbeitung zu systematisieren.

6. Bibliotherapie: Die historische Entwicklung, methodische Ansätze sowie die Auswahlkriterien für Bücher in der therapeutischen Arbeit werden hier theoretisch fundiert.

7. Analyse zweier Bücher zur Thematisierung von Sterben und Tod unter besonderer Berücksichtigung der religiösen Vielfalt der Schülerinnen und Schüler: Es wird die praktische Eignung der Kinderbücher "Ente, Tod und Tulpe" sowie "Adieu, Herr Muffin" anhand der entwickelten Kriterien und unter Einbezug religiöser Aspekte geprüft.

8. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die Bedeutung der einfühlsamen Auseinandersetzung mit dem Tod im Unterricht und betont die Relevanz religiöser Sensibilität bei der Auswahl geeigneter Medien.

Schlüsselwörter

Bibliotherapie, Tod, Sterben, Körperbehinderung, progrediente Erkrankung, Todeskonzepte, Sozialisation, Coping, Religiöse Vielfalt, Inklusion, Schulpädagogik, Kinderliteratur, Lebensbedrohliche Erkrankung, Bewältigungsstrategien, Identitätsentwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Möglichkeit, das Thema Sterben und Tod im schulischen Unterricht an Förderschulen für körperliche und motorische Entwicklung aktiv und sensibel zu bearbeiten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die psychosoziale Situation progredient erkrankter Schüler, die Entwicklung von Todeskonzepten bei Kindern, psychologische Bewältigungsprozesse sowie die methodische Anwendung der Bibliotherapie.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, Lehrkräften bibliotherapeutische Kriterien und konkrete Buchempfehlungen an die Hand zu geben, um Kinder bei der Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Endlichkeit oder der von Angehörigen zu unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturanalyse und wendet diese Erkenntnisse in einer analytischen Untersuchung auf zwei ausgewählte Kinderbücher an.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Sozialisationsbedingungen behinderter Kinder, die psychologische Erforschung von Todeskonzepten, die Erläuterung von Bewältigungsmechanismen sowie die theoretische und praktische Einführung in die Bibliotherapie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Bibliotherapie, Todeskonzepte, Körperbehinderung, progrediente Erkrankungen, Inklusion und religiöse Vielfalt im Unterricht.

Warum spielt die religiöse Vielfalt in dieser Arbeit eine besondere Rolle?

Da Schüler unterschiedliche kulturelle und religiöse Hintergründe mitbringen, beeinflussen diese maßgeblich ihre Vorstellungen vom Tod und einem möglichen Leben danach, weshalb eine differenzierte Auswahl von Büchern notwendig ist.

Welche zwei Kinderbücher werden im Detail analysiert?

Die Analyse konzentriert sich auf die Werke "Ente, Tod und Tulpe" von Wolf Erlbruch sowie "Adieu, Herr Muffin" von Ulf Nilsson und Anna-Clara Tidholm.

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Details

Titel
Sterben und Tod in der Bibliotherapie: Religiöse Bücher an Förderschulen für körperliche und motorische Entwicklung
Hochschule
Technische Universität Dortmund  (Fakultät Rehabilitationswissenschaften)
Note
1,1
Autor
Peter Schneider (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
59
Katalognummer
V264685
ISBN (eBook)
9783656568568
ISBN (Buch)
9783656568452
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bibliotherapie Tod Sterben Sonderpädagogik Progredienz religiöse Vielfalt Förderschule für körperliche und motorische Entwicklung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Peter Schneider (Autor:in), 2012, Sterben und Tod in der Bibliotherapie: Religiöse Bücher an Förderschulen für körperliche und motorische Entwicklung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/264685
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Leseprobe aus  59  Seiten
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