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Wortschatzarbeit im Deutschunterricht der Unterstufe

Titel: Wortschatzarbeit im Deutschunterricht der Unterstufe

Facharbeit (Schule) , 2013 , 28 Seiten , Note: 1,00

Autor:in: Pavla Hecht (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Deutsch kann man nicht lernen.“ Diesen Satz hört irgendwann jede Deutschlehrkraft. Meistens wird er von denjenigen ausgesprochen, die Schwierigkeiten in diesem Fach haben – vor allem im Wortschatzbereich. In ihren Aufsätzen werden Wörter markiert und mit der Korrekturbemerkung „Ausdruck“ versehen. Was es im konkreten Fall bedeutet, verstehen sie nur wenig. Sie merken bloß, dass auch ihre mündlichen Beiträge nicht immer gut bewertet werden, obwohl der Inhalt stimmt – oder sie sind nicht im Stande, ihre Gedanken in korrekte Sätze zu fassen. Diese Fehler wiederholen sich immer wieder und die Schülerinnen und Schüler wissen zu wenig, wie sie sie vermeiden könnten. Der Wortschatzmangel wirkt sich auch in anderen Bereichen aus: die eigene kognitive und kommunikative Kompetenz wird eingeschränkt und es folgen schlechtere Noten auch in anderen Fächern. Daher ist die Förderung von Wortschatzarbeit für alle Fächer zentral.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Notwendigkeit der Wortschatzarbeit im Deutschunterricht

2. Überblick über den aktuellen Forschungsstand

2.1 Umfang und Dynamik des Wortschatzes

2.2 Wortschatzerweiterung und -vertiefung

2.3 Zweitspracherwerb

2.4 Zusammenhang von Wortschatzerwerb, sozialem Milieu und Schulerfolg

2.5 Wortschatzerweiterung im Rahmen des Deutschunterrichts

3. Umgang mit den Positionen und Projektplanung

3.1 Lernansätze im Bereich Isolieren und Semantisieren

3.2 Lernansätze im Bereich Variieren und Vernetzen

3.3 Lernansätze im Bereich Reaktivierung und Verwendung

3.4 Grundlegende Lernziele

3.5 Die konkrete Zielsetzung

4. Projektanalyse und Erfahrungsschilderung

4.1 Lernbereich: Deutsche Literatur des Mittelalters

4.2 Lernbereich: Begründete Stellungnahme

4.3 Lernbereich: Balladen und Kurzgeschichten

4.4 Lernbereich: Jahrgangsstufentest

5. Evaluation und Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Notwendigkeit und Umsetzung einer systematischen Wortschatzarbeit im Deutschunterricht der siebten Klasse, um die kommunikative und kognitive Kompetenz der Schülerinnen und Schüler – unabhängig von ihrem sozialen oder sprachlichen Hintergrund – nachhaltig zu stärken und auf spezifische schulische Anforderungen vorzubereiten.

  • Bedeutung des Wortschatzes für den schulischen Erfolg und Sprachbewusstsein.
  • Lernstrategien zur systematischen Erschließung, Vertiefung und Vernetzung von Wortschatz.
  • Umgang mit Herausforderungen wie dem Zweitspracherwerb und verschiedenen sozialen Milieus.
  • Praktische Umsetzung im Unterricht durch spezifische Lernbereiche wie Literatur, Stellungnahme und Textproduktion.

Auszug aus dem Buch

2.1 Umfang und Dynamik des Wortschatzes

Als Wortschatz wird „das einem Sprecher zur Verfügung stehende Vokabular“ bezeichnet. Dieser ist flexibel, da je nach Kontext unterschiedliche Wörter angemessen sein können (z.B. Soziolekt, Dialekt, Fachwortschatz). Die deutsche Gegenwartssprache umfasst (ohne Fachsprachen) zwischen 300.000 und 500.000 Wörter. Ein Muttersprachler wendet hiervon jedoch nur etwa 12.000 Wörter an (= sog. aktiver Wortschatz), insgesamt kennt er um die 100.000 Wörter (= sog. passiver Wortschatz). Beide Arten werden im „mentalen Lexikon“ im Langzeitgedächtnis gespeichert, indem ein Lexem durch phonologische, syntaktische, morphologische und semantische Informationen charakterisiert wird. Wenn wir ein Wort hören oder lesen, werden automatisch dessen verschiedene Bedeutungen und auch die Bedeutungen benachbarter Wörter aktiviert. Das Gehirn sortiert dann binnen 250 Millisekunden die unwahrscheinlichen aus und führt uns zum richtigen Verständnis.

Das „mentale Lexikon“ ist sehr gut organisiert. Klangähnliche Lexeme werden miteinander assoziiert und daher nahe beieinander gespeichert. Aber auch Synonyme und Antonyme, Ober- und Unterbegriffe sind eng verknüpft und bilden ein Paradigma. Dies führt dazu, dass ein Sprecher nach Bedarf zwischen unterschiedlichen Möglichkeiten wählen kann: Ich besuche dich am Samstag/Sonnabend. Diese Form der Speicherung kommt meistens bei Erwachsenen vor, bei Kindern sind syntagmatische Beziehungen (d.h. nebeneinander im Satz vorkommende Lexeme) von Bedeutung.

Die Gliederung des Wortschatzes beruht also auf vielfältigen Facetten der Bedeutung eines Lexems. Die kognitive Semantik veranschaulicht dies mit dem Modell der Kernbedeutung, um die herum andere Lesarten ausgebreitet sind. Diese können sich stets ändern, indem eine Bedeutung wegfällt/dazu kommt oder indem das Wort metaphorisch gebraucht wird. Diese unterschiedlichen Bedeutungen machen es häufig schwer, das passende Wort zu finden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Notwendigkeit der Wortschatzarbeit im Deutschunterricht: Erläutert, warum eine systematische Förderung des Wortschatzes für die kognitive und kommunikative Kompetenz aller Schüler unerlässlich ist.

2. Überblick über den aktuellen Forschungsstand: Bietet Einblicke in die psycholinguistischen Grundlagen des Wortschatzes, das mentale Lexikon und die Prozesse des Erst- sowie Zweitspracherwerbs.

3. Umgang mit den Positionen und Projektplanung: Stellt Lernstrategien und -techniken vor, die als Basis für die gezielte Wortschatzarbeit dienen sollen.

4. Projektanalyse und Erfahrungsschilderung: Dokumentiert die praktische Umsetzung der Wortschatzarbeit in verschiedenen Lernbereichen der 7. Klasse und evaluiert die angewandten Methoden.

5. Evaluation und Resümee: Zieht ein Fazit über die Erfolge der Unterrichtseinheit und formuliert Empfehlungen für eine fächerübergreifende Implementierung der Wortschatzförderung.

Schlüsselwörter

Wortschatzarbeit, Deutschunterricht, Mentales Lexikon, Sprachkompetenz, Wortschatzvertiefung, Zweitspracherwerb, Lernstrategien, Semantisierung, Kollokationen, Synonyme, Sprachbewusstsein, PISA-Studie, Schulerfolg, Wortschatzerweiterung, Jahrgangsstufentest.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Notwendigkeit, Methodik und praktischen Erprobung einer systematischen Wortschatzarbeit im Deutschunterricht an einem Gymnasium für die siebte Klasse.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Themen umfassen die psycholinguistischen Grundlagen des Wortschatzerwerbs, Lernstrategien zur Wortschatzarbeit sowie die Anwendung dieser Konzepte in spezifischen Lernbereichen wie Mittelalter-Literatur, Stellungnahme und Kurzgeschichten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Schülerinnen und Schüler durch gezielte Lernstrategien ihren aktiven und passiven Wortschatz erweitern und vertiefen können, um ihre schriftliche und mündliche Ausdrucksfähigkeit zu verbessern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Kombination aus einer theoretischen Literaturanalyse (Forschungsstand) und einer praxisorientierten Aktionsforschung im eigenen Unterricht der Klasse 7G.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Wortschatzspeicherung, Zweitspracherwerb, Einfluss des sozialen Milieus) und die detaillierte Darstellung der durchgeführten Unterrichtseinheiten samt deren Evaluation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wortschatzarbeit, Sprachkompetenz, Wortschatzvertiefung, Lernstrategien, Kollokationen und Zweitspracherwerb sind zentral für das Verständnis der Arbeit.

Wie unterscheidet sich die Wortschatzarbeit bei Muttersprachlern und Zweitsprachlern in der Klasse 7G?

Die Arbeit stellt fest, dass bei Muttersprachlern oft einzelne Wörter unpassend verwendet werden, während bei Zweitsprachlern Wortschatzdefizite häufiger zu gravierenden Problemen im Satzbau führen und somit stärker die Noten beeinflussen.

Welche Rolle spielen Synonymwörterbücher in der Unterrichtseinheit?

Sie dienen als zentrales Werkzeug, um Schülern zu helfen, ihre Wiederholungsfehler zu korrigieren und selbstständig nach präziseren Begriffen zu suchen, statt sich auf den begrenzten Alltagswortschatz zu verlassen.

Warum wird im Resümee gefordert, die Wortschatzarbeit auf weitere Fächer auszuweiten?

Die Autorin argumentiert, dass eine isolierte Förderung im Fach Deutsch allein nicht ausreicht, um die komplexen Wortschatzlücken nachhaltig zu schließen und eine feste Verankerung in der gymnasialen Bildung zu erreichen.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wortschatzarbeit im Deutschunterricht der Unterstufe
Note
1,00
Autor
Pavla Hecht (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
28
Katalognummer
V264718
ISBN (eBook)
9783656541998
ISBN (Buch)
9783656542841
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wortschatzarbeit deutschunterricht unterstufe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Pavla Hecht (Autor:in), 2013, Wortschatzarbeit im Deutschunterricht der Unterstufe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/264718
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Leseprobe aus  28  Seiten
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