Der „kleine Mann“ in ausgewählten Werken N.V. Gogol’s, A.P. Čechovs und M.A. Bulgakovs


Magisterarbeit, 2012
73 Seiten, Note: 2,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

0. Einführung:
Erste Definition und Ziel der Arbeit
1. Überlegungen zum „kleinen Mann“ in der russischen Literatur - ein Forschungsüberblick
1.1. Der Charakter des kleinen Mannes
1.2. Ursachen dafür, dass der kleine Mann das Licht der Welt erblickt
1.2.1. Semiotisch
1.2.2. Politisch und psychologisch

Hauptteil
2. N. Gogol’
2.1. Gogol’s Hintergrund
2.2. Forschung zu Gogol’s Personendarstellung
2.2.1. Groteske Personendarstellung in Gogols „Mertvye duši“
2.2.1.1. Belinskij: Die Pošlosť
2.2.1.2. Die Personen und ihre Beziehungen zueinander
2.2.1.3. Verhältnis der Personen zu Dingen
2.2.1.4. Die Kleidung, das Essen
2.2.1.5. Befangenheit der Menschen in der pošlost’
2.2.2. Gogol’s Humor
Beschreibung Cičikovs
2.3. Textbetrachtung: Sinel’
Anwendung der Kategorien Faustovs
2.4. Textbetrachtung „Nos“
Anwendung der Kategorien Faustovs:
3. Teil. A. Cechov
3.1. Literaturbetrieb zu Cechovs Zeit
3.2. Cechovs Erzählungen
3.3. Čechovforschung. A. Čechovs Menschenbild
3.4. Charakterisierung in Čechovs Kurzgeschichten
3.4.1. Textbetrachtung „Čelovekv futljare“
3.4.2. Parallelelen zwischen Belikov und Bašmačkin
Anwendung der Kategorien Faustovs:
3.6. Analyse weiterer Erzählungen
3.6.1. Dvoe v odnom
3.6.2. Svad’ba s generalom
3.6.3. List
3.6.4. Unter Prišibeev
3.6.5. Chameleon
3.6.6. Smert’ činovníka
4. M.A. Bulgakov
4.1. Verhältnis zwischen M. Bulgakov und Stalin
4.2. Literarischer Hintergrund
4.3. Textbetrachtung
4.3.1. Pochoždenia Čičikova
4.3.2. Sobach’e serdce
4.3.3. D’javoliada
5. Synoptisches Kapitel zur Analyse des „kleinen Mannes“
5.1. Parallelen
5.2. Erleben des Raums, Erleben der Zeit
5.3. Entwicklungslinie
6. Ausblick ins 20. Jahrhundert

Literaturverzeichnis

Primärliteratur:

Sekundärliteratur:

Nachschlagewerke:

Intemetquellen:

0. Einführung:

Erste Definition und Ziel der Arbeit

„Маленький человек" в литературе - обозначение довольно разнородных героев, объединенных тем, что они занимают одно из низших мест социальной иерархии и что это обстоятельство определяет их психологию и общественное поведение.1

Verbreitet ist eine Demütigung, verbunden mit Ungerechtigkeitsempfinden und gekränktem Stolz. Deshalb tritt der kleine Mann häufig in Opposition zu einer anderen, einer hochgestellten, einer „bedeutenden Person“2 auf und die Sujetentwicklung wird hauptsächlich als Geschichte einer Beleidigung, einer Kränkung, eines Unglücks konstruiert.3

Das Thema „der kleine Mann“ entwickelte sich in der russischen Literatur des XIX. Jahrhunderts besonders nach der Veröffentlichung von A.S. Puškins „Stancionnyj smotritel’“.4 In den 1830-50ern wurde das Thema vornehmlich im Geleise der Erzählung über den armen Beamten ausgearbeitet, hierbei geschah eine Entfaltung der Hauptperson, ein Umdenken seiner Verhaltensmotive. Während der Gegenstand der Bestrebungen von Akakij Akakievič ein Sachgegenstand, ein Mantel ist, so tritt in den Werken der natürlichen Schule (etwa J.P. Butkov5, A.N. Majkov6 ) demonstrativ an erster Stelle „die Zuneigung der Hauptperson zu der Tochter, zur Braut, zur Geliebten“7. Die Nichtübereinstimmung ihres offiziellen, dienstlichen Lebens mit dem häuslichen Leben wurde betont. Beachtung erfuhren vorwiegend „Motive der Ehre, des Stolzes, derAmbition“.8

Das Ziel dieser Arbeit ist es die Charakterisierung des „kleinen Mannes“ diachron in ausgewählten Werken von N. Gogol’ über A. Cechov bis hin M. Bulgakov zu untersuchen. Es soll erforscht werden, ob jeder Autor ein eigenes Bild dieses Menschen entwirft oder obe s Parallelen gibt. Kurz und plakativ: Wie hängen der Mitleid erregende „kleine Beamte“ Gogol’s, der unangenehme, verschlossene „kleine Lehrer“ oder der ungebildete, banale „kleine Mann“ aus den Erzählungen Cechovs sowie der gaunerische, gefährliche „kleine Proletarier“ Bulgakovs zusammen? Natürlich lassen sich die verschiedenen Typen nicht so kurz zusammenfassen und unterscheiden sich allein schon in den Werken Gogol’s. Ausgehend von einem Überblick über die Personendarstellung beziehungsweise literarischen Hintergrund jedes Autors sollen daher eine Reihe von Primärtexten analysiert werden um die Entwicklung des kleinen Mannes als Prototyp der russischen Literatur von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die Frühsowjetepoche hinein zu untersuchen und Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede in der Darstellung herauszuarbeiten. Im Einzelnen handelt es sich dabei um folgende Texte: Nikolai Gogol’s Mertvye duši9 (Die Toten Seelen), Sinel’10 (Der Mantel), Nos11 (Die Nase), Zapiski sumasšedšego12 (Aufzeichnungen eines Wahnsinnigen); Anton Cechovs Erzählungen, darunter Celovek v futljare13 (Der Mann im Futteral), Dvoe v odnom14, Svad’ba s g eneralom15, List16, Chameleon17, Unter Prišibeev18, Smert’ činovníka19 und Michail Bulgakovs Sobach’e serdce20 (Das Hundeherz), Pochoždenia Čičikova21 (Die Abenteuer Chichikovs), D’javoliada22 (Teufeliaden).[23]

1. Überlegungen zum „kleinen Mann“ in der russischen Literatur - ein Forschungsüberblick

1.1. Der Charakter des kleinen Mannes

Laut A. Faustov verfügt der „kleine Mann“ über ein besonderes Erleben der Zeit und des Raums. Er möchte die Gegenwart, in der er sich wie in einer Hülle fühlt, auseinander reissen, „das Recht auf Biographie“24 erlangen und in eine andere, mobile Zeit wechseln. Der Held ist besessen von dem Wunsch sich nicht auf dem „eigenen“, sondern auf einem „anderen“ Platz wieder zu finden.25 Diese Personen haben außerdem Probleme der Selbstrepräsentation: im sy mbolischen Bereich betrifft es etwa das Schreiben, den Rang, im unkonventionellen Bereich die Kleidung.26 Eine Rolle spielt desweiteren die „Genderthematik“, der Traum, sich in seiner „Männlichkeit“ zu bestätigen. Als letztes nennt Faustov die Diskrepanz zwischen den „kleinen Leuten“ und der großen Welt.27

Es existiert die Gegenüberstellung „kleiner Mann“ - „überflüssiger Mann“. Der kleine Mann ist arm, erniedrigt und verdient Mitgefühl.28 Es gibt nur vereinzelt Untersuchungen über „kleine Leute“ im Gegensatz zum „überflüssigen Mann“. Im Wörterbuch von V.I. Dal’ heißt es: „я (маленький человек, eigene Anmerkung) человек подчиненный, маленький, подвластный, зависимый“.29 N. Gogol’ hat als Erster in den Bereich des künstlerischen Schaffens die Schilderung des Lebens der „melkie ljudi“30 eingeführt. Den Platz in seinem Werk nehmen oft negative, hässliche, banale Menschen ein.31 Zamotin dagegen erwähnt den Typus eines “durchschnittlichen Mannes”32, den er Personen aus der Mittelschicht zuweist. „Kleine Leute“ sind eine ziemlich bunte Gemeinschaft, mit einem alten und verästelten Stammbaum.33 Ihre ,Kleinheit“ bestimmt ihr ganzes Wesen: ,,[...]маленькую философию, маленькую опытность, маленький ум, маленькое сердчишко и весьма маленький кошелек .34

Als nächstes sollen Nikolaj Gogol’s Hauptcharaktere, vor allem diejenigen aus „Sinel’“ und „Zapiski sumasšedšego“, näher betrachtet werden. In diesem Zusammenhang sind etwa auch Bobčinskij und Dobčinskij aus „Revisor“ zu nennen, die allgemein als „kleine Leute“ betrachtet werden. Doch die Muster „kleiner Leute“ sind A.A. Bašmačkin und A.I. Popriščin.36 „Bašmak“ ist ein symptomatischer Nachname, denn es bedeutet „ein Frauenschuh“ und markiert so männliche Minderwertigkeit.37 Es findet im Zuge einer Reihe von mit „kleinen Leuten“ verbundenen Motiven eine ,Feminisierung’ statt, die die eben genannte Minderwertigkeit herstellt. „Bašmaki“, die übrigens bei Gogol’ nicht nur Frauen tragen38, sind bei ihm Merkmal eines ausländischen „anachronistischen Anzugs“39. Dadurch ist Akakij Akakievič eine Art Ausländer auf den Straßen Peterburgs.40 Im Abschreiben sah Akakij „eine eigene verschiedenartige und angenehme Welt“, die allerdings keine „Ich“-Bildung der Hauptperson erkennen lässt.41 Es ist eher umgekehrt: die „Buchstabenwelt“ spiegelt sich in der „persönlichkeitslosen Persönlichkeit“ der Hauptfigur wider: „[...] в лице его, казалось, можно было прочесть всякую букву, которую выводило перо его“42. Indem sich der Held selbst mit körperlichen Signalen mit dem „Anderen“ gleichsetzt, identifiziert er sich selbst nicht.43 Symptomatisch ist der Erzählabschnitt, in dem Akakij Akakievič von seinem Vorgesetzten die Aufgabe bekommt den Titel eines Texts und in mehreren Stellen die Verben von de r ersten in die dritte Person zu ändern. Diese Aufgabe bedeutet, Bašmačkin soll den Text „autorisieren“, sich selbst darin ausdrücken.44 Das stellt sich als ein für ihn unlösbarer Auftrag heraus. Akakij „entpersonalisiert“46 sich durch das Abschreiben. Sein „Ich“ bleibt im „ungeweckten, atomaren“ Zustand, der dem „kleinen Mann“ bloß das Gefühl der Sicherheit, einer Art „kindlichen Einheit mit sich selbst“ verschafft.47

Eine richtige Plage für diesen „kleinen Mann“ wird der Petersburger Frost, vor dem der alte Mantel keinen Schutz bietet. Durch die Idee des neuen Mantels wird der Held zum Leben geweckt, zur Realität herausgefordert, und als Ergebnis geschieht der Tod. Die Hauptfigur überschreitet seine Grenzen, hält die erlangte „Existenzfülle, die Evolution, die Entfaltung seines „Ichs“ nicht aus“.48 Die Tragik liegt auch in der Unmöglichkeit den alten Mantel loszuwerden.49

Einen weiteren „kleinen Mann“ erlebt man in Gogol’s „Zapiski sumasšedšego“. Ein neues Detail dieser Erzählung ist im Unterschied zu den vorher besprochenen die Verrücktheit der Hauptperson.50 Ausgangspunkt sind die Selbstzweifel, die Selbsthinterfragung: „Может быть я какой нибудь граф или генерал, а только так кажусь титулярным советником. Может быть я сам не знаю, кто я таков“.51 Seine Verrücktheit, als er sich für einen Titularrat gehalten hat, erklärt die Hauptperson auf folgende Weise: „[...] люди воображают, будто человеческий мозг находится в голове; совсем нет: он приносится ветром со стороны Каспийского моря“52. „Нуль, более ничего“53: das ist das Urteil des Abteilungsleiters über Aksentij Ivanovič. Doch Popriščin erklärt sich selbst zum spanischen König. Die ganze Erzählung lang strebt er zu etwas Anderem, möchte sich als ein „Anderer“, als eine „bedeutende Person“ aus einer anderen Welt ausgeben. Hier liegt ein Unterschied zu Chlestakov, den man nicht zu den „kleinen Leuten“ zählen kann, er stellt eine unbestimmte Größe dar, wechselt den Charakter und di e Form seiner Erscheinung. Es fehlt eine dynamische Spannung zwischen dem „Ich“ und der Welt.54

Popriščin besitzt einen sprechenden Namen, von „прищ-„ ein Pickel oder „поприще“ ein Schaffens - bzw. Tätigkeitsbereich. Der Name A(v)ksentij stammt von griech. auxano - „wachsen“.55 Also „ein wachsender Pickel“ oder ein „wachsender Tätigkeitsbereich“. Die Erhebung von einer Null zum König, der eine erfolgreiche Heirat anstrebte, endet mit dem Zusammenbruch, mit dem maximalen Absturz zu einem Tiefpunkt der Erzählung, noch tiefer als zu ihrem Beginn, und mit dem Versagen der „Männlichkeit“56. Außerdem vereinen sich in der Person Akakij Akakievičs sowohl feminine als auch infantile Züge.57 Der Triumph des Chaos passiert im Vorfeld des Sturzes vom Thron undAbbruch des Briefs.58 Die Thronbesteigung und der Sturz der Hauptperson geschehen nach „dem Karnevalsgesetz der Inversion, der Umdrehung, die die symbolische Äquivalenz der Gegensätze offenbaren: „der „Null“ und de r zaristischen Person, des Beamtenanzugs und des Königsumhangs, Chinas und Spaniens, des Ostens und des Westens usw.“59

Ein konstitutives Merkmal des kleinen Mannes ist das Streben zum „Anderen“. Eine Umorientierung von der symbolischen Selbstidentifikation mit dem „Anderen“ auf die räumliche, somatische Selbstidentifikation, ein fast vollständiges Erlöschen des Interesses zur Idee der Zeit, der Erinnerung.61

1.2. Ursachen dafür, dass der kleine Mann das Licht der Welt erblickt

Es gibt zwei neuere Theorien für die Entstehung des Phänomens „kleiner Mann“, die man bedingt auf folgende Weise nennen kann:62

1.2.1. Semiotisch

E.G. Grigorjeva befasst sich mit dem Prinzip der Emblematik, das das Darstellende (gleichzusetzen mit dem Räumlichen) und das Wörtliche (gleichzusetzen mit dem Zeitlichen) kombiniert.63 Die Autorin bemerkt eine Krise dieser in Russland des XVIII. Jahrhunderts vorherrschenden Intention darin, dass am Ende des Jahrhunderts die ikonische Zeichenhaftigkeit (das Räumliche) und der Mensch (das Zeitliche), der bis dato von ihr adäquat vertreten wurde und dank ihr seinen Platz in der Hierarchie der staatlichen Werte und im historischen Gedächtnis bestätigte, auseinandergehen. Die als Ergebnis einer solchen Zersplitterung der emblematischen Welt entstandenen leeren Ikonen verwandeln sich in „semiotische Vampire“, die den lebenden Personen ihren Platz im Raum nehmen und sie zu einer Verkleinerung auf wirklich „kleine Menschen“ zwingen 64 65.

1.2.2. Politisch und psychologisch

Diese Theorie von A.I. Ivanickij entsteht im Zusammenhang mit Gogol’s Schaffen, wo der „kleine Mann“ als eine Schlüsselfigur auftritt. Ihre Entstehung hängt wahrscheinlich mit der Desakralisation des russischen Imperiums, mit dem Fall der „personifizierten Kultur“ zusammen. An der Spitze dieses Imperiums stand im XVIII. Jahrhundert ein Monarch, der mit einem weltschaffenden, göttlichen Status ausgestattet wurde und als personifiziertes Zentrum des Landes, des Wesens Russlands diente. Dieser Monarch verteidigte den Menschen vor der unmittelbaren Kollision mit der chthonischen Kehrseite der Realität und verlieh dem Imperium ein magisches Aussehen, nach dessen Verlust es in ein entfremdetes Polizeistaat überging. Mit dem Verschwinden dieses symbolischen „Schildes“ erscheint eben der „kleine Mann“66.Das ist ein Mensch, der seinen gesetzmäßigen Platz in der Weltordnung verliert.67

Sowohl bei Grigor’jeva als auch bei Ivanickij ist der „kleine Mann“ ausschließlich eine Not leidende Person. Es fehlt eine positive Seite, zum Beispiel, wenn die Person anfängt ihr Leben von ganz unten wieder aufzubauen, wie Čičikov in „Mertvye duši". Der „kleine Mann“ erkennt seine Position als unzureichend, unpassend, die „andere“ Position indes als begehrenswert an. Er identifiziert sich mit dem „Anderen“ beziehungsweise aus der Sicht eines „Anderen“. Es ist verständlich, dass der „kleine Mann“ vornehmlich eine urbane, eine „Hauptstadterscheinung“ ist. In diesem Raum werden die Kontraste besonders deutlich.

Das Gefühl, an der falschen Stelle zu sein, berührt auch den somatischen Bereich und zwingt den „kleinen Mann“ nicht einfach dazu, sich in einen „anderen“ Lebensraum zu wünschen, sondern auch sich mit ihm wenn schon nicht in Person einer Ehefrau, dann zumindest in Gestalt eines Mantels physisch zu vereinen.69 Der „kleine Mann“ sublimiert sein Begehren demnach oft durch Materielles.

Hauptteil.

2. N. Gogoľ

2.1. Gogol’s Hintergrund

Nikolaj Gogol’s Familie hieß ursprünglich Janovskij und legte sich den Nachnamen Gogol’ („Schellente“) erst 1792 z u, um ihren Adelsstatus nach russischem Recht zu erlangen.70 Nikolaj Vasil’evič war von Kind auf klein, krumm gewachsen und hager. Er hatte eine unreine Haut und e ine sehr lange, spitze Nase.71 Außerdem litt e r an Skrofulose, einem Halsdrüsengeschwulst, das zu der Zeit oft kleine Kinder befallen hatte.72 Viele Personen aus den Texten Gogol’s, zum Beispiel Akakij Akakievič aus „Sinel’“, sind gerade vom Aussehen ihrem Autor ähnlich.

Ein einstiger Schulfreund beschreibt den jungen Mann bei seiner Einschulung als sehr schwächlich:

Ins Gymnasium wurde Gogol von seinen Eltern gebracht, die ihn irgendwie besonders zärtlich und besorgt behandelten, wie ein Kind, das an einer schweren, unheilbaren Krankheit leidet. Er war nicht nur in allerlei Jacken, Pelze und Decken gehüllt, sondern regelrecht luftdicht verpackt. Als sie sich daranmachten, ihn auszuwickeln, dauerte es lange, bis ein schwächlicher, äußerst hässlicher und von Skrofulose entstellter kleiner Junge zum Vorschein kam... Seine Augen hatten rote Ränder, die Backen und die ganze Nase waren ebenfalls rot gefleckt, und aus den Ohren tropfte es. Deshalb waren sie mit einem bunten Tuch zugebunden, das seiner kümmerlichen Gestalt ein komisches Aussehen verlieh.73

Da er sich nicht zu den anderen Kindern gesellte, sich meist absonderte, unordentlich und unsauber war, wurde Nikolai von ihnen verspottet. Doch mit der Zeit lernte er mit dem Spott umzugehen undk onterte die ,Angriffe’ dank seiner scharfen Beobachtungsgabe gekonnt. Er verschaffte sich nach und nach Respekt, den man zum Beispiel an seinem vielsagenden Spitznamen „der geheimnisvolle Zwerg“ erkennt.74 Den Schulabschluss macht Gogol’ im Juni 1828 mit guten Noten in „Betragen, Religion und Deutsch, in Mathematik eine recht schlechte Note und in den übrigen Fächern gerade soviel zuerkannt [...], daß ihm das „Recht auf einen Dienstgrad der 14. Rangklasse“ zustand - für die zwölfte hatte es nicht gereicht“75. Das heißt, er war kein

Musterschüler und musste die Beamtenlaufbahn ganz unten beginnen. Diese Tatsache präsentiert ihn selbst als „kleinen Mann“ bei seinem Berufsanfang in St.-Petersburg:

Der Aufbruch nach Petersburg 1828, nach Abschluß des Nežiner Gymnasiums, verband sich für Gogol’ von Anfang an mit der Absicht, Beamter oder Schriftsteller zu werden. Allerdings gestattete sein mäßiges Abgangszeugnis nur eine Anstellung als Kollegienregistrator, d.h. in der XIV., der untersten Rangstufe. (Akakaij Akakievič, der geschundene Held des Mantels, wird später immerhin der IX. Rangstufe angehören.) Alle Pläne und Versuche Gogol’s, in einem bürgerlichen Beruf Fuß zu fassen, scheiterten. Als Hauslehrer wie als Geschichtslehrer an einer Mädchenschule gelangte er rasch an seine Grenzen, die Hoffnungen auf eine Geschichtsprofessur an der Kiever Universität zerschlugen sich, auch als Adjunkt-Professor der Petersburger Universität konnte er sich nur anderthalb Jahre (bis Dezember 1835) halten, da das neue Universitätsgesetz formale Qualifikationen forderte, die er nicht besaß.76

Eine weitere Parallele zu seinem Werk, hier „Sinel’“, findet sich, als Gogol’ eine Stelle als Abschreiber angeboten bekommt. Doch im Gegensatz zu seiner literarischen Figur Akakij äußert Nikolaj Vassil’evič deutlich seinen Unmut über die strengen Arbeitsbedingungen:

Man bietet mir eine Stelle mit 1000 Rubeln Jahresgehalt an. Aber soll ich für einen Preis, der kaum die Unkosten für Kost und Logis deckt, meine Gesundheit und meine wertvolle Zeit verkaufen? Und für absolute Lappalien? Am Tag nicht mehr als zwei Stunden freie Zeit haben und sonst nur am Schreibtisch hocken und den alten Mist und das dumme Zeug der Herren Bürovorsteher abschreiben?

Letztendlich erweist sich Gogol’s Wunsch, der Gesellschaft im Staatsdienst zu nützen, als Illusion.77 80

2.2. Forschung zu Gogol’s Personendarstellung

2.2.1. Groteske Personendarstellung in Gogols „Mertvye duši“
2.2.1.1. Belinskij: Die Pošlosť

81 Gogol’s Werke sind seit Belinskij ständig Gegenstand kritischer Betrachtung. Wichtig war und ist in diesem Zusammenhang immer die Konzentration auf seine literarischen Figuren. „Pošlosť“ ist der Zentralbegriff, um den die gesamte Gogol’ Interpretation kreist und der letzten Endes so verschieden ausgelegt werden wird. In diesem Begriff ist eine Wertung vorhanden.82

Gogol’s Personen werden als armselig und nichtig hingestellt, aber Gogol’ zeigt weder Zom noch Haß. Dabei warfen Gogol’s Zeitgenossen ihm vor, er schildere nur den Dreck, eine widerliche Natur und stelle seinen kleinen Charakteren keine erhabenen Personen gegenüber. Belinskij nimmt ihn in Schutz.83 Laut Belinskij war Gogol’ der erste Schriftsteller, der auf die spezifisch russische Realität Bezug nahm.84 Sein Schaffen war „in reinster Form russisch, national, entnommen aus dem Leben des Volkes“85, aus dem Leben der vielen „kleinen Leute“. Laut Mašinskij etwa waren „nicht Persönlichkeiten Objekte der Satire Gogol’s, sondern in Wirklichkeit die sozialen Fehlerhaftigkeiten des Gesellschaftssystems als Ganzes“.86

Etliche Zeitgenossen Belinskijs sind dessen Urteil über Gogoľ gefolgt. Er schätzte an Gogoľ, dass dieser der russischen Literatur zu Selbständigkeit und Originalität verhalf.87

Man richte den Blick auf die Hauptperson der „Mertvye duši“, die Gogol’s geniale Originalität spiegelt: Cicikov ist ein neuer Typ unter den Vertretern der machthabenden Klasse. Er trägt Eigenschaften, die im alten Russland der Gutsbesitzer nicht vorhanden waren: Energie, Willenskraft und ein kaum zu bändigender Arbeitseifer.88 Er ist ein aufstrebender „kleiner Mann“. Gogol’s Personendarstellung in den „Mertvye duši“ wie auch in seinen anderen Werken habe dazu beigetragen, die russische Gesellschaft kritisch zu sehen und gesellschaftliche Veränderungen wie die Befreiung von der Leibeigenschaft in Gang zu bringen.89

Neben der Personendarstellung sollte hier aber auch die Rolle des Sujets erwähnt werden. Laut Wiechert verallgemeinert Éjchenbaum sowohl für „Mertvye duši“ als auch für andere Werke Gogols, dass die Komposition nicht vom Sujet bestimmt wird: „Das Sujet ist bei ihm (Gogoľ) immer armselig, bisweilen gibt es überhaupt kein Sujet, sondern es wird nur eine einzige komische [...] Situation genommen, die gleichsam nur als Anstoß oder Anlaß zur Hervorbringung komischer Verfahren dient“.90 Gogol’s „Mertvye duši“ seien eine Häufung von e inzelnen Szenen, die nur durch die Reisen Cicikovs verbunden sind. Es überwiegt eine groteske Abbildung, besonders in der Personenabbildung. Es geht Gogoľ, etwa in „Šineľ“, zudem nicht um eine Mahnrede von Menschlichkeit für Akakij, sondern er will mit allen Normen undGesetzen des realen seelischen Lebens spielen.91

2.2.1.2. Die Personen und ihre Beziehungen zueinander

In den Werken Gogol’s sind die handelnden Personen überzeichnet und schematisch beschrieben.92 Es zeigt sich, dass die Innenwelt der Personen ähnlich reduziert ist wie die äußerliche Personenbeschreibung.93 Insgesamt zeigen die Ansätze einer Innenwelt bei den Personen keine genauen Charakterzüge und wenig psychische Regungen. Das offenbart Eigenschaften der „kleinen Leute“. An dieser Stelle sind erste Zweifel angebracht, ob die beschriebenen Personen volkstümlich beziehungsweise realistisch sind, wie sozialkritische Interpreten behaupten. Ciževskij nennt einen Hyperbolismus in Gogol’s Darstellungstechnik.94 Auch V. Erlich nennt einen „hyperbolic impulse“ in den „Toten Seelen“.95 H. Günther erwähnt eine „Reduzierung der menschlichen Gestalt auf seelenloses Dingliches“.96 C.R. Proffer betont die Begrenzung der Personen auf „seelenlose Wesen“, „gesichtslose“ Darstellung als „Masken“. „Kleine Leute“ erscheinen als Puppen im Puppentheater.97

Aber wie gestalten sich die Beziehungen der Personen zueinander? Sobakevič beispielsweise schaut Cičikov im Gespräch nicht an. Die Gesprächsteilnehmer verstehen nicht, wozu Cičikov tote Seelen nutzen kann beziehungsweise wie ein solcher Kauf abgeschlossen werden soll.99 Gefühllosigkeit undUnehrlichkeit herrschen in den geschäftlichen Beziehungen vor.100 Das heißt, die Kommunikation der „kleinen Leute“ ist gestört. Das Verhältnis der Amtspersonen, der „kleinen“ Beamten, zueinander ist ebenfalls gestört und gekennzeichnet von Furcht, Selbstdemütigung, Befehl und Drohung. Ähnliche Vorfälle gibt es im geselligen bzw. gesellschaftlichen Leben, bei Bällen und anderen Ereignissen.101 Cičikov seinerseits ist ein ausgezeichneter Verwandlungskünstler, vor einem Ball übt er verschiedene Gesichtsausdrücke im

Spiegel. Auf dem Ball bemerkt man ein Rangverhalten der kleinen Beamten. Es gibt kaum echte menschliche Gefühle auf dem Ball, die Beziehungen der Teilnehmer sind oberflächlich.102

Der Mangel an echten menschlichen Gefühlen deutet auf ein verkümmertes Innenleben.103 Čičikov versucht zum Beispiel mit der schönen jungen Frau ein Gespräch anzufangen, aber es gelingt ihm nicht.104 Das ist ein deutliches Zeichen von Kommunikationsarmut105, eine weitere Eigenschaft des „kleinen Mannes“. Der Kollegienrat verfällt in schwärmerisches Anstarren, die junge Dame erscheint ihm als eine Art Traum.106 Die Missachtung der anderen Damen wird Čičikov sehr verübelt, es entwickeln sich verächtliche Gerüchte. Es gibt laut Wiechert eine geringe Intensität in allen menschlichen Beziehungen, sowohl in der Privatsphäre als auch im dienstlichen Bereich. „Oberflächlichkeit, Plattheit“ prägen die Beziehung der Personen zueinander.107 Die Dehumanisierung der Personen nimmt weiter an Kraft zu. „Die Personen offenbaren keine lebendige Natürlichkeit, sondern bleiben stumme Puppen oder Masken in einer „nature morte““.108

2.2.1.З. Verhältnis der Personen zu Dingen

„Der Entmenschlichung der Personen steht eine Aufwertung der Sachen gegenüber“110. Es geht bis zu einer „Belebung der Gegenstände“. Das Verhältnis zu Dingen sei stärker als „jede zwischenmenschliche Beziehung“.111

Das wichtigste Objekt, das Personen in den „Mertvye duši“ zu erhalten versuchen, ist Geld. „Das Streben nach Geld stellt das tragende Motiv beim Ankauf „toter Seelen“ dar“.112 Čičikov Vater hat dem Sohn die Sparsamkeit beigebracht. Doch Čičikov ist kein Geizhals und kein habsüchtiger Mensch, er strebt ein wohlhabendes Leben an. Für dieses Ziel geht er durch harte Zeiten und klettert nach und nach die Beamtenkarriereleiter hoch. Dem Betrug folgt eine Entlassung.113 Sein neues Ziel ist der Ankauf von toten Leibeigenen, um diese „toten Seelen“ beim Gericht zu verpfänden und Reichtum zu erlangen. Denn sie werden auf den Revisionslisten noch als Lebende geführt.

[...]


1 Rossijskaja Akademija Nauk (Hrsg.): Literaturnaja enciklopedia termninov i ponjatij. Moskva 2001. S. 494f.

2 Der verwendete Begriff stammt aus Gogols „Mantel“. Ebd.

3 Vgl. Ebd, 495.

4 Vgl. Ebd.

5 Jakov Petrovic Butkov (1820/1821-1856), stammte aus einer Gutsbesitzerfamilie. Einer der herausragenden Vertreter der natürlichen Schule. Hauptthemen seiner Werke waren der Kampf des „kleinen Mannes“ gegen die Not und das Dasein des kleinen Beamtentums. http://m.wikipedia.org/wiki/??????,_????_???????? (17.8.2012). „Der „kleine Mann“ Butkovs erregt nicht immer Mitleid: Der Schriftsteller zeigt auch negative Züge seiner Personen - „Verlogenheit, Frechheit, Habgier, Feigheit“. V.N. Anoškina, L.D. Gromova (Hrsg.): Istorija russkoj literatury XIX veka. 40-60 gody. Moskva 1998. S. 23.

6 Apollon Nikolaevic Majkov (1821-1897), adelsstämmiger Dichter, Mitglied der Akademie der Wissenschaften. In seiner Lyrik, die logisch aufgebaut und von Genauigkeit und Einfachheit der poetischen Sprache gekennzeichnet ist, begegnet man oft Gestalten aus dem russischen Dorf, aus der Natur, aus der russischen Geschichte. http://ru.wikipedia.org/wiki/??????,_A??????_?????????? (17.8.2012). L.D. Gromova, A.S. Kurilova: Istorija russkoj literatury XI-XIX vekov. V dvuch castjach, cast’ 2. Moskva2000. S. 43f.

7 Literaturnaja enciklopedia termínov I ponjatij, 495.

8 Literaturnaja änciklopedia termninov i ponjatij, 495.

9 Nikolaj Gogol’: “Mertvye duši”. In: Ders. Mertvye duši. Moskva 2009. S. 221-510.

10 Nikolaj Gogol’: “Sinel’”. In: Ders. Mertvye duši. Moskva2009. S. 145-182.

11 Nikolaj Gogol’: “Nos”. In: Ders. Mertvye duši. Moskva 2009. S. 49-79.

12 Nikolaj Gogol’: „Zapiski sumasšedšego“. In: Ders: Mertvye duši. Moskva 2009. S. 196-221.

13 A.P. Cechov: „Celovek v futljare“. In: A.P. Cechov: Izbrannye rasskyzy. Moskva 1976. S. 107-123.

14 http://ru.wikisource.org/wiki/%D0%94%D0%B2%D0%BE%D0%B5_%D0%B2_%D0%BE%D0%B4 %D0%BD%D0%BE%D0%BC_%28%D0%A7%D0%B5%D1%85%D0%BE%D0%B2%29 (23.3.12)

15 http://feb-web.ru/feb/chekhov/texts/sp0/sp3/sp3-107-.htm. (26.7.2012)

16 http://feb-web.ru/feb/chekhov/texts/sp0/sp2/sp2-111-.htm (26.7.2012)

17 http://ilibrary.ru/text/463/p.1/index.html (20.8.2012)

18 http://chehov.niv.ru/chehov/text/unter-prishibeev.htm (26.7.2012)

19 http://chehov.niv.ru/chehov/text/smert-chinovnika.htm (29.8.2012)

20 http://ilibrary.ru/text/10/index.html (05.09.2012)

21 http://www.e-reading.org.ua/chapter.php/9039/6/Bulgakov_-_Pohozhdeniya_Chichikova.html (17.5.2012)

22 http://lib.ru/BULGAKOW/diavoliada.txt (14.6.2012)

23 Vgl. A.A. Faustov: Malen’kij celovek“ v russkoj literature: nabrosok biografii. In: Faustov/Lehman­Carli: Anthropologische Konzepte in der russischen Kultur und Literatur (18.-19. Jh.). Halle 2008. S. 151-217.

24 Faustov, 178.

25 Laut Faustov liegt hier der Unterschied des „kleinen Mannes“ gegenüber dem „überflüssigen Mann“, der eben keinen eigenen Platz hat. Vgl. Ebd, 178.

26 Vgl. Ebd.

27 Vgl. Faustov, 178.

28 Vgl. Ebd, 151 ff.

29 Ebd, 151.

30 Vgl. Faustov 152: „malen’kij celovek“ und „melkij cinovník“ fügen sich bei Golovin zu einem „melkij celovek“ zusammen.

31 Vgl. Ebd. Nach: K.F. Golovin Russkij roman i russkoe obwestvo. St-P. S. 66, ogo golevskich „melkich ljudjach“.

32 Faustov, 152.

33 Faustov, 155.

34 Ebd.

35

36 Vgl. Ebd, 164.

37 Vgl. Ebd, 164ff.

38 In den „Zapiski sumasšedšego“ werden Poprišcin Strümpfe und „bašmaki“ angezogen als er nach Spanien kommt. Vgl. Ebd.

39 Vgl. Ebd.

40 Vgl. Ebd, 166ff.

41 Vgl. Ebd. 167.

42 Ebd.

43 Vgl. Ebd.

44 Vgl. Ebd.

45

46 Vgl. Ebd.

47 Faustov, 167.

48 Ebd, 168.

49 Eine detailliertere Textbetrachtung folgt im entsprechenden Kapitel.

50 Faustov, 171.

51 Gogol’, 211.

52 Faustov, 173.

53 Gogol’, 201.

54 Vgl. Faustov, 171.

55 Faustov, 172.

56 Vgl. Faustov, 177.

57 Ebd, 173.

58 Ebd.

59 Ebd, 178. Eigene Übersetzung des Zitats.

61 Vgl. Ebd, 204.

62 Ebd, 214f.

63 Vgl. Ebd, 214.

64 Vgl. Faustov, 214.

65 Faustov, 214f.

66 Ebd.

67 Vgl.Ebd, 215.

68 Ebd, 216.

69 Vgl. Ebd.

70 Vgl. R. Lauer: Geschichte der russischen Literatur. Von 1700 bis zur Gegenwart. München 2000. S. 227f.

71 R.-D. Keil: Nikolai W. Gogol mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Hamburg 1985. S. 23.

72 http://de.wikipedia.org/wiki/Skrofulose (20.8.2012).

73 R.-D. Keil, 21f.

74 Vgl. Ebd, 24.

75 Ebd, 37.

76 Lauer, 228.

77 R.-D. Keil, 41.

80 Vgl. R. Wiechert: Groteskifizierung der Personen in Gogols „Toten Seelen“. Kiel 1977.

81 Pošlost’ im Sinne Banalität, Plattheit, Abgedroschenheit, Fadheit.

82 Wiechert, 6.

83 Vgl. Wiechert, 7.

84 Vgl. Ebd.

85 Ebd.

86 Ebd.

87 Vgl. Wiechert, 8.

88 Vgl. Ebd, 10.

89 Vg. Ebd, 11.

90 Wiechert, 16f. Vgl. B. Ejchenbaum: Kak sdelana „Sinel’“ Gogolja. In: J. Striedter (Hg.): Russischer Formalismus, Texte zur allgemeinen Literaturtheorie und zur Theorie der Prosa. Müchen 1971. S. 122­159.

91 Wiechert, 16f.

92 Vgl. Ebd, 25f.

93 Vgl. Ebd, 35.

94 Vgl. Ebd. 36f.

95 Vgl. Ebd.

96 Ebd, 37. Vgl. H. Günther: Das Groteske bei N.V. Gogol. Formen und Funktionen. München 1968. S.198.

97 Wiechert, 37.

99 Vgl. Ebd, 41.

100 Vgl. Ebd.

101 Vgl. Wiechert, 43.

102 Vgl. Wiechert, 44.

103 Vgl. Ebd, 48.

104 Vgl. Gogol’ 416.

105 Vgl. Wiechert, 48.

106 Vgl. Ebd, 51.

107 Vgl. Ebd, 52.

108 Ebd, 51.

110 Ebd.

111 Ebd, 52.

112 Wiechert, 52.

113 S. Schattenberg äußert sich wie folgt zum russischen Beamten jener Epoche : „Der russische Beamte Beamte war ein Versager; er war ehrlos, inkompetent, korrupt und faul. S. Schattenberg: Die korrupte Provinz? : russische Beamte im 19. Jahrhundert. Frankfurt am Main 2008. S. 11f.

Ende der Leseprobe aus 73 Seiten

Details

Titel
Der „kleine Mann“ in ausgewählten Werken N.V. Gogol’s, A.P. Čechovs und M.A. Bulgakovs
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Slavistik)
Note
2,3
Autor
Jahr
2012
Seiten
73
Katalognummer
V264721
ISBN (eBook)
9783656540960
ISBN (Buch)
9783656541455
Dateigröße
750 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
mann, werken, gogol’s, bulgakovs
Arbeit zitieren
Nikita Iagniatinski (Autor), 2012, Der „kleine Mann“ in ausgewählten Werken N.V. Gogol’s, A.P. Čechovs und M.A. Bulgakovs, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/264721

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