Die Seminararbeit befasst sich unter dem Punkt 2 zunächst mit den begrifflichen Grundlagen, die für diese Arbeit von Bedeutung sind. Es wird unter Punkt 2.1 auf das Zielgruppen-marketing eingegangen, unter Punkt 2.2 wird die heterogene Gruppe der Senioren näher charakterisiert und unter Punkt 2.3 wird der demografische Wandel näher erläutert. Der Hauptteil konzentriert sich auf den Marketing-Mix und daraus speziell auf die Produkt- und Kommunikationspolitik. Im Punkt 3.1 wird zunächst angesprochen wie die Senioren zurzeit mit der Kommunikations- und Produktpolitik zufrieden sind bzw. diese bewerten würden. Unter Punkt 3.2 wird auf die Besonderheiten der Senioren als Zielgruppe eingegangen. Unter Punkt 3.3 und 3.4 werden mögliche Strategien der Kommunikations- und Produktpolitik diskutiert und im Anschluss daran Handlungsempfehlungen für das jeweilige Marketing gegeben.
Das Ziel der Seminararbeit ist es zunächst auf die Besonderheit des demografischen Wandels in Deutschland einzugehen und daraus folgernd die Senioren als heterogene Zielgruppe mit den besonderen geistigen und körperlichen Merkmalen darzustellen. Aufgrund dieser Tatsache, die Unzufriedenheit der Senioren mit der aktuellen Produkt- und Kommunikationsgestaltung und die Wichtigkeit für Unternehmen auf die umsatzstarke Zielgruppe näher ein-zugehen, werden mögliche Strategien für Unternehmen aufgezeigt. Diese werden bewertet und es werden mögliche Handlungsempfehlungen für Unternehmen gegeben.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Demografischer Wandel der Gesellschaft und der Konsum von Senioren
1.2 Aufbau und Ziel der Seminararbeit
2. Begriffliche Grundlagen
2.1 Charakterisierung des Zielgruppenmarketings
2.2 Charakterisierung der Senioren
2.3 Charakterisierung der Demografischen Entwicklung
3. Kritische Analyse potenzieller Strategien zur Optimierung der Produkt- und Kommunikationspolitik für Senioren
3.1 Bedeutung der Instrumentalbereiche Produkt- und Kommunikationspolitik für eine optimierte Ansprache der Zielgruppe Senioren
3.2 Besondere Merkmale der Zielgruppe Senioren
3.2.1. Psychische Merkmale von Senioren
3.2.2. Physiologische Merkmale von Senioren
3.3 Diskussion über potenzieller Strategien der Produktpolitik
3.3.1. Strategie: Universal Design – Vermarktung existierender Produkte
3.3.2. Strategie: Universal Design - Altersgerechte Umgestaltung existierender Produkte
3.3.3. Strategie: Universal Design - Entwicklung neuer, seniorengerechter Produkte
3.3.4. Handlungsempfehlung für die Produktpolitik
3.4 Diskussion über potenzieller Strategien der Kommunikationspolitik
3.4.1. Lifestyle-Strategie: Fokussierung auf Lebensfreude, Vitalität und Ehrlichkeit
3.4.2. Generations-Strategie: intergenerativ darstellende Kommunikation
3.4.3. Alters-Strategie: strukturiert gestaltende Kommunikation
3.4.4 Kompetenz-Strategie: Betrachtung der Kompetenz und Erfahrung
3.4.5 Handlungsempfehlungen für die Kommunikationspolitik
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Seminararbeit analysiert die demografischen Veränderungen in Deutschland und leitet daraus notwendige Optimierungsansätze für das Marketing gegenüber der kaufkräftigen Zielgruppe der Senioren ab, wobei ein besonderer Fokus auf psychologischen und physiologischen Besonderheiten sowie konkreten Produkt- und Kommunikationsstrategien liegt.
- Demografischer Wandel und dessen Auswirkungen auf das Konsumverhalten
- Differenzierung der heterogenen Zielgruppe „Senioren“ in verschiedene Nutzertypen
- Analyse und Bewertung von Universal-Design-Strategien in der Produktpolitik
- Diskussion effektiver Kommunikationsstrategien zur zielgruppengerechten Ansprache
- Handlungsempfehlungen für Unternehmen zur Marktbearbeitung
Auszug aus dem Buch
3.2.1. Psychische Merkmale von Senioren
„Die Psyche des Menschen – das sind u.a. seine Emotionen, Einstellungen, Entscheidungsprozesse und das Gedächtnis. Sie unterliegen allesamt altersbedingten Veränderungen.“ Mit zunehmendem Alter nehmen die geistige Beweglichkeit, die Umstellungsfähigkeit, die Geschwindigkeit der Informationsaufnahme und -verarbeitung sowie das Abstraktionsvermögen und das Kurzzeitgedächtnis ab. Die Gedächtnisleistung, besonders die Erinnerungsleistung für räumliche Informationen, eines Senioren über 60 Jahre ist ca. 30% schwächer als die bei einem jüngeren Menschen. Je umfangreicher eine Information ist, desto problematischer ist es für Senioren diese zu verstehen. Deshalb lernen Senioren langsamer und benötigen grundsätzlich mehrere Wiederholungen der Informationen. Wissenschaftler haben eine Theorie aufgestellt, die besagt, dass im zunehmenden Alter sprachliche Mitteilungen besser im Gedächtnis bleiben als Optische. Der Grund dafür ist, dass der Zeitraum bis Bilder gelöscht werden länger ist. Somit dauert es länger zur Aufnahme neuer visueller Reize.
Andere psychische Fähigkeiten wie die Erfahrung, die Reife, das Urteilsvermögen, das Sicherheits- und Verantwortungsbewusstsein und das soziale Miteinander verbessern sich hingegen im Alter. Zudem sind Merkmale wie die Ausgeglichenheit, die Selbstständigkeit, die Sprachgewandtheit und das Harmoniebedürfnis bei Senioren besser ausgeprägt und der Umgang mit Problemen und die Sicht für das Ganze steigen die Kompetenz der Senioren.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet den demografischen Wandel und die steigende Bedeutung der kaufkräftigen Seniorengruppe als strategisches Zielmarktsegment.
2. Begriffliche Grundlagen: Es werden die theoretischen Definitionen für Zielgruppenmarketing sowie die notwendige Segmentierung der heterogenen Seniorengruppe erarbeitet.
3. Kritische Analyse potenzieller Strategien zur Optimierung der Produkt- und Kommunikationspolitik für Senioren: Dieses Hauptkapitel analysiert die psychischen und physiologischen Merkmale der Senioren und diskutiert spezifische Produkt- und Kommunikationsstrategien zur effizienten Marktansprache.
4. Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass Unternehmen Senioren als Zielgruppe weiterhin unterschätzen und bietet einen Überblick über strategische Wettbewerbsvorteile durch zielgruppengerechtes Marketing.
Schlüsselwörter
Seniorenmarketing, demografischer Wandel, Zielgruppenmarketing, Universal Design, Konsumentenverhalten, Best Ager, Produktpolitik, Kommunikationspolitik, Generation 50plus, Kaufkraft, Marktsegmentierung, Master Consumer, Lifestyle-Strategie, Altersspezifik, Marketing-Mix
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Herausforderungen und Chancen des Marketings für die Zielgruppe der Senioren vor dem Hintergrund einer alternden Gesellschaft.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind die demografische Entwicklung, die psychologischen und physischen Merkmale älterer Menschen sowie spezifische Strategien der Produkt- und Kommunikationspolitik.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, Strategien aufzuzeigen, wie Unternehmen die kaufkräftige Gruppe der Senioren besser ansprechen und ihre Bedürfnisse durch optimierte Marketingmaßnahmen erfüllen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Arbeit, die auf Literaturrecherche und der kritischen Diskussion bestehender Konzepte und Fallbeispiele basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Defizite in der aktuellen Marktansprache, erläutert die Besonderheiten der Zielgruppe und stellt verschiedene Ansätze wie das Universal Design oder spezifische Kommunikationsstrategien vor.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Seniorenmarketing, demografischer Wandel, Zielgruppenanalyse, Produkt- und Kommunikationspolitik sowie Universal Design.
Was unterscheidet die „Master Consumer“ von anderen Seniorengruppen?
Die Master Consumer zeichnen sich durch eine hohe Technikaffinität sowie einen erlebnis- und lifestyleorientierten Lebensstil aus.
Warum lehnen Senioren oft Produkte ab, die explizit als „seniorengerecht“ beworben werden?
Da sich Senioren im Durchschnitt deutlich jünger fühlen, als sie tatsächlich sind, wirkt eine zu starke Fokussierung auf das Alter stigmatisierend oder wird als Abwertung des eigenen Selbstbildes empfunden.
Welche Bedeutung hat das „Universal Design“ in diesem Kontext?
Universal Design verfolgt das Ziel, Produkte so zu gestalten, dass sie für Menschen jeden Alters und mit unterschiedlichen Fähigkeiten ohne zusätzliche Modifikationen intuitiv und sicher nutzbar sind.
Wie sollte die Kommunikation laut der Arbeit optimalerweise gestaltet sein?
Die Kommunikation sollte aufgrund veränderter Informationsverarbeitungsgeschwindigkeiten im Alter ruhig, sachlich, klar und strukturiert sein, wobei idealerweise Nostalgie oder Kompetenz der Älteren in den Vordergrund gestellt wird.
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- Lars Kasperitz (Author), 2012, Zielgruppenmarketing für Senioren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/264789