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Heinrich Heines 'Harzreise'. Die Verwendung romantischer Motive

Titel: Heinrich Heines 'Harzreise'. Die Verwendung romantischer Motive

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2013 , 17 Seiten

Autor:in: Stefan Voßen (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Bey Gelegenheit der Liebe könnte ich wieder alle großen Männer citiren, die keinen Tabak geraucht haben, z.B. Cicero, Justinian, Goethe, Hugo, Ich“ – dies sind Wor-te, die der junge Heinrich Heine in seinem in den 1920er Jahren verfassten Werk Ideen. Das Buch Le Grand gebrauchte – Worte, die zeigen, welche Meinung der jun-ge Heine von seinem Können hatte. Auch schrieb Heine noch im gleichen Jahrzehnt die Verse: „Ich bin ein deutscher Dichter, / Bekannt im deutschen Land; / Nennt man die besten Namen, / So wird auch der meine genannt.“ Arrogant und vermessen mögen diese Worte auf einen Zeitgenossen geklungen haben von einem Dichter, der noch nicht das dreißigste Lebensjahr erreicht hatte. Jedoch konnte Heine als Schrift-steller schon früh auf sich aufmerksam machen und auch wenn heute noch sein lite-rarisches Schaffen oft kontrovers diskutiert wird und die Meinungen zu seiner Person weit auseinandergehen, findet man seinen Namen stets, wenn die wichtigsten Litera-ten der letzten Jahrhunderte aufgezählt werden.

Thema dieser Hausarbeit ist die Verwendung von romantischen Motiven in der Harzreise. Dabei wird zunächst ein grober Umriss um die Epoche der Romantik, mögliche Einteilungen dieser in Epochenabschnitte sowie typische Stilmittel und Vertreter gemacht, um anschließend den Fokus auf die Analyse der Harzreise zu legen. Hierbei bietet sich eine weitestgehend chronologische Vorgehensweise an, da das zentrale, romantische Motiv der Harzreise – die Natur – vom Erzähler zu Beginn der Harzreise als Ziel seiner Reise gesetzt und im Verlauf der Handlung mehr und mehr erreicht wird. Im Rahmen dieser Hausarbeit wird eine entsprechend systemati-sche Betrachtung der von Heine benutzten romantischen Bilder und dem häufigen stattfindenden Bruch mit diesen angestrebt, um zu zeigen, inwiefern die Harzreise exemplarisch für das Schaffen des jungen Heine ist, diesen als „Vollender und Zer-störer der Romantik“ bezeichnen zu können. Dabei bildet der direkte Vergleich der lyrischen Passagen mit dem prosaischen Teil einen elementaren Gegenstand, da die in den Gedichten aufgebaute romantische Stimmung oft einen großen Kontrast bildet zu den nüchternen, auf simple, alltägliche Gegenstände fokussierte Erzählabschnitten, die auf die Gedichte folgen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Romantik und ihre literarischen Motive

3 Heines Harzreise

4 Schluss

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die Verwendung romantischer Motive in Heinrich Heines „Harzreise“ und analysiert das Spannungsfeld zwischen romantischer Idealisierung und der parodistischen Gesellschaftskritik des Autors.

  • Analyse zentraler Motive der Romantik wie Natur, Sehnsucht und Mittelalter-Metaphorik
  • Untersuchung der strukturellen Verbindung von Lyrik und Prosa im Text
  • Darstellung von Heines kritischer Auseinandersetzung mit zeitgenössischen gesellschaftlichen Riten
  • Einordnung Heines als „Vollender und Zerstörer der Romantik“
  • Reflexion über die Aktualität von Heines sozialkritischem Blick

Auszug aus dem Buch

Die Romantik und ihre literarischen Motive

Die Romantik als literatur-, kunst- und musikgeschichtliche Epoche reicht insgesamt vom 18. bis ins 20. Jahrhundert. Für die Romantik als Literaturepoche ist jedoch der Zeitraum von 1790 bis 1850 einzugrenzen. Damit knüpft die Romantik an die Epochen Aufklärung, Empfindsamkeit und Sturm und Drang an, liegt zeitweise parallel zur Weimarer Klassik und überschneidet sich mit dem Aufkommen des Vormärzes sowie des Biedermeiers.

Als bedeutsame Vertreter der Romantik als Literaturepoche gelten neben Heinrich Heine auch Jean Paul, Friedrich Hölderlin, Rahel Varnhagen von Ense, Karoline von Günderode, Novalis, Ernst Theodor Amadeus Hoffmann, Heinrich von Kleist, Bettina von Arnim, Joseph Freiherr von Eichendorff und die Gebrüder Grimm. Unterteilt wird die Romantik in eine für Epochenaufteilungen populäre, wertfreie Dreiteilung in die Früh-, Hoch- und Spätromantik. Das dreiteilige Modell bietet sich an, um den jeweiligen, lokalen Zentrumswechsel der Romantik zu berücksichtigen. So spricht man auch von der Jenaer Frühromantik, der Romantik in Berlin und Heidelberg und der Spätromantik in München und Wien.

Eine andere Bezeichnung liegt mit den Begriffen Blütezeit, Ausbreitung und Verfall der Romantik vor und wurde um das Jahr 1900 von der deutschen Historikerin Ricarda Huch geprägt. Will man Heine und seine Werke trotz der ambivalenten Beziehung zur Romantik in das dreigliedrige Schema einordnen, so ist sein Werk im Rahmen der Spätromantik zu verstehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Werk Heinrich Heines ein und erläutert die Entstehungsgeschichte der „Harzreise“ sowie die autobiographischen Hintergründe des Textes.

2 Die Romantik und ihre literarischen Motive: Es werden die epochenspezifischen Merkmale der Romantik sowie zentrale Leitmotive wie die Natursehnsucht und das Mittelalterbild anhand zeitgenössischer Zitate dargestellt.

3 Heines Harzreise: In diesem Hauptteil wird analysiert, wie Heine romantische Motive nutzt, diese jedoch durch Ironie, Humor und Gesellschaftskritik systematisch bricht.

4 Schluss: Die Arbeit resümiert, dass Heine als „Vollender und Zerstörer“ der Romantik verstanden werden muss, dessen sozialkritische Perspektive bis heute ihre Relevanz behalten hat.

Schlüsselwörter

Heinrich Heine, Harzreise, Romantik, literarische Motive, Natur, Sehnsucht, Gesellschaftskritik, Polemik, Ironie, Reisebericht, Mittelaltermetaphorik, Literaturgeschichte, Spätromantik, Satire, Autodiegetisches Erzählen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse romantischer Motive im Prosawerk „Harzreise“ von Heinrich Heine.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Naturdarstellung, der Sehnsucht, der Mittelalter-Metaphorik und dem bewussten Bruch mit romantischen Idealen durch den Autor.

Was ist das primäre Ziel dieser Untersuchung?

Ziel ist es zu zeigen, wie Heine romantische Versatzstücke verwendet, um sie gleichzeitig durch parodistische und kritische Distanz zu dekonstruieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verfolgt einen literaturwissenschaftlichen Ansatz, der textnahe Analysen mit epochengeschichtlichen Einordnungen verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Untersuchung der Gedichte innerhalb der „Harzreise“ und deren Kontrastierung mit den ironischen Prosapassagen des Erzählers.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Romantik, Gesellschaftskritik, Heine, Harzreise, Ironie und Naturmotive.

Warum wird Heine als „Zerstörer der Romantik“ bezeichnet?

Weil er romantische Stimmungsbilder durch eine nüchterne, sarkastische und oft politisch motivierte Erzählweise bewusst unterwandert.

Wie spielt die Rolle des Erzählers eine Rolle bei der Naturdarstellung?

Der Erzähler sucht zwar die Natur, scheitert jedoch oft an einer oberflächlichen Wahrnehmung durch andere Menschen oder an seiner eigenen ironischen Distanz.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Heinrich Heines 'Harzreise'. Die Verwendung romantischer Motive
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Autor
Stefan Voßen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
17
Katalognummer
V264838
ISBN (eBook)
9783656540670
ISBN (Buch)
9783656542957
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Heinrich Heine Harzreise Romantik romantische Motive literarisch Literatur
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefan Voßen (Autor:in), 2013, Heinrich Heines 'Harzreise'. Die Verwendung romantischer Motive, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/264838
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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