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Die Stellung ‚Hochqualifizierter‘ im deutschen Zuwanderungsprozess

Möglichkeiten einer langfristigen Integration

Titel: Die Stellung ‚Hochqualifizierter‘ im deutschen Zuwanderungsprozess

Hausarbeit , 2013 , 42 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Julia Knobelspies (Autor:in)

Soziologie - Politik, Majoritäten, Minoritäten
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„Zuwanderung. Hochqualifizierte ja, Billigarbeiter nein“ (o.V. 2012). „Zuwanderung für Hochqualifizierte erleichtert“ (o.V. 2008). „Neue Strategien gegen Fachkräftemangel.
Zuwanderer dringend gesucht“ (Pape 2013). Seit mehreren Jahren kursieren diese und andere Schlagzeilen in den deutschen Medien. Der Mangel an deutschen Fachkräften lässt ausländische ‚Hochqualifizierte‘ offensichtlich eine besondere Stellung in der deutschen Wirtschaft zukommen. Doch die Frage, wie diese Gruppe von Migranten auch langfristig in Deutschland integriert werden kann, scheint noch nicht gelöst zu sein (vgl. Becker 2013).
Daher kam es in den letzten Jahren zu einigen politischen Maßnahmen, die die Anwerbung von Spitzenkräften aus dem Ausland unterstützen sollten, wie das im letzten Jahr auf den Weg gebrachte Gesetz zur Förderung von ‚Hochqualifizierten‘ aus Drittländern (Blaue Karte EU). Auch das im Mai unterschriebene Memorandum zwischen der spanischen Arbeitsministerin Fátima Báñez und der Bundesministerin für Arbeit und Soziales Ursula von der Leyen soll spanischen Jugendlichen die Möglichkeit bieten, eine Ausbildungsstelle oder einen Fachkräftejob in Deutschland zu finden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Entwicklung des Integrationsdiskurses in Deutschland

1.1 Vor 1998

1.2 Nach 1998

1.2.1 Ausnahmeregelungen

1.2.2 Image des Ausländers

1.2.3 Integrationskonzepte

2. Theoretische Aspekte einer erfolgreichen Maßnahme

2.1 Integrationsphasen

2.2 Wichtige Faktoren und Probleme

2.3 Chancen und Gefahren von Integration

2.4 Faktor Bildung

3. Steuerung des Zuwanderungsprozesses

3.1 Grenzen politischer Maßnahmen

3.2 Einfluss von ausländischen ‚Hochqualifizierten‘ auf den Integrationsprozess

Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die besondere Rolle und Stellung hochqualifizierter ausländischer Fachkräfte im deutschen Zuwanderungsprozess, analysiert deren Einfluss auf die Integrationsdebatte und bewertet, inwiefern politische Maßnahmen eine langfristige Integration dieser Gruppe begünstigen können.

  • Historische Entwicklung der deutschen Zuwanderungs- und Integrationspolitik seit 1998.
  • Theoretische Grundlagen und Phasen der sozialen Integration nach Peters und Heitmeyer.
  • Analyse politischer Instrumente wie der "Green Card" und der "Blauen Karte EU".
  • Bedeutung des Faktors Bildung für die erfolgreiche Eingliederung in den Arbeitsmarkt.
  • Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen Hochqualifizierten und der Wahrnehmung ausländischer Arbeitskräfte.

Auszug aus dem Buch

1.2.1 Ausnahmeregelungen

Dass die hochqualifizierten Fachkräfte politisch gesehen eine besondere Stellung innehatten, sieht man an zahlreichen Maßnahmen bzw. Ausnahmeregelungen, die speziell für diese Migrationsgruppe entworfen wurde. Im Folgenden soll daher auf drei dieser Maßnahmen näher eingegangen werden.

Während un- und angelernte ausländische Arbeitnehmer mit der Anwerbestoppmaßnahme aus Deutschland noch fern gehalten werden sollten, gab es schon 1998 eine Anwerbestoppausnahmeverordnung, die ausländischen Absolventen deutscher und ausländischer Hoch- und Fachhochschulen sowie ausländischen Fach- und Führungskräften eine Arbeitserlaubnis von bis zu zwei Jahren erteilte (vgl. Anwerbestoppausnahmeverordnung 1998: §4(7)). So sollten schon vor der entscheidenden Wahl 1998 gezielt ausländische Hochqualifizierte angeworben und beschäftigt werden. Zwar wurde dieser Anwerbeaktion politisch und gesellschaftlich nur wenig Beachtung geschenkt, doch zeigt sich schon hier die Sonderstellung von ‚Hochqualifizierten‘, die mit dem Vorstoß von Gerhard Schröder und seiner ‚Green Card‘-Initiative noch deutlicher hervortrat (vgl. Tietze 2008: S.36).

Durch den Boom in der IT-Branche und den damit einhergehenden Mangel an qualifizierten Fachkräften traf die Initiative von Schröder mit der Anwerbung gezielter Spitzenkräfte in diesem Bereich nicht nur auf große Resonanz in der Wirtschaft, sondern auch bei FDP und Grünen, auch wenn diese den beabsichtigten Umfang der ‚Green Card‘ auf die IT-Branche gerne ausgeweitet und damit „als einen Anstoß zu einer umfassenderen Zuwanderungsregelung verstanden“ (Hell 2005: S.116) hätten. Dennoch sollten nur etwa 20.000 Fachkräfte außerhalb der EU aus der Informationstechnologie die Möglichkeit bekommen, für maximal fünf Jahre in Deutschland zu leben. Trotz der Ausweitung der Maßnahme bis Ende 2004 wurde sie anfänglich nur sehr wenig genutzt, was jedoch ihren Grund auch in den komplizierten Verwaltungsabläufen, den Problemen beim Zugang von Ehepartnern und der Ausweisungsgefahr bei Arbeitsplatzverlust hatte. Allerdings stellte der Anstoß der ‚Green Card‘ eine Grundlage für die künftige Zuwanderungs- und Integrationspolitik dar, da durch die positive Reaktion von Wirtschaft und Gesellschaft das Thema Zuwanderung zu einem festen Bestandteil in allen Parteien wurde (vgl. Bade und Oltmer 2004: S.130).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Thematik des Fachkräftemangels und Definition des Forschungsinteresses an hochqualifizierten Migranten.

1. Entwicklung des Integrationsdiskurses in Deutschland: Historischer Abriss der Zuwanderungspolitik mit Fokus auf den Wandel ab 1998 und die spezifische Förderung von Fachkräften.

2. Theoretische Aspekte einer erfolgreichen Maßnahme: Darstellung theoretischer Modelle zur sozialen Integration und Identifikation relevanter Faktoren für den Integrationserfolg.

3. Steuerung des Zuwanderungsprozesses: Kritische Auseinandersetzung mit politischen Maßnahmen und deren Grenzen bei der Beeinflussung der langfristigen Integration.

Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Sonderstellung hochqualifizierter Migranten und Ausblick auf künftigen Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Zuwanderung, Integration, Hochqualifizierte, Arbeitsmarkt, Fachkräftemangel, Integrationspolitik, Blaue Karte EU, Green Card, Bildung, Sozialintegration, Zuwanderungsgesetz, Gastarbeiter, Einwanderungsgesellschaft, Wirtschaftsleistung, Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rolle und den politischen Umgang mit hochqualifizierten ausländischen Fachkräften im deutschen Zuwanderungsprozess sowie deren langfristige Integrationsmöglichkeiten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die historische Entwicklung der deutschen Ausländerpolitik, die theoretischen Modelle sozialer Integration und die Analyse gesetzlicher Fördermaßnahmen für Spitzenkräfte.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die spezifische Stellung von Hochqualifizierten im Integrationsprozess zu beleuchten und zu hinterfragen, ob diese Gruppe tatsächlich leichter integrierbar ist als andere Migrantengruppen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die zusätzlich Gesetzestexte heranzieht, um die staatlichen Rahmenbedingungen für die Zuwanderung mit soziologischen Integrationstheorien abzugleichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse seit 1998, die theoretische Fundierung durch Integrationsmodelle (z. B. nach Peters) und die Untersuchung der Steuerungseffekte politischer Instrumente.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Zuwanderung, Hochqualifizierte, Integrationspolitik, Fachkräftemangel und soziale Integration.

Warum ist der Begriff der "Hochqualifizierten" problematisch?

Der Begriff wird in verschiedenen politischen Maßnahmen unterschiedlich definiert, was eine einheitliche Betrachtung erschwert und meist an spezifische Kriterien wie Gehalt oder Hochschulabschluss gekoppelt ist.

Welchen Einfluss hat die "Blaue Karte EU" auf die Zuwanderung?

Die "Blaue Karte EU" stellt ein Instrument der EU dar, das den Zugang zum Arbeitsmarkt für Drittstaatsangehörige mit Hochschulabschluss vereinfachen soll, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Warum ist laut der Autorin Bildung kein Garant für langfristige Integration?

Obwohl Bildung die instrumentelle Integration erleichtern kann, fehlen hochqualifizierten Zuwanderern oft die gleichen langfristigen Anreize wie anderen Gruppen, was die dauerhafte Bleibeabsicht und Identifikation erschwert.

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Details

Titel
Die Stellung ‚Hochqualifizierter‘ im deutschen Zuwanderungsprozess
Untertitel
Möglichkeiten einer langfristigen Integration
Hochschule
Universität Konstanz  (Fachbereich Geschichte und Soziologie)
Veranstaltung
Kultursoziologie II
Note
1,0
Autor
Julia Knobelspies (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
42
Katalognummer
V264906
ISBN (eBook)
9783656550594
Sprache
Deutsch
Schlagworte
stellung zuwanderungsprozess möglichkeiten integration
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julia Knobelspies (Autor:in), 2013, Die Stellung ‚Hochqualifizierter‘ im deutschen Zuwanderungsprozess, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/264906
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  42  Seiten
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