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Eine Schule für alle?

Kinder mit Migrationshintergrund und das inklusive Schulsystem

Titel: Eine Schule für alle?

Hausarbeit , 2013 , 15 Seiten , Note: 13

Autor:in: Nadine Custer (Autor:in)

Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Mit Veröffentlichung der PISA-Studie wurde nachgewiesen, dass Kinder und Jugendliche mit sogenanntem Migrationshintergrund eine eklatante Bildungsbenachteiligung im deutschen Schulsystem erfahren. Im ersten Teil der Arbeit (Kapitel 2) soll zunächst der Frage nachgegangen werden, welche Gründe sich für diese Benachteiligung finden lassen. Von zentraler Bedeutung wird sein, ob die Benachteiligung ursächlich auch im deutschen Schulsystem zu suchen ist. Im Rahmen dieses Kapitels sollen auch einige Begriffe definiert werden, die im weiteren Verlauf der Arbeit eine wichtige Rolle einnehmen werden, wie „institutionelle Diskriminierung“ und „Inklusion“.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ursachen der Bildungsbenachteiligung von Kindern/Jugendlichen mit Migrationshintergrund

2.1. Statistische Daten

Exkurs: Definition Förderschwerpunkt Lernen

2.2. Institutionelle Diskriminierung

2.2.1. Formen direkter und indirekter institutioneller Diskriminierung

2.2.2. Homogenisierung der Schülerschaft

2.2.3. Differierende lokale Schulangebote

3. Inklusion – Eine Chance für Kinder mit Migrationshintergrund?

3.1. Der Grundgedanke von Inklusion

3.2. Inklusion im deutschen Bildungssystem – Bestandsaufnahme und Ausblick

3.3. Inklusion und Migration

4. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit das inklusive Schulsystem in Deutschland eine reale Chance zur Verbesserung der Bildungschancen für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund darstellt und welche strukturellen Barrieren hierfür überwunden werden müssen.

  • Analyse der Ursachen für Bildungsbenachteiligung bei Kindern mit Migrationshintergrund
  • Untersuchung des Phänomens der institutionellen Diskriminierung im deutschen Schulwesen
  • Gegenüberstellung von Integration und Inklusion
  • Diskussion der Möglichkeiten und Grenzen einer inklusiven Beschulung
  • Bedarf an ressourcenorientierter Förderung und Lehrerbildung

Auszug aus dem Buch

2.2. Institutionelle Diskriminierung

Nach Radtke und Gomolla bedeutet Diskriminierung „Unterscheidungen treffen und sie bewerten. […] Festgestellt wird eine Differenz, wobei der positive Wert den Maßstab für die Abweichung liefert “ (2002, 11). Diskriminierung bedeutet also, Menschen anhand eines Maßstabs zu bewerten und Abweichungen vom Maßstab festzustellen und zu kommunizieren. Der Begriff institutionell lokalisiert den Ursprung der Diskriminierung dabei in der Organisationsstruktur zentraler gesellschaftlicher Institutionen wie z.B. der Schule, speziell unter Gesichtspunkten der Ungleichheit (vgl. Auernheimer 2003, 89).

Bezogen auf ethnische Differenzen in der Schule und damit in Verbindung stehende Diskriminierung definieren Radtke und Gomolla den Terminus der institutionellen Diskriminierung wie folgt: „Zur Erklärung von Ungleichheitsphänomenen wird der Blick weggelenkt von den betroffenen und beteiligten Individuen und neu ausgerichtet auf die soziale Strukturierung diskriminierender Handlungen und ihre Einbettung in institutionelle und organisatorische Kontexte“ (Radtke/Gomolla 2002, 38). Es stellt sich die Frage, welche organisatorischen Strukturen des deutschen Schulsystems für die vom Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) ermittelten Daten ursächlich verantwortlich gemacht werden können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Arbeit ab und erläutert die Relevanz der Untersuchung des inklusiven Schulsystems im Kontext der Bildungsbenachteiligung von Kindern mit Migrationshintergrund.

2. Ursachen der Bildungsbenachteiligung von Kindern/Jugendlichen mit Migrationshintergrund: Dieses Kapitel analysiert statistische Daten und das Konzept der institutionellen Diskriminierung als zentrale Gründe für die Benachteiligung im deutschen Schulwesen.

3. Inklusion – Eine Chance für Kinder mit Migrationshintergrund?: Es erfolgt eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Inklusionsbegriff sowie eine kritische Bestandsaufnahme der praktischen Umsetzung und der Notwendigkeit einer ressourcenorientierten Ausrichtung.

4. Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass Inklusion nur durch eine umfassende strukturelle Reform des Bildungswesens und der Lehrerausbildung ihr Potenzial entfalten kann.

Schlüsselwörter

Inklusion, Migration, Bildungsbenachteiligung, Institutionelle Diskriminierung, Regelschule, Förderschwerpunkt Lernen, Schulisches System, Teilhabe, Ressourcenorientierung, Lehrerbildung, Heterogenität, Etikettierung, Selektion, Schulabschluss, Bildungsreform

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Potenzial des inklusiven deutschen Schulsystems, die systematische Bildungsbenachteiligung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu reduzieren.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse institutioneller Diskriminierung, der Abgrenzung von Integration und Inklusion sowie der notwendigen pädagogischen und strukturellen Anpassungen im Schulwesen.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, ob ein inklusives Schulsystem als Chance oder Risiko für Kinder mit Migrationshintergrund anzusehen ist und ob es zu mehr Bildungsgerechtigkeit führen kann.

Welche wissenschaftliche Methodik liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Basis bestehender Studien, Berichte und Fachliteratur eine kritische Analyse des Ist-Zustands und der systemischen Bedingungen vornimmt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Ursachen für Bildungsbenachteiligung, die Definition des Förderschwerpunkts Lernen und eine Diskussion über die Herausforderungen bei der Umsetzung von Inklusion im deutschen Kontext.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Kernbegriffe sind Inklusion, institutionelle Diskriminierung, Migrationshintergrund, Förderschwerpunkt Lernen und Ressourcenorientierung.

Inwiefern spielt der "labeling approach" eine Rolle bei der Argumentation?

Der Autor führt aus, dass viele Kinder mit Migrationshintergrund fälschlicherweise als förderbedürftig "etikettiert" wurden, statt ihre individuellen Potenziale im Regelschulsystem zu fördern.

Warum wird das skandinavische Schulsystem als Vergleich herangezogen?

Es dient als vorbildhaftes Modell für Ressourcenorientierung, bei dem der Unterricht flexibler an die sprachlichen und lernbiografischen Bedürfnisse von Migrantenkindern angepasst wird.

Welche Rolle spielt die aktuelle Lehrerausbildung für den Erfolg der Inklusion?

Die Arbeit kritisiert, dass Lehrer bisher unzureichend auf Team-Teaching und heterogene Klassen vorbereitet werden, was eine erfolgreiche inklusive Beschulung derzeit erschwert.

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Details

Titel
Eine Schule für alle?
Untertitel
Kinder mit Migrationshintergrund und das inklusive Schulsystem
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen
Note
13
Autor
Nadine Custer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
15
Katalognummer
V264972
ISBN (eBook)
9783656544500
ISBN (Buch)
9783656545576
Sprache
Deutsch
Schlagworte
eine schule kinder migrationshintergrund schulsystem
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nadine Custer (Autor:in), 2013, Eine Schule für alle?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/264972
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Leseprobe aus  15  Seiten
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