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Funktion der Wunder in den Petrusakten

Titel: Funktion der Wunder in den Petrusakten

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2013 , 39 Seiten , Note: 2,5

Autor:in: Stefanie Bucher (Autor:in)

Theologie - Biblische Theologie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit befasst sich mit der Funktion und der Darstellung von Wundern in den Petrusakten. Zuerst soll der Forschungsstand zur Textgrundlage näher betrachtet werden. Hierzu wird die Quellenlage kurz dargelegt und die Datierung und der Ort der Abfassung betrachtet, um sich dem Umfeld des Textes bewusst zu werden. Nun werden zunächst die beiden Hauptfiguren ins Blickfeld gerückt, also zum einen der Apostel Petrus und dann der Gegenentwurf zu dessen Wundertätigkeit: Simon Magus. Danach werden die einzelnen wundersamen Ereignisse, die im Text geschildert werden, genauer analysiert und abschließend die Funktion der Wunder herausgearbeitet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Quellen, Datierung und Verortung der acta petri

Simon Magus – der Zauberer

Petrus – der Wundertäter

Analyse der Wunder

Die Tochterepisoden

Visionen, Träume und die Stimme Gottes

Kleinere Wunder (Hund, Fisch, Baby)

Marcellus

Heilung von Blinden

Der Wettstreit zwischen Petrus und Simon

Funktion der Wunder

„Der Herr sorgt für die Seinen“

Legitimation

Der Glaube

Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die erzählerische Funktion und Wirkung der Wundererzählungen in den acta petri, wobei der Fokus darauf liegt, wie Petrus und sein Gegenspieler Simon Magus durch diese Wundertaten als Repräsentanten entgegengesetzter Mächte charakterisiert werden, um die junge christliche Gemeinde in Rom zu festigen und abzugrenzen.

  • Rolle und Funktion von Wundern in den acta petri
  • Gegenüberstellung von Petrus als wahrem Diener Gottes und Simon Magus als Verführer
  • Bedeutung der Lichtmetaphorik und Visionen für die Glaubensstärkung
  • Die soziale Dimension der Wunder und das Motiv der Fürsorge Gottes
  • Legitimation des apostolischen Wirkens durch Wundertaten

Auszug aus dem Buch

Kleinere Wunder (Hund, Fisch, Baby)

Nach der Ankunft des Petrus in Rom kommt es sehr schnell zur ersten Konfrontation mit Simon. Die Gläubigen bitten Petrus, „ut comitteret se cum Simonem et non pateretur eum diutius sollicitare populus.“ Daraufhin begibt sich Petrus zum Haus des Marcellus, in dem sich Simon gerade aufhält, wird allerdings an der Tür abgewiesen. Interessant, wie sehr Petrus hier bemüht ist den Konflikt in der Öffentlichkeit auszutragen. Petrus möchte nicht unbedingt ins Haus, er will vielmehr, dass Simon herauskommt. Dies verweigert Simon allerdings, was ihn hier schon einmal verdächtig erscheinen lässt. Nun wird von Petrus das erste Wunder angekündigt: „Magnum et mirabilemnostrum visuri estis.“ Petrus trägt einem Hund auf, der, als ihn Petrus losbindet, mit menschlicher Stimme zu sprechen beginnt, Simon eine Botschaft zu überbringen: „procede in publicum […] inprobe et sollicitator animarum simplicum.“

Das Wunder hat eine doppelte Wirkung: „Audiens enim heac Simon et respiciens incredibilem visum, exidit a verbis quibus seducebat circumstantes, omnium stupentium.“ Simon ist also nicht mehr in der Lage seine Irrlehren zu verbreiten, da er verstummt und die Umstehenden staunen beeindruckt über das Wunder. Zauber, die eine Sprachlosigkeit herbeiführen, findet man häufig in den magischen Papyri, meist im Zusammenhang einer gerichtlichen Auseinandersetzung zweier Gegner.

Die Aufgabe des sprechenden Hundes ist eine zweifache. Zum einen bringt es die von Simon Verführten zum Staunen, zum anderen ist es hier vor allem auch die Aufgabe des Hundes Simon bloßzustellen. Er beschimpft Simon, vor denen, die ihm zuhören, als Gottlosen und Aufwiegler. Auch dass es gerade ein Hund ist, den Simon hier als Boten gebraucht, unterstreicht die Herabwürdigung Simons. Die Erwähnungen von Hunden an anderen Stellen sind oft von Geringschätzung geprägt. Dass Petrus gerade einen Hund schickt, könnte bedeuten, dass Petrus Simon nicht einem menschlichen Boten für würdig befindet und auch den Umstehenden signalisiert, wie gering er Simon schätzt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Schwierigkeit, Wunder heute rational zu erfassen, und legt dar, dass die Arbeit den Fokus auf die Wirkung und Funktion der Wundererzählungen legt, statt sie rational erklären zu wollen.

Quellen, Datierung und Verortung der acta petri: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die quellenkritische Diskussion zur Entstehungszeit, den Entstehungsort und die Handschriftenlage, insbesondere im Hinblick auf den Actus Vercellenses.

Simon Magus – der Zauberer: Der Abschnitt analysiert das Bild des Simon Magus, von seiner Darstellung als Charismatiker in der Apostelgeschichte bis hin zur Rolle als gnostischer Erzfeind in den späteren Traditionen.

Petrus – der Wundertäter: Hier wird Petrus als apostolische Gegenfigur zu Simon eingeführt, dessen Handeln in Rom auf die Stärkung der verunsicherten Gemeinde abzielt.

Analyse der Wunder: Dieser Teil bietet eine detaillierte Untersuchung der verschiedenen Wundererzählungen, von den Tochterepisoden über Visionen und Kleinwunder bis hin zum entscheidenden Wettstreit.

Funktion der Wunder: Die Analyse der Wunderfunktionen zeigt auf, wie diese zur Legitimation des apostolischen Anspruchs, zur Demonstration der Fürsorge Gottes und zur Glaubensstärkung eingesetzt werden.

Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Wunder in den acta petri als zentrales, legitimierendes Machtinstrument fungieren, um das Modell eines askesefreudigen Christentums in Kleinasien zu etablieren.

Schlüsselwörter

Acta Petri, Petrus, Simon Magus, Wunder, Gnosis, Apostelgeschichte, Glauben, Legitimation, Actus Vercellenses, Bekehrung, Wunderwettstreit, Urchristentum, Exorzismus, Lichtmetaphorik, Fürsorge.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht die Funktion und Wirkung von Wundertaten innerhalb der apokryphen Petrusakten (acta petri), wobei der Schwerpunkt auf dem machtpolitischen und theologischen Konflikt zwischen Petrus und seinem Gegenspieler Simon Magus liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Legitimation des apostolischen Dienstes durch Wunder, die soziale Funktion der Fürsorge Gottes für die Gemeinde sowie die Abgrenzung von konkurrierenden Lehren.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass die Wundererzählungen in den acta petri nicht primär zur rationalen Erklärung von Phänomenen dienen, sondern ein wirkungsvolles Mittel zur Glaubensstärkung und Identitätsbildung der frühen christlichen Gemeinde darstellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine theologisch-literarische Analyse, die Quellentexte auswertet, den Forschungsstand zur Datierung einbezieht und die narrativen Strukturen der Wundererzählungen unter Berücksichtigung historischer Kontexte interpretiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische Wunderepisoden – etwa die Heilung von Blinden oder die Totenerweckungen – und vergleicht das Wirken von Petrus mit der destruktiven Zauberei von Simon Magus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Acta Petri, Petrus, Simon Magus, Legitimation, Glaubensstärkung, Wunderwettstreit und die Rolle der göttlichen Fürsorge.

Warum spielt der "Wettstreit auf dem Forum" eine so große Rolle?

Der Wettstreit markiert den Höhepunkt der Erzählung, da hier die öffentliche Demonstration der Wundertaten direkt über die Machtposition der beiden Kontrahenten in der römischen Gemeinde entscheidet.

Welche Bedeutung misst die Arbeit der "Lichtmetaphorik" bei?

Die Autorin deutet die Lichtmetaphorik als symbolische Darstellung göttlicher Präsenz, die im Wunder greifbar wird und den Übergang vom Unglauben zum "inneren Sehen" und somit zum wahren Glauben markiert.

Ende der Leseprobe aus 39 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Funktion der Wunder in den Petrusakten
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Wissenschaftlich - Theologisches Seminar)
Veranstaltung
Wunder im Neuen Testament
Note
2,5
Autor
Stefanie Bucher (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
39
Katalognummer
V265033
ISBN (eBook)
9783656543756
ISBN (Buch)
9783656544944
Sprache
Deutsch
Schlagworte
funktion wunder petrusakten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefanie Bucher (Autor:in), 2013, Funktion der Wunder in den Petrusakten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265033
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  39  Seiten
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