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Fluchen im Sprachvergleich

Eine empirische Untersuchung und kontrastive Analyse zum deutschen und französischen Fluchwortschatz

Title: Fluchen im Sprachvergleich

Bachelor Thesis , 2013 , 72 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Luisa Kalcher (Author)

Speech Science / Linguistics
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Summary Excerpt Details

Menschen fluchen und schimpfen. Das ist ein menschlicher Urtrieb und zudem Balsam für die Seele. Fluchen ist heutzutage kein Tabuthema mehr und findet in allen sozialen Schichten statt. Fluchen kann man im Dialekt und in der Landessprache. Es ist allgegenwärtig. (Vgl. Achilles / Pighin:141)

„Es begleitet den Menschen als Ausdruck des Unwillens oder der aggressiven Stimmung durch das ganze Leben, seit er Sprache benützt. Überall, wo Menschen miteinander zu tun haben und sich gegenseitig auf die Nerven gehen, wird geschimpft und beschimpft, wird geschmäht und gescholten.“ (Kiener 1983:122)

Fluchen ist zu einem geringen Teil gewiss immer noch ein verpönter Bereich. Das rührt wahrscheinlich daher, dass viele Flüche starke vulgäre Ausdrücke beinhalten und den Außenstehenden unangenehm sind. Zudem gehört es einfach nicht zum guten Ton.

Der Psychologe und Professor Dr. Timothy Jay fand jedoch heraus, dass jeder Mensch durchschnittlich 80 bis 90 Tabuwörter verwendet (vgl. 2009:155). Ein Tabuwort ist ein anderes Wort für ein Fluchwort. Aus diesem Grund erscheint eine kontrastive Analyse von Fluchwörtern und -wendungen nicht nur interessant, sondern auch aufschlussreich.

Diese Arbeit soll nun einen konkreten Vergleich der Fluchwortschätze des Deutschen und Französischen liefern. Dabei handelt es sich zwar um zwei „benachbarte“ Sprachen, jedoch sind sie von Grund auf unterschiedlich. Die kontrastive Analyse einer germanischen und einer romanischen Sprache, die durch ihre geografische sowie geschichtsträchtige Nähe einige Gemeinsamkeiten birgt, ist gerade im Hinblick auf die verbale Aggressionsentladung interessant.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Zielsetzung und Forschungsfragen

1.2 Korpus

1.3 Aufbau

2. Historischer Hintergrund und Stand der Forschung

2.1 Fluchen im Sprachwandel

2.2 Vorhandene Studien

3. Theoretische Grundlagen und Methodik

3.1 Begriffsdefinition

3.1.1 Fluchen in den Wörterbüchern und Begriffsabgrenzung

3.1.2 Fluchen in der wissenschaftlichen Literatur

3.1.3 Fluchen als Interjektion oder Exklamation

3.1.4 Probleme der Abgrenzung zu Schimpfwörtern

3.1.5 Kurzdefinition

3.2 Fluchwortvarietäten

3.2.1 Diatopische Varietäten

3.2.2 Diastratische Varietäten

3.2.3 Diaphasische Varietäten

3.3 Der Wortschatz des Fluchens

3.4 Funktionen von Fluchwörtern und -wendungen

4. Empirische Untersuchung

4.1 Informationsbedarf

4.2 Konzeption und Durchführung der Untersuchung

4.2.1 Vorgehensweise bei der Datenerhebung

4.2.2 Konzeption des Fragebogens

4.2.3 Datenerhebung

4.3 Vorbereitung der Daten

4.3.1 Beschreibung der erhobenen Datensätze

4.3.2 Aufbereitung und Bereinigung der Datensätze

4.3.3 Zusammenfassung der bereinigten Datensätze

5. Korpusanalyse

5.1 Statistische Befunde zu Wortschatzvarietäten

5.1.1 Diatopische Varietäten

5.1.2 Diastratische Varietäten

5.1.3 Diaphasische Varietäten

5.2 Analyse des klassifizierten Wortschatzes

5.2.1 Deutsches Korpus

5.2.2 Französisches Korpus

5.3 Funktionsanalyse

5.3.1 Deutsches Korpus

5.3.2 Französisches Korpus

5.3.3 Kontrastive Analyse

6. Zusammenfassung der Ergebnisse

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit liefert einen kontrastiven Vergleich der Fluchwortschätze des Deutschen und Französischen, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der verbalen Aggressionsentladung bei Muttersprachlern aus beiden Ländern zu ermitteln.

  • Analyse des modernen Fluchwortschatzes bei 15- bis 35-Jährigen.
  • Untersuchung von Wortschatzquellen (skatologisch, sexuell, religiös).
  • Kategorisierung nach grammatischen Funktionen.
  • Empirische Erhebung mittels Online-Fragebogen in Deutschland und Frankreich.
  • Vergleich von diatopischen, diastratischen und diaphasischen Varietäten.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Menschen fluchen und schimpfen. Das ist ein menschlicher Urtrieb und zudem Balsam für die Seele. Fluchen ist heutzutage kein Tabuthema mehr und findet in allen sozialen Schichten statt. Fluchen kann man im Dialekt und in der Landessprache. Es ist allgegenwärtig. (Vgl. Achilles / Pighin:141).

„Es begleitet den Menschen als Ausdruck des Unwillens oder der aggressiven Stimmung durch das ganze Leben, seit er Sprache benützt. Überall, wo Menschen miteinander zu tun haben und sich gegenseitig auf die Nerven gehen, wird geschimpft und beschimpft, wird geschmäht und gescholten.“ (Kiener 1983:122)

Fluchen ist zu einem geringen Teil gewiss immer noch ein verpönter Bereich. Das rührt wahrscheinlich daher, dass viele Flüche starke vulgäre Ausdrücke beinhalten und den Außenstehenden unangenehm sind. Zudem gehört es einfach nicht zum guten Ton.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Themengebiet, Definition der Zielsetzung sowie Beschreibung des Untersuchungskorpus.

2. Historischer Hintergrund und Stand der Forschung: Betrachtung des Fluchens aus diachronischer Perspektive und Überblick über bestehende wissenschaftliche Arbeiten.

3. Theoretische Grundlagen und Methodik: Darlegung der theoretischen Basis sowie Definition der Methodik zur Korpusanalyse unter lexikologischer und semantischer Perspektive.

4. Empirische Untersuchung: Durchführung der Befragung von deutschen und französischen Muttersprachlern, Aufbereitung der Daten und Zusammenfassung der Ergebnisse.

5. Korpusanalyse: Statistische Untersuchung und Auswertung des Fluchwortschatzes nach Varietäten und Funktionen.

6. Zusammenfassung der Ergebnisse: Synthese der Forschungsergebnisse und Beantwortung der zentralen Forschungsfragen.

7. Fazit: Zusammenfassende Reflexion der Arbeit und Ausblick auf weiterführende Forschungsmöglichkeiten.

Schlüsselwörter

Fluchen, Schimpfen, kontrastive Analyse, Sprachvergleich, Fluchwortschatz, verbale Aggression, interkulturelle Linguistik, Skatologische Lexik, Sexuelle Lexik, Religiöse Lexik, Euphemismen, Korpusanalyse, Diatopische Varietäten, Diastratische Varietäten, Diaphasische Varietäten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Fluchwortschatz im Deutschen und Französischen durch eine kontrastive Analyse, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der verbalen Aggressionsentladung aufzuzeigen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Wortschatzquellen (skatologisch, sexuell, religiös), die grammatischen Funktionen von Fluchwörtern sowie die Einflüsse von Alter, Herkunft und sozialem Umfeld.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, mittels einer empirischen Online-Umfrage bei 15- bis 35-Jährigen zu ermitteln, ob und wie sich die Fluchgewohnheiten in Deutschland und Frankreich unterscheiden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine empirische Primärdatenerhebung (Online-Fragebogen) durchgeführt, deren Ergebnisse anschließend einer statistischen Korpusanalyse und einer kontrastiven Klassifizierung unterzogen werden.

Was beinhaltet der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Durchführung der empirischen Erhebung sowie die detaillierte statistische Analyse des Korpus hinsichtlich verschiedener sprachlicher Varietäten.

Welche Keywords charakterisieren die Studie?

Die Studie lässt sich primär über Begriffe wie Fluchen, verbale Aggression, kontrastive Linguistik und Korpusanalyse definieren.

Welche Rolle spielen englische Begriffe im Fluchwortschatz?

Die Analyse zeigt, dass sich das Deutsche stark der englischen Sprache bedient, insbesondere bei sexuellen Fluchwörtern, während im Französischen englische Begriffe eher im religiösen Kontext auftauchen.

Wie unterscheidet sich der Sprachgebrauch nach Regionen?

Es konnten diatopische Varietäten nachgewiesen werden, etwa dass Baden-Württemberg und Bayern im Vergleich zu anderen deutschen Bundesländern deutlich häufiger religiös motiviert fluchen.

Inwiefern beeinflusst das Geschlecht den Fluchwortschatz?

Die diastratische Analyse ergab geschlechterspezifische Unterschiede, bei denen beispielsweise deutsche Frauen häufiger skatologische Begriffe verwenden, während Männer verstärkt zu sexuellen Ausdrücken tendieren.

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Details

Title
Fluchen im Sprachvergleich
Subtitle
Eine empirische Untersuchung und kontrastive Analyse zum deutschen und französischen Fluchwortschatz
College
University of Heidelberg  (Institut für Übersetzen und Dolmetschen)
Grade
1,0
Author
Luisa Kalcher (Author)
Publication Year
2013
Pages
72
Catalog Number
V265046
ISBN (eBook)
9783656605072
ISBN (Book)
9783656605058
Language
German
Tags
Fluchwörter Fluchwortschatz Kontrastive Analyse Fäkalsprache skatologisch Befragung Empirische Untersuchung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Luisa Kalcher (Author), 2013, Fluchen im Sprachvergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265046
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