In der folgenden Arbeit wird zunächst auf die Ursachen der Niedrigzinsphase eingegangen, bei der im zweiten Kapitel die treibenden Kräfte sowie deren Beweggründe für das Entstehen niedriger Zinsen aufgezeigt werden. Ferner werden in diesem Kapitel die Steuerungsmöglichkeiten, von deren Einsatz das gesamte Marktgeschehen abhängt, dargestellt und näher erläutert.
Im dritten Kapitel geht es zunächst um das Depotmanagement im eigentlichen Sinne. Eingangs werden Begrifflichkeiten wie Depotmanagement und Asset-Allocation erklärt und deren Herkunft erörtert. Auf mögliche Strategieentwicklung aus Anlegersicht wird im zweiten Teil des dritten Kapitels eingegangen. Es werden die Eckpfeiler eines mo-dernen Depotmanagements aufgeführt sowie die dazugehörigen möglichen Vorge-hensweisen. Zum Schluss wird aufgezeigt, wie die erarbeiteten Musterportfolios an die jeweiligen Anlegerstrategien angepasst werden können. Das dritte Kapitel schließt ab mit der exemplarischen Betrachtung der UniCredit Bank AG. Hier werden, auf Grundlage geführter Interviews mit Spezialisten des Anlagemanagements, mögliche Lösungen für das Depotmanagement aufgezeigt und begründet.
Das vierte Kapitel geht auf die Forschungsfrage zurück und bestätigt mithilfe der von der Steinbeis Hochschule Berlin in Zusammenarbeit mit der DekaBank durchgeführten empirischen Studie das veränderte Anlegerverhalten seit der letzten Finanzkrise. Mit einer persönlichen Schlussfolgerung wird die Bachelorarbeit abgeschlossen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Depotmanagement in der Niedrigzinsphase
1.2 Executive Summary
2. Die Ursachen der Niedrigzinsphase
2.1 Zentralbanken und Europäische Zentralbank
2.2 Die Geldpolitik der EZB
2.2.1 Preisstabilität
2.2.2 Ausweitung der Geldpolitik
2.3 Die Steuerungsinstrumente der EZB
2.3.1 Offenmarktpolitik
2.3.2 Der Leitzins
2.3.5 Der Geldmarkt
3. Depotmanagement
3.1 Begriffe, Instrumente und Ansätze des Portfolio-Managements
3.1.1 Depots
3.1.2 Depotmanagement
3.1.3 Portfolio-Management
3.1.4 Asset Allocation
3.2 Strategieentwicklung aus Anlegersicht
3.2.1 Terrassenmodell
3.2.2 Asset-Klassen
3.2.3 Risiken
3.2.4 Risikodiversifikation
3.2.5 Asset-Allokation
3.3 Case Study UniCredit Bank AG München
3.3.1 Herleitung
3.3.2 Gesetzliche Grundlagen
3.3.3 Produkte
3.3.4 Abschluss
3.3.5 Fazit
4 Schlussfolgerung
4.1 Verändertes Anlegerverhalten
4.2 Persönliche Schlussfolgerung
5. Literatur- und Quellenverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, wie Privatanleger ihr Depot in der aktuellen Niedrigzinsphase strategisch ausrichten können, um ihr Vermögen zu erhalten oder zu vermehren, und analysiert hierzu die Auswirkungen der Geldpolitik der EZB sowie praktische Lösungsansätze für ein modernes Depotmanagement.
- Grundlagen der Geldpolitik der EZB und ihre Auswirkungen auf das Marktumfeld
- Methoden und Strategien für ein effizientes Portfolio-Management
- Die Rolle der Diversifikation und Asset Allocation in der Niedrigzinsphase
- Analyse praktischer Lösungsansätze anhand der Case Study UniCredit Bank AG
- Empirische Erkenntnisse zum veränderten Anlegerverhalten seit der Finanzkrise
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Terrassenmodell
Der Vermögensaufbau der Anleger sollte von kurzfristigen hin zu langfristigen Strategien erfolgen. Dafür bietet das von Marco Habschick 1999 entwickelte Terassenmodell eine anschauliche Grundlage. Dieses Modell ist mittlerweile sehr verbreitet und wird auch von großen Unternehmen wie z. B. den Sparkassen oder der Commerzbank angewendet.
Das Terassenmodell besagt, dass der Vermögensaufbau flexibel gestaltet werden sollte. Es muss den Umständen eines jeden Anlegers gerecht werden und dabei zum Beispiel das Alter des Anlegers berücksichtigen. Die Grundregel dabei lautet, je jünger ein Anleger ist, je niedriger sein aktuelles bzw. künftig zu erwartendes Einkommen, je größer folglich die möglichen Veränderungen im Lebensverlauf sind, desto flexibler muss die Vermögensstruktur sein. Dabei geht eine Liquiditätssicherung einer Renditeoptimierung vor.
Mit der Abbildung 1 wird das Terrassenmodell anschaulich dargestellt. Es beschreibt, wie das Vermögen aufgebaut sein sollte. Das Geld vom Girokonto, also von der 1. Terrasse soll erst ab einem Höchstbetrag auf ein Tagesgeldkonto, die 2. Terrasse fließen. Über einen Höchstbetrag fließt es dann in die 3. Terrasse zu den kurz- und mittelfristigen Anlagen. Zum Schluss erst sollte das übrig gebliebene Vermögen in die 4. Terrasse, die langfristige Anlage, fließen.
Die Terrassen sind typunabhängig und bleiben ein Leben lang gleich. Was sich verändert, sind allein die Summen, die in den einzelnen Terrassen liegen. Die Spielregeln lauten lediglich: Wird das Geld aus einer Terrasse entnommen, sollte zunächst diese wieder gefüllt werden. Das Ziel des Ganzen sollte sein, möglichst schnell auf die unterste Terrasse zu gelangen, also die Altersvorsorge.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderungen für Anleger durch das historisch niedrige Zinsniveau und definiert den Bedarf an neuen, kombinierten Anlagestrategien.
2. Die Ursachen der Niedrigzinsphase: Dieses Kapitel analysiert die geldpolitischen Rahmenbedingungen der EZB, ihre Steuerungsinstrumente und die Auswirkungen auf das ökonomische Umfeld.
3. Depotmanagement: Der Hauptteil definiert die Grundlagen des Portfolio-Managements, erläutert Asset-Allokation, Diversifikation und stellt Lösungsansätze anhand der UniCredit Bank AG dar.
4 Schlussfolgerung: Das Kapitel reflektiert das durch die Finanzkrise veränderte Anlegerverhalten und zieht eine persönliche Schlussfolgerung zur strategischen Depotführung.
5. Literatur- und Quellenverzeichnis: Umfassende Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Quellen für die Bachelorarbeit.
Schlüsselwörter
Niedrigzinsphase, Depotmanagement, EZB, Leitzins, Portfolio-Management, Asset Allocation, Diversifikation, Rendite, Sicherheit, Liquidität, Anlegerverhalten, Finanzkrise, ETF, Risikomanagement, Terrassenmodell
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Herausforderungen für das Depotmanagement von Privatanlegern unter dem Einfluss der aktuellen Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder umfassen die geldpolitischen Hintergründe, die theoretischen Grundlagen der Portfoliostrukturierung sowie die praktische Anwendung moderner Anlagestrategien.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Anleger ihr Kapital in der Niedrigzinsphase sicher und gewinnbringend investieren können, um den Wert des Vermögens zu erhalten oder zu vermehren.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?
Die Arbeit kombiniert theoretische Analysen des Depotmanagements mit einer empirisch gestützten Case Study eines Finanzinstituts und wertet aktuelle Studien zum Anlegerverhalten aus.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden Begrifflichkeiten geklärt, Strategieentwicklungen wie das Terrassenmodell vorgestellt und die Depot-Lösungen der UniCredit Bank AG exemplarisch betrachtet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Niedrigzinsphase, Depotmanagement, Asset Allocation, Diversifikation und Anlegerverhalten.
Wie unterscheidet sich das VDP-Konzept von klassischen Anlagestrategien?
Das VDP nutzt eine aktive, ETF-basierte Steuerung, die es ermöglicht, auch kurzfristig in Wachstumsmärkte zu investieren und so die Renditechancen flexibel zu maximieren.
Welche Rolle spielt das Terrassenmodell für den Anleger?
Es dient als anschauliche Grundlage für den flexiblen, stufenweisen Vermögensaufbau, der sich an den Lebensumständen und dem Liquiditätsbedarf des Anlegers orientiert.
- Arbeit zitieren
- Wladimir Agapejew (Autor:in), 2013, Depotmanagement in der Niedrigzinsphase, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265101