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Warum arbeiten Menschen freiwillig?

Eine arbeitsökonomische Betrachtung des Ehrenamtes am Beispiel von Museumsengagement

Title: Warum arbeiten Menschen freiwillig?

Seminar Paper , 2012 , 20 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: M.A. Anna Lietz (Author)

Economics - Job market economics
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Diese Arbeit geht der Frage nach, warum Menschen freiwillig arbeiten. Es handelt sich hierbei um eine arbeitsökonomische Betrachtung des Ehrenamtes
am Beispiel von Museumsengagement.
Hierbei wird folgendermaßen vorgegangen. Zuerst wird eine Definition zum Thema Freiwilligenarbeit geliefert. Anschließend wird der Forschungsstand zum Thema dargelegt werden. Es werden die Begriffe Ehrenamt und Freiwilligenarbeit gegenübergestellt und Ergebnisse zum Thema Freiwilligenarbeit aus arbeitsökonomischen Forschungen vorgestellt. Anschließend wird das Thema Freiwilligenarbeit exemplarisch an dem Beispiel Museumsengagement dargelegt. Hierbei wird die Motivation von Menschen, die sich freiwillig in Museen engagieren diskutiert. Darauf folgend werden die Vorteile aufgezeigt, die einem Museum durch freiwillige Mitarbeiter entstehen.
Am Ende der Arbeit wird gezeigt, dass Freiwilligenarbeit mehr ist als unbezahlte Arbeit und Hilfe von Mensch zu Mensch.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition und Forschungsstand zum Thema Freiwilligenarbeit

2.1 Was genau meint “Freiwilligenarbeit“?

2.2 Ergebnisse zum Thema Freiwilligenarbeit

3. Ehrenamt und Museum

3.1 Motivation von Menschen, die sich freiwillig in Museen engagieren

3.2 Welche Vorteile entstehen einem Museum durch freiwillige Mitarbeiter?

4. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht aus einer arbeitsökonomischen Perspektive die Motive hinter freiwilligem Engagement und analysiert, warum Menschen unentgeltliche Arbeit leisten. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Museumssektor als Anwendungsbeispiel, wobei die Forschungsfrage darauf abzielt, die ökonomischen Determinanten und den Nutzen von Freiwilligenarbeit sowohl für das Individuum als auch für die Institution zu ergründen.

  • Arbeitsökonomische Grundlagen der Freiwilligenarbeit
  • Analyse intrinsischer und extrinsischer Motive
  • Crowding-out-Effekte bei unbezahlter Arbeit
  • Strukturen und Herausforderungen im Museumsbereich
  • Nutzenmaximierung und Signalwirkung freiwilliger Tätigkeit

Auszug aus dem Buch

3.1 Motivation von Menschen, die sich freiwillig in Museen engagieren

Aufgrund ihrer vielfältigen Tätigkeitsbereiche bieten Museen ein interessantes Feld für freiwillige Betätigung. So arbeiten Freiwillige in Förderkreisen von Museen, in Museumsshops und Museumscafés. Sie engagieren sich projektbezogen oder längerfristig und helfen bei besonderen Veranstaltungen. Sie unterstützen die museumspädagogische Arbeit, helfen beim Auf- und Abbau von Ausstellungen, bei Inventuren und betreuen Besucher. Allerdings lässt sich ein Trend erkennen, nach dem „eine dauerhafte Verpflichtung abgelehnt wird und kurzzeitige, projektbezogene Engagementformen bevorzugt werden“ (Jacob & Janning 1999: 5). Wie die Autoren aus dem Bereich der Arbeitsökonomie entdecken auch Autoren aus dem Bereich der Sozial- und Kulturwissenschaften bei Freiwilligen eine „Pluralität unterschiedlicher Engagementformen“ (Jacob & Janning 1999: 4). Daher engagieren sich Ehrenamtliche aus unterschiedlichen Motiven heraus im Museumsbereich: der Wunsch zu helfen, Begeisterung für die Sache, die Chance auf selbstbestimmte Arbeit, Sinnerfüllung, Kontaktbedürfnisse und der Wunsch nach Zugehörigkeit gehören zu den Hauptmotiven für bürgerschaftliches Engagement.

Ein entscheidendes Motiv für das freiwillige Arbeiten im musealen Bereich stellt die Tatsache dar, dass freiwillige Mitarbeit als Berufseinstieg dienen kann (Hentschel 2010: 54). So kann freiwillige Mitarbeit ein Einstieg in bezahlte Stellen sein und viele Museen sehen es gerne, wenn ihre freiwilligen Mitarbeiter nach und nach zusätzliche Aufgaben und Verantwortungen übernehmen. Damit wird bei externen Bewerbungen freiwillige Mitarbeit häufig als relevante berufliche Erfahrung bewertet. Demnach kommt der freiwilligen Arbeit eine Signalrolle zu und es zeigt sich, dass die Grenzen zwischen freiwilligem Engagement und Festanstellung durchlässig sind (Hentschel 2010: 54).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die ökonomische Theorie der Nutzenmaximierung auf dem Arbeitsmarkt ein und grenzt das Thema Freiwilligenarbeit als Gegenstand der positiven Wirtschaftswissenschaft ab.

2. Definition und Forschungsstand zum Thema Freiwilligenarbeit: Das Kapitel bietet eine begriffliche Klärung von Freiwilligenarbeit und Ehrenamt und analysiert aktuelle arbeitsökonomische Forschungsansätze, insbesondere unter Berücksichtigung von Motivation und Crowding-out-Effekten.

3. Ehrenamt und Museum: Hier wird der theoretische Rahmen auf Museen übertragen, wobei die spezifischen Beweggründe für ein Engagement im musealen Umfeld sowie die organisatorischen Vorteile für die Museen beleuchtet werden.

4. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die Bedeutung der Sensibilisierung für bürgerschaftliches Engagement und unterstreicht die Notwendigkeit von Anerkennungskulturen in Museen.

Schlüsselwörter

Freiwilligenarbeit, Ehrenamt, Arbeitsökonomie, Nutzenmaximierung, Museum, intrinsische Motivation, extrinsische Motivation, Crowding-out-Effekt, soziales Kapital, bürgerschaftliches Engagement, Humankapital, Nonprofit-Sektor, Arbeitsmarkt, Freiwilligenmanagement, Engagementbereitschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die ökonomischen Hintergründe und Motive von unbezahlter, freiwilliger Arbeit, insbesondere in der Form des Ehrenamts.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten zählen die theoretische Abgrenzung von Freiwilligenarbeit, die Bedeutung von Motivation (intrinsisch vs. extrinsisch), das Konzept des sozialen Kapitals sowie die Anwendung dieser Faktoren auf den Museumsbetrieb.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, warum Menschen trotz fehlender monetärer Entlohnung freiwillig arbeiten und welche arbeitsökonomischen Mechanismen (wie Signalwirkung oder Nutzenmaximierung) dabei eine Rolle spielen.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zur Anwendung?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf der Analyse bestehender arbeitsökonomischer Literatur und empirischer Befunde verschiedener Studien (z.B. von Borzaga, Cappellari & Turati) basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen zum Arbeitsmarkt und Ehrenamt erarbeitet, bevor diese auf das konkrete Beispiel der Museumsbranche angewendet werden, um Motive und institutionelle Vorteile zu verdeutlichen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Zentrale Begriffe sind Freiwilligenarbeit, Arbeitsökonomie, Motivation, Humankapital und die spezifische Organisationsform des Museums.

Warum wird Freiwilligenarbeit im Museum als "Signal" interpretiert?

Freiwillige Mitarbeit kann als Signal für berufliche Motivation und Leistungsbereitschaft gewertet werden, was den Ehrenamtlichen beim Berufseinstieg oder bei externen Bewerbungen Vorteile verschaffen kann.

Welche Rolle spielt der sogenannte "Crowding-out-Effekt"?

Der Effekt beschreibt das Phänomen, dass direkte monetäre Entschädigungen für ursprünglich freiwillige Leistungen intrinsische Motive schwächen und somit das Angebot an Freiwilligenarbeit paradoxerweise reduzieren können.

Warum fordern Museen eine "Pflege" der Ehrenamtlichen?

Da Freiwillige ihre Zeit und Kompetenz ohne finanzielle Gegenleistung einbringen, erwarten sie ideelle Anerkennung; eine professionelle Einbindung durch die Museen ist daher essenziell, um diese Motivation aufrechtzuerhalten und Konkurrenzängste zur Stammbelegschaft zu vermeiden.

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Details

Title
Warum arbeiten Menschen freiwillig?
Subtitle
Eine arbeitsökonomische Betrachtung des Ehrenamtes am Beispiel von Museumsengagement
College
University of Hamburg
Course
Seminar Applied Labour Economics
Grade
1,7
Author
M.A. Anna Lietz (Author)
Publication Year
2012
Pages
20
Catalog Number
V265107
ISBN (eBook)
9783656545897
ISBN (Book)
9783656545958
Language
German
Tags
warum menschen eine betrachtung ehrenamtes beispiel museumsengagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Anna Lietz (Author), 2012, Warum arbeiten Menschen freiwillig?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265107
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