Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Psychologie - Sozialpsychologie

Black-Box Beratung - Empirische Studien zu Coaching und Supervision

Supervision und Gesellschaft

Titel: Black-Box Beratung - Empirische Studien zu Coaching und Supervision

Referat (Ausarbeitung) , 2010 , 28 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Alen Bosankic (Autor:in)

Psychologie - Sozialpsychologie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Gegenstand vorliegender Ausarbeitung ist das dritte Kapitel des Werkes von Galdynski und Kühl, „Black Box Beratung – Was findet in den Beratungsinteraktionen statt?“, welches in der Sitzung vom 27. Mai 2010 referiert wurde und hiermit nochmals schriftlich fixiert wird.1
Das Kapitel stellt die Supervisions- und Beratungsinteraktion als solche heraus und geht der Frage nach, was in einer solchen Interaktion genau geschieht. Der Fokus liegt dabei auf der verbalen bzw. nonverbalen Kommunikation unter den Anwesenden in einer Supervisionssitzung, wobei die abgedruckten Studien exklusiv Einzelsupervisionen untersuchen. Zu erwähnen ist in dieser Hinsicht, dass Beratungsgespräche unterschiedlich strukturiert sein können: personenorientierte Beratung erfolgt nicht nur in Einzelsitzungen, sondern auch in Teams bzw. Gruppen, was wiederum nicht zu vernachlässigende Effekte auf die Beratung haben kann (Kühl 2008: 70 ff.). Unter der Annahme, dass Supervision die beratene Person „entstört“, also Probleme, die in der Person „liegen“, während der Sitzungen behandelt, so dass diese nicht in die Organisation durchdringen, problematisieren beide Beiträge vielmehr einen diametralen Effekt: es zeigt sich, dass organisationale Probleme allem voran personell zugerechnet werden, was teilweise zur Verstellung und Verzerrung struktureller Probleme der Organisation führt. Entgegen dem von Praktikern und Experten hierzu geäußerten und naheliegenden Verdacht, dass dies aus dem Begehen professioneller Fehler resultiert, wird in den Beiträgen evident, dass es vielmehr am Rahmen der Beratung liegt. Letzterem Aspekt zollen beide Beiträge, mittels Problematisierung der Vertraulichkeit dieser „dyadischen Beziehung“, entsprechend Tribut.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

1.1 Gegenstand und Problematik

1.2 Gang der Ausarbeitung

2. Kontext

2.1 Aufbau des Werkes

2.1 Zu den Autoren

3. Referat

3.1 „Die fließende Grenze der Supervision – von der Methodik der Psychotherapie in der supervisorischen Praxis“

3.1.1 Exkurs: Die Methode der „Objektiven Hermeneutik“

3.2 Personenorientierte Beratung über mehrere hierarchische Ebenen – Inwieweit kann ein Supervisor mögliche latente Probleme eines einzelnen Klienten objektiv erkennen und beheben?

4. Schlussbetrachtung

4.1 Resümee

4.2 Fazit

5. Bibliographie

6. Annex

Zielsetzung & Themen

Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Analyse und kritische Auseinandersetzung mit empirischen Studien zur Supervisionspraxis, wie sie in der Monographie „Black-Box Beratung?“ von Galdynski und Kühl dargestellt werden. Die Arbeit untersucht dabei insbesondere die Dynamik und Kommunikation in Einzelsupervisionssitzungen, um zu ergründen, was innerhalb dieses Beratungssettings tatsächlich geschieht und wie Supervision auf latente Probleme reagiert.

  • Analyse der Methodik in der Supervisionspraxis
  • Untersuchung der psychotherapeutischen Aufladung von Supervision
  • Bewertung von Beratung über hierarchische Ebenen hinweg
  • Identifikation latenter Strukturen in Beratungsinteraktionen
  • Kritische Würdigung der Anwendung der Objektiven Hermeneutik in der Supervisionsforschung

Auszug aus dem Buch

Die Methode der „Objektiven Hermeneutik“

Die Interpretationstechnik der Objektiven Hermeneutik wurde von Ulrich Oevermann und seinen Mitarbeitern in den 1970ern begründet (Galdynski/Kühl 2009: 198). Sie gehört zu den Methoden der empirischen Sozialforschung und dient der kontrollierten hermeneutischen Auswertung protokollierter Kommunikation (ibidem).

Die Methode versteht drei Varianten der Textauslegung: die Feinanalyse, die Sequenzanalyse und die ausführliche Interpretation der objektiven Sozialdaten. Kernelement der hier dargestellten Untersuchungen ist die sequenzielle Analyse, wobei Textprotokolle das Analysematerial bilden. Letzteres wird in einem sogenannten abduktiven Verfahren bearbeitet. Hierbei werden einzelne Satz- bzw. Textelemente auseinandergenommen und Lesarten generiert, die im Weiteren sukzessive ausgeschlossen werden. Daraus ergibt sich, im Laufe der Analyse, eine „Deutungshypothese über die Fallstruktur“ (Galdynski/Kühl 2009: 159). Schließlich folgt das Prüfungsverfahren der Fallstrukturhypothese: die Hypothese wird so lange an weiteren Textstellen geprüft, bis sie falsifiziert oder verifiziert ist. Im Falle einer Falsifikation wird die Ausgangshypothese verworfen und eine neue dem Prüfungsverfahren unterzogen, wohingegen eine verifizierte Hypothese eine dem Material am ehesten entsprechende darstellt (ibidem).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Das Kapitel erläutert den Rahmen des Seminars und den Gegenstand der Ausarbeitung, welcher die Analyse von Einzelsupervisionssitzungen umfasst.

2. Kontext: Es werden der Aufbau der Monographie von Galdynski und Kühl sowie die soziologische Perspektive der Autoren vorgestellt.

3. Referat: Der Hauptteil analysiert zwei spezifische Studien zu Supervision, die sich mit psychotherapeutischen Tendenzen und hierarchieübergreifender Beratung befassen.

4. Schlussbetrachtung: Die Arbeit resümiert die Ergebnisse, kritisiert die methodische Umsetzung der Supervision und zieht ein Fazit zur Professionalisierung der Disziplin.

5. Bibliographie: Auflistung der verwendeten Literaturquellen.

6. Annex: Enthält ergänzende Materialien wie Handouts und Transkriptionsbeispiele.

Schlüsselwörter

Supervision, Beratung, Coaching, Empirische Forschung, Objektive Hermeneutik, Psychohygiene, Fallstrukturhypothese, Einzelsupervision, Organisationsberatung, Soziologie, Kommunikationsanalyse, Interaktionsanalyse, Professionelle Beratung, Latente Strukturen, Beratungspraxis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse empirischer Studien zu Coaching und Supervision, basierend auf der Monographie von Galdynski und Kühl, und beleuchtet die tatsächlichen Interaktionsprozesse in Beratungssitzungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Zentrum stehen die Methodik der Supervision, das Eindringen psychotherapeutischer Ansätze in den Beratungsprozess sowie die Herausforderungen von Supervision in Organisationen mit mehreren Hierarchieebenen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die „Blackbox“ der Beratung zu beleuchten und zu hinterfragen, wie Supervisoren mit latenten Problemen von Klienten umgehen und inwieweit dies den professionellen Standards entspricht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung nutzt die Ergebnisse der Objektiven Hermeneutik nach Ulrich Oevermann, einer Methode der empirischen Sozialforschung zur sequenziellen Analyse von Kommunikation.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil rezipiert und analysiert zwei konkrete Supervisionsstudien, die aufzeigen, wie Supervisoren in Einzelsitzungen methodisch agieren und welche Auswirkungen dies auf den Beratungsverlauf hat.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Supervision, Beratungspraxis, Objektive Hermeneutik, psychotherapeutische Aufladung und Organisationsberatung charakterisiert.

Warum wird die psychotherapeutische Tendenz in der Supervision kritisiert?

Der Autor kritisiert, dass Supervision sich von ihrem eigentlichen Gegenstand – dem professionellen Handeln im Berufskontext – entfernt, wenn sie stattdessen versucht, psychotherapeutische Probleme zu behandeln.

Welche Rolle spielt die Vertraulichkeit in den untersuchten Sitzungen?

Vertraulichkeit wird als unabdingbares Basiselement der Supervision hervorgehoben. Der Bruch dieser durch den Supervisor wird als kritischer Fehler identifiziert, der das notwendige Vertrauen des Klienten zerstört.

Wie beeinflusst die Nähe eines Supervisors zur Organisation das Ergebnis?

Eine zu starke Einbindung in die Organisation verhindert oft den für eine erfolgreiche Supervision notwendigen „Blick von außen“, was dazu führen kann, dass der Supervisor eher vermittelnd agiert statt reflexionsfördernd.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Black-Box Beratung - Empirische Studien zu Coaching und Supervision
Untertitel
Supervision und Gesellschaft
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Institut für Soziologie und Sozialpsychologie mit dem Schwerpunkt Empirische Bildungsforschung)
Veranstaltung
Supervision und Gesellschaft
Note
1,0
Autor
Alen Bosankic (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
28
Katalognummer
V265135
ISBN (eBook)
9783656546719
Sprache
Deutsch
Schlagworte
black-box beratung empirische studien coaching supervision gesellschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alen Bosankic (Autor:in), 2010, Black-Box Beratung - Empirische Studien zu Coaching und Supervision, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265135
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  28  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum