Einleitung
Wasser ist eine der wichtigsten Ressourcen der Erde. Es kommt in allen drei Aggregatzuständen vor und hat in nahezu allen Lebensbereichen eine entscheidende Funktion. Wasser ist Lebensmittel, Transportmittel, Energieträger, Energieregler, Lösungsmittel und Bestandteil von Organismen.
Der steigende Wasserbedarf und die Zunahme der Probleme, die durch menschliche Aktivitäten den Wasserkreislauf, zum Beispiel durch Bodenversiegelung oder den Bau von Stauseen, und die Wasserqualität beeinflussen, haben in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Sensibilität für die Zusammenhänge verstärkt und die Forschung wurde intensiviert.
Der Wasserkreislauf, auch hydrologischer Zyklus genannt, ist nach dem Deutschen Institut für Normung als ,,ständige Folge der Zustands- und Ortsänderungen des Wassers in Form von Niederschlag, Abfluss und Verdunstung"(DIN 1990) definiert. Das Meerwasser verdunstet, wird als Wasserdampf landwärts transportiert, gelangt als Niederschlag auf die Festländer und kehrt von dort als überirdischer oder unterirdischer Abfluss wieder ins Meer zurück. In diesen globalen Wasserkreislauf sind verschiedene Teilkreisläufe eingebettet, hier sind besonders die über dem Meer beziehungsweise über den Landflächen intern ablaufenden Verdunstungs-Niederschlags-Kreisläufe zu nennen. Die Antriebsenergie des Wasserkreislaufes ist die Sonnenwärme, sie lässt das Wasser verdunsten und erwärmt die feuchte Luft. Bei Niederschlägen wird ein Teil der verbrauchten Energie wieder abgegeben. Damit kommt dem Wasserkreislauf auch eine wichtige Rolle bei dem Wärme - und Energiehaushalt der Erde zu.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Historischer Rückblick
3 Wissenschaftliche Einordnung des Themas
4 Die Komponenten des Wasserkreislaufes
4.1 Niederschlag (Precipation)
4.2 Verdunstung
4.3 Abfluss (Runoff)
4.3.1 Abflussprozess und Abflusskomponenten
4.3.2 Infiltration
4.3.3 Abflussregime und Abflusstypen
4.3.4 Regimefaktoren
4.3.5 Abflussmessung
4.4 Rücklage (Reserve) und Aufbrauch (Use)
5 Wasserbilanzgleichung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht den globalen Wasserkreislauf sowie die quantitativen Erfassungsmethoden des Wasserhaushalts und stellt die zentralen Komponenten wie Niederschlag, Verdunstung und Abfluss in einen wissenschaftlichen Kontext.
- Grundlagen des hydrologischen Zyklus und seine Definition.
- Historische Entwicklung der hydrologischen Forschung.
- Detaillierte Analyse der Abflusskomponenten und Regime-Typen.
- Methodik der Wasserbilanzberechnung inklusive Speichergrößen.
- Interdisziplinäre Einordnung in Hydrologie und Hydrogeographie.
Auszug aus dem Buch
4.3.1 Abflussprozess und Abflusskomponenten
Um die Bedeutung der ersten Definition zu verdeutlichen, wird hier zunächst der Abflussprozess erklärt. Das zum Abfluss gelangende Wasser entstammt dem Niederschlag. Bis zum Fliessprozess im offenen Gerinne kann es jedoch unterschiedliche Wege zurückgelegt und Zeit in verschiedenen Speichern verbracht haben. Das Niederschlagswasser, dass die Bodenoberfläche erreicht, versucht zu infiltrieren und trägt dort zur Wassersättigung des Bodens oder zur Grundwasserneubildung bei. Ist die Niederschlagsmenge größer als die vom jeweiligen Boden zugelassene Infiltration, fließt das Wasser oberirdisch in ein offenes Gewässer (Vorfluter). Eine schematische Darstellung der unterschiedlichen Abflusskomponenten kann der Abb. 2 entnommen werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die Bedeutung des Wassers als zentrale Ressource und Definition des Wasserkreislaufs als hydrologischer Zyklus.
2 Historischer Rückblick: Überblick über die historische Entwicklung der Wassernutzung und die wissenschaftliche Evolution der Hydrologie in drei Epochen.
3 Wissenschaftliche Einordnung des Themas: Interdisziplinäre Abgrenzung des Themas in Fachbereiche wie Hydrologie, Hydrogeologie und Hydrogeographie.
4 Die Komponenten des Wasserkreislaufes: Detaillierte Betrachtung der einzelnen Wasserkreislauf-Komponenten sowie deren Entstehung und Messmethodik.
5 Wasserbilanzgleichung: Erläuterung der hydrologischen Grundgleichung und ihrer Modifikationen zur Berücksichtigung von Speichergrößen und verschiedenen Abflussanteilen.
Schlüsselwörter
Wasserkreislauf, Wasserbilanz, Hydrologischer Zyklus, Niederschlag, Verdunstung, Abfluss, Infiltration, Abflussregime, Evapotranspiration, Wasserhaushalt, Grundwasser, Bodenfeuchte, Hydrologie, Hydrogeologie, Wasserbilanzgleichung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die physikalisch-geographischen Grundlagen des Wasserkreislaufs und die volumenmäßige Erfassung des Wasserhaushalts mittels Wasserbilanzgleichungen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Im Fokus stehen der hydrologische Zyklus, die Komponenten Niederschlag, Verdunstung und Abfluss sowie die Faktoren, die das Abflussregime von Gewässern bestimmen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist die strukturierte Darstellung der Zusammenhänge zwischen den Kreislaufkomponenten und die Erläuterung der hydrologischen Methoden zur Quantifizierung von Wasserströmen.
Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?
Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse, die auf hydrologischen Definitionen (DIN-Normen) und etablierten Modellen der Wasserbilanzierung basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse von Niederschlagsmessung, Verdunstungsformen, Abflussprozessen inklusive Infiltration und die mathematische Beschreibung der Wasserbilanz.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie hydrologischer Zyklus, Wasserbilanzgleichung, Abflussregime und Evapotranspiration charakterisiert.
Was unterscheidet das einfache vom komplexen Abflussregime?
Ein einfaches Regime ist durch eine dominierende Speisungsart und deutliche saisonale Schwankungen gekennzeichnet, während komplexe Regime durch die Überlagerung verschiedener Speisungsarten oder Änderungen im Flussverlauf entstehen.
Warum ist die Unterscheidung zwischen oberirdischem und unterirdischem Abfluss wichtig?
Die Trennung ist entscheidend für das Verständnis der Grundwasserneubildung und die Reaktion eines Einzugsgebietes auf Niederschlagsereignisse, da nur ein Teil des Wassers oberflächlich abfließt.
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- Amien Idries (Author), 2001, Wasserkreislauf und Wasserbilanz, Abflusstypen., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/2651