Die vorliegende Untersuchung thematisiert die Groß- und Kleinschreibung bei den Germanistikstudierenden im Fremdsprachenunterricht. In der Arbeit soll versucht werden, die Rechtschreibkompetenz bei den Studierenden am Beispiel von Groß- und Kleinschreibung zu fördern. Im Zentrum der Untersuchung wurde ebenfalls eine ausführliche Betrachtung von Schreibaufgaben, die von ausgewählten Probanden verfasst wurden, durchgeführt. Die Ergebnisse sollen einen Beitrag zur Förderung von Rechtschreibkompetenz bei den Studenten leisten.
Inhaltsverzeichnis
Zur Geschichte der Groß- und Kleinschreibung
Zu Regeln der Großschreibung
Analyse von schriftlichen Arbeiten
Ziel der Untersuchung
Korpusbeschreibung
Zur Analyse der ersten Aufgabe
Zur Analyse der zweiten Aufgabe
Didaktische Schlussfolgerungen
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Rechtschreibkompetenz von Germanistikstudierenden im Bereich der Groß- und Kleinschreibung. Ziel ist es, häufige Defizite bei der Anwendung dieser Regeln zu identifizieren und didaktische Lösungswege aufzuzeigen, um die Schreibkompetenz durch gezielte Übungen nachhaltig zu fördern.
- Historische Entwicklung der deutschen Orthographie
- Regelsystematik der Groß- und Kleinschreibung
- Empirische Analyse von Schreibaufgaben bei Probanden
- Fehlerschwerpunkte in der studentischen Praxis
- Didaktische Empfehlungen zur Unterrichtsgestaltung
Auszug aus dem Buch
Zur Geschichte der Groß- und Kleinschreibung
Die Großbuchstaben dienen laut Petra Ewald und Dieter Nerius (1988) dazu, den Text überschaubar zu machen und den Leser beim Vorlesen zu unterstützen. Laut Seelbach wurden im Althochdeutschen fast nur die Kleinbuchstaben gebraucht. Diese Art von Schrift nannte man die Karolingische Minuskel. Das war genau in der Zeit von Karl der Große. Großschreibungen gab es seltener und sie wurden gebraucht als Schmuckinitialen.
In diesem Sinne finden sich bei Mentrup (1980, 283) die folgenden Überlegungen: „Man hat, um der Zierde halber, schon in alten Zeiten, den Anfang jeder Schrift mit einem sogenannten großen Buchstaben gemacht, und dadurch der ersten Zeile eines jeden Buches ein Ansehen zu machen gesucht.“
In Anlehnung an Stedje, Asrid (2007, 94-95) war in der Zeit des Althochdeutschen die Orthographie nicht geregelt. Diese ist darauf zurückzuführen, dass Althochdeutsch die lateinische Sprache übernahm. Das Lateinische war für das Althochdeutsch ein fremdes Schriftsystem. Die unterschiedlichen Dialekte tragen auch dazu bei, dass es keine geregelte Orthographie gab. In dieser Zeit benutzt man karolingische Minuskel. Kennzeichnend ist auch in dieser Zeit, dass man auf Pergament schrieb.
Zusammenfassung der Kapitel
Zur Geschichte der Groß- und Kleinschreibung: Dieses Kapitel erläutert die historische Entwicklung der Orthographie von den althochdeutschen Anfängen bis zur Entstehung moderner Schreibregeln.
Zu Regeln der Großschreibung: Hier werden die aktuellen orthographischen Normen der Großschreibung strukturiert und tabellarisch zusammengefasst.
Analyse von schriftlichen Arbeiten: In diesem Kapitel werden empirische Daten zur Fehleranfälligkeit bei Germanistikstudierenden durch Diktate und Korrekturaufgaben erhoben und ausgewertet.
Didaktische Schlussfolgerungen: Dieses Kapitel leitet aus den Analyseergebnissen Empfehlungen für eine stärkere Einbettung von Rechtschreibübungen in akademische Curricula ab.
Schlüsselwörter
Großschreibung, Kleinschreibung, Rechtschreibung, Germanistik, Orthographie, Schreibkompetenz, Fehleranalyse, Didaktik, Sprachgeschichte, Normverstöße, Diktat, Studierende, Rechtschreibreform, Sprachpraxis, Unterrichtsgestaltung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Untersuchung grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Schwierigkeiten von Germanistikstudierenden bei der Anwendung der Groß- und Kleinschreibung im fremdsprachlichen Kontext.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Herleitung der Orthographieregeln sowie der praktischen Analyse von Fehlerquellen bei fortgeschrittenen Lernenden.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Identifizierung spezifischer Defizite in der Rechtschreibkompetenz und die Herleitung didaktischer Maßnahmen zu deren Behebung.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor führt eine empirische Analyse auf Basis von zwei Schreibaufgaben (Diktate und Korrektur von Texten) an sechs ausgewählten Probanden durch.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung der Schreibregeln und die detaillierte Auswertung der erhobenen orthographischen Fehler in den studentischen Arbeiten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Rechtschreibkompetenz, Orthographieregeln, Fehleranalyse und didaktische Schlussfolgerungen.
Welche Kategorien der Groß- und Kleinschreibung sind am fehleranfälligsten?
Die Analyse zeigt, dass die Schreibung von Substantiven sowie die Großschreibung am Satzanfang am häufigsten zu Normverstößen führen.
Wie bewertet der Autor die Wirksamkeit aktueller Übungen?
Der Autor schließt aus den Ergebnissen, dass bisherige Übungen nicht ausreichen und plädiert für gezielte, intensivere Maßnahmen in den Curricula.
- Arbeit zitieren
- Mag. Mohamed Chaabani (Autor:in), 2013, Groß- und Kleinschreibung im Fremdsprachenunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265217