Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist die Interpunktion am Beispiel von Satzschlusszeichen bei den Germanistikstudierenden im Fremdsprachenunterricht. Das Anliegen der Untersuchung ist es, Defizite und Stärken der Studenten bezüglich der Interpunktion im Bereich der Satzschlusszeichen zu eruieren. Des Weiteren richtet sich das Augenmerk der vorliegenden Arbeit auf eine ausführliche Betrachtung von Schreibaufgaben hinsichtlich der drei Satzschlusszeichen, die von ausgewählten Probanden geschrieben sind. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, die vorhandenen Defizite bei den Studierenden im Bereich der Interpunktion zu verringern.
Inhaltsverzeichnis
Zur Geschichte der Interpunktion
Überblick über die Funktionen der Satzschlusszeichen
Regeln zum Punkt
Regeln zum Ausrufezeichen
Regeln zum Fragezeichen
Analyse von schriftlichen Arbeiten
Ziel der Untersuchung
Korpusbeschreibung
Zur Analyse der ersten Aufgabe
Zur Analyse der zweiten Aufgabe
Zur Analyse der dritten Aufgabe
Didaktische Schlussfolgerungen
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Interpunktionskompetenzen von Germanistikstudierenden im Fremdsprachenunterricht, insbesondere im Hinblick auf die korrekte Verwendung von Satzschlusszeichen. Ziel ist es, durch die Analyse schriftlicher Diktate spezifische Defizite zu identifizieren und daraus didaktische Empfehlungen zur Verbesserung der Schreibkompetenz der Studierenden abzuleiten.
- Historische Entwicklung der Interpunktion in der deutschen Sprache.
- Funktionsanalyse von Punkt, Ausrufezeichen und Fragezeichen.
- Empirische Untersuchung der Fehleranfälligkeit bei Satzschlusszeichen.
- Vergleich der Leistungsentwicklung von Studierenden zu unterschiedlichen Messzeitpunkten.
- Ableitung didaktischer Strategien für den Grammatikunterricht.
Auszug aus dem Buch
Zur Geschichte der Interpunktion
In Anlehnung an Seelbach, Karl Ulrich wurde der Begriff „Interpunktion“ im 17. Jahrhundert zum ersten Mal gebraucht. Im 18. Jahrhundert verwendet man vermehrt den Begriff „Zeichensetzung“. In der heutigen deutschen Sprache findet man beide Begriffe. Die Zeichen der Interpunktion wurden früher von den gebildeten Menschen in der Antike vor allem bei den Griechen und Römern verwendet. In dieser Zeit hatten die Zeichen der Interpunktion die Funktion, die Reihen der Buchstaben übersichtlicher zu machen. Darüber hinaus dienten die Zeichen der Interpunktion als Gliederung für den Text, der mündlich vorgetragen werden sollte.
Vor dem 9. Jahrhundert benutzte man nur Punkt und Doppelpunkt. In diesem Sinne gilt der Punkt als das älteste Satzzeichen. Der Punkt hatte demnach unterschiedliche Funktionen, die von der Stellung des Punktes abhängen. Der Punkt könnte man am Zeilenkopf, in der Mitte der Zeile oder unter in einer Zeile setzten. In dieser Zeit fungieren ferner die Zeichen der Interpunktion als Hilfe für den Sprecher, wenn er einen Text vortragen will. Man kann schlussfolgern, dass es im Althochdeutschen Interpunktionszeichen gab, allerdings wurden sie nicht einheitlich eingesetzt und gebraucht.
Zusammenfassung der Kapitel
Zur Geschichte der Interpunktion: Das Kapitel erläutert die historische Entwicklung und den Wandel der Zeichensetzung sowie die ursprüngliche Funktion der Interpunktion als Lese- und Vortragshilfe.
Überblick über die Funktionen der Satzschlusszeichen: Hier werden die spezifischen syntaktischen und kommunikativen Funktionen von Punkt, Ausrufe- und Fragezeichen sowie deren Bedeutung für die Textstruktur beschrieben.
Regeln zum Punkt: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte Aufstellung der orthografischen Regeln für das Setzen oder Weglassen des Punktes in verschiedenen Kontexten.
Regeln zum Ausrufezeichen: Es werden die Anwendungskontexte des Ausrufezeichens, insbesondere bei Aufforderungen und emotionalen Ausrufen, normativ definiert.
Regeln zum Fragezeichen: Dieses Kapitel behandelt die korrekte Setzung des Fragezeichens bei direkten Fragen und Abgrenzungen zu anderen Satztypen.
Analyse von schriftlichen Arbeiten: Die Autorin untersucht die Fehlerhäufigkeit bei Studierenden anhand von Diktaten und analysiert die individuelle Entwicklung der Probanden in den drei Aufgabenbereichen.
Didaktische Schlussfolgerungen: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und schlägt unterrichtsbezogene Maßnahmen zur Verbesserung der Interpunktionssicherheit vor.
Schlüsselwörter
Interpunktion, Satzschlusszeichen, Germanistikstudierende, Orthografie, Schreibkompetenz, Punktsetzung, Ausrufezeichensetzung, Fragezeichensetzung, Fehleranalyse, Fremdsprachenunterricht, Normverstöße, Didaktik, Sprachgeschichte, Diktat, Syntax.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Interpunktionsleistung von Germanistikstudierenden, wobei der Fokus auf dem korrekten Gebrauch von Satzschlusszeichen liegt.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Neben einer historischen Einordnung der Interpunktion stehen die aktuellen orthografischen Regelwerke und deren Anwendung durch Studierende im Zentrum der Untersuchung.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist die Erhebung von Stärken und Defiziten bei Studierenden, um darauf aufbauend Möglichkeiten zur Förderung der Schreibkompetenz zu entwickeln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine empirische Fehleranalyse durchgeführt, bei der Diktate von sechs Probanden zu zwei unterschiedlichen Zeitpunkten ausgewertet werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Regeln für Satzschlusszeichen und eine detaillierte statistische Analyse der Fehler in drei verschiedenen Schreibaufgaben.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Interpunktion, Satzschlusszeichen, Schreibkompetenz, Fehleranalyse und Didaktik.
Wie unterscheidet sich die Fehlerhäufigkeit bei den verschiedenen Satzschlusszeichen?
Die Analyse zeigt, dass die Punktsetzung nach Aussagesätzen sowie die Verwendung des Ausrufezeichens bei Aufforderungen die häufigsten Fehlertypen bei den Studierenden darstellen.
Gibt es eine erkennbare Lernentwicklung bei den Studierenden?
Die Ergebnisse zeigen ein uneinheitliches Bild; während einige Studierende Verbesserungen aufweisen, stagnieren oder verschlechtern sich die Ergebnisse bei anderen Probanden im zweiten Messzeitpunkt.
- Quote paper
- Mag. Mohamed Chaabani (Author), 2013, Satzschlusszeichen im Fremdsprachenunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265219