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Sabina Becker "Literarische Voraussetzungen" [für den Bürgerlichen Realismus]

Bewertung des Forschungsbeitrags

Title: Sabina Becker "Literarische Voraussetzungen" [für den Bürgerlichen Realismus]

Seminar Paper , 2013 , 13 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Gabriela Augustin (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Summary Excerpt Details

Im zweiten Kapitel ihrer Monographie Bürgerlicher Realismus. Literatur und Kultur im
bürgerlichen Zeitalter 1848-1900 stellt Sabina Becker die literarischen
Voraussetzungen für das Entstehen des Bürgerlichen Realismus in Deutschland vor.
Grundsätzlich sei dieser entstanden als eine Gegenbewegung sowohl zur Romantik
als auch zum Jungen Deutschland und zum Vormärz. Becker greift in ihrem
gesamten Beitrag auf den gängigen literaturhistorische Epochenbegriff für die Zeit
von ca. 1850-1900 zurück, der mit prononcierter Abgrenzung gegen Romantik und
Vormärz auf größere Wirklichkeitsnähe drängt.
Becker beginnt das Kapitel Literarische Voraussetzungen mit einer allgemeinen
Begriffsklärung und Einordnung der Epoche des Bürgerlichen Realismus. Es folgen
Unterpunkte zu einzelnen Relationen, Rezeptionen sowie zur Beeinflussung des
Bürgerlichen Realismus durch andere Epochen und weitere Nationalliteraturen: Die
dem Realismus vorangegangenen literarischen Epochen Junges Deutschland,
Vormärz, Biedermeier und Romantik trugen maßgeblich zu dessen
Ausdifferenzierung bei; Bezüge und Parallelen zur (Weimarer) Klassik werden
aufgezeigt; Gemeinsamkeiten, Unterschiede und literarische Vorbilder aus dem
französischen, englischen und russischen Realismus werden vorgestellt.
Die folgende Arbeit soll Sabina Beckers Forschungsbeitrag analysieren, indem
elementare Thesen ihres Kapitels herausgearbeitet werden und so den Beitrag
rekonstruieren. In diesem Zusammenhang wurde die Struktur von Beckers Kapitel
weitestgehend beibehalten sowie ihre Teilüberschriften übernommen. Es folgt eine
kritische Betrachtung und abschließend im Fazit eine Einordnung von Beckers
Forschungsaspekts.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Literarische Voraussetzungen [für den Bürgerlichen Realismus]

2.1. Die Kritik des Jungen Deutschland (1839-1840) und des Vormärz (1840-1848)

2.2. Die Rezeption des Biedermeier (1815-1848)

2.3. Das Verhältnis zu den Klassikern

2.4. Die Kritik an der Romantik

2.5. Vorbilder anderer Nationalliteraturen

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert den Forschungsbeitrag von Sabina Becker zur Entstehung des Bürgerlichen Realismus in Deutschland, indem sie dessen literarische Voraussetzungen untersucht und die wesentlichen Thesen zur epochenspezifischen Abgrenzung und Einordnung rekonstruiert.

  • Methodische Einordnung des Bürgerlichen Realismus im Kontext vorangegangener Epochen
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem Jungen Deutschland und dem Vormärz
  • Verhältnisbestimmung zur Weimarer Klassik und der Romantik
  • Einflussanalyse ausländischer Literaturen (Frankreich, England, Russland)

Auszug aus dem Buch

2. Literarische Voraussetzungen [für den Bürgerlichen Realismus]

Sabina Becker beginnt ihr Kapitel Literarische Voraussetzungen mit einer Explikation des Bürgerlichen Realismus. Schon zu Beginn dieses Kapitels lässt sich der explikative, an Lexikastrukturen erinnernde Charakter ihrer Monographie zum Bürgerlichen Realismus erkennen.

Die Benennung der neuen Literaturströmung nach 1848 wurde maßgeblich durch Gustav Freytag und Otto Ludwig geprägt. Bezeichnet wurde mit dem Begriff Realismus die „veränderte Position von Literatur“ nach der missglückten Revolution im Jahr 1848. Gewichtige gesellschaftspolitische Prozesse und Veränderungen im Leben der Menschen in Deutschland nach 1848, wie zum Beispiel die Emanzipation des Bürgertums, führten zu einer „Säkularisierung und Materialisierung der Gesellschaft und des Denkens.“ Die Auswirkungen der gesellschaftlichen Umbrüche auf die Literatur sind deutlich erkennbar: Nach den durchaus politischen Schriften des Jungen Deutschlands sowie des Vormärz zeichnete sich im Realismus schnell eine deutliche Abneigung gegen theorielastige Literatur ab.

Nach der gescheiterten Revolution von 1848 stand die 'wahre Literatur' im Vordergrund – die Literatur, die reale Begebenheiten wiederspiegelte, die vom realen Leben erzählte und eng mit der Realpolitik Ottos von Bismarck verknüpft war. Philosophische Tendenzen, wie die Hegelsche Philosophie, und idealistische Traditionen wurden ersetzt durch sichtbare Tatsachen und reale Lebensumstände, oftmals gestützt und verdeutlicht durch naturwissenschaftliche Erkenntnisweisen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Monographie von Sabina Becker vor und erläutert die methodische Herangehensweise bei der Untersuchung der literarischen Voraussetzungen des Bürgerlichen Realismus.

2. Literarische Voraussetzungen [für den Bürgerlichen Realismus]: Dieses zentrale Kapitel analysiert die Abgrenzung des Realismus gegenüber vorangegangenen Strömungen wie dem Jungen Deutschland, dem Vormärz, dem Biedermeier sowie der Klassik und Romantik.

2.1. Die Kritik des Jungen Deutschland (1839-1840) und des Vormärz (1840-1848): Dieser Abschnitt thematisiert die Abkehr des Realismus von der politisch geprägten und theoretisch überladenen Literatur der Vormärz-Zeit.

2.2. Die Rezeption des Biedermeier (1815-1848): Es wird aufgezeigt, wie der Realismus einerseits das Biedermeier kritisiert, andererseits jedoch dessen Detailrealismus und Wirklichkeitsnähe aufgreift.

2.3. Das Verhältnis zu den Klassikern: Dieser Teil beleuchtet die ambivalente Nähe des Realismus zur Klassik, insbesondere die Orientierung an deren poetischen Idealen trotz gesellschaftspolitischer Unterschiede.

2.4. Die Kritik an der Romantik: Hier wird das Spannungsfeld zwischen der kontinuierlichen Nutzung romantischer Elemente und der bewussten Abgrenzung von der romantischen Weltflucht und Ironie dargestellt.

2.5. Vorbilder anderer Nationalliteraturen: Dieser Unterpunkt untersucht den Einfluss französischer, englischer und russischer Realisten auf die Ausprägung der deutschen literarischen Strömung.

3. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und würdigt die Leistung Beckers bei der Darstellung der komplexen Einflüsse auf den deutschen Realismus.

Schlüsselwörter

Bürgerlicher Realismus, Sabina Becker, Vormärz, Junges Deutschland, Biedermeier, Klassik, Romantik, Literaturwissenschaft, Epochenabgrenzung, Zeitroman, gesellschaftlicher Umbruch, Wirkungsgeschichte, Realitätsbezug, Nationalliteraturen, Epochendarstellung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit bietet eine kritische Bewertung des Forschungsbeitrags von Sabina Becker zur Entstehung und den literarischen Voraussetzungen des Bürgerlichen Realismus in Deutschland.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die historischen und literarischen Strömungen des 19. Jahrhunderts, die den Realismus beeinflusst oder von denen er sich bewusst abgegrenzt hat.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Thesen von Sabina Becker zu systematisieren und aufzuzeigen, wie sich der Bürgerliche Realismus durch Abgrenzung und Inspiration aus anderen Epochen definiert hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse und Rekonstruktion, die auf der Auswertung einer spezifischen Monographie sowie der Einbeziehung zeitgenössischer Quellen basiert.

Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Betrachtung der Verhältnisse zu Klassik, Romantik, Vormärz und Biedermeier sowie der Analyse internationaler Einflüsse.

Welche Begriffe beschreiben die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Bürgerlicher Realismus, literarische Epochen, Rezeptionsgeschichte, Epochenabgrenzung und Einflusssphären.

Warum wird das Junge Deutschland im Kontext des Realismus kritisiert?

Kritisiert wird vor allem die theorielastige, politisierte Schreibweise, von der sich der Realismus nach 1848 distanzieren wollte, um sich realen Lebensumständen zuzuwenden.

Welche Rolle spielt Theodor Fontane in der Argumentation?

Fontane dient als zentrales Beispiel für die Auseinandersetzung mit sowohl französischen als auch russischen Vorbildern, wobei seine kritische Haltung gegenüber diesen Einflüssen hervorgehoben wird.

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Details

Title
Sabina Becker "Literarische Voraussetzungen" [für den Bürgerlichen Realismus]
Subtitle
Bewertung des Forschungsbeitrags
College
Karlsruhe Institute of Technology (KIT)  (Institut für Literaturwissenschaft)
Course
Realismus-Forschung
Grade
1,0
Author
Gabriela Augustin (Author)
Publication Year
2013
Pages
13
Catalog Number
V265220
ISBN (eBook)
9783656546825
ISBN (Book)
9783656547143
Language
German
Tags
Sabina Becker Realismus Bürgerlicher Realismus Forschung Forschungsbeitrag Bewertung Kritik Voraussetzungen Literarische Voraussetzungen Epoche Epochenmerkmale Epochenkonstruktion Epochenbgrenzung Literaturgeschichte Literaturhistorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Gabriela Augustin (Author), 2013, Sabina Becker "Literarische Voraussetzungen" [für den Bürgerlichen Realismus], Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265220
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