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Verben im Präteritum im integrativen Grammatikunterricht

Titel: Verben im Präteritum im integrativen Grammatikunterricht

Hausarbeit , 2013 , 19 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Jonas Abel (Autor:in)

Didaktik - Germanistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Autor definiert Sprechen als reflexive Praxis: Eine „[...]Bewusstheit über Ziele und Situationen des Sprechens[...]“ (ebd., S.8) stehe im Vordergrund. Betrachtet man aktuelle Lehrpläne – etwa den des Saarlandes für die Klassenstufe 5/6 – so stellt man fest, dass die Rubrik Reflexion über Sprache neben Zeichensetzung und Rechtschreibung hauptsächlich grammatische Themen behandelt. Erste Überlegungen, Grammatik mit Sprachreflektion zu verbinden, münden in die sogenannte ,kommunikativen Wende‘ : „Im mündlichen Sprachgebrauch rückt neben der Syntax, der Semantik nun auch die Pragmatik (der Sprachverwendungszusammenhang) in den Mittelpunkt des didaktischen Interesses.“ (Karl Schuster 2001, S.12) Damit dies geschehen kann, ist es notwendig, für die Schüler und Schülerinnen einen geeigneten Kontext zu schaffen; gleichzeitig bedeutet dies auch eine Abkehr vom traditionellen Grammatikunterricht. Diese Möglichkeiten bietet z.B. der integrative Grammatikunterricht. Im Folgenden werden die beiden Lehrwerke Doppel-Klick und deutsch.punkt 1, was die Unterrichtseinheiten zu den Verben im Präteritum anbelangt, auf integrative Elemente untersucht. Um die beiden Lehrwerke auch untereinander zu vergleichen und einer oberflächlichen Analyse zu entgehen; zielführend also positive und negative Aspekte der beiden Unterrichtseinheiten benennen zu können, werden die beiden Unterrichtsbände in Bezug auf Ursula Bredels Untersuchungen zu Sprachbetrachtungsaktivitäten und Wissensqualitäten analysiert. Die gemachten Untersuchungen und daraus abgeleiteten Ergebnisse werden im Schlussteil zusammengefasst. Um eine tiefgehende und abstrakte Analyse zu gewährleisten, ist eine vorangehende, grundlegende Erläuterung des Modells des integrierten Grammatikunterrichts von Nöten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Integrativer Grammatikunterricht

3. Lehrwerke

3.1 Doppel-Klick

3.2 deutsch.punkt 1

4. Analyse der Unterrichtseinheiten

4.1 Doppel-Klick - Schriftlich erzählen: Präteritum

4.2 deutsch.punkt 1 – Es bewegt sich etwas - Verben

4.3 Vergleich der Unterrichtseinheiten

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Umsetzung des Konzepts des integrativen Grammatikunterrichts in zwei ausgewählten Lehrwerken für die Klassenstufe 5/6, wobei der Fokus gezielt auf der Vermittlung von Verben im Präteritum liegt. Ziel ist es, durch eine Analyse basierend auf Ursula Bredels Sprachbetrachtungsaktivitäten die integrative Qualität und den kognitiven Anspruch der jeweiligen Unterrichtseinheiten aufzuzeigen und kritisch miteinander zu vergleichen.

  • Grundlagen und Definition des integrativen Grammatikunterrichts
  • Strukturelle Analyse der Lehrwerke „Doppel-Klick“ und „deutsch.punkt 1“
  • Untersuchung von Sprachbetrachtungsaktivitäten und Prozesswissen
  • Kritische Gegenüberstellung der didaktischen Konzepte
  • Bewertung des kognitiven Anspruchs und der Zielgruppenorientierung

Auszug aus dem Buch

4.1 Doppel-Klick – Schriftlich erzählen: Präteritum

Vorweg ist zu bemerken, dass in der Unterrichtseinheit keine metamedialen Handlungen ausgeführt werden können, da solche Aufgabenstellungen nicht vorhanden sind. Durch die Beschaffenheit des grammatischen Phänomens wird die Notwendigkeit einer metamedialen Betrachtung auf ein Minimum reduziert.

Folglich sind in diesem Lehrwerk die Aufgabenstellungen zum Präteritum (siehe: Doppel-Klick. Das Sprach- und Lesebuch 5, S.242-245) auf metasprachliche und metakommunikative Aktivitäten ausgerichtet, die ich nun chronologisch näher spezifizieren werde.

Der explizit genannten Überschrift ,Schriftlich erzählen: Präteritum‘, die neben der Aussage auf die referierte Form des Tempus auch schon andeutet, dass im Folgenden wohl hauptsächlich die primärsprachliche Handlung des Schreibens im Vordergrund steht, folgt eine kurze Einführung in eine Geschichte, die im Folgenden in Aufgabe 1 in einen schlichten Arbeitsauftrag mündet: „Lies den Anfang ihrer Reiseerlebnisse.“ (Doppelklick, S.242) Die doch sehr vage Aufgabenstellung gibt andererseits durch die nebenstehende Bemerkung „Präteritumformen erkennen“ das eigentliche Ziel aus; die Lernenden sollen wohl selbst die neue Verbform selbst entdecken, auch wenn diese im Text zur Aufgabe schon markiert sind. Womöglich sollen die neuen Verbformen auch von den Lernenden noch einmal unterstrichen werden, was aber in der Aufgabenstellung nicht gesondert formuliert wird. Diese Aufgabe ist eher einer metakommunikativen Aktivität als einer metasprachlichen Aktivität zuzuordnen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Sprechens als reflexive Praxis ein und begründet die Relevanz des integrativen Grammatikunterrichts für das Fach Deutsch.

2. Integrativer Grammatikunterricht: Dieses Kapitel erläutert die methodischen Grundlagen und Herausforderungen des integrativen Ansatzes, insbesondere dessen Ziel, Grammatik in authentische Kontexte einzubetten.

3. Lehrwerke: Hier werden die beiden untersuchten Lehrwerke „Doppel-Klick“ und „deutsch.punkt 1“ hinsichtlich ihrer allgemeinen Konzeption bei der Vermittlung von Verben kurz skizziert.

4. Analyse der Unterrichtseinheiten: Dieses Kapitel bildet den Hauptteil der Arbeit, in dem die Aufgabenformate der Lehrwerke detailliert nach Sprachbetrachtungsaktivitäten analysiert und abschließend verglichen werden.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die unterschiedlichen Schwerpunkte der Lehrwerke im Hinblick auf den integrativen Grammatikunterricht und den kognitiven Anspruch.

Schlüsselwörter

Integrativer Grammatikunterricht, Präteritum, Sprachbetrachtung, Doppel-Klick, deutsch.punkt 1, Sprachreflexion, Sprachverwendung, Prozesswissen, Analysewissen, Unterrichtseinheit, Didaktik, Verben, Sprachhandeln, Metasprache, Lehrwerkanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der didaktischen Aufarbeitung des Themas „Verben im Präteritum“ innerhalb des integrativen Grammatikunterrichts in zwei gängigen Schulbüchern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die integrative Grammatikvermittlung, die Analyse von Sprachbetrachtungsaktivitäten und der Vergleich zwischen verschiedenen Lehrwerkkonzepten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu analysieren, wie die Lehrwerke „Doppel-Klick“ und „deutsch.punkt 1“ integrative Elemente nutzen und welchen kognitiven Anspruch sie dabei an die Schüler stellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer qualitativ-analytischen Auswertung der Lehrwerkinhalte, gestützt auf das Modell der Sprachbetrachtungsaktivitäten von Ursula Bredel.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die einzelnen Aufgaben der Lehrwerke systematisch unterteilt in metasprachliche und metakommunikative Handlungen untersucht und vergleichend gegenübergestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie integrativer Grammatikunterricht, Sprachreflexion, Prozesswissen und die Analyse von Unterrichtseinheiten geprägt.

Wie unterscheidet sich die methodische Herangehensweise der beiden Lehrwerke?

„Doppel-Klick“ fokussiert stärker auf strukturelle Übersichtlichkeit und Prozesswissen, während „deutsch.punkt 1“ einen höheren kognitiven Anspruch an die Reflexionsfähigkeit der Schüler stellt.

Welche Rolle spielen die Sprachforscherfiguren in den Lehrwerken?

Sie dienen dazu, grammatische Informationen und Definitionen in einen narrativen, schülernahen Kontext einzubetten, um den integrativen Charakter zu stärken.

Wird das Konzept des integrativen Grammatikunterrichts in beiden Werken gleichermaßen umgesetzt?

Nein, die Werke setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Während „deutsch.punkt 1“ den integrativen Ansatz stark in den Vordergrund stellt, vernachlässigt „Doppel-Klick“ diesen teilweise zugunsten der strukturellen Klarheit.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Verben im Präteritum im integrativen Grammatikunterricht
Hochschule
Universität des Saarlandes  (Germanisitk)
Note
2,3
Autor
Jonas Abel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
19
Katalognummer
V265261
ISBN (eBook)
9783656550013
ISBN (Buch)
9783656547846
Sprache
Deutsch
Schlagworte
verben präteritum grammatikunterricht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jonas Abel (Autor:in), 2013, Verben im Präteritum im integrativen Grammatikunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265261
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Leseprobe aus  19  Seiten
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