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Die Novellierung der Ausbildereignungsverordnung (AEVO). Chancen zur Qualitätssicherung der beruflichen Ausbildung?

Eine Bestandsaufnahme seit der Novellierung

Titel: Die Novellierung der Ausbildereignungsverordnung (AEVO). Chancen zur Qualitätssicherung der beruflichen Ausbildung?

Bachelorarbeit , 2013 , 123 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Nicole Fromme (Autor:in)

Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Fragestellung der Arbeit ist sehr speziell: Die AEVO wurde 2003 ausgesetzt und 2009 wieder eingeführt. Die Autorin beschreibt sehr präzise die Rahmenbedingungen dieser Entwicklung und die Auswirkungen auf die Qualität der Ausbildung. Ihre Fragestellung ist wichtig und angesichts des demografischen Wandels, auf den sie auch eingeht, sehr aktuell. Sehr zu loben sind die zusätzliche empirische Befragungen von Handwerkskammern und einem erfahrenen Prüfungsausschussvorsitzenden. So gelangt sie zu wichtigen Fragestellungen, die Aufschluss über die aktuelle Lage der betrieblichen Ausbildung geben. Sie hat das Thema vollständig erfasst und durchdrungen und sowohl aus juristischer als auch aus sozialwissenschaftlicher Sicht erfolgreich bearbeitet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die berufliche Ausbildung

3 Einführung der AEVO

3.1 Rechtslage nach Einführung der AEVO

3.2 Ziele der Einführung der AEVO

4 Aussetzung der AEVO

4.1 Gründe der Aussetzung der AEVO

4.2 Rechtslage nach Aussetzung der AEVO

4.3 Ziele der Aussetzung der AEVO

4.4 Evaluierung

4.5 Folgen der Aussetzung

4.6 Empirischer Zugang: Befragung der Unternehmen

4.6.1 Quantitative Analyse der Aussetzung

4.6.2 Qualitative Analyse der Aussetzung

4.7 Empirischer Zugang: Befragung der Kammern

4.8 Empirischer Zugang: Fallstudien

4.9 Zusammenfassung der Evaluierung

4.10 Resultierende Maßnahmen

4.10.1 Perspektiven der AEVO

5 Qualität – was ist das?

5.1 Qualität aus Sicht von Auszubildenden

5.2 Qualitätssicherung – Verfahren zur Sicherung von betrieblicher Ausbildungsqualität

6 Novellierung der AEVO

6.1 Ziel der novellierten AEVO

6.2 Rechtliche Neuerungen der novellierten AEVO

6.3 Perspektiven für die Qualitätssicherung der Ausbildung durch die Novellierung

6.4 Qualitätssicherung – ein ständiger Prozess

7 Forschungsdesign der empirischen Erhebung

7.1 Methodisches Vorgehen

7.1.1 Wahl der Erhebungsmethode

7.1.2 Fallauswahl

7.2 Auswertung

7.3 Konfrontation der Literaturanalyse mit den Antworten der Unternehmen und Kammern

8 Empirischer Zugang: Unternehmensbefragungen

8.1 Auswertung

9 Empirischer Zugang: Kammerbefragungen

9.1 Auswertung

10 Fazit: Online-Fragebögen

11 Empirischer Zugang: Interview

11.1 Interviewleitfaden

11.2 Die Sicht des Praktikers und Prüfers – Zusammenfassung eines Interviews

12 Mangel von Fachkräftenachwuchs

12.1 Aktuelle Daten der Industrie- und Handelskammern und Entwicklungen

12.2 Aktuelle Daten der Handwerkskammern und Entwicklungen

12.3 Mangel von Fachkräftenachwuchs in den Unternehmen –Bestandsaufnahme der empirischen Befragungen

12.4 Strategien zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses in Deutschland durch die Ausbildungsbetriebe und durch die Bildungspolitik

13 Schlussfolgernde Maßnahmen zur Sicherung der Qualität in der betrieblichen Ausbildung

14 Schlussbetrachtung

15 Anhang

15.1 Anhang 1: Einladung – Unternehmensbefragung

15.1.1 Anhang 2: Hintergrundinformationen – Unternehmensbefragung

15.2 Anhang 3: Fragebogen – Unternehmensbefragung

15.3 Anhang 4: Auswertung der Online-Fragebögen - Unternehmensbefragung

15.4 Anhang 5: Einladung – Kammerbefragung (HwK)

15.4.1 Anhang 6: Hintergrundinformation – Kammerbefragung (HwK)

15.5 Anhang 7: Einladung – Kammerbefragung (IHK)

15.5.1 Anhang 8: Hintergrundinformation – Kammerbefragung (IHK)

15.6 Anhang 9: Kammerbefragungen – Fragebogen

15.7 Anhang 10: Auswertung der Online-Fragebögen - Kammerbefragungen

15.8 Anhang 11: Interviewleitfaden

15.8.1 Anhang 12: Interview mit einem Handwerksmeister und zugleich Vorsitzender des Ada-Prüfungsausschusses der HwK Hannover

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelor-Thesis untersucht die Auswirkungen der Novellierung der Ausbildereignungsverordnung (AEVO) im Jahr 2009 auf die Qualität der beruflichen Ausbildung in Deutschland, nachdem diese zuvor über mehrere Jahre ausgesetzt war. Ziel der Arbeit ist es, auf Basis einer empirischen Bestandsaufnahme zu analysieren, ob die Wiedereinführung der AEVO einen effektiven Beitrag zur Qualitätssicherung leisten konnte und welche Herausforderungen – insbesondere im Kontext des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels – bestehen.

  • Historische Entwicklung und rechtliche Rahmenbedingungen der AEVO
  • Evaluierung der Auswirkungen der AEVO-Aussetzung (2003–2009)
  • Empirische Analyse der Ausbildungsqualität mittels Unternehmens- und Kammerbefragungen
  • Diskussion von qualitativen Standards und Verfahren zur Qualitätssicherung
  • Analyse des Fachkräftenachwuchsmangels und dessen Einfluss auf die Ausbildungsqualität

Auszug aus dem Buch

Die berufliche Ausbildung

Das Hauptziel der beruflichen Ausbildung ist es, „eine breit angelegte berufliche Grundbildung und die für die Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit notwendigen fachlichen Fertigkeiten und Kenntnisse in einem geordneten Ausbildungsgang zu vermitteln.“ Die berufliche Ausbildung ist Teil des öffentlichen Bildungswesens im Rahmen des „dualen Systems.“ Es ist beim Dualen System zwischen schulischer und praktischer Berufsausbildung zu unterscheiden – es sind zwei selbstständige Regelungsbereiche laut BBiG. Ziel von Ausbildungsunternehmen sind wirtschaftliche Erfolge unter Messung von verschiedensten Faktoren, wie z.B. dass das Personal „…zur richtigen Zeit, in der richtigen Menge, am richtigen Ort zu angemessenen Kosten mit den notwendigen Qualifikationen bereitgestellt und gehalten werden kann...“. Vor diesem Hintergrund beginnt die Personalbeschaffung von Auszubildenden im Ausbildungsunternehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung gibt einen historischen Abriss über die Ursprünge der betrieblichen Ausbildung vom Mittelalter bis zur Verabschiedung des Berufsbildungsgesetzes 1969 und der Einführung der AEVO 1972.

2 Die berufliche Ausbildung: Dieses Kapitel definiert das Ziel der dualen Ausbildung und beschreibt die unternehmerische Perspektive der Personalbeschaffung und die Bedeutung von Qualifikationsnachweisen.

3 Einführung der AEVO: Hier werden die rechtlichen Grundlagen der AEVO beleuchtet, einschließlich der Änderungen durch verschiedene Verordnungen und der Definition der Kompetenzbereiche für Ausbilder.

4 Aussetzung der AEVO: Das Kapitel behandelt die Gründe für die fünfjährige Aussetzung der AEVO zur Beseitigung des Lehrstellenmangels sowie die Ergebnisse der darauf folgenden Evaluation.

5 Qualität – was ist das?: Dieses Kapitel setzt sich mit der Definition von Ausbildungsqualität auseinander und unterteilt diese in Input-, Prozess- und Outputqualität.

6 Novellierung der AEVO: Die Hintergründe der Novellierung 2009 und deren Zielsetzung zur Sicherung von Ausbildungsqualität und Fachkräftenachwuchs werden hier erörtert.

7 Forschungsdesign der empirischen Erhebung: Dieses Kapitel erläutert das methodische Vorgehen, die Wahl der Erhebungsinstrumente (Online-Fragebögen und Interview) sowie die Fallauswahl.

8 Empirischer Zugang: Unternehmensbefragungen: Hier werden die Ergebnisse der Unternehmensbefragungen dargestellt, insbesondere hinsichtlich der Ausbildungsreife und der Übernahme von Auszubildenden.

9 Empirischer Zugang: Kammerbefragungen: Die Perspektiven der Kammern zur Aussetzung und Novellierung der AEVO werden hier zusammengefasst.

10 Fazit: Online-Fragebögen: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse der Befragungen zusammen und reflektiert die Stärken und Schwächen der Ausbildungssituation.

11 Empirischer Zugang: Interview: Das Kapitel präsentiert die Zusammenfassung eines Experteninterviews mit einem Handwerksmeister und Prüfungsausschussvorsitzenden.

12 Mangel von Fachkräftenachwuchs: Es wird die Problematik des Fachkräftemangels in den Betrieben diskutiert und mit statistischen Daten sowie Strategien zur Sicherung des Nachwuchses verknüpft.

13 Schlussfolgernde Maßnahmen zur Sicherung der Qualität in der betrieblichen Ausbildung: Hier werden Instrumente wie das Ausbildungsbuch und Lernzieldefinitionen als Maßnahmen zur Qualitätssicherung vorgeschlagen.

14 Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Bewertung der Novellierung als Chance zur Qualitätsverbesserung ab und nennt Herausforderungen wie den demografischen Wandel.

Schlüsselwörter

Ausbildereignungsverordnung, AEVO, Berufsbildungsgesetz, BBiG, Qualitätssicherung, Duales System, Fachkräftemangel, Ausbildung, Ausbildungsqualität, Betriebliche Ausbildung, Demografischer Wandel, Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammer, Ausbilder, Berufs- und arbeitspädagogische Kenntnisse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die rechtlichen und qualitativen Auswirkungen der Novellierung der Ausbildereignungsverordnung (AEVO) im Jahr 2009 in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Qualitätssicherung in der dualen Berufsausbildung, die rechtlichen Anforderungen an Ausbilder und die Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Fachkräftenachwuchs.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Es wird analysiert, ob die Novellierung der AEVO 2009 geeignet war, die durch eine vorangegangene Aussetzung der AEVO entstandenen Qualitätseinbußen in der betrieblichen Ausbildung zu beheben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen quantitativen und qualitativen empirischen Ansatz, bestehend aus einer Online-Befragung von Unternehmen und Kammern sowie einem leitfadengestützten Experteninterview.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die historische Einordnung, die Analyse der Aussetzung und Novellierung der AEVO, die Definition von Qualität in der Ausbildung sowie die detaillierte Auswertung der empirischen Daten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie AEVO, duales System, Qualitätssicherung, Fachkräftemangel und Ausbildungseignung charakterisiert.

Wie bewerten die befragten Kammern die Novellierung der AEVO?

Die Kammern bewerten die Wiedereinführung und Novellierung der AEVO überwiegend positiv, da sie ein Mindestmaß an fachlichen und pädagogischen Kenntnissen für Ausbilder sicherstellt.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Rolle von Kleinbetrieben?

Kleinbetriebe profitieren oft von einer flexiblen Ausbildung, stehen aber vor Herausforderungen hinsichtlich Ressourcen und Betreuungszeit, weshalb Kooperationen in Ausbildungsverbünden empfohlen werden.

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Details

Titel
Die Novellierung der Ausbildereignungsverordnung (AEVO). Chancen zur Qualitätssicherung der beruflichen Ausbildung?
Untertitel
Eine Bestandsaufnahme seit der Novellierung
Hochschule
DIPLOMA Fachhochschule Nordhessen; Abt. Hannover
Note
1,3
Autor
Nicole Fromme (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
123
Katalognummer
V265411
ISBN (eBook)
9783656549222
ISBN (Buch)
9783656549024
Sprache
Deutsch
Schlagworte
AEVO Ausbildereignungsverordnung AdA Ausbilder HWK IHK Auszubildende Qualität
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nicole Fromme (Autor:in), 2013, Die Novellierung der Ausbildereignungsverordnung (AEVO). Chancen zur Qualitätssicherung der beruflichen Ausbildung?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265411
Blick ins Buch
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