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Berufsethik. Diskussion berufsethischer Grundsätze anhand einer Selbstdarstellung

Titel: Berufsethik. Diskussion berufsethischer Grundsätze anhand einer Selbstdarstellung

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2012 , 16 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Daniela Bachmann (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Psychosoziale Beratung/Counseling mit ihren spezifischen Schwerpunkten gilt als eine Schlüsselkompetenz der Sozialen Arbeit und als Bindeglied zwischen innerpsychisch zentrierten Ansätzen (Psychotherapie) und reinen Informationsangeboten (vgl. Gahleitner, 2012). Um eine Berufsidentität für BeraterInnen zu etablieren, um Qualität zu sichern und weiterzuentwickeln, aber auch für die Orientierung Professioneller, Semi-Professioneller, Interessierter und Betroffener sind ethische Standards sinnvoll und nötig auch hinsichtlich der Transparenz und Nachvollziehbarkeit dieser in Deutschland jüngeren Wissenschaftsdisziplin.
Ziel dieser Seminararbeit ist es, spezifische berufsethische Grundsätze für die psychosoziale Beratung zusammenzufassen und aufzuzeigen, um diese dann anhand einer Selbstdarstellung kritisch zu diskutieren.
Besondere Beachtung finden dabei die Kodizes christlicher Ausbildungsstätten und Verbände.
Im ersten Teil der der Hausarbeit wird der Begriff Berufsethik definiert. Daraufhin erfolgt eine Darstellung ethischer Standards unter Berücksichtigung ihrer grundsätzlichen Ziele zusammengefasst aus den Selbstdarstellungen und Veröffentlichungen von (zum Teil christlichen) Ausbildungsstätten und Dachverbänden der Beratung in Deutschland und der Schweiz.
Im zweiten Teil der Arbeit werden die Kodizes anhand einer frei gewählten Selbstdarstellung (Homepage) der Autorin diskutiert. Abschließend folgt eine Zusammenfassung der Ergebnisse.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Berufsethische Standards in der Beratungsdisziplin

2.1 Definition Berufsethik

2.2 Ziele ethischer Richtlinien im Berufsfeld Beratung

2.3 Die Person des/der Beraters/in

2.3.1 Werte/Biblisches Fundament

2.3.2 Persönliche Gesundheit

2.3.3 Fachliche Kompetenz

2.3.4 Meldepflicht

2.3.5 Gesetzliche Rahmenbedingungen

2.4 Beratungsbeziehung

2.4.1 Respekt vor der Person

2.4.2 Unabhängigkeit der Partner

2.4.3 Schweigepflicht

2.5 Regeln im Beratungsprozess

2.5.1 Transparenz

2.5.2 Vereinbarungen

2.5.3 Entscheidungsfreiheit

2.5.4 Dokumentation und Akteneinsicht

2.5.5 Beschwerden und Abbruch

2.6 Merkblatt für Ratsuchende

3. Reflexion berufsethischer Richtlinien in Bezug auf die Selbstdarstellung als Beraterin mit der Homepage http://www.praxis-bluetezeit.de/

3.1 Aufbau der Homepage „Blütezeit“

3.2 Charakteristika der Selbstdarstellung (Internetauftritt)

3.2.1 Transparenz/Offenheit

3.2.2 Struktur

3.2.3 Kreativität/Individualität

3.3 Inspiration

3.4 Konkrete Anregungen zu Veränderungen

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit verfolgt das Ziel, berufsethische Grundsätze für die psychosoziale Beratung zu systematisieren und deren praktische Anwendung durch eine kritische Reflexion des eigenen Internetauftritts zu überprüfen.

  • Definition und Grundlagen beruflicher Ethik im Beratungskontext
  • Zentrale Anforderungen an die Person des Beraters und die Beratungsbeziehung
  • Strukturvorgaben und Qualitätsstandards für Beratungsprozesse
  • Anwendung ethischer Kodizes in der digitalen Selbstdarstellung
  • Reflexion der eigenen beruflichen Identität und Weiterentwicklung

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Transparenz/Offenheit

Es ist mir als Beraterin wichtig, nachvollziehbar zu sein im Rahmen dessen, was ich als Dienstleisterin anbiete. Daher habe ich meine Motivation, meine Kompetenzen, meine Arbeitsweise (vgl. Vita) und die einzelnen Felder meiner Tätigkeit (vgl. Beratung, Coaching, Seelsorge) kurz beschrieben, damit die Ratsuchenden einen Eindruck von dem gewinnen, worauf sie sich eventuell einlassen. Auch wenn nicht alle Erwartungen mit einem Internetauftritt geklärt werden können, ist es mir doch wichtig, so eindeutig, wie möglich zu informieren und zu formulieren. Wo ich es für nötig empfunden habe, sind weiterführende Seiten verlinkt (z.B. prepare/enrich; ethische Richtlinien der BI). Wie das Leben an sich ist diese Selbstdarstellung in Form der Homepage in ständigem Wandel und muss je nach Bedarf angepasst werden.

Ich möchte nahbar sein für die Ratsuchenden, denn in der Beratung geht es immer um Beziehungen und Vertrauen. Daher habe ich meinen beruflichen Werdegang beschrieben, aber auch meine persönlichen Interessen. Um die Menschen zu schützen, die ich besonders liebe und für die ich mich verantwortlich fühle, habe ich z.B. bewusst darauf verzichtet, zu eindeutige Angaben zu meiner Ehe/meinem Ehepartner oder meinem Kind (Geschlecht, Name, Alter) zu machen.

Besonders wichtig war es mir, Seelsorge und Beratung zu trennen und auch unter Vita darauf hinzuweisen, welche theologische Einstellung ich grundsätzlich teile. Professionalität bedeutet für mich, meine implizite Glaubenshaltung wahr- und ernst zu nehmen, diese aber als explizite Arbeitstechnik aus dem Beratungsprozess herauszuhalten. Die Seelsorge, als theologische Aufgabe, klärt für mich die vier-dimensionale Beziehung (Mensch-Mitmensch; Mensch-Gott; Mensch-Schöpfung; meine Beziehung zu mir selbst), in welche Gott uns als Geschöpfe hineingestellt hat und deren Bezugspunkt er in jedem Fall ist, je nach Schwerpunkt und Anliegen des Klienten/der Klientin. Die Beratung klärt die horizontale Ebene zwischen Menschen und meine Beziehung zu mir selbst. Transparenz und Offenheit laden ein und gewinnen Menschen und da ich von den Möglichkeiten der psychosozialen Beratung überzeugt bin, ist das eine gewollte Wirkung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Relevanz der Berufsethik in der psychosozialen Beratung zur Etablierung einer professionellen Identität und setzt das Ziel der Arbeit fest.

2. Berufsethische Standards in der Beratungsdisziplin: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe und erläutert die Anforderungen an die Person des Beraters, die Beratungsbeziehung sowie die formalen Abläufe im Beratungsprozess.

3. Reflexion berufsethischer Richtlinien in Bezug auf die Selbstdarstellung als Beraterin mit der Homepage http://www.praxis-bluetezeit.de/: Dieser Teil reflektiert die Umsetzung der zuvor beschriebenen ethischen Standards im konkreten Kontext des eigenen Internetauftritts unter Berücksichtigung von Transparenz, Struktur und Individualität.

4. Zusammenfassung: Hier werden die Ergebnisse der Auseinandersetzung mit ethischen Standards reflektiert und betont, dass erst das Zusammenspiel von Qualitätsvorgaben und menschlichem Faktor eine wirksame Beratung ermöglicht.

Schlüsselwörter

Berufsethik, Psychosoziale Beratung, Counseling, Beratungsprozess, Berufsidentität, Ethikkodex, Transparenz, Schweigepflicht, Fachliche Kompetenz, Internetauftritt, Selbstdarstellung, Qualitätssicherung, Seelsorge, Beratungsbeziehung, Professionelles Handeln.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den berufsethischen Grundsätzen in der psychosozialen Beratung und reflektiert deren praktische Umsetzung in der eigenen beruflichen Selbstdarstellung auf einer Website.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Definition beruflicher Ethik, die Standards für die Person des Beraters, die Gestaltung der Beratungsbeziehung und die regulatorischen Rahmenbedingungen des Beratungsprozesses.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, berufsethische Leitlinien zusammenzufassen und kritisch zu diskutieren, wie diese in der digitalen Praxis, konkret auf einer eigenen Beratungs-Homepage, sichtbar gemacht werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Literaturrecherche und -auswertung fachlicher Standards sowie eine reflektierende Fallstudie in Form einer kritischen Analyse der eigenen Selbstdarstellung als Beraterin.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst theoretische Ethik-Standards von Fachverbänden dargestellt und anschließend auf die Struktur, Transparenz und Wirkung der Homepage der Autorin angewendet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Berufsethik, Beratungsprozess, Transparenz, professionelle Identität und Qualitätssicherung beschreiben.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen Beratung und Seelsorge?

Die Autorin definiert Seelsorge als eine vierdimensionale theologische Aufgabe, die den Bezug zu Gott miteinbezieht, während sie die Beratung als eine horizontale Ebene zwischen Menschen und zur Selbstbeziehung einstuft.

Warum ist das Thema Transparenz für die Autorin so bedeutsam?

Für die Autorin ist Transparenz essenziell, um das Vertrauen der Ratsuchenden zu gewinnen und eine nachvollziehbare Grundlage für die professionelle Dienstleistung zu schaffen.

Welchen Stellenwert nimmt die Struktur in der Beratung laut der Arbeit ein?

Struktur bietet für die Autorin Klarheit, Sicherheit und Schutz und dient dazu, Ratsuchenden in einer oft verwirrenden Lebenssituation Orientierung zu geben.

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Details

Titel
Berufsethik. Diskussion berufsethischer Grundsätze anhand einer Selbstdarstellung
Hochschule
Theologische Hochschule Friedensau  (Christliches Sozialwesen)
Veranstaltung
Berufsethik und Professionalität
Note
1,3
Autor
Daniela Bachmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
16
Katalognummer
V265493
ISBN (eBook)
9783656551454
ISBN (Buch)
9783656551485
Sprache
Deutsch
Schlagworte
berufsethik diskussion grundsätze selbstdarstellung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniela Bachmann (Autor:in), 2012, Berufsethik. Diskussion berufsethischer Grundsätze anhand einer Selbstdarstellung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265493
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Leseprobe aus  16  Seiten
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