Betrachtet man den Text Num 21,4-9 in der Elberfelder Bibelübersetzung, so fällt auf, dass es keine textkritischen Anmerkungen gibt.
Dennoch gibt es Unstimmigkeiten. bei dem Gebrauch des Schlangenbegriffes.
Die Elberfelder Bibelübersetzung verweist in ihrem Kommentar darauf, dass die richtige Übersetzung für die Schlangenbegriffe nicht genau geklärt ist.
So werden die Schlangen als feurige Schlangen bezeichnet, aber auch als Seraph-Schlangen.
Inhaltsverzeichnis
1. Textkritik
2. Literarkritik
2.1 Kontextanalyse
2.1.1 Abgrenzung
2.1.2 Einordnung des Textes in seinen Kontext
2.2 Aufbauanalyse
2.2.1 Textebene / Gliederung
2.2.2 Satzebene / Syntax
2.2.3 Wortebene / Terminologie
2.3 Integritätsanalyse
2.3.1 Schwer erklärbare Widersprüche und Spannungen
2.4 Ergebnisse
3. Überlieferungsgeschichte
4. Formgeschichte
5. Bestimmung des historischen Ortes
6. Traditionsgeschichte
7. Interpretation
7.1 Einzelinterpretation
7.2 Gesamtinterpretation
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die alttestamentarische Erzählung der ehernen Schlange (Num 21, 4-9) mittels exegetischer Methoden, um die literarische Struktur, die historische Einordnung und die theologische Bedeutung der Perikope zu erschließen.
- Literarkritische Analyse zur Untersuchung der Texteinheit
- Untersuchung der formgeschichtlichen Gattung als Mischform
- Historische Einordnung und Ätiologie des Nehuschtan
- Traditionsgeschichtliche Einbettung in die Exodustradition
- Interpretation der Erzählung als Heilstatsgeschichte Gottes
Auszug aus dem Buch
2.2.2 Satzebene / Syntax
Ein großer Teil des erzählenden Anteils der Perikope ist hauptsächlich parataktisch, während einige Sätze auch hypotaktisch sind. Dies sind insgesamt: der erste Satz, ein Finalsatz; der erste Satz in V.7- ein Relativsatz; in V.8 der erste Redeteil (der Vorwurf an Gott und Mose ist mit zwei rhetorischen Fragen konstruiert); V.8 ein Konsekutivsatz und Teil zwei von V.9 – ein Konditionalsatz.
Wie schon in Punkt 2.2.1 erwähnt hat Mose keine direkten Redeanteile, das Volk dagegen gleich zwei, und Gott spricht einmal. Die Zeit in der gesamten Szene ist Präteritum.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Textkritik: Untersuchung der verschiedenen Bibelübersetzungen und der Unstimmigkeiten bei den Schlangenbegriffen.
2. Literarkritik: Analyse des Kontextes, des Aufbaus und der Integrität des Textes hinsichtlich seiner Einheitlichkeit.
3. Überlieferungsgeschichte: Beleuchtung der Vorgeschichte des Textes und der schwierigen Rekonstruktion seiner Elemente.
4. Formgeschichte: Einordnung der Perikope als Mischgattung zwischen Murr-Erzählung und Rettungsgeschichte.
5. Bestimmung des historischen Ortes: Diskussion über die fiktive Natur der Geschichte und ihre ätiologische Funktion.
6. Traditionsgeschichte: Analyse der Zentralbegriffe und Einbettung in die Exodustradition.
7. Interpretation: Zusammenführung der Ergebnisse zur Einzel- und Gesamtdeutung der heilsgeschichtlichen Aussage.
Schlüsselwörter
Eherne Schlange, Numeri 21,4-9, Exegese, Exodustradition, Murren, Rettungsgeschichte, Ätiologie, Nehuschtan, Mose, Jahwe, Bibelkunde, Altes Testament, Schlangenplage, Heilstatsgeschichte, Literarkritik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit widmet sich der exegetischen Analyse der Erzählung über die eherne Schlange in Numeri 21, 4-9.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Untersuchung deckt literarkritische, formgeschichtliche, traditionsgeschichtliche und historisch-kritische Aspekte des Textes ab.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, die literarische Einheit der Erzählung zu prüfen sowie deren theologischen Sitz im Leben und ihre Bedeutung als Ätiologie zu bestimmen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es werden klassische exegetische Methoden wie Text-, Literatur-, Form-, Überlieferungs- und Traditionsgeschichte angewandt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Exegese des Textes, angefangen bei der kritischen Analyse der Sprache bis hin zur Gesamtinterpretation der theologischen Kernaussagen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen gehören die Exodustradition, das Murr-Motiv, die eherne Schlange, der Nehuschtan und die Rolle Moses als Fürbitter.
Wie bewertet der Autor die Einheitlichkeit des Textes?
Obwohl unterschiedliche Motive und Schlangenbegriffe vorliegen, kommt der Autor zu dem Schluss, dass der Text als eine literarisch einheitliche Einheit betrachtet werden kann.
Welche Rolle spielt die Verbindung zu 2. Könige 18,4?
Dieser Bezug ist entscheidend für die ätiologische Einordnung, da die Erzählung in Numeri nachträglich eine Legitimationsfunktion für das eherne Schlangenbild im Kult erhalten hat.
- Quote paper
- André Stepanek (Author), 2010, Altes Testament. Eherne Schlange, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265514