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Nationalsozialistische Propaganda im Dritten Reich und im 2. Weltkrieg

Title: Nationalsozialistische Propaganda im Dritten Reich und im 2. Weltkrieg

Term Paper , 2003 , 23 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Jens Allendorff (Author)

Communications - Journalism, Journalism Professions
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Das „Dritte Reich“ ist die Bezeichnung für die nationalsozialistische Diktatur in Deutschland in den Jahren 1933 bis 1945 unter Adolf Hitler. Der Begriff wurde von den Nationalsozialisten propagandistisch verwendet, um ihr Reich in die Kontinuität des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation, des ersten Reiches, und des Deutschen Kaiserreiches, des zweiten Reiches, zu stellen. Im Juli 1939 verbot das Propagandaministerium die weitere Verwendung des Begriffes „Drittes Reich", da Gegner des nationalsozialistischen Regimes den Ewigkeitsanspruch des Dritten Reiches in dem Begriff des „vierten Reiches" persifliert hatten.

Die quasireligiöse Vorstellung eines Dritten Reiches als idealem Endzustand staatlicher Ordnung zog sich bereits seit dem Mittelalter wie ein roter Faden durch die europäische Geschichtsphilosophie. Hierbei wurde die Geschichte als Aufeinanderfolge dreier Zeitalter interpretiert: Auf das „Reich des Vaters" (des Gesetzes) sollte das „Reich des Sohnes" (des Evangeliums) und das „Reich des Heiligen Geistes" (der Liebe und Freiheit) folgen. Bedeutende Philosophen (Hegel, Schelling, Spengler) und Dichter (Lessing, Dostojewskij) griffen diese mythologische Vorstellung immer wieder auf.

1923 erschien "Das dritte Reich" von Arthur Moeller van den Bruck, in welchem dem Begriff erstmals eine direkt politische – und auch rassistische – Dimension verliehen wurde. Anfänglich griffen Hitler und seine Parteigenossen das in diesem Konglomerat von Vorstellungen enthaltene Pathos bereitwillig für ihre Propaganda auf. Mit zunehmender Abneigung der nationalsozialistischen Machthaber gegenüber religiösem Gedankengut verschwand der Begriff offiziell in der Versenkung.

Der Zweite Weltkrieg war als globale kriegerische Auseinandersetzung ein Schlüsselereignis in der Geschichte des 20. Jahrhunderts. Verursacher war das nationalsozialistische Deutschland, das mit dem Überfall auf Polen die Kampfhandlungen am 1. September 1939 begann. Am Ende des Krieges, nach der bedingungslosen Kapitulation, am 08. Mai 1945, standen die Teilung des deutschen Staates und eine neue politische und wirtschaftliche Weltordnung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort 2

1. Einleitung 3

2. Joseph Goebbels 4

3. Nationalsozialismus und Propaganda 5

4. Die Propaganda im 2. Weltkrieg 7

5. Propaganda-Unternehmen „Skorpion“ 11

6. Das Radio und die Radio-Reportage 12

7. Propaganda im Film 14

7.1 Der staatliche Zugriff auf das Filmwesen 14

7.2 Propaganda im NS-Film 15

8. Inhalte und Themen in Filmen des Dritten Reiches 15

8.1 Partei- und Propagandafilme im engeren Sinne 15

8.2 Triumph des Willens 16

8.3 Antisemitismus 17

8.4 Feindpropaganda und Kriegspropaganda 17

8.5 Durchhaltefilme 18

8.6 Propaganda in der Komödie 18

8.7 Das Ende der Filmindustrie 20

9. Fazit 20

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die Strategien und Instrumente der nationalsozialistischen Propaganda während der Zeit des Zweiten Weltkriegs, mit besonderem Fokus auf die Rolle von Radio und Film als Mittel der Massenbeeinflussung und psychologischen Kriegsführung.

  • Methoden der nationalsozialistischen Medienlenkung und Gleichschaltung
  • Funktion und Organisation der Propagandakompanien (PK)
  • Einsatz von Film und Radio als Werkzeuge der Unterhaltung und Indoktrination
  • Vergleichende Analyse verschiedener Filmgenres und deren politischer Instrumentalisierung
  • Psychologische Steuerung von Stimmung und Kriegswillen in der Bevölkerung

Auszug aus dem Buch

Die Propaganda im 2. Weltkrieg

Die deutsche Propaganda hatte im Zweiten Weltkrieg folgende Aufgaben: Zersetzung des „Wehrwillens“ gegnerischer Soldaten auf den Schlachtfeldern, Beeinflussung der Zivilbevölkerung in besetzten Gebieten und Stärkung des „Durchhaltewillens“ in der deutschen Bevölkerung. Flugblätter, Broschüren, Lautsprecherdurchsagen, Film und Rundfunk waren die Mittel der Propaganda. Sie setzte hierbei u. a. so genannte „Propagandakompanien (PK)“ ein, die militärisch gegliedert waren.

Trotz der anerkannten Bedeutung des Films als Propagandamittel sind die dafür im Einsatz befindlichen Filmberichterstatter eine überraschend kleine Gruppe. Zu diesem Zeitpunkt arbeiteten insgesamt nur 219 Männer bei den Wehrmachtsteilen: 85 arbeiteten beim Heer, 42 bei der Marine, 46 bei der Luftwaffe und 46 bei der Waffen-SS.

Eine „Propagandakompanie“ bestand aus drei „Kriegsberichterzügen“. Jeder Zug war jeweils gegliedert in einen Worttrupp, einen Bildtrupp, einen Filmtrupp und einen Rundfunktrupp. Ab 1940 bekamen die PKs aller Wehrmachtsteile eine Ausbildung an der Waffe. Dazu gehörten u. a. das Schießen mit MG, Bombenzielwurf, Gerätegewöhnung, Feindkunde und eine politische Schulung im Sinne des NS. Die Aufgabe der PKs bestand darin, „den Verlauf des Krieges durch die psychologische Steuerung der Stimmung zu Hause, im Ausland, an der Front und im Feindesgebiet zu beeinflussen.“ Die PKs wurden zu einem immens wichtigen Instrument der Kriegsführung.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Einleitung in die Begrifflichkeit des „Dritten Reiches“ und des Zweiten Weltkriegs als historischer Kontext der Arbeit.

1. Einleitung: Darstellung der Ausgangslage, in der die Bedeutung von Film und Radio als neue Machtmedien für die politische Führung erkannt wurde.

2. Joseph Goebbels: Biografie und Aufstieg von Joseph Goebbels zum Reichspropagandachef und dessen zentrale Rolle bei der Etablierung des NS-Mediensystems.

3. Nationalsozialismus und Propaganda: Analyse der Institutionalisierung der Propaganda und der massiven Einschränkung von Pressefreiheit nach 1933.

4. Die Propaganda im 2. Weltkrieg: Beschreibung der Aufgaben und Strukturen der Propagandakompanien (PK) als Werkzeuge der Kriegsführung.

5. Propaganda-Unternehmen „Skorpion“: Erläuterung dieses spezifischen Unternehmens zur psychologischen Einflussnahme in der späten Phase des Krieges.

6. Das Radio und die Radio-Reportage: Darstellung des Rundfunks als Mittel zur „Gleichschaltung“ und zur Verbreitung von Frontreportagen.

7. Propaganda im Film: Untersuchung des staatlichen Zugriffs auf die Filmindustrie durch die Reichsfilmkammer und das Lichtspielgesetz.

8. Inhalte und Themen in Filmen des Dritten Reiches: Detaillierte Analyse verschiedener Filmgenres, von Propagandafilmen über antisemitische Hetzstreifen bis hin zu Unterhaltungskomödien.

9. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Wirksamkeit nationalsozialistischer Propaganda und der kritischen Reflexion gegenüber staatlicher Medienmanipulation.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Joseph Goebbels, Propaganda, Zweiter Weltkrieg, Medienlenkung, Filmpropaganda, Rundfunk, Propagandakompanien, Gleichschaltung, Antisemitismus, Durchhaltefilme, Filmindustrie, Massenbeeinflussung, Kriegsberichterstattung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Methoden, mit denen das nationalsozialistische Regime Medien wie Film und Radio einsetzte, um die Bevölkerung im Zweiten Weltkrieg zu manipulieren und den Kriegswillen aufrechtzuerhalten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die institutionalisierte Medienkontrolle, die Arbeit der Propagandakompanien, der Einfluss auf das Filmschaffen und die gezielte Nutzung des Rundfunks als Führungsinstrument.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Propaganda in verschiedenen Medienformen perfektioniert wurde, um psychologischen Einfluss auf die deutsche Bevölkerung und das Ausland auszuüben.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse historischer Dokumente, Fachliteratur und Berichte über die mediale Praxis des „Dritten Reiches“.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Rolle von Goebbels, die Organisation der Propagandakompanien, die Funktion des Radios sowie die verschiedenen Genres des nationalsozialistischen Films, einschließlich Komödien und Durchhaltefilmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Nationalsozialismus, Propaganda, Medienlenkung, Filmpropaganda, Propagandakompanien und psychologische Kriegsführung.

Welche besondere Rolle spielte das „Unternehmen Skorpion“?

Das Unternehmen Skorpion war ein propagandistisches Instrument der späten Kriegsjahre, das versuchte, durch ein „Frage-und-Antwort-Spiel“ in Flugblättern eine glaubwürdigere Ansprache der Soldaten zu erreichen, indem es teilweise die Realitäten des Krieges thematisierte.

Warum wurden selbst „unpolitische“ Unterhaltungskomödien propagandistisch genutzt?

Die Analyse zeigt, dass Unterhaltungsfilme genutzt wurden, um unterschwellige Botschaften zu transportieren und den Zusammenhalt der „Volksgemeinschaft“ zu fördern, gerade weil das Publikum dort keine direkten politischen Inhalte erwartete.

Wie reagierten die Zuschauer auf die Propaganda im Verlauf des Krieges?

Laut der Arbeit nahm die Skepsis gegenüber der offensichtlichen Propaganda mit fortschreitender Kriegsdauer deutlich zu, was dazu führte, dass die Zuschauer vermehrt eskapistische Unterhaltungsformate bevorzugten.

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Details

Title
Nationalsozialistische Propaganda im Dritten Reich und im 2. Weltkrieg
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut für Publizistik)
Course
Übung: Medien und Propaganda in militärischen Konflikten
Grade
2,0
Author
Jens Allendorff (Author)
Publication Year
2003
Pages
23
Catalog Number
V26556
ISBN (eBook)
9783638288521
ISBN (Book)
9783668104990
Language
German
Tags
Nationalsozialistische Propaganda Dritten Reich Weltkrieg Medien Konflikten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jens Allendorff (Author), 2003, Nationalsozialistische Propaganda im Dritten Reich und im 2. Weltkrieg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26556
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