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Intervention Mapping. Stressprävention und Stressregulierung im Setting Hochschule

Title: Intervention Mapping. Stressprävention und Stressregulierung im Setting Hochschule

Seminar Paper , 2011 , 24 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Master of Arts Sascha Schmid (Author)

Health - Miscellaneous
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„In der Erkenntnis seiner Lage liegt die Chance des Menschen“, verkündete der Philosoph Blaise Pascal, der den Menschen als ein, an die Ketten des Daseins, gebundenes Wesen betrachtete. Wohl wahr, sind wir alle hin- und hergerissen zwischen den Anforderungen des privaten Lebens und den Anforderungen der Arbeit. Die eigenen Erwartungen sollen genauso erfüllt werden, wie die der Familie. Man sollte sich der Karriere uneingeschränkt widmen, gleichzeitig sollen aber auch die sozialen Kontakte nicht zu kurz kommen. Prüfungen und etliche Lerneinheiten im Studium müssen pflichtgemäß und erfolgreich absolviert, aber im gleichen Atemzug müssen noch andere Prioritäten des Lebens erledigt werden. Aufgabe des Individuums ist es nun, eine Balance zwischen den umweltbedingten Anforderungen und den persönlichen Bewältigungsstrategien zu halten. Dies geschieht zunächst einmal in der pascalschen Erkenntnis, dass der Stress im Kopf entsteht. Angesprochen ist damit der transaktionale Ansatz von Richard Lazarus, dessen Stressmodell als theoretische Rahmenkonzeption für diese Arbeit dienen soll. Die Anwendung dieser Theorie und die Auswahl adäquater Stressbewältigungsmaßnahmen für Studierende einer Universität sollen Bestandteil einer fiktiven Intervention sein, die unter dem Titel Students Stress Project firmiert. Die Realisierung dieser Intervention folgt den Schritten des Intervention Mapping Ansatzes, dessen Handlungslogik, sowohl die individuelle als auch die organisationale Ebene berücksichtigt.

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Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 BEDÜRFNISANALYSE – SCHRITT EINS

2.1 Ergebnisse und Implikationen

3 MATRIZEN – SCHRITT ZWEI

4 METHODEN UND ANWENDUNGEN – SCHRITT DREI

4.1 Theoretische Fundierung - Das Elaboration-Likelihood Modell (ELM)

4.2 Akteurzentrierte Methoden und Anwendungen

5 PROGRAMMENTWICKLUNG – SCHRITT VIER

5.1 Ablauf des Gesundheitsprogramms

6 IMPLEMENTATIONSPLANUNG – SCHRITT FÜNF

7 EVALUATIONSPLANUNG – SCHRITT SECHS

8 KRITISCHE REFLEXION

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit entwickelt ein fiktives Gesundheitsförderungsprogramm namens "Students Stress Project", um Studierende bei der Stressbewältigung zu unterstützen und die strukturellen Rahmenbedingungen an Hochschulen gesundheitsförderlicher zu gestalten. Basierend auf dem Intervention-Mapping-Ansatz wird ein systematischer Rahmen geschaffen, der sowohl verhaltensbezogene als auch verhältnisorientierte Interventionen integriert, um die Studienbedingungen nachhaltig zu verbessern.

  • Anwendung des Intervention-Mapping-Ansatzes zur Stressprävention.
  • Analyse von Belastungsfaktoren im Studium, insbesondere Stress und Prokrastination.
  • Einsatz psychologischer Theorien wie dem PRECEDE-Modell und dem Elaboration-Likelihood Modell.
  • Konzeption eines 12-wöchigen Stressbewältigungsprogramms und dessen Implementierungsplanung.

Auszug aus dem Buch

4.1 Theoretische Fundierung - Das Elaboration-Likelihood Modell (ELM)

Um den Einfluss der persuasiven Kommunikation auf die gesundheitsrelevante Einstellung interpretieren und vorhersagen zu können, bedarf es einer theoretischen Konzeption der Informationsverarbeitung. Hierfür eignet sich das ELM, das in Abbildung 3 etwas vereinfacht repliziert ist.

Eine prägnante Zusammenfassung des Modells formulieren Petty, Barden und Wheeler (2009, S. 195f):

„In the simplest sense, the ELM does three things. First, the ELM points to two routes to persuasion – a thoughtful and cognitively effortful route that occurs when the person is both motivated and able to think […] and a less thoughtful route that occurs when motivation and ability are low. Second, the model points to consequences of these two routes. Thoughtful attitudes are […] confidently held, persistent over time […] and predictive of behavior. Third, the model specifies how variables have an impact on persuasion […] Variables can influence a person’s motivation to think or one’s ability to think.“

Diese sogenannten Variablen entsprechen in dieser Arbeit den sechs Prinzipien der Persuasion nach Cialdini (2010). Diese lauten Autorität, soziale Bewährtheit, Knappheit, Sympathie, Reziprozität und Konsistenz. Diese Prinzipien sind entsprechend unserer Interventionsüberlegung anzuwenden. Ein Beispiel für den Gesundheitskontext bietet Cialdini, Maner & Gerend (2007, S. 269). Überdies finden sich die wichtigsten Aussagen zu den zentralen und peripheren Prozessen in Tabelle 3.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Das Kapitel führt in die Problematik von Stress bei Studierenden ein und begründet die Notwendigkeit einer universitären Intervention unter Rückgriff auf das Stressmodell von Lazarus.

2 BEDÜRFNISANALYSE – SCHRITT EINS: Hier werden mittels des PRECEDE-Modells die Lebensqualität und Risikofaktoren der Zielgruppe analysiert sowie geeignete Erhebungsinstrumente für eine Bestandsaufnahme definiert.

3 MATRIZEN – SCHRITT ZWEI: In diesem Schritt erfolgt die Spezifikation proximaler Programmergebnisse, indem soziale kognitive Theorien zur Festlegung von Handlungszielen und Änderungszielen herangezogen werden.

4 METHODEN UND ANWENDUNGEN – SCHRITT DREI: Das Kapitel legt die theoretischen Methoden (ELM, Goal-Setting-Theorie) und die daraus abgeleiteten praktischen Interventionsstrategien für die unterschiedlichen Zielgruppen fest.

5 PROGRAMMENTWICKLUNG – SCHRITT VIER: Hier wird das konkrete Gesundheitsförderungsprogramm konzipiert, inklusive eines zeitlichen Ablaufs der Trainingsmodule und der Einbindung von Informationsmaterialien.

6 IMPLEMENTATIONSPLANUNG – SCHRITT FÜNF: Dieser Abschnitt beschreibt die notwendigen Schritte zur Dissemination, die Identifikation von Schlüsselakteuren und die Erstellung eines Interventionsplans.

7 EVALUATIONSPLANUNG – SCHRITT SECHS: Es wird dargelegt, wie der Erfolg der Intervention durch Ergebnis- und Prozessevaluation sowie unter Verwendung wissenschaftlicher Standards gemessen werden soll.

8 KRITISCHE REFLEXION: Das abschließende Kapitel diskutiert die Herausforderungen bei der Implementierung, wie etwa die Integration in den Studienalltag, und betont den iterativen Charakter des Intervention-Mapping-Ansatzes.

Schlüsselwörter

Intervention Mapping, Stressbewältigung, Gesundheitsförderung, Hochschule, Bachelorstudenten, PRECEDE-Modell, Elaboration-Likelihood Modell, Prokrastination, Stressprävention, Verhaltensänderung, Transaktionales Stressmodell, Kohärenzsinn, Evaluation, Implementierungsplanung, Gesundheitsmanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeption eines präventiven Gesundheitsförderungsprogramms für Studierende im Bachelorstudium, um Stress und Prokrastination effektiv zu begegnen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse von Stressursachen im Setting Hochschule, der theoretischen Fundierung durch psychologische Modelle und der praktischen Interventionsplanung mittels Intervention Mapping.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Erstellung eines systematischen Interventionsplans, der die individuelle Stresskompetenz der Studierenden stärkt und strukturelle gesundheitsförderliche Bedingungen an der Universität fördert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt den strukturierten "Intervention Mapping"-Ansatz als methodische Grundlage, kombiniert mit Modellen wie dem PRECEDE-Modell und dem Elaboration-Likelihood Modell.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in sechs Schritte: Bedarfsanalyse, Matrizenerstellung, Methodenauswahl, Programmentwicklung, Implementierungsplanung und Evaluationsplanung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Intervention Mapping, Stressbewältigung, Hochschule, Prokrastination, Gesundheitsförderung und Evaluation.

Wie soll das Programm praktisch in den Studienalltag integriert werden?

Die Arbeit schlägt vor, die verpflichtenden Trainingsmodule als "SQ-Module" (Schlüsselqualifikationen) in das Studium einzubinden, um Leistungspunkte zu vergeben und die Teilnahme zu erleichtern.

Warum ist das Elaboration-Likelihood Modell für die Intervention relevant?

Das Modell hilft zu verstehen, wie persuasive Kommunikation die Einstellungen der Akteure an der Universität (z.B. Dozenten oder Verwaltung) beeinflussen kann, um die notwendige Unterstützung für das Programm zu gewinnen.

Welchen Stellenwert nimmt die Evaluation ein?

Die Evaluation ist ein essenzieller, integrierter Bestandteil des Prozesses, unterteilt in Ergebnis- und Prozessevaluation, um die Wirksamkeit der Intervention wissenschaftlich zu belegen.

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Details

Title
Intervention Mapping. Stressprävention und Stressregulierung im Setting Hochschule
College
University of Stuttgart
Grade
1,0
Author
Master of Arts Sascha Schmid (Author)
Publication Year
2011
Pages
24
Catalog Number
V265614
ISBN (eBook)
9783656554684
ISBN (Book)
9783656554820
Language
German
Tags
intervention mapping stressprävention stressregulierung setting hochschule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Master of Arts Sascha Schmid (Author), 2011, Intervention Mapping. Stressprävention und Stressregulierung im Setting Hochschule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265614
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