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Konfliktdiagnose und Dynamik der Eskalation

Título: Konfliktdiagnose und Dynamik der Eskalation

Trabajo , 2004 , 18 Páginas , Calificación: noch nicht

Autor:in: Dipl. Inf. Sabine Augustin (Autor)

Psicología - Consulta y Terapia
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Gegensätze, Reibungen, Spannungen und Konflikte sind alltägliche Erscheinungen unseres Arbeitslebens. Führungskräfte, Personalvertreter, Politiker sowie Vermittler, Berater und Trainer müssen mit Konflikten fachkundig und konstruktiv umgehen können. Es werden hierbei nur Konflikte in Organisationen behandelt und Hilfen zum Erkennen und Verstehen solcher Konflikte gegeben. Theoretische und praktische Anregungen zur konstruktiven Bewältigung sozialer Konflikte werden hier nicht mehr behandelt. Zunächst erfolgt eine Begriffsbestimmung und Erklärung, was als Konflikt bezeichnet wird. Danach wird kurz auf das Menschenbild im Rahmen sozialer Konflikte und Konfliktkonstellationen im meso-sozialen Raum eingegangen, um etwaige Anhaltspunkte für eine Konfliktdiagnose zu liefern.
Der Schwerpunkt dieser Abhandlung liegt allerdings bei der Konflikt-Eskalation. Nach einer allgemeinen Beschreibung des Prozesses der Eskalation anhand einiger Eskalationstheorien und einer eingehenden Erläuterung derer Basismechanismen wird ein neunstufiges Eskalations-Modell nach Friedrich Glasl angegeben. Abschließend werden die psychologischen Aspekte erörtert, die bei diesem Modell zum Tragen kommen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung: Sozialer Konflikt und Konfliktlösung im Sozialen

1.1 Inflation des Konfliktbegriffes

1.2 Definition des „sozialen Konfliktes“

1.3 Was ist kein sozialer Konflikt?

2. Menschenbild und soziale Konflikte

2.1 Das dreifältige Wesen des Menschen

2.2 Der geistige Kern der Persönlichkeit

2.3 Seelische Faktoren in sozialen Konflikten

3. Konfliktkonstellationen im meso-sozialen Rahmen

3.1 Die Bedeutung der Führer der Konfliktparteien

3.2 Die Beziehung der Repräsentanten zu ihren Parteien

3.3 Drei Konfliktkonstellationen nach Horst-Eberhard Richter und ein Sondertyp

4. Einführung zur Eskalationsproblematik

4.1 Der Nutzen einer zusammenhängenden Eskalationstheorie

4.2 Fünf Eskalationsstufen nach Louis Pondy: Vom latenten zum manifesten Konflikt

4.3 Vier Eskalationsphasen bei internationalen Krisen nach Quincy Wright: Von der erlebten Spannung zum militärischen Eingriff

4.4 Vierundvierzig Stufen der Eskalation nach Herman Kahn: Vom „normalen Wahnsinn“ zum „bizarren Wahnsinn“

5. Basismechanismen der Eskalationsdynamik

5.1 Zunehmende Projektion bei wachsender Selbstfrustration

5.2 Issue-Lawine und Simplifizierung

5.3 Wechselseitige Kausalitätsumkehrung bei gleichzeitiger Simplifizierung der Kausalitätsbeziehungen

5.4 Ausweitung des sozialen Rahmens bei gleichzeitiger Tendenz zum Personifizieren

5.5 Beschleunigung durch „pessimistische Antizipation“

6. Wendepunkte der Eskalation

7. Phasenmodell der Eskalation

7.1 Neun Eskalationsstufen nach Friedrich Glasl

7.2 Gesamtbild der neun Eskalationsstufen

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit analysiert die Dynamik sozialer Konflikte in Organisationen mit dem Ziel, psychologische Grundlagen für eine fundierte Konfliktdiagnose und ein Verständnis der Eskalationsprozesse zu schaffen. Dabei werden theoretische Modelle auf ihre Anwendbarkeit im mikro- und meso-sozialen Bereich untersucht, um Handlungsspielräume für eine konstruktive Auseinandersetzung aufzuzeigen.

  • Grundlagen der Konfliktdefinition und Abgrenzung von Nicht-Konflikten.
  • Psychologische Einflüsse des Menschenbildes und der Konfliktkonstellationen.
  • Eskalationstheoretische Ansätze und deren Basismechanismen.
  • Detaillierte Erläuterung des neunstufigen Eskalationsmodells nach Friedrich Glasl.
  • Verantwortungsbewusstes Handeln als Gegenentwurf zu sozialen Zwängen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Bedeutung der Führer der Konfliktparteien

Konflikte zwischen kollektiven Gebilden äußern sich mittelbar über ihre Führer oder Repräsentanten. Man muss daher für Interventionen der Konfliktbehandlung unterscheiden, wer eigentlich Konfliktpartei ist. Die interne Kohäsion nimmt mit steigender Eskalation immer mehr zu und es erfolgt zeitgleich eine Zentrierung der Kommunikation und Interaktion auf die Führer der Parteien. Sie fungieren als „Drehscheiben der Kommunikation“ und „Verteilerstellen“, werden sogar zur Projektionsfläche von Wunschvorstellungen ihrer eigenen Gruppenmitglieder. Die positiven Eigenschaften werden auf die eigene Partei, die negativen auf die Gegenpartei bzw. auf deren jeweiligen Führer projiziert. In den späteren Eskalationsstufen werden die Führer fast immer übermäßig idealisiert und als Helden und unerreichbare Götter gesehen.

Zum einen werden auf die Führer positive Eigenschaften projiziert, andererseits müssen die Führer sich nun bemühen, diesen Projektionen auch zu entsprechen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Sozialer Konflikt und Konfliktlösung im Sozialen: Definition des Konfliktbegriffes und Abgrenzung gegenüber alltäglichen Spannungen und logischen Meinungsverschiedenheiten.

2. Menschenbild und soziale Konflikte: Untersuchung der anthropologischen Dimensionen des Menschen und deren Einfluss auf die Entstehung sozialer Konflikte.

3. Konfliktkonstellationen im meso-sozialen Rahmen: Analyse der Rolle von Führungspersonen und Repräsentanten innerhalb von Konfliktparteien sowie typischer Rollenkonstellationen in Kleingruppen.

4. Einführung zur Eskalationsproblematik: Vorstellung verschiedener theoretischer Ansätze zur Eskalation, darunter die Modelle von Pondy, Wright und Kahn.

5. Basismechanismen der Eskalationsdynamik: Erläuterung der psychologischen Prozesse, wie Projektion, Komplexitätsreduktion und Personifizierung, die einen Konflikt beschleunigen.

6. Wendepunkte der Eskalation: Diskussion symbolischer Schwellenmomente, die den Übergang zu einer intensiveren Stufe des Konfliktes markieren.

7. Phasenmodell der Eskalation: Detaillierte Darstellung der neun Eskalationsstufen nach Friedrich Glasl sowie ein Fazit zur Dynamik des Eskalationsverlaufs.

Schlüsselwörter

Soziale Konflikte, Konfliktdynamik, Eskalationsprozess, Menschenbild, Konfliktkonstellationen, Führung, Projektion, Komplexitätsreduktion, Eskalationsstufen, Friedrich Glasl, Organisationspsychologie, soziale Interaktion, Verhandlungsführung, Krisenmanagement, Selbstverantwortung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den psychologischen Hintergründen und den dynamischen Prozessen bei der Entstehung und Eskalation sozialer Konflikte in organisationellen Kontexten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören das Menschenbild in Konflikten, die Rolle von Repräsentanten bei Gruppenkonflikten sowie die Basismechanismen, die zur Eigendynamik von Eskalationsspiralen beitragen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, theoretische Hilfsmittel zum Erkennen und Verstehen von Konfliktprozessen zu bieten, um die Grundlagen für eine fachkundige Konfliktdiagnose zu legen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine theoretische Analyse und Synthese existierender Konfliktforschung und Eskalationsmodelle, um ein neunstufiges Modell (nach Glasl) psychologisch zu erläutern.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Diagnose von Konflikten (Menschenbild, Rollenkonstellationen) und die Analyse der Eskalationsdynamik, inklusive ihrer Basismechanismen und Wendepunkte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Konfliktdynamik, Eskalationsstufen nach Glasl, Projektion, Komplexitätsreduktion und organisationale Konfliktsituationen definiert.

Welchen Einfluss haben Führungspersonen auf den Konflikt?

Führer fungieren oft als „Drehscheiben der Kommunikation“ und dienen als Projektionsfläche für die Wünsche ihrer Gruppe, was die Eskalation durch zunehmende Idealisierung der eigenen Seite beschleunigen kann.

Warum ist die Unterscheidung der „dämonisierten Zone“ wichtig?

Die „dämonisierte Zone“ beschreibt einen Bereich, für den sich aufgrund der Eskalation keine Seite mehr verantwortlich fühlt, was den Konflikt auf eine Ebene der reinen Schuldzuweisung und des „Recht-Habens“ verschiebt.

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Detalles

Título
Konfliktdiagnose und Dynamik der Eskalation
Universidad
University of Passau  (Lehrstuhl für Psychologie)
Curso
Kommunikative Kompetenz
Calificación
noch nicht
Autor
Dipl. Inf. Sabine Augustin (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
18
No. de catálogo
V26569
ISBN (Ebook)
9783638288620
ISBN (Libro)
9783638760256
Idioma
Alemán
Etiqueta
Konfliktdiagnose Dynamik Eskalation Kommunikative Kompetenz Konflikt Konfliktlösung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dipl. Inf. Sabine Augustin (Autor), 2004, Konfliktdiagnose und Dynamik der Eskalation, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26569
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