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Das Pferd zwischen Ponyhof und Lasagne. Zum medialen Umgang mit Tierschutzfällen am Beispiel des Ponyhofes Staaken und der Reiterin Christine W.

Title: Das Pferd zwischen Ponyhof und Lasagne. Zum medialen Umgang mit Tierschutzfällen am Beispiel des Ponyhofes Staaken und der Reiterin Christine W.

Bachelor Thesis , 2013 , 60 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Kirsten Stamer (Author)

Communications - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Verhungerte Pferde, Hunde in vermüllten Wohnungen und Masthähnchen, die schon lange vor der Schlachtung nicht mehr laufen können – Tierschutzfälle erregen bei den Rezipienten und allgemein in der Bevölkerung schnell große Aufmerksamkeit. Das Mitgefühl mit dem Tier ist groß – und es steigt. Die Medien wissen dies zu nutzen und warten mit dramatischen Bildern und tragischen Schlagzeilen auf.
In dieser Arbeit soll aufgezeigt werden, wie es um den Tierschutz in Deutschland bestellt ist, wie Medien mit Tierschutzfällen - vor allem im Pferdebereich - umgehen, welche Dynamik zur medialen Verbreitung führt und was Fachmedien tun können und sollten.
Die empirische Basis der Arbeit bilden meine eigenen Recherchen und Berichterstattungen in Tierschutzfällen, unter anderem für die Berliner Zeitung, das Online-Magazin mein-spandau.info und die Pferdefachzeitschrift St. GEORG. Besonders mit den Fällen des Ponyhof Staaken und einer in Linow beschlagnahmten Pferdeherde konnte ich mich in der Vergangenheit intensiv beschäftigen. Auch aufgrund meiner Vorbildung als Pferdewirtin für Zucht und Haltung bin ich an diesen Fällen besonders interessiert. Weitere Grundlagen bilden Gespräche und Interviews mit zuständigen Redakteuren und Tierärzten, die ich unter anderem während meiner Praktika bei der Berliner Zeitung und der St. GEORG führen konnte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 TIERE IM ZENTRUM DER AUFMERKSAMKEIT

2 DIE ENTWICKLUNG DES TIERSCHUTZES

2.1 VON JÄGERN UND PHILOSOPHEN

2.2 DIE ERSTEN TIERSCHUTZGESETZE

2.3 DAS DEUTSCHE TIERSCHUTZGESETZ

3 WANN UND WIE KOMMT TIERSCHUTZ IN DIE MEDIEN?

3.1 FACHMEINUNGEN: SEIT WANN SIND TIERSCHUTZFÄLLE INTERESSANT UND WARUM?

3.2 NACHRICHTENWERTTHEORIE: TIERE SIND NIEDLICH

3.3 SKANDALE – EINE CHRONOLOGIE

3.3.1 Östrogen im Kalbfleisch

3.3.2 Nikotin in Eiern

3.3.3 BSE

3.3.4 Kontaminiertes Fischmehl aus Garnelen

3.3.5 Der Wiesenhof-Skandal

3.3.6 Pferdefleisch in Rinderlasagne

4 FALLBEISPIEL 1: DER PONYHOF STAAKEN

4.1 DIE VORGESCHICHTE ZUM PONYHOF-FALL

4.1.1 2007 bis 2012: Das Ordnungsamt mahnt

4.1.2 Der Ponyhof wird geräumt: Tiere, die vermutlich sterben werden

4.1.3 Der weitere Verlauf: Gerüchte geistern durch Spandau

4.2 INSZENIERUNG UND INSTRUMENTALISIERUNG

4.3 DIE BERICHTERSTATTUNG

4.3.1 Der Tagesspiegel

4.3.2 Berliner Morgenpost

4.3.3 Die B.Z.

4.4 FAZIT DER BERICHTERSTATTUNG ÜBER DEN PONYHOF

5 DER UMGANG MIT TIERSCHUTZFÄLLEN IN FACHMEDIEN AM BEISPIEL DER PFERDEFACHZEITSCHRIFT ST. GEORG

5.1 DIE ST. GEORG

5.2 TIERSCHUTZ IM ST. GEORG

5.2.1 Rollende Folterkammern – Tiertransporte in den USA

5.2.2 Leidensgenossen – Die Sicht des Menschen auf das Tier

5.2.3 Der Pferderipper – Jagd nach einem Phantom

5.2.4 Die „Rollkur“ – Anerkannte Trainingsmethode oder Tierquälerei?

5.2.5 Von Sinti und Roma benutzt und getötet – „Das ist ein Mensch der ein Pferd quält“

6 FALLBEISPIEL 2: CHRISTINE W.

6.1 BERICHTERSTATTUNG DER ST. GEORG

6.2 BERICHTERSTATTUNG IN REAKTION AUF DAS VIDEO

6.3 REAKTIONEN IM INTERNET

7 WAS KÖNNEN UND SOLLTEN FACHMEDIEN LEISTEN?

7.1 PRESSEKODEX UND TIERSCHUTZ UNTER EINEM HUT

7.2 WÜNSCHE UND PFLICHTEN DER FACHMEDIEN

8 FAZIT UND AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den medialen Umgang mit Tierschutzfällen in Deutschland. Ziel ist es, aufzuzeigen, unter welchen Dynamiken Tierschutzthemen mediale Aufmerksamkeit generieren, wie sich die Berichterstattung in verschiedenen Medientypen unterscheidet und welche Rolle Fachmedien in diesem Kontext einnehmen können und sollten.

  • Analyse der historischen Entwicklung des Tierschutzes und der gesetzlichen Rahmenbedingungen.
  • Anwendung der Nachrichtenwerttheorie zur Erklärung medialer Berichterstattung über Tierschutzskandale.
  • Detaillierte Fallstudien zum Ponyhof Staaken und der Reiterin Christine W.
  • Untersuchung der Arbeitsweise der Pferdefachzeitschrift St. GEORG im Tierschutz.
  • Diskussion über journalistische Verantwortung, Pressekodex und die Rolle des Internets.

Auszug aus dem Buch

3.2 Nachrichtenwerttheorie: Tiere sind niedlich

Schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts wird an Nachrichtenfaktoren und der so genannten Nachrichtenwerttheorie geforscht. Einer der Kernpunkte dabei ist: „Auswahlkriterien, wie sie von Redakteuren in der Regel angewandt werden, strukturieren und verzerren die Berichterstattung in den Medien“ (Mast 2008, S.58). Die von den Medien geschaffene Realität unterscheidet sich deshalb deutlich von der tatsächlichen. Dies liegt hauptsächlich daran, dass eher über das Abweichende, als über das Normale und eher über neue Dinge als über bestehende berichtet wird.

Johan Galtung und Mari Holmboe Ruge entwickelten 1965 einen Katalog von zwölf Kriterien für den Nachrichtenwert. Diese Faktoren bestimmen häufig die Auswahl der Journalisten. Je mehr Nachrichtenfaktoren sich auf ein Ereignis beziehen lassen, desto größer ist die Chance, dass es medial beachtet wird (vgl. Mast 2008, S. 58 ff).

Im Folgenden sollen nun die Nachrichtenfaktoren, die sich in Bezug auf den Tierschutz eignen analysiert werden und wenn möglich, Tierschutzfälle aus den Medien zu den verschiedenen Faktoren vorgestellt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 TIERE IM ZENTRUM DER AUFMERKSAMKEIT: Die Einleitung erläutert das öffentliche Interesse am Tierschutz und definiert das Ziel der Arbeit, den medialen Umgang mit diesen Fällen zu untersuchen.

2 DIE ENTWICKLUNG DES TIERSCHUTZES: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick von den Ursprüngen des Tierschutzes bis zur heutigen Verankerung im deutschen Tierschutzgesetz.

3 WANN UND WIE KOMMT TIERSCHUTZ IN DIE MEDIEN?: Der Autor analysiert hier, welche Faktoren dazu führen, dass Tierschutzthemen in die mediale Berichterstattung gelangen, und liefert eine Chronologie der wichtigsten Lebensmittelskandale.

4 FALLBEISPIEL 1: DER PONYHOF STAAKEN: Eine detaillierte Untersuchung des Falles Ponyhof Staaken, inklusive der Vorgeschichte, der politischen und rechtlichen Konflikte sowie der Berichterstattung verschiedener Medien.

5 DER UMGANG MIT TIERSCHUTZFÄLLEN IN FACHMEDIEN AM BEISPIEL DER PFERDEFACHZEITSCHRIFT ST. GEORG: Dieses Kapitel beleuchtet exemplarisch, wie Fachmedien, hier die St. GEORG, Tierschutzthemen aufgreifen und einordnen.

6 FALLBEISPIEL 2: CHRISTINE W.: Eine Analyse der Berichterstattung über den Fall der Reiterin Christine W. und die Dynamiken, die durch Bild- und Videobeweise in verschiedenen Medien ausgelöst wurden.

7 WAS KÖNNEN UND SOLLTEN FACHMEDIEN LEISTEN?: Hier wird diskutiert, wie Fachmedien ihre journalistische Verantwortung im Einklang mit dem Pressekodex wahrnehmen und welche Rolle sie als Mittler zwischen Öffentlichkeit, Wissenschaft und Tierschutz einnehmen sollten.

8 FAZIT UND AUSBLICK: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die anfängliche Hypothese zur Emotionalisierung der Berichterstattung kritisch.

Schlüsselwörter

Tierschutz, Medienanalyse, Nachrichtenfaktoren, Tierquälerei, Ponyhof Staaken, Christine W., St. GEORG, Pferdesport, Nachrichtenwerttheorie, Journalistische Sorgfalt, Pressekodex, Emotionalisierung, Skandalisierung, Tierschutzgesetz, Fachmedien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Medien über Tierschutzfälle berichten und welche Faktoren bestimmen, welche Fälle mediale Aufmerksamkeit erhalten und welche nicht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die Entwicklung des Tierschutzrechts, die Anwendung der Nachrichtenwerttheorie auf Tierschutzfälle sowie die Rolle von Fachmedien bei der Berichterstattung über Tierwohl.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es zu ergründen, warum Tierschutzfälle in die Medien gelangen, wie diese Berichterstattung medienethisch einzuordnen ist und welche Verantwortung dabei speziellen Fachmedien zukommt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit basiert auf einer empirischen Grundlage aus eigenen Recherchen, Interviews mit Experten (z.B. Amtstierärzten) sowie einer inhaltlichen Analyse von Medienbeiträgen unter Anwendung der Nachrichtenwerttheorie nach Galtung und Ruge.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung, eine Chronologie von Lebensmittelskandalen sowie detaillierte Fallanalysen zum "Ponyhof Staaken" und dem Fall der Reiterin "Christine W.", gefolgt von einer Analyse der Pferdefachzeitschrift "St. GEORG".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselwörter sind unter anderem Tierschutz, Medienanalyse, Nachrichtenfaktoren, Tierquälerei, Fachmedien und die spezifischen Fallbeispiele Ponyhof Staaken und Christine W.

Wie beeinflusste das Internet die Berichterstattung im Fall Ponyhof Staaken?

Das Internet fungierte als Diskussionsplattform, auf der sich Teilnehmer radikalisierten, was starken Einfluss auf die lokale Berichterstattung in Spandau ausübte und zu teils unsachlichen Debatten führte.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Sachlichkeit in der Berichterstattung?

Überraschenderweise zeigte sich, dass Tageszeitungen weitestgehend um eine sachliche und objektive Berichterstattung bemüht waren, um sich von boulevardesken Darstellungen und unsachlichen Internetdiskussionen abzugrenzen.

Welche Rolle spielt die Pferdefachzeitschrift St. GEORG?

Die St. GEORG dient als Fachmedium-Beispiel, das zwar fachlich fundiert berichtet, jedoch in Tierschutzfragen teilweise eine sehr emotionale und teils boulevardeske Sprache wählt.

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Details

Title
Das Pferd zwischen Ponyhof und Lasagne. Zum medialen Umgang mit Tierschutzfällen am Beispiel des Ponyhofes Staaken und der Reiterin Christine W.
Course
Journalismus und Unternehmenskommunikation
Grade
1,3
Author
Kirsten Stamer (Author)
Publication Year
2013
Pages
60
Catalog Number
V265776
ISBN (eBook)
9783656557166
ISBN (Book)
9783656557159
Language
German
Tags
Pferde Tierschutz Christine W. Linow St. Georg Lebensmittelskandale Tierschutzgesetz Pferdesport
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kirsten Stamer (Author), 2013, Das Pferd zwischen Ponyhof und Lasagne. Zum medialen Umgang mit Tierschutzfällen am Beispiel des Ponyhofes Staaken und der Reiterin Christine W., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265776
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