Bearbeitung des Posteingangs (Unterweisungsentwurf Bürokaufmann / -frau)


Unterweisung / Unterweisungsentwurf, 2013
19 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Allgemein
1.1. Unterweisungsthema und Ausbildungsberuf
1.2. Einordnung in den Ausbildungsrahmenplan

2. Ausbildungssituation
2.1. Die Auszubildende
2.2. Der Ausbildungsbetrieb
2.3. Die Ausbilder bzw. Ausbildungsbeauftragten
2.4. Zeitpunkt und Räumlichkeiten
2.5. Materialien und Medium
2.6. Unterweisungsmethode

3. Lernziele
3.1. Lernzielarten
3.1.1. Richtlernziel
3.1.2. Groblernziel
3.1.3. Feinlernziele
3.2. Lernzielbereiche
3.2.1. Kognitiver Bereich
3.2.2. Affektiver Bereich
3.2.3. Psychomotorischer Bereich

4. Motivation
4.1. Intrinsische Motivation
4.2. Extrinsische Motivation

5. Datenschutz
5.1. Briefgeheimnis
5.2. Verschwiegenheitspflicht

6. Pädagogische Prinzipien
6.1. Prinzip der Aktivität
6.2. Prinzip der Praxisnähe
6.3. Prinzip der Verknüpfung

7. Schlüsselqualifikationen
7.1. Methodenkompetenz
7.2. Persönlichkeitskompetenz
7.3. Sozialkompetenz

8. Unterweisungsplan

9. Lernerfolgskontrolle und Transfer

10. Anlagen

1. Allgemein

Diese Ausarbeitung dient als schriftliche Ergänzung zum praktischen Teil der Ausbildereignungsprüfung.

1.1. Unterweisungsthema und Ausbildungsberuf

Als Unterweisungsthema wurde der Posteingang gewählt.

Einer von mehreren Berufen, in denen dieses Wissen vermittelt wird, ist das Berufsbild des Bürokaufmanns/der Bürokauffrau. Bürokaufleute können in den Verwaltungsabteilungen wie z. B. Buchhaltung, Personalabteilung, Sekretariat, von Unternehmen aller Wirtschaftsbereiche arbeiten. Sie führen u. a. Beratungsgespräche mit Kunden, bestellen und verkaufen Waren, stellen Rechnungen aus, prüfen diese und bearbeiten Reklamationen.

Da für alle Bereiche im Betrieb eine sorgfältige Postbearbeitung wichtig ist, gehört auch die sach- und ordnungsgemäße Bearbeitung des Posteingangs zu den wichtigen Aufgaben eines Bürokaufmanns/einer Bürokauffrau.

1.2. Einordnung in den Ausbildungsrahmenplan

Der Ausbildungsrahmenplan ist Bestandteil der Ausbildungsordnung. Im Ausbildungsrahmenplan werden die in der Ausbildungszeit zu vermittelnden Mindestkenntnisse und Fertigkeiten aufgelistet. In Bezug zu diesen erfährt der Auszubildende, auf die betrieblichen Gegebenheiten runtergebrochen, von seinem Ausbildungsbetrieb der dortigen spezifischen Handhabung von Arbeitsabläufen.1

2. Ausbildungssituation

Die Ausbildungssituation hängt u. a. vom Ausbildungsbetrieb, dem Ausbilder und der Auszubildenden ab. Diese sollten im Sinne einer erfolgreichen betrieblichen Ausbildung gut zusammenarbeiten.

2.1. Die Auszubildende

Die Auszubildende befindet sich im 1. Ausbildungsjahr. Sie ist 18 Jahre alt und hat einen guten Realschulabschluss. Obwohl sie ihre Ausbildung erst im August dieses Jahres begonnen hat, zeigt sie eine gute Integration ins Betriebsgeschehen. Ihr erster Einsatzort ist das Fort- und Weiterbildungsreferat. Hier kommt sie bereits mit der Postbearbeitung in Berührung, indem sie die dort eingehende Post an die zuständigen Mitarbeiter verteilt. Die Auszubildende wird als nächstes in der zentralen Poststelle eingesetzt. Zurzeit lernen sie in der Berufsschule die bürowirtschaftlichen Abläufe anhand der Postbearbeitung kennen.

2.2. Der Ausbildungsbetrieb

Die Ausbildung erfolgt bei „XXX“. Diese Einrichtung beschäftigt ca. 2.500 Mitarbeiter, die hauptsächlich in den Geschäftsfeldern XXX tätig sind. Bereichsübergreifend sind zentrale Abteilungen wie Buchhaltung, Personalabteilung und EDV-Abteilung eingerichtet.

Der Betrieb hat bereits vor mehreren Jahren von der Industrie- und Handelskammer die Anerkennung als Ausbildungsbetrieb erhalten.

2.3. Die Ausbilder bzw. Ausbildungsbeauftragten

Hauptausbilder sind Herr X und Frau X. Sie besitzen die fachliche Ausbildereignung und koordinieren die Ausbildung. Aufgrund der Betriebsgröße und den unterschiedlichen Einsatzorten der Auszubildenden, ist an jedem Ausbildungsplatz ein Ausbildungsbeauftragter vor Ort.

Die Ausbilder bzw. Ausbildungsbeauftragten gelten als Vorbilder für Auszubildende. Um eine respektierende und angemessene Distanz zwischen beiden Parteien zu wahren, ist die „Sie-Version“ in der Anrede zu nutzen. Auch wenn Auszubildende noch minderjährig sein sollten, haben sie das Recht, gesiezt zu werden. Sollte man sich persönlich kennen, ist gegen die „Du-Version“ nichts einzuwenden, sie sollte allerdings im offiziellen Kontakt nicht genutzt werden.

2.4. Zeitpunkt und Räumlichkeiten

Der Zeitpunkt wird dementsprechend gewählt, sodass die Auszubildende in der Regel am aufnahmefähigsten ist. Anpassend an den menschlichen Biorhythmus wird der Betriebliche Unterricht zwischen 9.30 Uhr und 10.00 Uhr stattfinden. Die Auszubildende ist nach der Frühstückspause gut gestärkt und wach für eine Unterweisungseinheit. Da der Kundenverkehr zu diesem Zeitpunkt geringer ist, bietet es der Auszubildenden und der Ausbilderin als gutes Zeitfenster.

Als Unterweisungsort wird der separate Besprechungsraum gewählt. Das umgestellte Telefon soll Störungen durch interne und externe Anfragen vermeiden, sodass sich die Auszubildende vollkommen der Unterweisungseinheit widmen kann. Zusätzlich soll das Schild „Bitte nicht stören - Betrieblicher Unterricht“ an der Tür des Besprechungsraums für eine ungestörte Lernatmosphäre sorgen.

2.5. Materialien und Medium

Folgende Materialien werden für diese Unterweisungseinheit benötigt:

- Karteikarten (und Magnete)
- Muster-Briefe
- Brieföffner
- Tacker
- Posteingangsstempel
- Ablagekörbe
- Handout (Lückentext als Zusammenfassung)
- Digitalkamera

Als Medium wird die Tafel eingesetzt. Die Auszubildende wird zu Beginn der Unterweisungseinheit den Ablauf des Posteingangs mithilfe von Karteikarten an der Tafel sortieren, um auf diese Weise einen ersten Überblick über diesen Vorgang zu erhalten. Im weiteren Verlauf wird die Ausbilderin unter jede Karteikarte eine weitere befestigen, die die wichtigsten Aussagen über die darüber angebrachte Karteikarte festhält.

2.6. Unterweisungsmethode

Um ein besseres Verständnis der Auszubildenden durch praktische, aktivierende und individuelle Umsetzung zu erzielen, wird in dieser Unterweisung die 4-Stufen-Methode gewählt. Die Auszubildende wird gleich von Beginn an durch Fragen einbezogen. Hierbei werden die Stufen 2 und 3 zusammengezogen, d. h. das Vor- und Nachmachen wird nicht nacheinander abgehandelt. Die Auszubildende wird gleich mit einbezogen, sodass sie die vermittelten Inhalte mit der Ausbilderin gemeinsam „erarbeitet“.

3. Lernziele

Lernziele dienen dazu, der Auszubildenden zu Beginn einer Ausbildungseinheit eine Orientierung hinsichtlich der Erwartung an ihr Endverhalten zu geben und am Ende die Möglichkeit zur Überprüfung des gewünschten Endverhaltens zu haben.

Bei dieser Unterweisung ist das vorgelagerte Lernziel „3.3.a.) Büromaterial verwalten“. Als nachgelagertes Lernziel wird in der nächsten Unterweisungseinheit das Thema „3.3 b) Postausgang kostenbewusst bearbeiten“ bearbeitet.

3.1. Lernzielarten

Das Lernziel beschreibt die Ausbildungsabsichten. Es gibt der Ausbilderin den Rahmen der Unterweisung vor und der Auszubildenden eine Aussage über die Ausbildungsabsichten.

Lernzielarten werden gemäß ihrer Eindeutigkeit und Genauigkeit unterschieden. Während das Richtlernziel unkonkret formuliert ist, definiert das Groblernziel die Ausbildungsabsichten genauer. Im Feinlernziel werden schließlich die Zielvorgabe für die Unterweisungseinheit spezialisiert und definiert.

3.1.1. Richtlernziel

Gemäß des Ausbildungsrahmenplanes für die Berufsausbildung zum Bürokaufmann/zur Bürokauffrau ist das Richtlernziel dieser Unterweisung „3. Bürowirtschaft und Statistik“.

[...]


1 s. Anlage 1

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Bearbeitung des Posteingangs (Unterweisungsentwurf Bürokaufmann / -frau)
Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg Mannheim, früher: Berufsakademie Mannheim
Note
1,0
Autor
Jahr
2013
Seiten
19
Katalognummer
V265790
ISBN (eBook)
9783656555926
ISBN (Buch)
9783656555964
Dateigröße
1238 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Unterweisung, AdA, Posteingang, Ausbildung der Ausbilder, Ausbildereignung
Arbeit zitieren
Theresa Nuhn (Autor), 2013, Bearbeitung des Posteingangs (Unterweisungsentwurf Bürokaufmann / -frau), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265790

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