Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Sport - Miscellaneous

Wandel der Sportvereine

Title: Wandel der Sportvereine

Term Paper , 2012 , 17 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Jens Malzer (Author)

Sport - Miscellaneous
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Häufig wird in der Wissenschaft, den Medien und unter den Menschen auf der Straße über den Wandel der heutigen Gesellschaft gesprochen. Viel wird darüber diskutiert, ob sich die Gesellschaft zu einer besseren oder schlechteren entwickelt.
Durch die immer größer werdenden Verpflichtungen der Kinder, beispielsweise durch Ganztagsschulen, oder der Alterung der deutschen Gesellschaft hat dieser Wandel auch Auswirkungen auf die Sportvereinsstruktur in Deutschland. Grundidee dieser Arbeit war herauszuarbeiten, ob es durch die gesellschaftlichen Veränderungen einen Rückgang der Mitgliederzahlen in den deutschen Sportvereinen gibt. Für diesen Rückgang sollten dann mögliche Begründungen herausgearbeitet werden, um eine Erklärung für diese Entwicklung zu finden. Die Prüfung der Mitgliederzahlen, wie das erste Kapitel dieser Arbeit zeigen wird, hat allerdings ergeben, dass diese Hypothese falsifiziert werden muss. Sodass nun nicht mehr die Entwicklung und ihre möglichen Begründungen im Vordergrund stehen, sondern die Anpassungserscheinungen der Sportvereine an die gesellschaftliche Entwicklung. Zentrale Frage dabei ist, warum es trotz der gesellschaftlichen Entwicklungen nicht zu einem Rückgang kommt.
Dazu werde ich in einem ersten Schritt die Bestandserhebungen der Mitgliederzahlen des Deutschen Olympischen Sporten Bundes (DOSB) auswerten, um den Verlauf der Mitgliederzahlen der Sportvereine in Deutschland zu kennen. In einem weiteren Schritt werde ich Bezug auf die WLSB – Vereinsstudie nehmen, da diese exemplarisch detailliertere Informationen über die Mitgliederentwicklung gibt.
Im zweiten Teil der Arbeit möchte ich dann speziell den Wandel und die Anpassungserscheinungen der Sportvereine behandeln. Im Vordergrund dabei sollen die Konkurrenz durch kommerzielle Anbieter, das Informelle Sporttreiben und der demographische Wandel stehen.
Aufgrund des Rahmens dieser Arbeit werde ich nicht explizit auf generelle gesellschaftliche Entwicklungen eingehen, sondern werde diese, sofern sie von Wichtigkeit sind, in die Kapitel einfließen lassen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Entwicklung der Mitgliederzahlen der Sportvereine in Deutschland

2.1 Bestandserhebungen des DOSB von 2001 - 2011

2.2 Die WLSB – Vereinsstudie

3 Wandel der Sportvereine in Deutschland

3.1 Konkurrenz durch kommerzielle Anbieter

3.2 Informelles Sporttreiben

3.3 Demographischer Wandel

4 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Strukturwandel der deutschen Sportvereine vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Veränderungen und prüft die Hypothese eines Mitgliederschwunds, um die tatsächlichen Anpassungsstrategien der Vereine zu identifizieren.

  • Analyse der Mitgliederentwicklung in deutschen Sportvereinen
  • Konkurrenzverhältnis zwischen Sportvereinen und kommerziellen Anbietern
  • Rolle und Bedeutung des informellen Sporttreibens
  • Herausforderungen durch den demographischen Wandel
  • Anpassungsstrategien der Vereine an moderne gesellschaftliche Bedürfnisse

Auszug aus dem Buch

3.1 Konkurrenz durch kommerzielle Anbieter

Seit Ende der 70er Jahre hat sich das Sportverständnis entscheidend geändert. Das Sporttreiben wurde nun effektorientiert ausgeübt (vgl. Woll, A., Bös, K., 2002, S.245). Die Fitnessverbesserung und der wohlgeformte Körper zählen zu den verbreitetesten Effekten, die durch Sport erreicht werden sollen. Der gesellschaftliche Wertewandel hin zum Individualismus verstärkt diesen Effekt. Denn ein gesunder, fitter Körper steht für einen durchsetzungsfähigen Menschen, der den Alltag ohne Probleme bewältigt (vgl. Bette, K.-H., 1999). Die Orientierung am sportlichen Ziel Fitness und Gesundheit wird vor allem durch die kommerziellen Anbieter gewährleistet. Die kommerziellen Anbieter verweisen auf einen „Prozess der Angebotsdifferenzierung“ (Heinemann, 2007, S.121). Gerade Fitnessstudios bieten neben dem Training an den Geräten häufig eine Vielzahl an verschiedenen Kursangeboten an.

Derzeit gibt es 5690 Fitnessstudios mit über 7.000.000 Mitgliedern (vgl. DPA, 2011). Dies sind sogar mehr als der größte deutsche Sportverband, der Deutsche Fußball Bund, aufweisen kann (vgl. DOSB, Bestandserhebung 2011). Doch trotz dieses Booms haben wir ja gesehen, dass es nicht zu einer Verringerung der Vereinsmitgliederzahlen kommt. Wie kann man das erklären? Pahmeier (1994, S.126) wies daraufhin, dass die Bindung an Sportprogrammen, die durch das Gesundheits- und Fitnessmotiv entstehen, nicht lange aufrecht erhalten werden. Motive wie die Geselligkeit und die soziale Unterstützung seien ebenfalls von enormer, wenn nicht sogar von größerer, Bedeutung. Dass geselligkeitsorientierte Vereine sich großer Beliebtheit erfreuen, ließ sich ja vorab schon aus der WLSB – Vereinsstudie ablesen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftlichen Wandel und stellt die Forschungsfrage, warum die Sportvereine trotz der Veränderungen entgegen anfänglicher Hypothesen keinen Rückgang der Mitgliederzahlen verzeichnen.

2 Entwicklung der Mitgliederzahlen der Sportvereine in Deutschland: Dieses Kapitel wertet statistische Daten des DOSB und die WLSB-Vereinsstudie aus, um die aktuelle Mitgliederentwicklung und Vereinstypen detailliert zu analysieren.

2.1 Bestandserhebungen des DOSB von 2001 - 2011: Basierend auf DOSB-Daten wird aufgezeigt, dass die Gesamtmitgliederzahlen entgegen der Ausgangshypothese nicht rückläufig sind, sondern vor allem bei Frauen und älteren Altersgruppen wachsen.

2.2 Die WLSB – Vereinsstudie: Diese Untersuchung vergleicht verschiedene Vereinstypen und stellt fest, dass insbesondere Mehrspartenvereine und Angebote im Breiten- und Gesundheitssport stabilisierend oder wachstumsfördernd wirken.

3 Wandel der Sportvereine in Deutschland: Das Kapitel behandelt die externen Herausforderungen wie kommerzielle Konkurrenz, den Trend zum informellen Sport sowie den demographischen Wandel und deren Auswirkungen auf die Vereinsstruktur.

3.1 Konkurrenz durch kommerzielle Anbieter: Es wird untersucht, wie Sportvereine durch neue Kursangebote auf die Konkurrenz durch Fitnessstudios reagieren und warum die soziale Bindung im Verein ein entscheidender Wettbewerbsvorteil bleibt.

3.2 Informelles Sporttreiben: Dieses Kapitel definiert informelles Sporttreiben als zeitlich flexiblen, nicht organisierten Sport und analysiert dessen ambivalente Rolle als potenzielle Ergänzung und Partner für den Vereinssport.

3.3 Demographischer Wandel: Die Analyse zeigt die Auswirkungen der alternden Gesellschaft auf den Vereinssport auf und diskutiert Notwendigkeiten für neue, zielgruppengerechte Bewegungsangebote für Senioren.

4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Sportvereine durch eine kontinuierliche Anpassung ihres Angebots erfolgreich auf gesellschaftliche Veränderungen reagieren, weist jedoch auf ungenutzte Potenziale in der Kinder- und Jugendförderung hin.

Schlüsselwörter

Sportvereine, Mitgliederentwicklung, DOSB, WLSB-Vereinsstudie, demographischer Wandel, kommerzielle Anbieter, Fitnessstudios, informelles Sporttreiben, Vereinssport, soziale Bindung, Gesundheitsmotivation, Mehrspartenvereine, Seniorensport, Anpassungsstrategien, Breitensport.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht den Wandel der deutschen Sportvereinslandschaft und analysiert, wie Vereine trotz gesellschaftlicher Herausforderungen ihre Mitgliederzahlen stabil halten können.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen die Mitgliederstatistik, die Konkurrenz durch Fitnessstudios, die Bedeutung des informellen Sporttreibens sowie die Folgen der demographischen Alterung für Sportvereine.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die Hypothese eines Rückgangs der Mitgliederzahlen zu prüfen und zu erklären, warum Sportvereine trotz externem Druck Anpassungserscheinungen zeigen, die ihre Attraktivität wahren.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung bestehender statistischer Daten, insbesondere der DOSB-Bestandserhebungen und der WLSB-Vereinsstudie.

Welche Inhalte bilden den Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in die statistische Bestandsaufnahme, die Untersuchung der Konkurrenz durch kommerzielle Sportanbieter sowie die Betrachtung informeller Sportformen und des demographischen Wandels.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sportvereine, Mitgliederentwicklung, demographischer Wandel, Konkurrenz durch kommerzielle Anbieter und informelles Sporttreiben charakterisiert.

Wie reagieren Sportvereine konkret auf die Konkurrenz durch Fitnessstudios?

Vereine reagieren, indem sie vermehrt neue Kursangebote im Bereich Fitness- und Gesundheitssport einführen und ihre soziale Gemeinschaftskomponente als Alleinstellungsmerkmal gegenüber rein gewinnorientierten Anbietern betonen.

Warum ist das informelle Sporttreiben für Vereine keine direkte Bedrohung?

Laut Autor ist der informelle Sport eher als Potenzial zu sehen, da er Menschen an bestimmte Sportarten heranführt, die sie später unter Umständen in einem organisierten Verein auf einem professionelleren Niveau ausüben möchten.

Welche Herausforderung stellt der demographische Wandel für Vereine dar?

Die Hauptherausforderung liegt im Rückgang der aktiven Mitglieder im Mannschaftssportbereich aufgrund sinkender Geburtenraten, was Vereine dazu zwingt, ihre Angebote verstärkt auf eine älter werdende Bevölkerung auszurichten.

Was bemängelt der Autor bei der aktuellen Vereinsförderung?

Der Autor stellt fest, dass sich die aktuelle wissenschaftliche und praktische Debatte stark auf den Seniorensport konzentriert, während Konzepte zur Bindung und Förderung von Kindern und Jugendlichen durch die Schule-Vereins-Zusammenarbeit vernachlässigt werden.

Excerpt out of 17 pages  - scroll top

Details

Title
Wandel der Sportvereine
College
University of Vechta
Grade
1,7
Author
Jens Malzer (Author)
Publication Year
2012
Pages
17
Catalog Number
V265798
ISBN (eBook)
9783656554127
ISBN (Book)
9783656554226
Language
German
Tags
Sportverein Verein Mitgliederzahlen DOSB Bestandserhebungen WLSB Vereinsstudie Fitnessstudios Demographischer Wandel Informelles Sporttreiben Deutschland Entwicklung kommerziell
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jens Malzer (Author), 2012, Wandel der Sportvereine, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265798
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  17  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint