Themenhotels und Themenrestaurants in Las Vegas


Hausarbeit, 2013
24 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Las Vegas- Eine Stadt, die niemals schläf
2.1. Topografische Verortung
2.2. Geschichtlicher Überblick

3. Inszenierung in Las Vegas
3.1. Themenhotels
3.1.1. Fallbeispiele in Las Vegas
3.2. Themenrestaurants
3.2.1. Fallbeispiele in Las Vegas

4. Fazi

5. Abbildungsverzeichnis

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Das Seminar „Spezielle Anthropogeographie“ im Sommersemester 2013 beschäftigte sich hauptsächlich mit dem Tourismus. Es wurde ein besonderer Schwerpunkt auf die verschiedensten Destinationen der Welt gelegt, die sich durch ihre unterschiedlichen Inszenierungen voneinander unterscheiden und dadurch die Touristen ansprechen sollen. Alle erarbeiteten Themen handelten von unterschiedlichen Themenwelten im Tourismus.

In der vorliegenden Hausarbeit geht es um die Entwicklung der Stadt Las Vegas von einer kleinen Siedlung mitten in der Wüste Nevadas bis hin zu einer der führenden Vergnügungsmetropolen der Welt. Hierbei soll vor allem die Wichtigkeit der vielen Themenhotels und Themenrestaurants für die Stadt betrachtet und analysiert werden.

Zu Beginn wird eine Verortung der Stadt Las Vegas vorgenommen. Danach folgt ein kleiner Einblick in die Geschichte der Stadt von der Gründung bis hin zur heutigen Existenz. Nachdem der Begriff Themenhotel und Themenrestaurant definiert und erläutert wurde, werden dafür einige exemplarische Beispiele aus der Stadt Las Vegas aufgezeigt.

2. Las Vegas- Eine Stadt, die niemals schläft

2.1. Topografische Verortung

Las Vegas befindet sich im Westen der Vereinigten Staaten und ist die größte Stadt im Bundesstaat Nevada (siehe Abbildung 1). Las Vegas ist zudem der Verwaltungssitz des Clark Country. Die Stadt befindet sich im Zentrum von Las Vegas Valley, einem Wüstenbereich von etwa 600 Quadratmeilen. Die Wüste wird im Osten von den Rocky Mountains und im Westen von den Bergen der Sierra Nevada erschlossen.

In Nevada herrscht ein typisches Wüstenklima, da hier die Jahreszeiten heiß, windig und trocken sind. Im Sommer steigen die Temperaturen auf „mindestens 30, häufig auch deutlich über 40 Grad Celsius“ und auch im Winter fallen die Temperaturen nicht unter 10 Grad Celsius.[1] Durch die umgebenden Gebirge sind die Nächte jedoch relativ kühl. Das Klima im Bundesstaat Nevada ist auch geprägt durch seine Niederschlagsarmut .

Der Jahresniederschlag beträgt ungefähr 100 bis 200 mm im Jahr, wobei zwischen den Monaten November und Februar der meiste Niederschlag fällt. Durch die hohen Temperaturen wird die Gegend rund um Las Vegas auch geprägt durch eine hohe Verdunstungsrate. Das heiße Klima wird durch die niedrige Luftfeuchtigkeit jedoch angenehmer als in tropischen Gebieten der Erde.

2.2. Geschichtlicher Überblick

Den glitzernden und modernen Fassaden sieht man es nicht an, doch gerade Las Vegas ist ein Ort mit einer wechselhaften und facettenreichen Geschichte. Der Stadt wurden bereits tausende Tode prophezeit, jedoch scheint sie unsterblich, egal ob sie als Sin City oder Familienreiseziel vermarktet wird. Ein beständiger Aufschwung begleitet Las Vegas durch alle geschichtlichen Höhen und Tiefen und formte aus dem einst einsamen Fleck in der Wüste eine der wichtigsten Städte in den USA.

Im Folgenden soll kurz beschrieben werden, „wie aus einem kleinen Goldgräberkaff mitten in der Wüste eine schillernde Metropole wurde“[2]. Betrachtet man diese Entwicklung, der für amerikanische Verhältnisse sehr jungen Stadt, so lässt sie sich in vier grobe Zeitabschnitte einteilen. Die erste Epoche bezieht sich auf die früheste Besiedlung bis zu den Geschehnissen in den 1930er Jahren. Als zweiter wichtiger Zeitabschnitt lässt sich die Dekade großer staatlicher Intervention und Investition von 1930 bis 1940 aufzeigen. Die dritte Epoche beschreibt die Jahrzehnte der Genese von Las Vegas und die Blüte des „Strips“ von 1941 bis 1980. Die Zeit der zunehmenden Verwandlung in eine „reale“ und physisch kompakte Stadt, begleitet durch eine Themenarchitektur, bildet die noch bis heute andauernde letzte Epoche.[3]

Erste Berührungen des Menschen mit dem Gebiet rund um Las Vegas gab es schon 1829/30 durch spanische Teilnehmer einer Expedition, die das unerschlossene Wüstengebiet in Nevada erkundeten und es aufgrund seiner Fruchtbarkeit „vegas“ (span.: die Wiesen) nannten. Der Ort der eigentlich noch keiner ist, wird als Zwischenstopp auf dem Weg nach Westen genutzt. Ein paar Jahre später um 1848 wurde Las Vegas Valley „im Zuge der angelsächsischen Besiedlung des Wilden Westens“ dann erneut entdeckt.[4] 1854 entstand eine erste Reiseroute, genutzt als Postverbindung, zwischen Salt Lake City und San Diego. Die dadurch geschaffene verkehrsgünstige Lage und die „Nähe zu den Siedlungsgebieten an der Westküste“ führten letztendlich zu der Entstehung einer permanenten Siedlung.[5]

Die in Las Vegas Valley vorherrschenden Wasserressourcen führte zu einem Aufschwung, da es auf der Eisenbahnverbindung zwischen der südkalifornischen Küste und Salt Lake City der einzige Ort mit Wasser war. Somit kam es dann am 15. Mai 1904 zur offiziellen Gründung von Las Vegas. Es entstand ein kleines staubiges Kaff ohne erkennbare Zivilisation mit der Fremont Street als Hauptachse.

Schon vier Jahre später wurde Las Vegas zum Verwaltungssitz des umliegenden Clark Country ernannt. Nach Ende des ersten Weltkrieges bekam die Stadt dann „seine wirtschaftliche Abhängigkeit von der Eisenbahn schmerzlich zu spüren“ und man versuchte deshalb Bereiche der Tourismusindustrie, wie die Eröffnung von Hotels und eines Flugfeldes, in die Stadt zu integrieren.[6]

Der erste große Boom erfasste die Stadt mit dem Bau des Hoover-Staudamms. In den Jahren 1928 bis 1935 kamen zehntausende junge Männer ins Umland, um hier zu arbeiten. Die durch das Aufstauen des Colorado Rivers entstandene Wassermenge und die nun mögliche Stromproduktion unterstützte das weitere Anwachsen Las Vegas. Der am Hoover Dam gewonnene Strom ist erstmals 1937 Richtung Las Vegas geflossen. Er setzte dadurch den Startpunkt für die Entwicklung zu der Casino- und Neonhauptstadt der Welt. Des Weiteren profitierte die Stadt auch von den Arbeitern des Baus, da diese „Ablenkung vom harten Arbeitstag“ suchten und Unterhaltungseinrichtungen dafür in Las Vegas fanden. Auch Touristen, die den Bau des Staudammes besichtigen wollten trugen zum wirtschaftlichen Auftrieb bei, denn das 1931 in Nevada legalisierte Glückspiel war eine super abwechslungsreiche Beschäftigung.[7]

Auch war Las Vegas bekannt dafür, die Touristen mit allen Mitteln in die Stadt zu locken. Somit wurden auch kritische Ereignisse der Geschichte, wie die Erklärung der USA zum Eintritt in den Zweiten Weltkrieg 1941 oder die rund 928 in Nevada durchgeführten Atombombentests touristisch so genutzt, dass noch mehr Menschen Las Vegas besichtigen wollten. Die Showgirls schmückten sich mit Atompilz-Kronen, im „Sands Hotel“ wurde eine „Miss Atomic Bomb“ Wahl durchgeführt und auch das Museum an der East Flamingo Road, wurden zu einer Touristenattraktion.[8] Die Unterhaltungsindustrie und natürlich auch die Fremont Street erfuhren einen erheblichen wirtschaftlichen Aufschwung, jedoch stiegen gleichzeitig die moralischen Bedenken gegenüber der nun entstandenen Vergnügungsmetropole. Las Vegas wird zur Stadt der Sünde, auch bekannt als „Sin City“.

Die Stadt wurde zu einer der schnellst wachsenden Siedlungen der USA. Hierfür war der Grund nicht nur, dass die Stadt als Gegensatz zur einer, eher krampfhaften amerikanischen Gesellschaft galt, sondern auch, dass sie ein „Ventil für den Nachkriegskapitalismus“ bildete. Hier konnte man all das machen, was andernorts nicht erlaubt, oder nicht gern gesehen war. Die Stadt kannte keine Grenzen.[9]

Die Eröffnung des Hotel-Casinos El Rancho wurde 1941 als Startpunkt für die Entwicklung des heutigen „Strip“ gesehen. Der Strip, nach dem Vorbild des Sunset Strip in Los Angeles, wurde nun zum „Zentrum des ökonomischen und städtebaulichen Geschehens“[10]. In den darauffolgenden Jahren wurden weitere Motels und Hotel-Casinos eröffnet, die sich durch ihre Lage an der Straße und durch die Verbindung mit Dienstleistungsangeboten ganz den Bedürfnissen von Reisenden anpassten. Als Beispiel hierfür können das Flamingo, das Desert Inn oder auch das Sahara genannt werden. Schon damals kam es zu einer thematischen Gestaltung der Gebäude, die eine „Vorstufe zu der späteren Themenarchitektur“ in Las Vegas bildete[11]. Mit dem Glücksspiel kamen jedoch nicht nur das Geld und der Wohlstand, sondern auch die Kriminalität und das Rotlichtmilieu. Als Beispiel hierfür steht das 1946 eröffnete Casino-Hotel Flamingo (siehe Abbildung 3). Die Eröffnung setzte einen Wendepunkt für die Stadt, da zu diesem Zeitpunkt die Mafia die Kontrolle übernahm. Für die Stadt hat damals eine neue Ära angesetzt, die in den Folgejahren immer deutlicher vom organisierten Verbrechen bestimmt wurde. Mafiabosse entdeckten zahlreiche Profitmöglichkeiten für sich und ließen bis 1957 acht Casinohotels errichten.[12]

[...]


[1] http://www.transamerika.org/pages/usa/nevada/klima-und-beste-reisezeit.php

[2] Eckardt 2007, S.79

[3] Stierli 2010, S.75

[4] Stierli 2010, S.75

[5] Stierli 2010, S.76

[6] Stierli 2010, S.76f

[7] Stierli 2010, S.77f

[8] Eckardt 2007, S.79

[9] Stierli 2010, S.79

[10] Stierli 2010, S.79

[11] Stierli 2010, S.80

[12] Stamers 2010, S.9

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Themenhotels und Themenrestaurants in Las Vegas
Hochschule
Universität Koblenz-Landau
Note
2,0
Autor
Jahr
2013
Seiten
24
Katalognummer
V265803
ISBN (eBook)
9783656554202
ISBN (Buch)
9783656554400
Dateigröße
28222 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
themenhotels, themenrestaurants, vegas
Arbeit zitieren
Antonia Bruhn (Autor), 2013, Themenhotels und Themenrestaurants in Las Vegas, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265803

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Titel: Themenhotels und Themenrestaurants  in Las Vegas


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