Unterrichtsstunde im Schwimmen. Kraulschwimmen


Hausarbeit, 2010

16 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Allgemeines

2. Technikanalyse

3. Fehlerbilder

4. Vor- und Nachteile des Kraulschwimmens

5. Mögliche methodische Übungsreihe

6. Literatur

1. Allgemeines

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[1]

Das Kraulschwimmen zählt zu der Wechselschwimmart, dass heißt Arme und Beine werden hierbei abwechselnd bewegt. Die Beine sind bis zu den Fußspitzen gestreckt. Das Kraulschwimmen eignet sich gut als erste zu erlernende Schwimmtechnik, weil es durch die wechselseitigen Bewegungsausführungen der natürlichen Fortbewegung des Gehens ähnelt. Das heißt man fühlt sich vertraut mit der Abfolge und hat weniger Schwierigkeiten die neuen Aspekte zu erlernen. Doch neben der Eignung zum erstmaligen Erlernen, ist das Kraulschwimmen auch die schnellste und „durchaus eine ökonomische Schwimmart“.[2]

Im Bezug auf die ökonomische Betrachtung ist das Wechselschlagprinzip und auch die Wasserlage ausschlaggebend. Der ganze Körper wird vom Wasser getragen, bis auf das Nachvorneholen der Arme. Hinsichtlich der Schnelligkeit ist das Kraulschwimmen auch zu empfehlen, denn durch die Technik erhält der Schwimmer eine unglaubliche Geschwindigkeit. Wettkampfstrecken gibt es im Kraulschwimmen zwischen 50-1500m, sowie in den Staffeln von 4 mal 100m und 4 mal 200m.[3]

Generell kann man noch erwähnen, dass das Kraulschwimmen bei den Urvölkern, die meist in der Nähe von Meeren, Seen oder Flüssen lebten, entstanden ist. Im 19. Jahrhundert entwickelten sich mehrere Schwimmstile und Schwimmarten. Anfänglich gab es das Seitenschwimmen, welche im Laufe der Jahre modifiziert wurde, sodass nun Arm- und Beinkoordination hinzu kamen. John Trudgen entwickelte dann das „Hand über Hand“ schwimmen und erfuhr diese Technik 1873, durch das Abschauen südamerikanischer Indianer in England. Diese Arte war so gekennzeichnet, dass die Arme aus dem Wasser nach vorne zeigten und stets von einer auf die andere Seite wechselten. Zudem wurde ein Scherenbeinschlag zu jedem zweiten Armzug ausgeführt. Von dieser Form des Schwimmens hin zu unserem heutigen Kraulschwimmen war es nicht mehr all zu weit entfernt. Das heißt der Beinschlag wurde variiert, denn jetzt kam nach jedem Armzug ein Beinschlag.[4]

Heutzutage findet man fast überall Schwimmbecken, ob in privaten Vorgärten, Hotels oder auch in Schulen. Das heißt das „Freizeitschwimmen“ ist im 20. Jahrhundert immer beliebter geworden. Denn es gibt zu all den Lokationen, wo Schwimmbäder eventuell Pflicht sind auch noch Spaßbäder mit Variationen an Erlebnisschwimmen. Dies bedeutet, dass sowohl die Freude am Wasser, als auch die Freude an den einzelnen Schwimmstilen gesellschaftlich immer mehr zu genommen hat. So gibt es neben den Wettkämpfen im Schwimmen auch immer mehr Menschen, die sich im Wasser erholen wollen und sich zwischen den Schwimmstilen entscheiden können. Meist wurden diese dann auch in Schwimmkursen oder DLRG- Verbänden geschult.

2. Technikanalyse

2.1. Die Wasserlage des Körpers

Zur Wasserlage ist zu sagen, dass sich das Gesicht des Schwimmenden gerade beim sportlichen Schwimmen im Wasser befindet und wird je nach Leistungszustand nach jedem Atemzug oder nach mehreren Atemzügen zum Luftholen seitwärts aus dem Wasser gedreht.

Das Ausatmen erfolgt ins Wasser hinein und der Körper bleibt während des Vorgangs in der Horizontalen. Die richtige Wasserlage des Körpers ist dafür gedacht, einen optimalen Auf- und Vortrieb zu erzeugen. Dabei steuert die Haltung des Kopfes und die Strömungsgeschwindigkeit den Anstellwinkel und die Körperhaltung. „Die möglichst geringe Rollbewegung um die Körperlängsachse ermöglicht das Anheben der Schulter für das Vorbringen des Armes“.[5]

2.2. Die Beinbewegung

Im Bereich des Kraulschwimmens kommen der Beinbewegung verschiedene Bedeutungen zu. Zum einen dient die Beinbewegung der Stabilisierung der Körperlage und weniger dem Vortrieb. Es kann aber durchaus vorkommen, je nach Anwendungsgebiet, dass der Beinschlag auch mal als Antrieb eingesetzt wird. Auch muss immer zwischen Ausdauerschwimmen und Kurzstrecken unterschieden werden, denn bei Sprints sind die Beinschläge auch als Vortriebsbewegung hilfreich. Man kann aber zusammenfassend sagen, dass die Beinbewegung hauptsächlich stabilisieren soll.

Die Beinbewegung beim Kraulen kurz und bildlich zusammengefasst:

Beim Kraulschwimmen ist die Beinbewegung immer wechselseitig. Das heißt es wechselt sich das linke mit dem rechten Bein in der Bewegungsfolge ab. Die geschieht nach dem Prinzip „rechts…links…rechts…“. Der eigentliche Bewegungsimpuls kommt aus der Hüfte. Wichtig sind ebenfalls die Füße, die leicht einwärts gedreht sind und überstreckt sein sollten. Dies dient zur Vergrößerung der antriebswirksamen Fläche, dass heißt die Schlagfläche wird vergrößert. Trotz der Überstreckung sollten Beine und Füße stets locker sein, aber dennoch gestreckt bleiben (siehe Abb. 1).

[...]


[1] http://x.ssv-hoyerswerda.de/wp-content/uploads/2012/01/v4b1.jpg

[2]Beck, 2008, S.60

[3]Schwimmsportverein Hoyerswerda e.V. www.ssv-hoyerswerda.de zugegriffen am: 15.11.2010

[4]www.svl.ch/GeschichteDesSchwimmens.html zugegriffen am: 15.11.2010

[5]Beck, 2008, S.61

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Unterrichtsstunde im Schwimmen. Kraulschwimmen
Hochschule
Universität Koblenz-Landau
Note
1,3
Autoren
Jahr
2010
Seiten
16
Katalognummer
V265806
ISBN (eBook)
9783656555407
ISBN (Buch)
9783656555469
Dateigröße
1192 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
unterrichtsstunde, schwimmen, kraulschwimmen
Arbeit zitieren
Antonia Bruhn (Autor)Anna Olszewski (Autor), 2010, Unterrichtsstunde im Schwimmen. Kraulschwimmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265806

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