Das Kraulschwimmen zählt zu der Wechselschwimmart, dass heißt Arme und Beine werden hierbei abwechselnd bewegt. Die Beine sind bis zu den Fußspitzen gestreckt. Das Kraulschwimmen eignet sich gut als erste zu erlernende Schwimmtechnik, weil es durch die wechselseitigen Bewegungsausführungen der natürlichen Fortbewegung des Gehens ähnelt. Das heißt man fühlt sich vertraut mit der Abfolge und hat weniger Schwierigkeiten die neuen Aspekte zu erlernen. Doch neben der Eignung zum erstmaligen Erlernen, ist das Kraulschwimmen auch die schnellste und „durchaus eine ökonomische Schwimmart“.1
Im Bezug auf die ökonomische Betrachtung ist das Wechselschlagprinzip und auch die Wasserlage ausschlaggebend. Der ganze Körper wird vom Wasser getragen, bis auf das Nachvorneholen der Arme. Hinsichtlich der Schnelligkeit ist das Kraulschwimmen auch zu empfehlen, denn durch die Technik erhält der Schwimmer eine unglaubliche Geschwindigkeit. Wettkampfstrecken gibt es im Kraulschwimmen zwischen 50-1500m, sowie in den Staffeln von 4 mal 100m und 4 mal 200m.
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1 Beck, 2008, S.60
Inhaltsverzeichnis
1. Allgemeines
2. Technikanalyse
2.1. Die Wasserlage des Körpers
2.2. Die Beinbewegung
2.3. Die Armbewegung
2.4. Die Gesamtkoordination
2.5. Die Atmung
3. Fehlerbilder
4. Vor- und Nachteile des Kraulschwimmens
5. Mögliche methodische Übungsreihe
Zielsetzung & Themen
Diese wissenschaftliche Ausarbeitung bietet eine fundierte Analyse der Schwimmtechnik des Kraulschwimmens, wobei sowohl biomechanische Aspekte der Bewegungsausführung als auch methodische Ansätze für die Vermittlung im Sportunterricht im Vordergrund stehen.
- Anatomische und physikalische Grundlagen der Kraulschwimmtechnik
- Detaillierte Analyse von Bein-, Armbewegung und Atmung
- Identifikation und Korrektur häufiger Fehlerbilder
- Gegenüberstellung von Vor- und Nachteilen des Schwimmstils
- Praxisorientierte methodische Übungsreihen für den schulischen Kontext
Auszug aus dem Buch
2.3. Die Armbewegung
Bei der Armbewegung des Kraulschwimmens gibt es zwei unterschiedliche Phasen die beschrieben werden können. Das ist zum einen die Überwasserphase (Schwung-Recovery-Rückholphase) und die Unterwasserphase (Wasserfassen, Zug-, Druck-, Enddruckphase)6. Generell und kurz gefasst kann man sagen, dass die Armbewegung ein weites Vorgreifen und Eintauchen ist, der Arm bis zum Oberschenkel durch gezogen und dann wieder nach vorne gebracht wird. Aber um dies etwas genauer darzustellen werden die Phasen im Folgenden genauer beschrieben.
Phasen der Armbewegung
Überwasserphase (Schwung- Recovery- Rückholphase):
Zunächst soll der Arm so locker und kraftsparend wie möglich in die Strecklage vor dem Kopf gebracht werden. Hierbei sollen nur wenige Muskelaktionen stattfinden. Um dies zu erreichen muss der Arm im Ellbogen zunehmend bis zum höchsten Punkt eingewinkelt werden. Auch der Hand fällt hier schon eine wichtige Rolle zu, denn diese soll ohne viele Spritzer aus dem Wasser gezogen werden. Anschließend soll sie flach über die Wasseroberfläche nach vorne bewegt werden. Der Unterarm soll schwingend nach vorne fallen und vor dem Kopf in Schulterbreite eintauchen. Dies soll aber erst geschehen wenn der höchste Ellbogenpunkt erreicht wurde. Zudem ist es seine Aufgabe der Hand zu folgen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Allgemeines: Das Kapitel erläutert die Grunddefinition des Kraulschwimmens als Wechselschwimmart, seine historische Entwicklung und seine Bedeutung als schnellste Schwimmtechnik.
2. Technikanalyse: Hier werden die biomechanischen Details der Wasserlage, der Bein- und Armbewegung, die Gesamtkoordination sowie die spezifische Atmungstechnik detailliert analysiert.
3. Fehlerbilder: Dieses Kapitel identifiziert typische technische Defizite bei der Wasserlage, dem Beinschlag, der Atmung und dem Armzug und gibt konkrete Korrekturvorschläge.
4. Vor- und Nachteile des Kraulschwimmens: Eine tabellarische Übersicht stellt die ökonomischen Vorteile der Technik den Anforderungen an Koordination und Kraft gegenüber.
5. Mögliche methodische Übungsreihe: Der Abschnitt liefert praxisnahe Übungsbeispiele für den Schulunterricht, unterteilt in die Phasen Gleiten, Bein- und Armbewegung sowie Atmung.
Schlüsselwörter
Kraulschwimmen, Schwimmtechnik, Technikanalyse, Wasserlage, Armzug, Beinschlag, Atmungskoordination, Schwimmunterricht, Methodik, Sportwissenschaft, Fortbewegung, Hydrodynamik, Gleitphase, Fehlerkorrektur, Schwimmsport
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Technik des Kraulschwimmens, ihrer Geschichte, den physikalischen Voraussetzungen und der didaktischen Vermittlung im Sportunterricht.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der biomechanischen Technikanalyse, der Fehleridentifikation sowie der Darstellung einer methodischen Übungsreihe.
Was ist das primäre Ziel dieser Ausarbeitung?
Das Ziel ist die fundierte theoretische Erläuterung des Kraulschwimmens kombiniert mit praktischen Hilfestellungen für die Fehlerkorrektur und den Unterrichtsaufbau.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine literaturbasierte Analyse, die sportwissenschaftliche Fachliteratur und Bewegungsabläufe auswertet und strukturiert wiedergibt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse der Bewegungsphasen, eine Fehleranalyse sowie eine Zusammenstellung methodischer Übungsformen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kraulschwimmen, Technikanalyse, Wasserlage, Armzug, Beinschlag und Schwimmunterricht charakterisiert.
Wie unterscheidet sich die Überwasser- von der Unterwasserphase?
Die Überwasserphase dient der kraftsparenden Rückführung des Arms, während die Unterwasserphase primär der Erzeugung von Vortrieb durch Wasserfassen, Zug, Druck und Enddruck dient.
Warum ist die Koordination der Atmung beim Kraulen so anspruchsvoll?
Da der Kopf zur Atmung gedreht werden muss, ohne die stabile Wasserlage des restlichen Körpers zu verlieren, ist eine präzise Koordination zwischen Armzug und Kopfbewegung erforderlich.
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- Antonia Bruhn (Author), Anna Olszewski (Author), 2010, Unterrichtsstunde im Schwimmen. Kraulschwimmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265806