Unterrichtsstunde: Springen mit dem Stab


Unterrichtsentwurf, 2011

26 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Lernziele

2. Sachanalyse

3. Lerngruppenanalyse und institutionelle Voraussetzungen

4. Didaktische Analyse
4.1. Didaktische Reduktion
4.2. Schwierigkeitsanalyse

5. Methodische Analyse

6. Verlaufsplan

7. Literatur

8. Anhang

1. Lernziele

Groblernziel

Die Studenten sollen eine spielerische Einführung in das „Springen mit dem Stab“ im Schulsport bekommen.

Feinlernziele

Motorische Feinziele

Die Studenten sollen...

- ihre Muskulatur, vor allem an den Armen, verbessern.
- ihren Körper vielfältig einsetzen.
- ihren eigenen Mut, ihre eigene Kraft und Gewandtheit kennenlernen und erfahren.
- ihre Geschicklichkeit und Bewegungserfahrung in einer neuen Disziplin erweitern.

Kognitive Feinziele

Die Studenten sollen...

- wichtige Merkmale des Stabhochsprungs kennen lernen und erläutern können.
- die richtige Handhaltung am Stab kennen und ihren Kommilitonen demonstrieren Können.
- ihre Grenzen und Ängste kennen und akzeptieren lernen.

Sozial-affektive Lernziele

Die Studenten sollen...

- in dem Erholungsspiel ihre Mitstreiter beobachten und auf sie achten.
- in der Gruppe kooperieren, indem sie sich absprechen und Entscheidungen bei der Durchführung des Abbaus der jeweiligen Stationen treffen
- in der Reflexion lernen ihre eigenen Gefühle vor sich und der Gruppe zu offenbaren.

2. Sachanalyse

2.1 Der Stabhochsprung

Der Stabhochsprung zählt zu einer der kompliziertesten sportlichen Bewegungen, der „höchste Anforderungen an die konditionellen und koordinativen Voraussetzungen des Sportlers“[1] stellt. Diese Wettkampfsportart, die es als Einzel- oder auch Mehrkampfdisziplin gibt, zählt in der Leichtathletik zu den „technisch schwierigsten Bewegungsabläufen“.[2] Dies liegt darin, dass es bei der Bewegungsausführung sehr wichtig ist, den Sprungstab und dessen elastische Eigenschaften effektiv miteinzubeziehen und dessen Kraft auszunutzen. Beim Stabhochsprung kommt es nämlich darauf an, die beim Anlauf und Absprung entwickelte Energie „optimal auf den Stab und die Bewegungen am Stab zu übertragen“[3], um so in Verbindung mit dem eigenen Können eine möglichste hohe Leistung zu erreichen. Wie auch beim Weitsprung ist es beim Stabhochsprung für den Sportler wichtig, eine hohe Horizontalgeschwindigkeit aufzubauen und außerdem den Stab so hoch wie möglich zu greifen, damit er durch diese Faktoren höher springen zu können. Eine optimale Anlauflänge hängt von der Beschleunigungsfähigkeit des Sportlers ab, aber normalerweise gelten „18 bis 22 Anlaufschritte“[4] als Durchschnitt. „Die Energie des Anlaufs und Absprungs wird in der Biegung des Stabes gespeichert.“[5]

Zusammenfassend kann man also sagen, dass beim Stabhochsprung eine möglichst hohe Anlaufgeschwindigkeit wichtig ist. Außerdem ein „technisch zweckmäßigen Einstich-/Absprungkomplex, um eine möglichst große Menge an Energie für die Biegung und das Aufrichten des Stabes zu entwickeln zu können“ und zudem eine optimale Flugbewegung, um die Lattenüberquerung und eine sichere Landung zu gewährleisten.[6]

Im Wettkampf kann jeder Sportler „seine Anfangshöhe entsprechen den vorgegebenen Sprunghöhen selbst bestimmen.“[7] Zur Verfügung stehen jedem Springer pro Höhe drei Versuche. Wenn ein Springer jeden dieser drei Versuche gerissen hat, scheidet er aus. Allerdings ist es auch möglich, die zur Verfügung stehenden Versuche zur nächsten Höhe mitzunehmen. Als Beispiel: „Bei zwei gerissenen Versuchen kann er den letzten dritten bei der nächsten Höhe nutzen. Dann steht ihm aber nur noch ein Versuch frei.“[8] Sieger eines Wettkampfes ist der Springer, der am höchsten gesprungen ist. Wenn eine Höhe von zwei Springern erreicht wird, „gewinnt derjenige mit den wenigsten Fehlversuchen.“[9]

2.2 Der Stab

Der Stab ist für den Stabhochsprung unabdingbar. „Die fünf Zentimeter messenden hohlen Stäbe“[10] waren am Anfang dieser Sportart meistens aus Bambus, Holz oder sogar aus Metall. Dies erwies sich allerdings als sehr unpraktisch, da diese Materialien kaum biegsam sind. Vor ca. 40 Jahren wurden dann die ersten Stäbe aus Kunststoff entwickelt, da diese leichter beim Anlauf und biegsamer beim Absprung waren. Bis heute haben sich die Stäbe weiterentwickelt und bestehen nun aus elastischen du stark biegsamem Glasfasern

(Glasfiberstab), die nach dem Biegen mit einer ungeheuren Wucht wieder in ihre gerade Form zurückspringen. Mit diesen Stäben sind Biegungen bis über 140° möglich, die dem

Material nichts ausmachen (siehe Abbildung 1).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Biegung des Stabes (http://img.fotocommunity.com/photos/12711395.jpg)

Beim Zurückschnellen des Stabes entwickelt sich eine so starke Kraft, dass die Sportler regelrecht in die Luft katapultiert werden.

Allerdings sind für ein erfolgreiches Stabhochspringen nicht nur das Material des Stabes ausschlaggebend, sondern auch die Länge und die Dicke des Stabes. Je höher die Sportler springen wollen, desto länger und dicker muss auch der Stab sein, damit der Kunststoff die entstehenden Spannungen während der Biegung aushält.

Damit der Stab beim der starken Biegung nicht bricht, sind neben der Auswahl des Materials also auch die Länge und Dicke wichtig. Diese Faktoren müssen dann mit dem Können, dem Gewicht und der Schnelligkeit des Sportlers abgestimmt sein.[11]

2.3 Die Technikbeschreibung

In diesem Abschnitt soll es um eine kurze und knappe Beschreibung der Technik gehen. Hierbei werden die einzelnen Punkte nur grob angeschnitten.

Trageweiße und Griff des Stabes

Bei der richtigen Handhaltung des Stabes spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Zum einen ist das Stabgewicht wichtig,

Abb. 2: Stabgriff (http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Ariane-Rook-springt-Landesrekord-792645092)

die „Ansichten, wie man den Stab in die Absprungposition bringt,“[12] die Anlaufgeschwindigkeit, sowie der Griff am Stab. Der Stab wird meistens im sogenannten Zwiegriff (siehe Abbildung 2) gehalten, welcher eine Kombination aus Kamm- und Ristgriff beinhaltet. Das bedeutet, dass Rechtshänder den Stab mit ihrer rechten Hand im Kammgriff und mit ihrer linken Hand im Ristgriff halten.

Der Stab liegt locker in den Händen des Springers und seine Ellenbogen sind dabei leicht gebeugt. Für den gesamten Bewegungsablauf des Stabhochsprungs ist die Stabtrageweiße von großer Wichtigkeit. Hierbei ist es notwendig, dass der Stab beim Anlauf so getragen wird, dass dieser den Springer dabei nicht behindert. Das Tragen des Stabes sollte also die horizontale „Beschleunigung so wenig wie nur möglich behindern.“[13]

Anlauf und Einstich

Der Anlauf und der Einstich sollten als eine „einheitliche Bewegung“[14] angesehen werden (siehe Abbildung 3: Figur 1-4), da das Einstechen des Stabes nicht erst am Einstichkasten beginnt. Denn schon im letzten Drittel des Anlaufens wird der Einstich vorbereitet, indem der Springer, den bis dahin nach oben gehaltenen Stab beginnt abzusenken, um ihn so der Einstichstelle näher zu bringen.

Wie schon oben erwähnt, ist es beim Anlauf wichtig, dass versucht wird eine maximale Geschwindigkeit zu erreichen. Außerdem müssen die Springer darauf achten, dass „die Gleichmäßigkeit zwischen der Anlauflänge und dem Stabsenken d.h., dass die Geschwindigkeit des Stabsenkens mit der Geschwindigkeit des Springers im Anlauf synchronisiert werden muss.“[15]

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass es in dieser ersten Phase des Stabhochsprungs wichtig ist, den Anlauf, das Absenken des Stabes und den Einstich „unter möglichst geringem Geschwindigkeitsverlust zu gestalten“, um so „eine größtmögliche Energieübertragung auf den Stab zu erreichen“.[16]

Der Einstich hat auch eine sehr entscheidende Rolle. Er ist das „Schlüsselelement beim Übergang vom Anlauf in den Absprung und endet in einer schnellen Körperstreckung.“[17] Hier ist es wichtig exakt die Einstichkastenrückwand zu treffen.

[...]


[1] http://www.markschepanski.de/html/aus_grundlagen_la.htm

[2] Dombrowski, 1982, S. 76

[3] http://www.markschepanski.de/html/aus_grundlagen_la.htm

[4] http://www.markschepanski.de/html/aus_grundlagen_la.htm

[5] Dombrowski, 1982, S. 76

[6] http://www.markschepanski.de/html/aus_grundlagen_la.htm

[7] http://www.leichtathletik-online.eu/sprung-lauf/stabhochsprung.php

[8] http://www.leichtathletik-online.eu/sprung-lauf/stabhochsprung.php

[9] http://www.leichtathletik-online.eu/sprung-lauf/stabhochsprung.php

[10] V. Petrov Leichtathletik-Magazin

[11] http://www.youtube.com/watch?v=v3J_M3z7QeI

[12] V. Petrov Leichtathletik-Magazin

[13] http://www.markschepanski.de/html/aus_grundlagen_la.htm

[14] V. Petrov Leichtathletik-Magazin

[15] V. Petrov Leichtathletik-Magazin

[16] http://www.markschepanski.de/html/aus_grundlagen_la.htm

[17] V. Petrov Leichtathletik-Magazin

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Unterrichtsstunde: Springen mit dem Stab
Hochschule
Universität Koblenz-Landau
Note
1,7
Autoren
Jahr
2011
Seiten
26
Katalognummer
V265808
ISBN (eBook)
9783656554479
ISBN (Buch)
9783656554608
Dateigröße
1230 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
unterrichtsstunde, springen, stab
Arbeit zitieren
Antonia Bruhn (Autor)Anna Olszewski (Autor), 2011, Unterrichtsstunde: Springen mit dem Stab, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265808

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