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Augustinus und sein Werk "De Magistro"

Titel: Augustinus und sein Werk "De Magistro"

Seminararbeit , 2012 , 15 Seiten , Note: 1, 0

Autor:in: Verena Caroline Wernet (Autor:in)

Pädagogik - Geschichte der Pädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ausgehend von dem Seminartitel "Klassiker des pädagogischen Denkens" führt die Seminararbeit exemplarisch in Augustinus' pädagogische Auffassung ein. Die Arbeit konzentriert sich dabei auf Augustinus Werk "De Magistro" und bietet neben einer Einführung in den pädagogischen Gehalt von "De Magistro" eine Analyse von Augustinus' pädagogischen Ansätzen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Leben des Augustinus

3. Historischer Kontext

4. Über Augustinus‘ De Magistro

5. Die Kerngedanken in De Magistro

5.1 Die Funktion der Wörter

5.2 Wie man lernt – der Lernprozess

5.3 Was ist wahres Wissen und wie kann man es erlangen?

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Werk "De Magistro" von Augustinus, um den pädagogischen Nutzen der Sprache für den Erkenntnisprozess kritisch zu hinterfragen und die Bedingungen für den Erwerb von wahrem Wissen zu analysieren.

  • Analyse der instrumentellen Funktion und der Grenzen von Sprache.
  • Untersuchung des Lernprozesses und der Rolle des menschlichen Lehrers.
  • Gegenüberstellung von "erkennen" und "glauben" im augustinischen Denken.
  • Die Bedeutung der göttlichen Illumination für wahre Erkenntnis.
  • Augustinus als Brückenbauer zwischen antikem und christlichem Denken.

Auszug aus dem Buch

5.1 Die Funktion der Wörter

Das Werk De magistro besteht letztendlich aus zwei großen Teilen. Zum Ende des ersten Teils (mag. 1-21) steht fest: Zeichen sind zur Vermittlung von Wissen unverzichtbar. Jedes Lehren findet durch Zeichen statt. Viel wichtiger erscheint jedoch dann, dass Augustinus ab mag. 22 eine völlige „Destruktion der Zeichen für die Wahrheitserkenntnis“6 vornimmt, denn hier zeigt er: Kein Lehren findet durch Zeichen statt. Wie aber argumentiert Augustinus, um zu diesem folgenreichen Schluss zu kommen? Hierfür sind vor allem die Abschnitte mag. 33,36,37 und 40 entscheidend.

Bei mag. 33 lautet die These: Mit Wörtern lernen wir nichts.7 Er zeigt dies am Beispiel des Wortes „Kopf“. Wenn wir dieses Wort zum ersten Mal hören, dann wissen wir nicht, ob dieser Laut nur ein „Schall“ ist, oder ob er auch etwas bezeichnet. Wenn nun jemand für uns auf die Sache (Kopf) durch einen Fingerzeig verweist, so lerne ich erst dann das Zeichen / Wort „Kopf“, nämlich durch den Anblick der Sache. Ich habe also durch das Schauen gelernt, durch meine Augen und nicht durch die mir fremden Wörter. Daraus folgert Augustinus: „Infolgedessen lernt man ein Zeichen eher durch die erkannte Sache denn die Sache als solche durch das gegebene Zeichen kennen.“ (mag. 33). Das Hören des Zeichens einer unbekannten Sache führt noch nicht zur Erkenntnis, dies geschieht erst durch das Sehen. Nach Trautmann gesteht Augustinus aber zu, „dass Wörter durchaus verstanden werden und übermittelt werden können, aber die Sache nicht mitliefern.“8 Des Weiteren ist es wichtig festzuhalten, dass das Sehen sich hierbei um ein „präsentisches Sehen im Bereich der Sinne“9 handelt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die zentrale Forschungsfrage nach dem Nutzen der Sprache für das Wissen vor und umreißt das Vorgehen der Untersuchung.

2. Das Leben des Augustinus: Dieses Kapitel zeichnet die Biografie und den geistigen Werdegang des Kirchenlehrers nach, von seiner Ausbildung bis zu seiner Konversion zum Christentum.

3. Historischer Kontext: Hier wird der Einfluss von Epochenumbrüchen wie der Konstantinischen Wende und der Völkerwanderung auf das Denken des Augustinus beleuchtet.

4. Über Augustinus‘ De Magistro: Dieses Kapitel führt in die formale Struktur des Dialogs zwischen Augustinus und seinem Sohn Adeodatus ein.

5. Die Kerngedanken in De Magistro: Hier werden die sprachphilosophischen Thesen und das augustinische Verständnis von Lehren und Lernen detailliert erörtert.

5.1 Die Funktion der Wörter: Dieses Kapitel analysiert die Grenzen der Sprache als Erkenntnismittel und stellt fest, dass Wörter lediglich eine admonitive Funktion besitzen.

5.2 Wie man lernt – der Lernprozess: Hier wird der Lernprozess als ein inneres Geschehen beschrieben, bei dem die Vernunft durch göttliche Erleuchtung zum Wissen gelangt.

5.3 Was ist wahres Wissen und wie kann man es erlangen?: Dieses Kapitel differenziert zwischen Glauben und Wissen und betont die Notwendigkeit der göttlichen Illumination für wahre Erkenntnis.

6. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und bekräftigt, dass nur Christus als wahrer Lehrer Erkenntnis vermitteln kann.

Schlüsselwörter

Augustinus, De Magistro, Sprachtheorie, Erkenntnistheorie, Illumination, Lehren, Lernen, Sprache, Zeichen, Glaube, Wahrheit, Vernunft, Philosophie, Spätantike, Pädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert Augustinus' Werk "De Magistro" und dessen pädagogische sowie erkenntnistheoretische Perspektiven auf Sprache und Lernen.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentrale Themen sind die Funktion der Sprache, der Unterschied zwischen Glauben und Wissen sowie der Einfluss des christlichen Denkens auf den Lernprozess.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, inwieweit menschliche Sprache Wissen vermitteln kann und warum Augustinus letztlich Christus als den einzig wahren Lehrer identifiziert.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine philosophisch-pädagogische Analyse, die primär auf der Textinterpretation von "De Magistro" sowie auf einschlägiger Sekundärliteratur basiert.

Welche Aspekte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Destruktion der Zeichen, dem dreistufigen Lernprozess und der Theorie der göttlichen Erleuchtung (Illumination).

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Begriffe wie Illumination, admonitive Funktion, Erkenntnis, Zeichen und Glaube definieren den inhaltlichen Kern der Arbeit.

Wie definiert Augustinus das Verhältnis von Lehrer und Schüler?

Menschliche Lehrer können laut Augustinus nur zum Glauben anregen, während die eigentliche Wahrheit nur durch das innere Schauen und die göttliche Erleuchtung erkannt wird.

Welche Rolle spielen die Wörter in diesem Erkenntnisprozess?

Wörter dienen lediglich als Anstoß oder Zeichen, um den Lernenden dazu aufzufordern, selbstständig die zugrunde liegende Sache oder Wahrheit im eigenen Inneren zu suchen.

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Details

Titel
Augustinus und sein Werk "De Magistro"
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg  (Pädogisches Begleitstudium)
Veranstaltung
Klassiker des pädagogischen Denkens
Note
1, 0
Autor
Verena Caroline Wernet (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
15
Katalognummer
V265822
ISBN (eBook)
9783656554950
ISBN (Buch)
9783656555032
Sprache
Deutsch
Schlagworte
augustinus werk magistro
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Verena Caroline Wernet (Autor:in), 2012, Augustinus und sein Werk "De Magistro", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265822
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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