Besonders in der Ressourcenausstattung gibt es einige wesentliche Unterschiede zwischen Profit- und Nonprofitorganisationen, auf welche sich die folgende Arbeit konzentrieren wird. Aufgrund der ideellen Ausrichtung vieler Nonprofitorganisationen können sie über Ressourcen verfügen, die einer Profitorganisation aber auch einem staatlichen Unternehmen nicht bzw. nicht in dem Ausmaß zugänglich sind, hier ist vor allem der Bereich der privaten Philantropogie zu nennen. Dabei stellen Personen der NPO einen Teil ihres Einkommens in Form von Spenden bzw. einen Teil ihrer Freizeit im Zuge des ehrenamtlichen bzw. freiwilligen Engagements zur Verfügung und setzen sich damit für die jeweilige Mission der NPO ein, was eine gewisse Identifikation mit der Mission dieser voraussetzt. Es gibt jedoch noch weitere Spezifika von Nonprofitorganisationen im Ressourcenbereich, die vorliegende Arbeit versucht einen Überblick über die Vielzahl an potentiellen Ressourcen einer NPO zu geben.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Besonderheiten einer NPO
2.1 Individualgüter
2.2. Kollektive Güter
2.3. Meritorische Güter
2.4 Geldwerte Güter
2.5 Art des Austauschverhältnisses
3. Ressourcen einer NPO
4. Selbsterwirtschaftete Einnahmen
4.1 Leistungsentgelte
4.1.2 Interne Subventionierung
4.1.3 Einnahmen aus der Veräußerung und Umschichtung von Vermögen
4.2. Sponsoring
5. Externe Dienstleistungen
5.1 KreditgeberInnen
5.2 LieferantInnen
6. Zuschüsse
6.1 Öffentliche Förderungen
6.2 Private Spenden
7. MitarbeiterInnen
7.1 Hauptamtliche MitarbeiterInnen
7.2 Ehrenamtliche bzw. freiwillige MitarbeiterInnen
8 Mitglieder und GesellschafterInnen
8.1 Eigenleistungs- Fremdleistungs NPO
8.2 Mitgliedsbeiträge
9. Grenzen und Wechselwirkungen zwischen den Ressourcenquellen.
9.1 Wechselwirkungen zwischen den Ressourcenquellen
9.2 Grenzen zwischen den Ressourcenquellen
10. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit gibt einen strukturierten Überblick über die vielfältigen Ressourcenquellen von Nonprofitorganisationen (NPO) und untersucht, wie diese Organisationen ihren Ressourcenbedarf zur Erfüllung ihrer Mission decken.
- Besonderheiten von NPOs im Vergleich zu Profitorganisationen
- Klassifizierung und Finanzierung durch selbsterwirtschaftete Einnahmen
- Rolle von Zuschüssen, öffentlichen Förderungen und privaten Spenden
- Bedeutung von haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen
- Dynamik der Ressourcenquellen und deren Wechselwirkungen
Auszug aus dem Buch
7.2 Ehrenamtliche bzw. freiwillige MitarbeiterInnen
Als ehrenamtliche MitarbeiterInnen bezeichnet man Personen, die in einer NPO leitende Tätigkeiten übernehmen, welche meist ein längerfristiges und zeitintensives Engagement voraussetzen (vgl. Andessner 2012, S. 42).
Freiwillige MitarbeiterInnen übernehmen meist ausführende Tätigkeiten, welche oftmals eher kurzfristig und auf bestimmte Projekte bezogen sind (vgl. ebd.).
Ehrenamtliche bzw. freiwillige MitarbeiterInnen werden für ihre Arbeit nicht bezahlt und verursachen der NPO damit keine Personalkosten. Damit sich jemand für etwas freiwillig bzw. ehrenamtlich engagiert, braucht es eine große Identifikation mit den ideellen Zielen einer Organisation, weshalb diese Personen als sehr motiviert gelten. Diesen Vorteilen stehen jedoch auch einige Nachteile gegenüber, freiwillige bzw. ehrenamtliche MitarbeiterInnen verfügen meist nicht über die notwendigen Fachkenntnisse und es kann zu Problemen bei der Organisation der Zusammenarbeit mit hauptamtlich Tätigen kommen. Ein weiterer potentieller Nachteil besteht darin, dass freiwillige bzw. ehrenamtliche MitarbeiterInnen nicht vertraglich gebunden sind, was sich möglicherweise auf die Zuverlässigkeit und die Stabilität auswirken kann (vgl. Bruhn 2005, S. 47 f.).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die wachsende Bedeutung von Nonprofitorganisationen im Gewährleistungsstaat und stellt die Relevanz einer Untersuchung der verschiedenen Ressourcenquellen dar.
2. Besonderheiten einer NPO: Hier werden die ökonomischen Charakteristika wie Individual-, Kollektiv- und meritorische Güter sowie die Art der Austauschbeziehungen von NPOs analysiert.
3. Ressourcen einer NPO: Das Kapitel definiert den Ressourcenbedarf einer Organisation und grenzt die Mittelbeschaffung im NPO-Kontext (Fundraising) ab.
4. Selbsterwirtschaftete Einnahmen: Die Autoren beschreiben verschiedene Formen eigener Finanzierung, darunter Leistungsentgelte, interne Subventionierung und Sponsoring.
5. Externe Dienstleistungen: Hier wird das Verhältnis zu Kreditgebern und Lieferanten als externe Ressourcenquellen beleuchtet.
6. Zuschüsse: Dieses Kapitel behandelt öffentliche Förderungen und private Spenden als zentrale Finanzierungsformen ohne unmittelbare marktwirtschaftliche Gegenleistung.
7. MitarbeiterInnen: Die Unterscheidung zwischen hauptamtlichen und ehrenamtlichen bzw. freiwilligen Kräften steht hier im Vordergrund.
8 Mitglieder und GesellschafterInnen: Hier werden die Rolle von Mitgliedern und Gesellschaftern sowie die Struktur von Eigenleistungs- und Fremdleistungs-NPOs dargelegt.
9. Grenzen und Wechselwirkungen zwischen den Ressourcenquellen.: Das Kapitel untersucht Interdependenzen und Überschneidungen der verschiedenen Finanzierungsformen.
10. Fazit und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Betrachtung gesellschaftlicher Veränderungen und der Auswirkungen auf die zukünftige Ressourcenbeschaffung von NPOs.
Schlüsselwörter
Nonprofitorganisation, NPO, Ressourcen, Fundraising, Spenden, Sponsoring, Ehrenamt, Freiwilligenarbeit, Gemeinnützigkeit, Finanzierung, Leistungsentgelte, Mitglieder, Gemeinwohl, Ressourcenquellen, Ideelle Mission.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit bietet einen Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten und Quellen, aus denen Nonprofitorganisationen ihre Ressourcen für ihre Tätigkeit beziehen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Finanzierung durch Eigenleistung, Zuschüsse, Spenden, Sponsoring sowie der Nutzung von Personalressourcen wie Ehrenamtlichen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die spezifische Ressourcenausstattung von NPOs zu analysieren und aufzuzeigen, wie diese von der von Profitorganisationen abweicht.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und dem Vergleich theoretischer Ansätze zum Management von Nonprofit-Organisationen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Ressourcenkategorien, von der Eigenwirtschaftung über externe Dienstleistungen bis hin zum Personalmanagement und der Mitgliederstruktur.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind NPO, Fundraising, Ressourcenmanagement, Ehrenamt, Private Spenden und Gemeinnützigkeit.
Wie unterscheiden sich ehrenamtliche und freiwillige Mitarbeiter?
Ehrenamtliche übernehmen laut Arbeit meist leitende, langfristige Aufgaben, während freiwillige Mitarbeiter eher kurzfristige, ausführende Tätigkeiten ausüben.
Was sind die Besonderheiten bei der Finanzierung durch Kredite?
NPOs haben es gegenüber Kreditgebern oft schwieriger, Sicherheiten zu bieten, und Kreditgeber fürchten negative Auswirkungen auf ihr Image bei Zahlungsrückständen der Organisation.
Warum gibt es Wechselwirkungen zwischen Spenden und öffentlichen Förderungen?
Studien deuten auf negative Korrelationen hin, da steigende öffentliche Mittel oder selbsterwirtschaftete Einnahmen tendenziell zu einem Rückgang bei privaten Spenden führen können.
- Quote paper
- Sebastian Lindinger (Author), 2013, Ressourcen einer Nonprofitorganisation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265830