Mensch gerät im Laufe seines Lebens früher oder später mit irgendeiner Form von Führung in Kontakt. Diese Tatsache hat mich dazu veranlasst, auf den folgenden Seiten das Thema der erfolgreichen Mitarbeiterführung – speziell im Hinblick auf die historischen Veränderungen – genauer aufzuarbeiten.
Seit Aufgaben von Gemeinschaften arbeitsteilig erfüllt werden, wird auch von Führung gesprochen – in allen Ländern und in allen Zeiten. Außerdem ist Führung keineswegs aus-schließlich auf das Berufsleben beschränkt, sondern findet sich in sämtlichen Gemeinschaften wieder. Zusätzlich kann im Tierreich, insbesondere als Einflussverhalten im Revierbereich, von Führungsverhalten gesprochen werden. (Vgl. Wunderer 2006, S. 4)
„Kundenzufriedenheit ist in erster Linie eine Funktion der Mitarbeiterzufriedenheit.“ (Laufer 2011, S. 14) Dieses Zitat spiegelt wieder, dass dem Humankapital eines Unternehmens aktuell und vor allem zukünftig eine immer noch bedeutend werdende Rolle als strategischer Erfolgsfaktor zugeschrieben wird. Somit stellt sich für mich die Frage, wie denn geführt wer-den muss, um den maximalen Führungserfolg zu erreichen?
Dabei ist besonders darauf zu achten, dass die heutige Zeit durch einen starken Wandel, hinsichtlich gesellschaftlicher Werte, gekennzeichnet wird. Dieser beeinflusst auch die Arbeitswelt in Verbindung mit Führung. D.h. Führungskräfte müssen Veränderungen der Umwelt, sowie unternehmensintern als auch –extern, richtig auffassen und ihr Führungsverhalten dementsprechend anpassen um einen messbaren Erfolg erzielen zu können.
Im folgenden Kapitel wird der Begriff „Führung“ mithilfe von verschiedener fachspezifischer Literatur definiert. Um einen Überblick über zeitgemäße Führungsmodelle zu bieten, werden darauffolgend sowie klassische, als auch moderne Führungsansätze näher beschrieben. Dabei wird auch auf die Gründe der stetig steigenden Anforderungen an Führungspersönlichkeiten in der heutigen Zeit eingegangen. Am Ende werden die wichtigsten Erkenntnisse in einer Zusammenfassung festgehalten.
Inhaltsverzeichnis
2 Einleitung
3 Begriffsdefinition ‚Führung‘
4 Klassische Führungsansätze
5 Moderne Führungsansätze
6 Zusammenfassung
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Thema der erfolgreichen Mitarbeiterführung unter Berücksichtigung historischer Veränderungen und aktueller gesellschaftlicher Werte. Die zentrale Forschungsfrage adressiert dabei, wie Führung gestaltet werden muss, um in einem dynamischen Umfeld maximalen Erfolg und Mitarbeiterzufriedenheit zu erzielen.
- Historische Entwicklung und Grundlagen der Führungsforschung
- Differenzierung zwischen klassischen Führungsstilen
- Herausforderungen durch gesellschaftlichen Wertewandel
- Konzept der unternehmerischen Führung (Mitunternehmertum)
- Bedeutung der Mitarbeiterzufriedenheit für den Unternehmenserfolg
Auszug aus dem Buch
Klassische Führungsansätze
Die Führungsstilforschung geht bis in die dreißiger Jahre zurück. Dabei wurde versucht das Führungsverhalten zu klassifizieren und die Auswirkungen auf den Führungserfolg zu ermitteln. Sowohl Hentze als auch Wunderer definieren den Führungsstil als ein innerhalb situativer Bandbreiten und Führungskontexten wiederkehrendes Verhalten. (Vgl. Wunderer 2006, S. 204)
Kurt Lewin bildetet mit seinen Untersuchungen an der ‚Iowa University Elementary School‘ den Auftakt zur empirischen Führungsstilforschung. Mithilfe einer Studie – bei der er die Auswirkungen von Führung auf Kindergruppen untersuchte - teilte Lewin das Führungsverhalten in zwei Kategorien. Durch die Gegenüberstellung von ‚autoritärem‘ und ‚demokratischem‘ Führungsverhalten lässt sich dieser Ansatz als eindimensionales Führungsstilkonzept einordnen. Die Blütezeit dieser eindimensionalen Konzepte war in den siebziger Jahren und prägte die weitere Führungsstilforschung nachhaltig. Die daraus ableitbaren Führungsstile können wie folgt erläutert werden: (Vgl. Hentze 2005, S. 238-240)
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Allgegenwärtigkeit von Führung und stellt die Relevanz der Mitarbeiterzufriedenheit als strategischen Erfolgsfaktor heraus.
Begriffsdefinition ‚Führung‘: Dieses Kapitel definiert Führung als zielorientierte soziale Beeinflussung und unterscheidet zwischen der sach-rationalen Lokomotionsfunktion und der sozialen Kohäsionsfunktion.
Klassische Führungsansätze: Es werden die historischen Ursprünge der Führungsstilforschung, insbesondere die Studien von Kurt Lewin und die Einteilung in autoritäre, demokratische und laissez-faire Stile, behandelt.
Moderne Führungsansätze: Dieses Kapitel analysiert die steigenden Anforderungen an Führungskräfte durch veränderte Arbeitswelten und stellt das Konzept des Mitunternehmertums vor.
Zusammenfassung: Das letzte Kapitel resümiert, dass es keinen universellen Führungsansatz gibt, sondern eine situationsgerechte und flexible Anwendung verschiedener Konzepte notwendig ist.
Schlüsselwörter
Mitarbeiterführung, Führungsstil, Führungserfolg, Mitunternehmertum, Lokomotion, Kohäsion, Unternehmenskultur, Wertewandel, Humankapital, Führungskontext, Selbstverwirklichung, Leistungsorientierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung der Mitarbeiterführung im historischen Kontext und untersucht, wie Führungspersonen den Herausforderungen einer sich wandelnden Arbeitswelt begegnen können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen die Definition von Führung, die klassischen Ansätze der Führungsstilforschung sowie moderne Konzepte wie die unternehmerische Führung.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es zu analysieren, wie Führung heute gestaltet sein muss, um den maximalen Führungserfolg zu sichern und Mitarbeiter optimal zu motivieren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse fachspezifischer Quellen, um theoretische Modelle zu vergleichen und auf die aktuelle Praxis zu übertragen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinition von Führung, eine Darstellung klassischer Führungsmodelle und eine Analyse der modernen Herausforderungen an Führungskräfte.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Mitarbeiterführung, Führungserfolg, Mitunternehmertum, Lokomotion, Kohäsion und der gesellschaftliche Wertewandel.
Warum spielt die Unterscheidung von Lokomotion und Kohäsion eine Rolle?
Diese Differenzierung hilft, die sachlichen Aufgaben der Zielerreichung von den sozialen Aspekten der Gruppenbindung zu trennen, was für eine ganzheitliche Führung essenziell ist.
Was versteht der Autor unter „Mitunternehmertum“?
Es bezeichnet ein Konzept, bei dem Mitarbeitende durch Eigenverantwortung, Kreativität und unternehmerisches Denken motiviert werden, sich so zu engagieren, als wären sie selbst Unternehmer.
Gibt es einen idealen Führungsstil laut dieser Arbeit?
Nein, die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass es kein Patentrezept gibt; Erfolg resultiert aus der korrekten und flexiblen Anwendung verschiedener Konzepte je nach Situation.
- Citation du texte
- Martin Lutz (Auteur), 2013, Mitarbeiterführung im Wandel der Zeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265879