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Zivilrömische Siedlungstätigkeit und Siedlungsformen im Umfeld von Castra Regina (Regensburg)

Bestandsaufnahme unter Berücksichtigung neuerer und neuester Grabungen und Funde

Titel: Zivilrömische Siedlungstätigkeit und Siedlungsformen im Umfeld von Castra Regina (Regensburg)

Facharbeit (Schule) , 2009 , 24 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Andreas Hornauer (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Bestandsaufnahme unter Berücksichtigung neuerer und neuester Grabungen und Funde (zeitl. Rahmen: 2. Hälfte des 2. Jh./Einzug der legio III Italica bis zum Abzug der romanischen Bevölkerung).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Archäologie zur römischen Besiedlung im Regensburger Umland

2. Castra Regina, das römische Heerlager der III. Legion an der Donau, ein Signal für die umliegende Siedlungstätigkeit

3. Zivilrömische Siedlungstätigkeit und -formen im fruchtbaren Donaubogen

3.1. Topografische Gegebenheiten

3.2. Lagerdörfer (canabae) und Siedlungen (vici)

3.3. Begräbnisplätze - Gräberfelder

3.4. Siedlungsintensität und Straßenverlauf im Dungau

3.5. Römische Gutshöfe (villae rusticae)

3.5.1. Ausstattung der Gutshöfe

3.5.2. Villae Rusticae in Regensburg-Burgweinting

3.5.3. Villa Rustica in Regensburg-Harting

3.6. Streifenhäuser

4. Aktuelle Grabungs- und Forschungsergebnisse zur Römerzeit im Umfeld von Castra Regina

4.1. Burgweinting

4.2. Römische Zivilsiedlung im Osten Regensburgs

5. Das Ende der römischen Besiedlung im Regensburger Umland

6. Zusammenfassung – Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit gibt eine Bestandsaufnahme der zivilrömischen Siedlungstätigkeit im Umfeld von Castra Regina (Regensburg) basierend auf Grabungsfunden und Forschungsarbeiten. Das Hauptziel ist die Darstellung der Besiedlungsformen und -strukturen zwischen der zweiten Hälfte des 2. Jahrhunderts und dem Abzug der römischen Bevölkerung.

  • Archäologische Fundlage und Grabungsgeschichte im Regensburger Umland
  • Militärische Präsenz durch das Legionslager Castra Regina und Kastelle
  • Siedlungsformen wie Lagerdörfer (canabae), Vici und Gutshöfe (villae rusticae)
  • Wirtschaftliche Bedeutung der Besiedlung und ihre infrastrukturelle Erschließung
  • Prozess der Entvölkerung und das Ende der römischen Epoche infolge germanischer Einfälle

Auszug aus dem Buch

3.2. Lagerdörfer (canabae) und Siedlungen (vici)

Im Umkreis des Legionslagers Castra Regina und der Kastelle Kumpfmühl und Großprüfening entstanden im 2. und 3. Jh. zivile Lagerdörfer (sogenannte „canabae legionis“), in denen Veteranen mit ihren Familien, die Lebensgefährtinnen (unverheiratete Frauen) und Kinder der aktiven Legionäre wohnten. Daneben ließen sich in diesen Siedlungen in der Nähe der Legionslager und Kastelle oder entlang der militärischen Verbindungsstraßen Händler, Handwerker und Wirte nieder.

In den in Steinbautechnik errichteten Lagerdörfern und „vici“ gab es neben Wohnbauten Stallungen, Badehäuser mit Fußbodenheizung (sog. „Hypokaustum“) , Markthallen, Rasthäuser, Tempel, öffentliche Gebäude, sowie zum Teil auch Thermen, wie das Beispiel Bad Gögging zeigt.

Das Baumaterial für die Gebäude wurde in Steinbrüchen zwischen Kelheim und Bad Abbach oder in eigens hierfür errichteten Ziegeleien gewonnen, wie Bodenfunde von Ziegelstempeln der römischen Legionsziegeleien in Bad Abbach bezeugen.

In der römischen Zivilsiedlung „canabae Legionis“ (siehe Abbildung 2), westlich an das Legionslager Castra Regina angrenzend, die als „Donausiedlung“ bezeichnet wird, wohnten neben den Angehörigen der Soldaten und Veteranen auch zahlreiche Händler, Handwerker, Wirte und Dienstleister meist in sogenannten Streifenhäusern (siehe Abbildung 8), wie Grabungsfunde Ende der 1970er Jahre im Bereich des Arnulfs- und Bismarckplatzes zeigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Archäologie zur römischen Besiedlung im Regensburger Umland: Dieses Kapitel erläutert die Forschungsgeschichte sowie die Bedeutung archäologischer Ausgrabungen und geophysikalischer Prospektionen im Raum Regensburg.

2. Castra Regina, das römische Heerlager der III. Legion an der Donau, ein Signal für die umliegende Siedlungstätigkeit: Es wird die Errichtung des Legionslagers Castra Regina als zentraler Ankerpunkt für die militärische Absicherung und die nachfolgende zivile Siedlungsdynamik beschrieben.

3. Zivilrömische Siedlungstätigkeit und -formen im fruchtbaren Donaubogen: Hier werden die verschiedenen Siedlungstypen, insbesondere Gutshöfe und Lagerdörfer, in ihrer topografischen Verteilung und Ausstattung analysiert.

4. Aktuelle Grabungs- und Forschungsergebnisse zur Römerzeit im Umfeld von Castra Regina: Dieses Kapitel fasst moderne Rettungsgrabungen und Visualisierungsprojekte zusammen, insbesondere im Bereich von Burgweinting und der östlichen Zivilsiedlung.

5. Das Ende der römischen Besiedlung im Regensburger Umland: Die Ursachen für den Niedergang, wie Germaneneinfälle, politische Instabilität und der Abzug der römischen Truppen, werden detailliert dargelegt.

6. Zusammenfassung – Ausblick: Der abschließende Teil bietet eine Synthese der Erkenntnisse und weist auf die Bedeutung weiterer künftiger archäologischer Forschungen hin.

Schlüsselwörter

Castra Regina, Regensburg, römische Siedlungstätigkeit, villae rusticae, Burgweinting, canabae legionis, Donaubogen, Archäologie, Limes, Legio III Italica, Grabungsfunde, Provinzial-Bevölkerung, Germaneneinfälle, Zivilsiedlung, Raetien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Entwicklung und Struktur zivilrömischer Siedlungen im Umland von Regensburg, wobei der Fokus auf dem Zeitraum zwischen dem Ende des 2. Jahrhunderts und dem Zusammenbruch der römischen Verwaltung im 5. Jahrhundert liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der militärischen Infrastruktur durch Castra Regina, der bäuerlichen Versorgung durch Gutshöfe sowie der zivilen Siedlungsstruktur in Lagerdörfern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine Bestandsaufnahme der Siedlungstätigkeit, um anhand archäologischer Befunde aufzuzeigen, wie intensiv das Regensburger Umland zur Römerzeit besiedelt war und wie diese Siedlungen in das Gesamtsystem der Provinz Raetien eingebettet waren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine fachliche Ausarbeitung, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung dokumentierter archäologischer Grabungsberichte und Forschungsdaten des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der militärischen Ausgangslage, die detaillierte Beschreibung der Siedlungsformen (Vici, Gutshöfe) und die Auswertung aktueller Grabungsergebnisse sowie die Analyse des Untergangs der römischen Besiedlung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Castra Regina, villae rusticae, Burgweinting, canabae, Donaubogen, Archäologie und römische Provinzialgeschichte.

Welche Rolle spielten die Gutshöfe (villae rusticae) für die Region?

Sie dienten als essenzielle landwirtschaftliche Produktionseinheiten zur Versorgung der Legionäre in Castra Regina und der Zivilbevölkerung in den umliegenden Lagerdörfern.

Warum konnte sich die römische Besiedlung in Regensburg nicht dauerhaft halten?

Die Besiedlung endete infolge einer Kombination aus häufigen germanischen Überfällen (z. B. durch Alamannen und Juthungen), wirtschaftlicher Schwächung des Römischen Reiches und dem schließlich militärischen Abzug der römischen Einheiten im 5. Jahrhundert.

Was belegen die Funde aus den Brunnen in der Villa Rustica bei Regensburg-Harting?

Die dort gefundenen Skelette mit schweren Verletzungen deuten auf einen gewaltsamen Überfall germanischer Stämme Mitte des 3. Jahrhunderts hin, der die Gefahr und Brutalität der damaligen Zeit unterstreicht.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zivilrömische Siedlungstätigkeit und Siedlungsformen im Umfeld von Castra Regina (Regensburg)
Untertitel
Bestandsaufnahme unter Berücksichtigung neuerer und neuester Grabungen und Funde
Note
1,3
Autor
Andreas Hornauer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
24
Katalognummer
V265884
ISBN (eBook)
9783656555919
ISBN (Buch)
9783656555957
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Regensburg Castra Regina Latein Römer römische Siedlungstätigkeit Archiologie Harting romanische Bevölkerung legio III Italica römisches Heerlager römische Gutshöfe villa rustica Römerzeit Burgweinting Dungau
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Andreas Hornauer (Autor:in), 2009, Zivilrömische Siedlungstätigkeit und Siedlungsformen im Umfeld von Castra Regina (Regensburg), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265884
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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