Adoption in Deutschland. Rechte und Pflichten


Hausarbeit, 2011

13 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsangabe

1. Einleitung

2. Adoption der Begriff
2.1 Definition Adoption
2.2 rechtliche Voraussetzungen
2.3 Vermittlung in Deutschland
2.4 Unterschied Pflegekind und Adoptivkind
2.5 Freigabe eines Kindes zur Adoption
2.6 Rechtsfolgen einer Adoption
2.6.1 Minderjährigenadoption
2.6.2 Erwachsenenadoption
2.7 Rechte und Pflichten
2.8 Geschichte und Zukunftsaussichten

3. verschiedene Arten der Adoption
3.1 Inkognitoadoption
3.2 Offene Adoption
3.3 Halboffene Adoption
3.4 Verwandtschaftsadoptionen

4. internationale Adoption
4.1 Vermittlung
4.2 Rechtslage

5. Gesetz und Realität

6. Resümee

Quellenangabe

1. Einleitung und Vorwort

Viele Paare,auch Gleichgeschlechtliche und Alleinerziehende,greifen zur Möglichkeit ein Kind zu adoptieren.

Daher soll diese Hausarbeit die Verfahrensweise,die rechtlichen Grundlagen,die allgemeine Situation in Deutschland und dem Ausland, sowie die verschiedenen Arten der Adoption beleuchten.

2. Adoption der Begriff

2.1 Definition

In der Fachliteratur,der juristischen Welt und dem Gesetzestext gibt es viele verschiedene Definitionen von Adoption. So besagt eine, dass „Adoption die Annahme an Kindesstatt ist. Hierdurch werden sowohl bei der leiblichen Familie des Kindes als auch bei der annehmenden Familie eine Reihe von Rechtsfolgen ausgelöst. Vor Ausspruch der Adoption durch das Vormundschaftsgericht ruht mit der Einwilligung der leiblichen Eltern die elterliche Sorge und das Umgangsrecht.Das Jugendamt wird Vormund und der Annehmende ist ab diesem Moment zum Unterhalt verpflichtet. Die Adoption ist daher rechtlich die volle Integration des Minderjährigen in die neue Verwandtschaft, wodurch Unterhaltsansprüche, Erbrechte und die elterliche Sorge wie bei einem leiblichen Kind begründet werden.“

[1](www.familienrecht.com ; 2004)

Eine weitere Definition lautet:

„ Bei einer Adoption wird ein rechtliches, nicht auf biologischer Abstammung beruhendes Eltern-Kind-Verhältnis gegründet. Dabei wird die verwandtschaftliche Beziehung zu den leiblichen Eltern des Kindes vollkommen aufgelöst und ein neues Verwandtschaftsverhältnis zu den sozialen Eltern rechtlich besiegelt. … Mit der Adoption wird das Kind voll erb- und unterhaltsberechtigt.“[2](www.eltern.de)

2.2 Rechtliche Voraussetzungen

Um innerhalb von Deutschland eine Adoption durchführen zu können, müssen diverse rechtliche Grundlagen gegeben sein.Diese sind im BGB geregelt und sollen das Interesse des Kindeswohls vertreten. So muss in Deutschland der Aufnehmende bzw. einer der zukünftigen Elternteile das 25.Lebensjahr erreicht haben und der andere das 21.Lebensjahr. Das ist in § 1743 Abs. 1-3 BGB geregelt.

2.3 Vermittlung innerhalb Deutschlands

Über die Vermittlung der Annahme als Kind,dass im Adoptionsvermittlungsgesetz (AdVermiG) geregelt wird ,entscheidet gem. § 2 des AdVermiG das Jugendamt und das Landesjugendamt.Wobei das Jugendamt nur dann eine Vermittlung durchführen darf,wenn es eine Adoptionsvermittlung eingerichtet hat. Das Landesjugendamt hat eine zentrale Adoptionsstelle einzurichten. In §Ab 2,Satz 2 des Gesetzes wird festgelegt,dass auch die örtlichen und zentralen Stellen des Diakonischen Werks,des Deutschen Caritasverbandes,die Arbeiterwohlfahrt und deren angeschlossenen Fachverbände und andere im Inland sitzende Organisationen berechtigt sind eine Adoptionsvermittlung zu betreiben,vorausgesetzt,diese sind vom Landesjugendamt anerkannt worden. Anderen Stellen ist dies nach § 5 Abs. 1 und §2 Abs.2 AdVermiG nicht gestattet.

Sobald der zuständigen Adoptionsstelle bekannt wird,dass für ein Kind die Adoptionsvermittlung in Betracht kommt führt diese sofort ihre sachdienliche Ermittlung bei der Bewerberfamilie,der Familie des Kindes und dem Kind selbst durch. (§ 7 Abs.1 ,AdVermiG).Wenn diese Untersuchung zu Gunsten der Bewerber ausfällt,wird ein Bericht über die rechtliche Befähigung und die Eignung verfasst.Dieser Bericht enthält Angaben über die Person der Adoptionsbewerber,ihre persönlichen und familiären Umständen,ihren Gesundheitszustand,ihr soziales Umfeld und die Beweggründe,weshalb sie eine Adoption wünschen.(§7 Abs.3 AdVermiG)

Selbstverständlich wird auch bei Kindern in Heimen auf diese Weise vorgegangen,dass sie und ihre Adoptionsfamilie genauestens überprüft werden.Siehe dazu §12 AdVermiG .

Auch ist es möglich Kinder mit deutschem Wohnsitz ins Ausland zu vermitteln. Wenn dies geschieht,greift § 7 Abs.4,der besagt,dass die aufnehmenden Eltern nach den deutschen Sachvorschriften die rechtliche Befähigung zur Annahme des Kindes besitzen.

2.4 Unterschied Pflegekind und Adoptivkind

Adoptierte Kinder werden wie die eigenen Kinder behandelt und rechtlich angesehen .Das bedeutet,dass das Sorgerecht und die Unterhaltspflicht gegenüber dem Kind auf die Adoptiveltern übertragen werden.Weiterhin nimmt das Kind im Regelfall auch deren Nachnamen und, falls es ausländischer Herkunft ist,auch die deutsche Staatsbürgerschaft an.

Im Gegensatz dazu erhalten Pflegeeltern nicht das Sorgerecht der ihnen anvertrauten Kinder. Dieses bleibt auch weiterhin bei den leiblichen Eltern bzw. dem zuständigen Jugendamt.Lediglich die Entscheidungsbefugnis wird an die Pflegeeltern gegeben,sofern das Pflegeverhältnis über einen längeren Zeitraum angelegt ist. Das Jugendamt übernimmt zudem die Kosten für den Unterhalt und den erzieherischen Einsatz[3](www.Familien-wegweiser.de) Grundsätzlich ist es auch möglich,dass das Kind aus der Pflegefamilie wieder herausgenommen wird um in den Haushalt der leiblichen Eltern zurückzukehren.

„Ob dies jedoch sinnvoll erscheint,wenn das Kind sich in der Pflegefamilie

eingelebt hat,dort eine Bezugswelt gefunden hat und zur Unzeit aus der gewohnten

[...]

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Adoption in Deutschland. Rechte und Pflichten
Hochschule
Hochschule Fulda
Note
2,0
Autor
Jahr
2011
Seiten
13
Katalognummer
V265940
ISBN (eBook)
9783656556589
ISBN (Buch)
9783656556763
Dateigröße
414 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Adoption, Pflegekind, Kind, Junge, Mädchen, Eltern, kinderlos
Arbeit zitieren
Sebastian Schmitt (Autor), 2011, Adoption in Deutschland. Rechte und Pflichten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265940

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