In meiner Hausarbeit beschäftige ich mich mit dem Thema der Lexikologie. Beginnend mit einer allgemeinen Einführung zu dieser, werde ich im weiteren Verlauf insbesondere die verschiedenen Typen der Entlehnung beleuchten und auf ihre einzelnen Besonderheiten eingehen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Lexikologie
2.1 Wortschatz
2.2 Forschungsrichtungen
2.3 Gliederung des Wortschatzes
2.4 Lexikologie und andere Wissenschaftsdisziplienen
2.5 Kriterien zur Ordnung des Wortschatzes
3. Entlehnung
3.1 Formen der Entlehnung
3.2 Weitere Formen der Entlehnung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit gibt einen fundierten Überblick über die Lexikologie als Teildisziplin der Sprachwissenschaft und beleuchtet insbesondere die Mechanismen und Formen der sprachlichen Entlehnung. Das Hauptziel besteht darin, die wissenschaftlichen Grundlagen des Wortschatzes zu erarbeiten und die verschiedenen Kategorien der zwischensprachlichen Übertragung von Elementen anhand theoretischer Definitionen und praktischer Beispiele aufzuzeigen.
- Grundlagen und Definitionen der Lexikologie
- Forschungsansätze: Onomasiologie und Semasiologie
- Systematik der Wortschatzgliederung
- Differenzierung von Entlehnungstypen (Materialentlehnung vs. Lehnprägung)
- Adaptionsgrade und historische Einflüsse auf Sprachkontakte
Auszug aus dem Buch
3.1 Formen der Entlehnung
Entlehnung steht für eine Anzahl unterschiedlicher „Verfahren der zwischensprachlichen Übertragung“, grafisch dargestellt in einem Schaubild: Die erste Differenzierung findet statt zwischen Materialentlehnung (Übernahme, Bsp.: Russ. Магнитофон aus dem Griechischen bzw. Lateinischen ) und Lehnprägung (Ersetzung, Bsp. Russ. Громкоговоритель Dt. Lautsprecher). Bei ersterer unterscheidet man nach konformen (nur orthographisch und phonematisch an die Nehmersprache angepassten) und assimilierten (phonematisch, morphologisch und wortbildungstechnisch angepassten; v.a. Suffixe und Endungen) Entlehnungen. Die Lehnprägung hingegen unterscheidet drei Optionen, die Lehnbedeutung, die Lehnbildung und die Lehnschöpfung. Die Lehnbildung teilt sich ein weiters Mal auf in Lehnübersetzung und Lehnübertragung.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Kurze Vorstellung des Themas Lexikologie und die Ankündigung, verschiedene Entlehnungstypen zu untersuchen.
2. Lexikologie: Einführung in die Erforschung des Wortschatzes, seiner Struktur und der Abgrenzung zu anderen Disziplinen.
2.1 Wortschatz: Erläuterung der Zusammensetzung des Wortschatzes aus Grundwortschatz und beweglichen Teilen wie Neologismen.
2.2 Forschungsrichtungen: Vorstellung von Onomasiologie (Bezeichnungslehre) und Semasiologie (Wortbedeutungslehre) als zentrale Ansätze.
2.3 Gliederung des Wortschatzes: Darstellung verschiedener Klassifizierungsmöglichkeiten, etwa nach Wortarten, semantischen Feldern oder Lexikalisierungsgrad.
2.4 Lexikologie und andere Wissenschaftsdisziplienen: Untersuchung der interdisziplinären Verbindungen zur Geschichte, Philosophie und Psychologie.
2.5 Kriterien zur Ordnung des Wortschatzes: Auflistung der Kriterien für die systematische Anordnung von Wortschatzbestandteilen.
3. Entlehnung: Theoretische Herleitung des Prozesses, bei dem fremdes Sprachmaterial oder Strukturen in eine Zielsprache übergehen.
3.1 Formen der Entlehnung: Detaillierte Aufschlüsselung der Übertragungsverfahren wie Materialentlehnung und Lehnprägung.
3.2 Weitere Formen der Entlehnung: Analyse von Adaptionsgraden und Begriffen wie Erbwort, Fremdwort und Dublettenbildung.
Schlüsselwörter
Lexikologie, Wortschatz, Entlehnung, Onomasiologie, Semasiologie, Materialentlehnung, Lehnprägung, Lehnübersetzung, Lehnübertragung, Lehnschöpfung, Sprachkontakt, Erbwort, Fremdwort, Dublettenbildung, Lexem
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Hauptthema dieser wissenschaftlichen Hausarbeit?
Die Arbeit behandelt die Grundlagen der Lexikologie und untersucht detailliert die verschiedenen Verfahren, wie Wörter und semantische Strukturen aus einer Sprache in eine andere gelangen (Entlehnung).
Welche zentralen Themenfelder werden in der Arbeit adressiert?
Zu den Schwerpunkten zählen die onomasiologische und semasiologische Forschung, die Gliederung von Wortschatz sowie eine differenzierte Typologie von Entlehnungsprozessen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die lexikologische Theorie mit der Praxis der zwischensprachlichen Übertragung zu verknüpfen und aufzuzeigen, warum und wie Sprachen neue Elemente in ihr Lexikon integrieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erarbeitung genutzt?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, bei der zentrale Fachbegriffe und Definitionen aus der linguistischen Fachliteratur (z.B. Bruns, Lutzeier, Gabka) herangezogen und erläutert werden.
Welche Inhalte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Lexikologie und eine umfassende Darstellung der Entlehnungstypen, ergänzt durch anschauliche Beispiele aus dem Russischen und Deutschen.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt am besten beschreiben?
Die Arbeit lässt sich am präzisesten durch Begriffe wie Lexikologie, Entlehnung, Lehnprägung, Sprachkontakt und onomasiologische Forschung beschreiben.
Wie unterscheidet der Autor zwischen einer Materialentlehnung und einer Lehnprägung?
Bei der Materialentlehnung wird tatsächliches sprachliches Material (ein Wort) übernommen, während bei der Lehnprägung der Begriffsinhalt in der Zielsprache neu strukturiert wird, ohne direkt auf fremdes Material zurückzugreifen.
Was versteht man unter dem Begriff "Dublettenbildung" im Kontext der Lexikologie?
Dublettenbildung tritt auf, wenn ein Wort zweimal entlehnt wurde: einmal als stark assimiliertes Erbwort und einmal als ursprüngliches, gelehrtes Wort, sodass nun zwei Formen nebeneinander existieren.
- Arbeit zitieren
- Hannes Blank (Autor:in), 2011, Lexikologie und die verschiedenen Typen der Entlehnung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265975