Wladimir Ilitsch Uljanow, alias Lenin, gilt durch seine Führungsrolle in der russischen Revolution als Gründervater der Sowjetunion. Seine Position als ideologischer Führer der revolutionären Bewegung in Russland nahm er nicht zuletzt durch seine zahlreichen Publizierungen ein. In diesen verfasste er eine seine Theorien für ein neues Staatsgebilde, die er nach der Oktoberrevolution in der neu gegründeten Sowjetunion erfolgreich umzusetzen gedachte - So auch für das sowjetische Pressewesen. Während seiner fast zwanzigjährigen journalistischen Tätigkeit kristallisierte sich ein Presseprinzip heraus, welches das sowjetische Pressewesen grundlegend prägen sollte. In dieser Seminararbeit „Lenin - Pionier des sowjetischen Pressewesens?“ soll demnach untersucht werden, welche Rolle Lenin für das Pressewesen in der Sowjetunion einnahm. Woraus entwickelte sich das Presseprinzip Lenins und inwiefern war dieses für das sowjetische Pressewesen von Bedeutung?
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Ideologische Vorarbeit
- Lenins journalistischer Werdegang
- Lenins Presseprinzip
- Auffassung von Pressefreiheit
- Umsetzung im sowjetischen Pressewesen
- Anfangsphase mit Lenin
- Weitere Entwicklung nach Lenins Tod
- Fazit
- Quellen- und Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit befasst sich mit der Rolle Wladimir Iljitsch Uljanows, alias Lenin, für das sowjetische Pressewesen. Der Fokus liegt darauf, Lenins Presseprinzipien zu analysieren und deren Einfluss auf die Entwicklung der sowjetischen Presse nach der Oktoberrevolution zu untersuchen. Die Arbeit beleuchtet Lenins journalistischen Werdegang, seine Presseprinzipien, seine Auffassung von Pressefreiheit und die Umsetzung dieser Ideen im sowjetischen Pressewesen.
- Lenins journalistischer Werdegang und seine Rolle in der Entwicklung des sowjetischen Pressewesens
- Die zentralen Elemente von Lenins Presseprinzipien und die Bedeutung der Propaganda und Agitation
- Lenins Auffassung von Pressefreiheit im Vergleich zum westlich-demokratischen Verständnis
- Die Einführung der Pressezensur in der Sowjetunion und die Kontrolle der Presse durch die Partei
- Die Nachhaltigkeit von Lenins Ideen im sowjetischen Pressewesen nach seinem Tod
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt Lenin als Gründer-vater der Sowjetunion vor und hebt seine Rolle als ideologischer Führer der revolutionären Bewegung hervor. Die Bedeutung seiner zahlreichen Publizierungen für die Etablierung seiner Theorien und deren Umsetzung in der Sowjetunion wird betont. Die Seminararbeit befasst sich mit der Frage, inwiefern Lenin als Pionier des sowjetischen Pressewesens betrachtet werden kann.
Das Kapitel "Ideologische Vorarbeit" analysiert Lenins journalistischen Werdegang, beginnend mit seiner Beteiligung an der illegalen Zeitung "Rabotscheje Delo" im zaristischen Russland. Die Herausgabe der "Iskra" im Exil und Lenins Einfluss auf die "Prawda" werden beleuchtet. Anschließend wird Lenins Presseprinzip untersucht, das auf die Bedeutung der Presse für die Organisation der revolutionären Bewegung und die Verbreitung sozialistischer Ideen fokussiert. Das Kapitel schließt mit einer Analyse von Lenins Auffassung von Pressefreiheit im Vergleich zum westlich-demokratischen Verständnis und der Vorstellung Karl Marx.
Das Kapitel "Umsetzung im sowjetischen Pressewesen" untersucht die Entwicklung des sowjetischen Pressewesens nach der Oktoberrevolution. Die Einführung der Pressezensur und die Einrichtung der Zensurbehörde "Glawlit" werden beleuchtet. Die Kontrolle der Presse durch die Partei und die Rolle des Journalisten als "kollektiver Organisator" werden analysiert. Das Kapitel schließt mit einer Betrachtung der Weiterentwicklung des sowjetischen Pressewesens nach Lenins Tod und der Kontinuität seiner Ideen.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen Wladimir Iljitsch Uljanow (Lenin), sowjetisches Pressewesen, Presseprinzipien, Pressefreiheit, Zensur, Propaganda, Agitation, Oktoberrevolution, Sowjetunion, marxistisch-leninistische Staatsdoktrin, "Rabotscheje Delo", "Iskra", "Prawda", "Glawlit".
Häufig gestellte Fragen
Was war Lenins zentrales Presseprinzip?
Lenin sah die Presse als „kollektiven Propagandisten, kollektiven Agitator und kollektiven Organisator“. Die Zeitung sollte die revolutionäre Bewegung strukturieren und sozialistische Ideen verbreiten.
Wie unterschied sich Lenins Auffassung von Pressefreiheit vom Westen?
Lenin lehnte das westlich-demokratische Verständnis als „bürgerliche Freiheit“ ab, die nur den Reichen diene. Wahre Pressefreiheit bedeutete für ihn die Befreiung der Presse vom Kapital und die Unterordnung unter die Interessen des Proletariats bzw. der Partei.
Was war die Aufgabe der Behörde "Glawlit"?
Glawlit war die zentrale Zensurbehörde in der Sowjetunion, die sicherstellte, dass alle Publikationen der Parteilinie entsprachen und keine Staatsgeheimnisse oder konterrevolutionäre Inhalte verbreitet wurden.
Welche Rolle spielte die Zeitung "Prawda"?
Die "Prawda" (Die Wahrheit) wurde unter Lenins Einfluss zum zentralen Organ der Kommunistischen Partei und zum wichtigsten Instrument der staatlichen Kommunikation in der Sowjetunion.
War Lenin ein "Pionier" des Pressewesens?
Die Arbeit untersucht dies kritisch: Er war ein Pionier im Sinne der Schaffung eines völlig neuen, staatlich kontrollierten Mediensystems, das jedoch die individuelle Meinungsfreiheit zugunsten der Ideologie opferte.
- Quote paper
- Maximilian Schroth (Author), 2013, Lenin. Pionier des sowjetischen Pressewesens?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265976