Das Buch setzt sich mit einer Reihe von praktischen Inhalten auseinander, die in einem engen Zusammenhang mit geistiger Behinderung stehen. Es stellt theoretische und praktische Aspekte vor, für lebenslang von Behinderung Betroffene (Eltern) und professionell von Behinderung Betroffene (Heil- und Sozialpädagogen).
Aus dem Inhalt:
- Schwere und schwerste geistige Behinderung/Basales Arbeiten,
- Angehörigen-Arbeit,
- Ekel,
- Sexuelle Ausbeutung,
- Psychotherapie bei geistiger Behinderung,
- Therapeutischer Kunstunterricht,
- Sport als erziehungstherapeutisches Medium,
- Musiktherapie,
- Ergotherapie bei geistiger Behinderung,
- Der Einsatz des Computers bei geistiger Behinderung,
- Freizeitgestaltung bei Menschen mit geistiger Behinderung,
- Probleme im Zusammenhang mit der Pränatalen Diagnostik,
- Integration von Kindern mit geistiger Behinderung,
- Burnout in der Arbeit mit geistig behindertem Klientel,
- Mitleid als sozialpädagogisches Element,
- Adoption von Kindern mit einer geistigen Behinderung.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Was ist Heilpädagogik?
2.1 Raster für Bestandesaufnahme mit der ICF
3 Grundlegende, theoretische Grundlagen zum Personenkreis ‚Menschen mit schwerer geistiger und mehrfacher Behinde- rung’
4 Einige fachspezifische Grundlagen zur Basalen Stimulation
4.1 Materialien und Techniken, die in der Basalen Stimulation/Förderung zur Anwendung gelangen können
4.2 Praktische Umsetzung der Basalen Stimulation
5 Einige Fakten und Überlegungen zur zukünftigen Entwicklung der Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung
6 Zusammenarbeit mit Angehörigen und weiteren Bezugspersonen
6.1 Die besondere Situation der Familien mit einem behinderten Kind
6.1.1 Lebenskrise/Identitätskrise
6.1.2 Die Situation der Mütter bei der Geburt eines behinderten Kindes
6.1.3 Die Situation der Väter bei der Geburt eines behinderten Kindes
6.1.4 Der Einfluss der Behinderung auf die Paar-Beziehung
6.2 Die Trauer der Mütter/Väter
6.2.1 Coping-Strategien (Verarbeitungs-Verhaltensweisen von Eltern mit ei nem behinderten Kind)
6.2.2 Konsequenzen der Trauer bzw. der Trauer-Arbeit
6.2.3 Auswirkungen auf die Sozial- und Heilpädagogik
6.3 Die Situation der Geschwister eines behinderten Menschen
6.3.1 Die besondere Stellung der nicht-behinderten Kinder gegenüber ihrem behindert Geschwister
6.3.2 Voraussetzungen für eine positive Entwicklung der Geschwister
6.3.3 Einbezug von Geschwisterkindern
6.4 Erkenntnisse für die Zusammenarbeit: Eltern (Angehörige) – Institution
6.4.1 Grundsätze der Zusammenarbeit
6.4.2 Grenzen und Probleme der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit Eltern/Angehörigen
6.5 Ein kurzer Blick in die Geschichte der Zusammenarbeit zwischen Angehörigen und Fachpersonal
6.6 Formen der Zusammenarbeit
6.7 Detaillierte Planung eines Angehörigen-Gesprächs
6.8 Fallbeispiele
6.9 Klientenzentrierte Gesprächsführung nach Rogers
6.9.1 Theorie von Rogers
6.9.2 Die Umsetzung der klientenzentrierten Gesprächsführung auf die Sozialpädagogik
7 Ekel
7.1 Theoretische Grundlagen
7.2 Wie kann man mit Ekelgefühlen umgehen?
8 Sexuelle Ausbeutung bei Menschen mit geistiger Behinderung
8.1 Die Schwierigkeiten an Informationen heran zu kommen
8.2 Worum geht es? Sexualität – Ausbeutung – Gewalt
8.3 Häufigkeit und Vorgehensweise der sexuellen Gewalt
8.4 Vorgehensweise der Täter
8.5 Was ist zu tun?
9 Psychotherapie und geistige Behinderung
9.1 Einleitende Gedanken
9.2 Warum Psychotherapie?
9.3 Wie wird therapiert?
9.4 Gefahr der Übertherapisierung
9.5 Was bleibt?
10 Therapeutischer Kunstunterricht (TK) bei Menschen mit geistiger Behinderung
10.1 Wann soll TK angewendet werden?
10.2 Was ist TK?
10.3 Zielsetzungen des TK: Ich-Identität
10.4 Kunsttherapeutische Praxis (Methodik)
11 Sport als erziehungstheapeutischer Weg für geistig behinderte Kinder und Jugendliche – dargestellt am Beispiel Judo
11.1 Sport als erziehungstherapeutisches Mittel
11.2 Judo als Beispiel der Sporttherapie
11.2.1 Die besondere Eignung von Judo als erziehungstherapeutisches Mittel für behinderte Kinder und Jugendliche: Der interaktionistische Aspekt
11.2.2 Judo als erziehungstherapeutisches Mittel für geistig behinderte Kinder und Jugendliche aus psychomotorischer Sicht
12 Musiktherapie bei Menschen mit geistiger Behinderung
12.1 Verschiedene Ansätze zu einer Verwendung von Musiktherapie (MT)
12.2 Praxis der MT
13 Ergotherapie bei Menschen mit geistiger Behinderung
14 Der Einsatz des Computers bei Menschen mit einer geistigen Behinderung
14.1 Gesellschaftliche Bedingungen
14.2 Der Einsatz des Computers in der Heilpädagogischen Sonderschule
14.2.1 Ziele der Computer-Didaktik an der Sonderschule
14.2.2 Inhalte der Computer-Didaktik an der Sonderschule
14.2.3 Vorteile des Computereinsatzes an der Sonderschule
14.3 Computerdidaktische Schlussüberlegungen
15 Gestaltung der Freizeit bei Menschen mit geistiger Behinderung
15.1 Der Begriff ‚Freizeit‘
15.2 Bedingungen für die Freizeitgestaltung von Menschen mit einer geistigen Behinderung
16 Erwachsenenbildung für Menschen mit geistiger Behinderung
16.1 Grundsätzliches
16.2 Die Bildungsfähigkeit geistig behinderter Erwachsener
16.3 Allgemeine didaktische Hinweise für die Durchführung von Kursen mit erwachsenen Menschen mit geistiger Behinderung
17 Qualitätsentwicklung in Schulen für Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung
17.1 Was heisst Qualität an Schulen?
17.2 Besondere Probleme bei der Qualitätsüberprüfung in heilpädagogischen Sonderschulen
18 Interdisziplinarität an einer Heilpädagogischen Schule
18.1 Analyse des Problems
18.2 Folgen einer missglückten interdisziplinären Sichtweise
18.3 Lösungen
19 Eine Folge der pränatalen Diagnostik: Menschen mit Trisomie 21 sterben aus
20 Integration von Kindern mit einer geistigen Behinderung: ein misslungenes Konzept
20.1 Bildung für alle: aber am richtigen Ort mit den richtigen Mitteln!
20.2 Beauchamp & Childress: Die Bedeutung Ihres Ansatzes für die Integration von Kinder mit geistiger Behinderung in die Regelschule
20.2.1 Der Ansatz von Beauchamp und Childress
20.2.2 Die vier Prinzipien auf in bezug zur Integration bei Kindern mit geistiger Behinderung
20.3 Praxisbeispiele
20.4 Eine Alternative zur heutigen Integrationspraxis: Die Teilintegration
21 Wenn Mitarbeiter Gewalt an Menschen mit geistiger Behinderung ausüben
21.1 Was ist Gewalt?
21.2 Warum übt man als Betreuer manchmal Gewalt aus?
21.3 Gewalt überwinden
22 Burnout in der Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung
22.1 Eine einseitige Charakterisierung des Arbeitsfeldes des Heilpädagogen
22.2 Das Burnout-Syndrom
22.3 Inhalte eines Fortbildungsangebotes zur Prophylaxe gegen das Burnout- Syndrom
23 Mitleid, eine ethische Haltung in der Heilpädagogik?
23.1 Heilpädagogen und ihr Mitleid
23.2 Mitleid
23.3 Konviktion
24 Adoption von Kindern mit einer geistigen Behinderung
25 Fördersequenzen
26 Literatur zu Behinderung: aus Betroffenheit geschrieben
27 Literatur
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das Verständnis und die Zusammenarbeit zwischen Eltern von Kindern mit geistiger oder mehrfacher Behinderung und den professionellen Fachkräften in heilpädagogischen Einrichtungen zu verbessern. Dabei wird die Diskrepanz zwischen der lebenslangen Betroffenheit der Eltern und der professionellen, arbeitsvertraglich geregelten Perspektive der Fachleute thematisiert, um eine konstruktive Arbeitsbasis und ein gegenseitiges Verständnis der unterschiedlichen Rollen und Sichtweisen zu fördern.
- Grundlagen der Heilpädagogik und theoretische Einordnung (ICF)
- Die Zusammenarbeit zwischen Institutionen und Angehörigen
- Umgang mit Ekel, sexueller Ausbeutung und Gewalt im professionellen Umfeld
- Therapeutische Ansätze wie Basale Stimulation, Kunst-, Musik- und Sporttherapie
- Kritische Reflexion zur Integrationspraxis und zur Qualitätsentwicklung in Schulen
Auszug aus dem Buch
Sind es Ihre oder unsere Kinder?
Dies scheint auf den ersten Blick eine dumme Frage zu sein. Natürlich sind und bleiben es immer Ihre Kinder. Sie sind die Eltern und für sie verantwortlich. Ist ein Kind nicht behindert, so ist es klar, dass man als Eltern froh ist, wenn das Kind in die Krabbelgruppe, in den Kindergarten bzw. in die Schule kommt. Man spricht sich eventuell auch ab, dass das eigene Kind bei einem anderen Kind über Nacht bleibt oder es geht mit den Pfadfindern oder dem Sportverein in ein Lager. Das entlastet die Familie und macht dem Kind Spass. Es nimmt alles seinen normalen Lauf.
Ist das Kind behindert, sieht die Sache schon etwas anders aus. Es kommt eine dritte Komponente ins Spiel, nämlich die Behinderung. Man könnte auch von einer Schnittmenge sprechen. Auf der einen Seite sind die Eltern des Kindes, auf der anderen Seite wir, die Heilpädagogen und mitten drin ist, Nein, nicht das Kind, sondern die Behinderung. Wir haben gelernt, was eine Behinderung ist und wie man damit umzugehen hat, bzw. welche Fördermassnahmen angezeigt sind. Wir sind die Fachleute. Sie sind die Eltern und kennen das Kind logischerweise auch und zwar mit seiner Behinderung, mit der sie vom ersten Tag an sich auseinander setzen mussten.
Wenn wir also sagen, es ist unser Kind, so meinen wir die Behinderung mit dem Kind; wenn Sie sagen, es ist ihr Kind, so meinen Sie das Kind mit seiner Behinderung. Beide richten wir den Blick auf die Behinderung, aber jeweils von einer anderen Seite. Welche hat nun mehr Recht? Natürlich keine, so könnte man meinen. Ich bin nicht dieser Ansicht und möchte das gleich erläutern.
Kapitelübersichten
1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die unterschiedlichen Perspektiven von Eltern und Fachleuten im Kontext der Betreuung geistig behinderter Kinder und betont die Notwendigkeit einer gelingenden Zusammenarbeit.
2 Was ist Heilpädagogik?: Das Kapitel führt grundlegend in die Heilpädagogik ein und erläutert moderne Ansätze wie die ICF (Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit).
3 Grundlegende, theoretische Grundlagen zum Personenkreis ‚Menschen mit schwerer geistiger und mehrfacher Behinde- rung’: Hier werden die theoretischen Grundlagen zur Charakterisierung des Personenkreises der schwer geistig und mehrfach behinderten Menschen dargelegt.
4 Einige fachspezifische Grundlagen zur Basalen Stimulation: Dieses Kapitel widmet sich dem Konzept der Basalen Stimulation als zentralem Förderansatz für schwerstbehinderte Menschen.
5 Einige Fakten und Überlegungen zur zukünftigen Entwicklung der Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung: Es werden Überlegungen zur zukünftigen Entwicklungssituation des Klientels angestellt, insbesondere unter Berücksichtigung medizinischer Fortschritte.
6 Zusammenarbeit mit Angehörigen und weiteren Bezugspersonen: Ein ausführliches Kapitel, das die komplexe Situation von Familien mit behinderten Kindern und die Formen der professionellen Zusammenarbeit beleuchtet.
7 Ekel: Das Kapitel thematisiert das oft tabuisierte Gefühl des Ekels im professionellen Alltag und bietet Strategien zu dessen Management.
8 Sexuelle Ausbeutung bei Menschen mit geistiger Behinderung: Eine kritische Auseinandersetzung mit der Gefährdungssituation, den Schwierigkeiten in der Informationsgewinnung und der Prävention sexueller Gewalt.
9 Psychotherapie und geistige Behinderung: Es wird der Einsatz von Psychotherapie kritisch diskutiert, insbesondere im Hinblick auf die Gefahr der Übertherapisierung.
10 Therapeutischer Kunstunterricht (TK) bei Menschen mit geistiger Behinderung: Darstellung der Zielsetzungen und der Methodik des therapeutischen Kunstunterrichts für dieses Klientel.
11 Sport als erziehungstheapeutischer Weg für geistig behinderte Kinder und Jugendliche – dargestellt am Beispiel Judo: Das Kapitel veranschaulicht das Potenzial von Sporttherapie, am Beispiel von Judo, zur Persönlichkeitsförderung.
12 Musiktherapie bei Menschen mit geistiger Behinderung: Einführung in die Ansätze und Praxis der Musiktherapie als non-verbales Kommunikationsmedium.
13 Ergotherapie bei Menschen mit geistiger Behinderung: Erläuterung der spezifischen Ziele der Ergotherapie, wie die Förderung der Handlungsfähigkeit im Alltag.
14 Der Einsatz des Computers bei Menschen mit einer geistigen Behinderung: Das Kapitel behandelt didaktische Überlegungen und Einsatzmöglichkeiten von Computern im Unterricht.
15 Gestaltung der Freizeit bei Menschen mit geistiger Behinderung: Diskussion über Bedingungen für eine selbstbestimmte Freizeitgestaltung und die Rolle der Familie.
16 Erwachsenenbildung für Menschen mit geistiger Behinderung: Fokus auf Bildungsangebote für Erwachsene und die Notwendigkeit von lebenslangem Lernen.
17 Qualitätsentwicklung in Schulen für Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung: Auseinandersetzung mit Qualitätskriterien in Sonderschulen und den besonderen Herausforderungen bei deren Überprüfung.
18 Interdisziplinarität an einer Heilpädagogischen Schule: Dieses Kapitel erörtert die Bedeutung und Herausforderungen interdisziplinärer Teamarbeit in heilpädagogischen Einrichtungen.
19 Eine Folge der pränatalen Diagnostik: Menschen mit Trisomie 21 sterben aus: Eine kritische ethische Reflexion über die Konsequenzen der pränatalen Diagnostik für Menschen mit Trisomie 21.
20 Integration von Kindern mit einer geistigen Behinderung: ein misslungenes Konzept: Kritische Analyse der heutigen Integrationspraxis und Vorschläge für alternative Ansätze wie die Teilintegration.
21 Wenn Mitarbeiter Gewalt an Menschen mit geistiger Behinderung ausüben: Ein wichtiges Kapitel über die Entstehung und Überwindung von Gewalt in Betreuungskontexten.
22 Burnout in der Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung: Analyse der Ursachen von Burnout bei Fachkräften und Ansätze zur Prävention.
23 Mitleid, eine ethische Haltung in der Heilpädagogik?: Reflexion über die Rolle von Mitleid versus professioneller ethischer Haltung in der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen.
24 Adoption von Kindern mit einer geistigen Behinderung: Erörterung der schwierigen Thematik der Adoption behinderter Kinder als Lebensperspektive.
25 Fördersequenzen: Praxisbeispiele von Fördersequenzen, die die Arbeit nach einer Zielhierarchie veranschaulichen.
26 Literatur zu Behinderung: aus Betroffenheit geschrieben: Eine kommentierte Liste von Literatur, die aus Sicht von Betroffenen verfasst wurde.
Schlüsselwörter
Heilpädagogik, Geistige Behinderung, Basale Stimulation, Elternarbeit, Inklusion, Integration, Interdisziplinarität, Ethik, Burnout, Psychotherapie, Fördersequenzen, Empowerment, Gewaltprävention, Pränatale Diagnostik, Ergotherapie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Das Buch bietet einen umfassenden Einblick in die heilpädagogische Praxis mit Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung, wobei der Fokus auf dem Dialog zwischen den lebenslang betroffenen Eltern und den professionell tätigen Fachkräften liegt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themen gehören die theoretischen Grundlagen (wie die ICF), methodische Ansätze (Kunst-, Musik- und Sporttherapie), die Zusammenarbeit mit Angehörigen sowie kritische Auseinandersetzungen mit ethischen Fragen, Burnout und der Integrationsproblematik.
Was ist das primäre Ziel des Buches?
Das primäre Ziel ist es, die "beiden Seiten" – Eltern und Fachleute – einander näher zu bringen und ein Verständnis für die jeweils unterschiedlichen Sichtweisen, Zwänge und Zielsetzungen zu schaffen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor stützt sich auf seine über 30-jährige Praxiserfahrung als Schulleiter einer heilpädagogischen Schule, ergänzt durch die Analyse von Fachliteratur, Studien und die Darstellung zahlreicher Praxisbeispiele und Fallstudien.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Fachbereiche der Heilpädagogik, darunter therapeutische Ansätze, Fragen der interdisziplinären Zusammenarbeit, ethische Problematiken wie Pränatale Diagnostik und Sexuelle Ausbeutung sowie praktische Anleitungen für den Alltag und die Bildungsarbeit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist gekennzeichnet durch Begriffe wie Heilpädagogik, Basale Stimulation, Elternarbeit, Interdisziplinarität, Ethik, Burnout-Prävention und die kritische Reflektion der Integrationspraxis.
Welche Rolle spielt die "Basale Stimulation" in diesem Buch?
Sie dient als ein grundlegendes, in der Praxis bewährtes Konzept zur Förderung von schwer geistig und mehrfach behinderten Menschen, bei dem der Körperlichkeit als Existenzform des Menschen eine zentrale Bedeutung zukommt.
Wie positioniert sich der Autor zur Integration von Kindern mit geistiger Behinderung?
Der Autor nimmt eine kritische Haltung ein, da er die gegenwärtige Integrationspraxis oft als konzeptlos und für die betroffenen Kinder als belastend oder schädlich erlebt; er plädiert stattdessen für differenziertere Alternativen wie die Teilintegration.
Wie geht der Autor mit dem tabuisierten Thema "Ekel" um?
Er enttabuisiert dieses Gefühl, indem er es als normale Schutzreaktion anerkennt und Strategien für einen professionellen Umgang auf vier Ebenen des Ekelmanagements vorschlägt, statt es zu verleugnen oder sich dafür zu schämen.
- Arbeit zitieren
- Riccardo Bonfranchi (Autor:in), 2013, Studienbuch der geistigen Behinderung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/265990