Thomas Manns "Buddenbrooks". Ein Vergleich der Generationen


Referat / Aufsatz (Schule), 2012
5 Seiten, Note: 1+ (15 Punkte)

Leseprobe

Thomas Mann-Buddenbrooks, Thomas Buddenbrook

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um einen Auszug aus dem Gesellschaftsroman „Buddenbrooks“ von Thomas Mann. Der Roman erschien 1901 und ist ein Schwellenwerk vom Realismus zum Jugendstil. In diesem wird der wirtschaftliche und familiäre Verfall der wohlhabenden Kaufmannsfamilie Buddenbrook chronikalisch-determiniert dargestellt. Ein Familienmitglied der Buddenbrooks ist Gotthold, dieser hat jedoch durch eine nicht standesgemäße Liebesheirat mit einem Fräulein Stüwing den Zorn seiner Familie auf sich gezogen, wodurch nur geringer Kontakt zwischen den Buddenbrooks und Gotthold bestand. Anlass für Briefwechsel, oder selten anderweitigen Kontakt, waren Todesfälle in der Familie oder Geld. Auch in dem vorliegenden Auszug ist der Anlass für Thomas‘ Anwesenheit nur der Tod. Gotthold ist kurz zuvor an Herzkrämpfen verstorben, aufgrund dessen wurde Familie Buddenbrook benachrichtigt. Daraufhin befindet sich Thomas am Sterbebett Gottholds und führt einen Monolog über Gottholds Lebensstil und seine Einstellungen und sein Verhalten in Bezug auf geschäftliche Dinge. Nach seinem Tod spielt Gotthold keine Rolle mehr im Leben der Buddenbrooks.

Nachdem die Nachricht von Gottholds Tod die Buddenbrooks erreicht hat, macht sich Thomas mitten in der Nacht und bei regnerischem Wetter auf den Weg an Gottholds Sterbebett. Die Tageszeit deutet bereits voraus, dass etwas Negatives folgen wird, da die Dunkelheit der Nacht bereits eine düstere Atmosphäre schafft und den Leser dahin lenkt, dass Folgende mit etwas Unheilvollem zu verbinden. Auch die Haustürglocke ist ein vorausdeutendes Symbol, welches bereits zuvor in dem Roman ein Omen für negative Geschehnisse war. Außerdem stört sie die Ruhe, die eigentlich nachts herrscht, was weiter darauf deutet, dass Gotthold jemand ist, der die Familieneintracht stört. Die „… große Diele“ (Z.1) und „… allein auf den Weg“ (Z.2) zeigen die Familienverhältnisse ebenfalls, trotz der Größe der Familie hinsichtlich der Personenanzahl und ihrem Traditionsbewusstsein, macht nur Thomas sich auf den Weg zu Gotthold. Auch das Wetter („Frühlingsregen“ Z.3) dient als Symbolik. Zum einen deutet der Regen das Negative voraus. Andererseits zeigt der Frühling, dass auch etwas Positives an dem Folgenden zu sehen ist. Da Thomas Mann Anhänger Schopenhauers Philosophie war, geht auch Mann davon aus, dass der Tod nicht das Ende von allem ist. So will er anhand Gottholds Todzeigen, dass auch der Tod etwas Positives hat. Beispielsweise wird dadurch der familiäre Zwist von Gotthold und den Buddenbrooks zwangsläufig beendet. Mit der Beschreibung „ er kam nur zur rechten Zeit, …“ (Z.4), sodass er noch krampfhafte Zuckungen (Z.4) sehen kann, zeigt sich ebenfalls das gequälte Verhältnis von Thomas (stellvertretend für die Familie) und Gotthold. Indem Gotthold als „… kurze Gestalt“ (Z.6) beschrieben wird, zeigt sich der Gegensatz zu Thomas, der „… lange mit gefalteten Händen“ (Z.5) dort steht. Durch die gegensätzliche Umschreibung „.. dieses tote Gesicht mit den etwas weichlichen Zügen“ (Z.6f.) bringt Mann wieder ein, dass der Tod auch positive Aspekte haben kann und auch eine Erleichterung sein kann.

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Ende der Leseprobe aus 5 Seiten

Details

Titel
Thomas Manns "Buddenbrooks". Ein Vergleich der Generationen
Note
1+ (15 Punkte)
Autor
Jahr
2012
Seiten
5
Katalognummer
V266033
ISBN (eBook)
9783656567462
ISBN (Buch)
9783656567455
Dateigröße
429 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
thomas, manns, buddenbrook, vergleich, generationen
Arbeit zitieren
Saskia Bruning (Autor), 2012, Thomas Manns "Buddenbrooks". Ein Vergleich der Generationen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/266033

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