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Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr. Pro und Contra

Title: Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr. Pro und Contra

Term Paper , 2012 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Julian Kühnel (Author)

Business economics - Business Ethics, Corporate Ethics
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Der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan – ein beliebtes und erbittert diskutiertes Thema in unserer Gesellschaft und den Medien, selbst mehr als 10 Jahre nach dessen Beginn.
10 Jahre, die nicht nur mehr als 17 Milliarden Euro, sondern auch 52 deutschen Soldaten das Leben gekostet haben2. 10 Jahre, in denen in Afghanistan Infrastruktur aufgebaut, wie auch für mehr Sicherheit und die Durchsetzung der Menschenrechte gerungen wurde.
Der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan stößt sowohl auf Verdrossenheit als auch auf Anerkennung, national wie international. Oft stellt sich dabei die Frage nach Sinn oder Unsinn, ob rechtmäßig oder verfassungswidrig, ob verantwortbar oder verwerflich. Im Hinblick auf die jüngere deutsche Geschichte ist es allzu verständlich, dass Deutschland sich eher abwartend distanziert, wenn ein Einsatz von Soldaten in einem bewaffneten Konflikt droht. Trotz dieser Umstände ist es erfreulich, dass Deutschland nach wohl überlegten Abwägungen doch von Zeit zu Zeit den Schatten der Vergangenheit abwälzt und sich im Rahmen internationaler Verbindungen seiner Verantwortung stellt – sei es im Kongo, Kosovo oder aktuell in Afghanistan. Egal wie der Einsatz nach genauer Betrachtung sinngemäß genannt werden muss, ob Krieg oder Hilfsmission, er muss sowohl moralisch wie auch rational betrachtet und bewertet werden.
Ziel dieser Hausarbeit ist es, Pro- und Contra-Argumente für den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan gegenüberzustellen. Der Einsatz der Bundeswehr soll aber weder verherrlicht noch verteufelt werden, vielmehr soll sich der Leser eine individuelle Meinung zu diesem Sachverhalt bilden können. Um die Entwicklung und Hintergründe des Konflikts besser zu verstehen zu können, ist dieser Argumentation ein geschichtlicher Überblick Afghanistans vorangestellt. Dieser Überblick wird ergänzt durch die Darstellung der relevanten rechtlichen Grundlagen, durch die der Einsatz in Afghanistan überhaupt erst legitim erfolgen konnte. Eine kritische juristische Beurteilung der vorgestellten rechtlichen Grundlagen würde allerdings den Rahmen dieser Arbeit sprengen. Der Argumentation folgend, wird es einen Ausblick auf den weiteren Verlauf des Bundeswehr-Einsatzes in Afghanistan geben. Abgeschlossen wird die Arbeit durch ein persönliches Fazit zu der Thematik.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Afghanistan – geschichtliche Entwicklung

3. Rechtsgrundlagen des Einsatzes

4. Afghanistan-Einsatz – Pro und Contra

4.1 Argumente für den Afghanistan-Einsatz

4.1.1 Prävention vor internationalem Terrorismus

4.1.2 Kampf gegen den Drogenanbau

4.1.3 Umsetzung der Menschenrechte

4.2.4 Wiederaufbau- und Entwicklungsarbeit

4.2 Argumente gegen den Afghanistan-Einsatz

4.2.1 Zunahme terroristischer Aktivitäten

4.2.2 Kaum Verbesserung von Lebensqualität und Sicherheit

4.2.3 Schwere Folgen für Soldaten und Helfer

4.2.4 Andauernde gesellschaftliche Probleme

5. Weiterer Verlauf des Afghanistan-Einsatzes

6. Persönliches Fazit

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die Pro- und Contra-Argumente zum Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan gegenüberzustellen, um dem Leser eine Grundlage für eine individuelle Meinungsbildung zu bieten, ohne den Einsatz dabei zu verherrlichen oder zu verteufeln.

  • Geschichtliche Hintergründe und Ursachen des Konflikts in Afghanistan.
  • Darstellung der rechtlichen Grundlagen für die militärische Beteiligung Deutschlands.
  • Analyse der positiven Aspekte, wie Terrorprävention, Drogenbekämpfung und Menschenrechtsförderung.
  • Untersuchung der negativen Konsequenzen, insbesondere hinsichtlich Sicherheit, psychischer Belastungen und gesellschaftlicher Probleme.
  • Ausblick auf den weiteren Verlauf des Afghanistan-Einsatzes nach 2014.

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Prävention vor internationalem Terrorismus

Spätestens seit dem 11. September 2001 trat eine neue Gefahr für die Weltbevölkerung deutlich in Erscheinung – der internationale Terrorismus. Neu war der Terrorismus, wenn man an die Anschläge der RAF in Deutschland oder der IRA in Irland zurückdenkt, nicht. Nur die Form und das Ausmaß dieser neuen Art von Terrorismus bildeten eine erschreckende Gefahr. Der ideologisch-religiöse Terrorismus trat in Erscheinung, der jedermann zu jeder Zeit treffen konnte. Die Gefahr und Bildung von islamistisch-terroristischen Vereinigungen betraf jedoch nicht nur die Vereinigten Staaten von Amerika, sondern verbreiteten auch in Deutschland zunehmend Angst und stellten ein Risiko für die innere Sicherheit dar. So wurde zum Beispiel im April 2002 einen islamistische Zelle im Ruhrgebiet gesprengt, die nachweislich Anschläge auf die dortige jüdische Gemeinschaft plante. Doch nicht immer konnte präventiv eingegriffen werden. Im März 2011 erschoss ein islamischer Kosovare in Frankfurt zwei US Soldaten.

Mit den Taliban und deren extrem religiös ausgelegten Weltanschauung wurde Afghanistan zu einem Brutkessel für allerlei unterschiedliche Gruppierungen, die Formen des ideologisch-religiösen Terrorismus ausüben, um ihre Ziele umzusetzen. Ständige Unruhen, das schwache politische System und die Uneinigkeit in Afghanistan verhalfen den Terroristen zu einem Ort, an dem sie nahezu ungehindert ihre Pläne vorbereiten und sich selbst organisieren konnten. Nur mit Hilfsgeldern oder wirtschaftlicher Unterstützung war eine Änderung der Lage und die Eindämmung terroristischer Vereinigungen nicht möglich – durch die Herrschaft der Taliban wären wohl keine Hilfsleistung in dem Umfang umgesetzt worden wie sie geplant waren. Die einzige Möglichkeit bestand darin den Taliban auf militärischem Weg ihre Macht zu entziehen und damit auch dem islamistischen Terrorismus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das kontrovers diskutierte Thema des Bundeswehr-Einsatzes in Afghanistan ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, eine neutrale Abwägung der Pro- und Contra-Argumente vorzunehmen.

2. Afghanistan – geschichtliche Entwicklung: Das Kapitel bietet einen historischen Überblick über Afghanistan, um die strukturellen Probleme und die instabile politische Lage, die maßgeblich durch Fremdbestimmung und Konflikte geprägt sind, verständlich zu machen.

3. Rechtsgrundlagen des Einsatzes: Hier werden die völkerrechtlichen und verfassungsrechtlichen Rahmenbedingungen für die Beteiligung Deutschlands an den Operationen "Enduring Freedom" und der ISAF-Mission dargelegt.

4. Afghanistan-Einsatz – Pro und Contra: Dieser Hauptteil stellt detailliert Argumente für den Einsatz – wie Terrorprävention und Wiederaufbau – den Argumenten gegen den Einsatz – wie Sicherheitsrisiken und mangelnde Fortschritte – gegenüber.

5. Weiterer Verlauf des Afghanistan-Einsatzes: Dieser Abschnitt beschreibt die Planungen für den Truppenabzug bis Ende 2014 sowie die Strategien zur Übergabe der Sicherheitsverantwortung an die afghanischen Behörden.

6. Persönliches Fazit: Der Autor reflektiert als ehemaliger Soldat kritisch über den Afghanistan-Einsatz und kommt zu dem Schluss, dass der Aufwand in keinem Verhältnis zum tatsächlichen Nutzen steht.

Schlüsselwörter

Afghanistan, Bundeswehr, Afghanistan-Einsatz, Auslandseinsatz, Wirtschaftsethik, Terrorprävention, Taliban, Menschenrechte, Drogenanbau, ISAF, Enduring Freedom, Sicherheitslage, Wiederaufbau, Demokratisierung, Kritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer ethischen und politischen Analyse des Bundeswehr-Einsatzes in Afghanistan, wobei die Argumente für und gegen das militärische Engagement abgewogen werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die historische Entwicklung Afghanistans, die rechtliche Legitimation des Einsatzes, die Sicherheitsaspekte im Kampf gegen den Terrorismus sowie die Wirksamkeit von zivilem und militärischem Wiederaufbau.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel der Hausarbeit ist es, den Leser durch eine objektive Gegenüberstellung von Pro- und Contra-Argumenten zur eigenständigen Meinungsbildung über den umstrittenen Afghanistan-Einsatz zu befähigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und die Auswertung relevanter Dokumente, rechtlicher Grundlagen sowie aktueller Medienberichte zur Lage in Afghanistan.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden konkret die Argumente wie Terrorismusprävention, Drogenbekämpfung und Menschenrechtsförderung einerseits sowie die Zunahme terroristischer Bedrohungen, die prekäre Sicherheitslage für Helfer und anhaltende soziale Probleme andererseits analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Afghanistan-Einsatz, Bundeswehr, Terrorprävention, Menschenrechte, Taliban, Sicherheitslage und Wiederaufbau charakterisiert.

Wie bewertet der Autor den Erfolg des Afghanistan-Einsatzes?

Der Autor äußert in seinem Fazit deutliche Skepsis und kommt zu dem Schluss, dass der enorme Aufwand des Einsatzes in keinem angemessenen Verhältnis zu den erreichten Ergebnissen steht.

Welchen Stellenwert nimmt die Scharia im Text ein?

Die Scharia wird als fundamentales gesellschaftliches Problem thematisiert, da sie die Umsetzung von Menschenrechten und die Gleichstellung von Frauen in Afghanistan auch nach 2001 massiv behindert.

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Details

Title
Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr. Pro und Contra
College
Nürtingen University; Geislingen
Grade
1,3
Author
Julian Kühnel (Author)
Publication Year
2012
Pages
22
Catalog Number
V266041
ISBN (eBook)
9783656558385
ISBN (Book)
9783656558361
Language
German
Tags
afghanistan-einsatz bundeswehr contra
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julian Kühnel (Author), 2012, Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr. Pro und Contra, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/266041
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