Das Klima auf diesem Planten verändert sich nachweislich – der Trend weist auf eine starke globale Erwärmung hin. Die Folgen sind, wenn auch noch in verhältnismäßig schwacher Ausprägung, bereits jetzt spürbar. Die deutlichsten Anzeichen dafür sind zunehmende, extreme Wetterphänomene. Das Ergebnis zeigen allein die jüngsten Ereignisse: Starke Unwetter, wie der Sturm „Sandy“ in den USA im Oktober 2012, häufen sich und brechen in ihrer Zerstörungskraft immer neue Rekorde (vgl. Mejias 2012). Überschwemmungen, weitläufige Stromausfälle und Schäden in Milliardenhöhe sind die Folge (vgl. ebenda). Ein anderes Ext-rem zeichnet sich hingegen in Afrika ab. Dort sind die Menschen mehr denn je durch Dürren von Nahrungsmittel- und Wasserknappheit betroffen (vgl. Neshitov 2012). Abgesehen von der humanitären Tragödie dieser Ereignisse, sind auch die volkswirtschaftlichen Folgen enorm. Die Veränderung der klimatischen Verhältnisse ist insbesondere auf den starken An-stieg von Kohlenstoffdioxid, aber auch anderen klimawirksamen Gasen in der Atmosphäre zurückzuführen. Diesen Vorgang gilt es durch einen wirksamen Klimaschutz zu verhindern. Der größte Teil der Kohlenstoffdioxid-Emissionen beruht auf der Erzeugung von Energie aus fossilen Energierohstoffen. Energie, in Form von Strom, Wärme und Treibstoffen. Energie ermöglicht es uns, unseren Lebensstandart zu steigern – sie ist ein bedeutendes und begehrtes Gut. Der Konflikt, der jedoch zwischen Klimaschutz und fossiler Energiegewinnung besteht, wird offensichtlich.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.2 Ziel, Abgrenzung und Aufbau der Arbeit
1.3 Begriffserklärung
1.3.1 Klimaschutz
1.3.2 Energiewirtschaft
1.3.3 Herausforderungen und Chancen
2. Vom Klimawandel zum Klimaschutz
2.1 Der Klimawandel
2.2 Die Folgen des Klimawandels
2.3 Klimaschutz als politische Verantwortung
3. Klimaschutz als Herausforderung und Chance
3.1 Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Energiewirtschaft
3.2 Klimaschutz als Herausforderung für die Energiewirtschaft
3.2.1 Klimaveränderung
3.2.3 Ausbau erneuerbarer Energien
3.2.2 Versorgungssicherheit und Netzsicherheit
3.2.4 Notwendigkeit des Netzausbaus
3.2.5 Speichertechnologie
3.3 Klimaschutz als Chance für die Energiewirtschaft
3.3.1 Endlichkeit fossiler Brennstoffe
3.3.2 Unabhängigkeit von Energieimporten
3.3.3 Kostensenkung durch regenerative Energie und Energieeffizienz
3.3.4 Wirtschaftsförderung durch Technologievorsprung
3.3.5 Bürgerbeteiligung und Daseinsberechtigung
3.4 Zusammenfassung
4. Persönliches Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Ziel der Arbeit ist es, die spezifischen Herausforderungen und Chancen zu analysieren, die sich für die deutsche Energiewirtschaft durch die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen ergeben, insbesondere im Bereich der Elektrizitätsgewinnung.
- Volkswirtschaftliche Bedeutung und Verantwortung der Energiewirtschaft
- Klimaveränderung als direkte operative Herausforderung für Energieanlagen
- Notwendigkeit des Ausbaus erneuerbarer Energien und der Netzinfrastruktur
- Potenziale durch Unabhängigkeit von fossilen Importen und Kosteneffizienz
- Stärkung der Daseinsberechtigung durch Bürgerbeteiligung und Technologieführerschaft
Auszug aus dem Buch
3.2.5 Speichertechnologie
Wie bereits erwähnt, macht das schwankende Angebot regenerativ erzeugter Energie die Erforschung und den Ausbau von Energiespeichern unerlässlich für eine stabile Energieversorgung. Um jederzeit eine Versorgung zu gewährleisten ist es notwendig, mit dem zunehmendem Anteil erneuerbarer Energien, vorerst noch konventionelle Kraftwerke zur Absicherung von Engpässen vorzuhalten (vgl. Unger 2009, S. 197). Diese Kraftwerke hätten nur wenige Betriebsstunden und sind damit wirtschaftlich unrentabel (vgl. ebenda). Aus diesem Grund wird intensiv nach anderen Möglichkeiten gesucht, um auf andere Weise stets die geforderte Energie bereitstellen zu können (vgl. ebenda).
Die Bedeutung kommt zentralen Energiespeichern, wie Pumpspeicherkraftwerken, oder dezentralen Energiespeichern, wie batteriebetriebenen Autos, zu (vgl. Deutsche Energie-Agentur 2010, S. 6-9). Stromspeicher kommen in Deutschland bisher vorwiegend in Form von Pumpspeicherkraftwerken großtechnisch und wirtschaftlich zum Einsatz. Auf Grund ihrer Funktionsweise, die geographische Höhenunterschiede von Wasserbecken zur Speicherung bzw. Erzeugung von Energie nutzt, befinden sie sich hauptsächlich im Süden Deutschlands (dena 2010c, S. 6-9). Ihre Bedeutung liegt u.a. darin, dass sie innerhalb kürzester Zeit einsatzfähig sind und können auch ohne externe Stromzufuhr gestartet werden (vgl. ebenda). Außerdem halten sich die Energieverluste bei der Speicherung, durch einen Wirkungsgrad von bis zu 85%, sehr in Grenzen (vgl. ebenda). Trotz der beschränkten Baumöglichkeiten solcher Kraftwerke und des notwendigen Eingriffs in die Natur, gewinnen sie mehr und mehr an Bedeutung und sind die bis jetzt sinnvollsten Energiespeicher (vgl. ebenda).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des Klimawandels ein, definiert das Ziel der Arbeit zur Untersuchung der Herausforderungen für die deutsche Energiewirtschaft und steckt den methodischen Rahmen ab.
2. Vom Klimawandel zum Klimaschutz: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen des anthropogenen Treibhauseffekts, die ökologischen Folgen der Erderwärmung und die politische Verantwortung zur Umsetzung von Klimaschutzvorgaben.
3. Klimaschutz als Herausforderung und Chance: Der Hauptteil analysiert detailliert die Auswirkungen auf die Energiewirtschaft, vom technischen Anpassungsdruck durch Klimaveränderungen bis hin zu den wirtschaftlichen Chancen durch regenerative Energien und neue Speichertechnologien.
4. Persönliches Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont, dass Klimaschutz eine globale Gemeinschaftsaufgabe ist, die eine aktive Beteiligung von Industrie, Politik und Bevölkerung erfordert.
Schlüsselwörter
Klimaschutz, Energiewirtschaft, Klimawandel, Erneuerbare Energien, Netzausbau, Versorgungssicherheit, Energiespeicherung, Treibhauseffekt, Energieeffizienz, Technologieführerschaft, Energiewende, Nachhaltigkeit, Kohlenstoffdioxid.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Seminararbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, welche Auswirkungen der Klimaschutz auf die Energiewirtschaft in Deutschland hat und wie diese Herausforderungen gleichzeitig als Chancen für die Zukunft genutzt werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Schwerpunkte liegen auf der Netzstabilität, der Speichertechnologie, dem Ausbau regenerativer Energien sowie der volkswirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedeutung der Energiewende.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die spezifischen Herausforderungen (z.B. Netzstabilität) und Chancen (z.B. Unabhängigkeit von Importen) für die deutsche Energiewirtschaft bei der Transformation hin zu einer klimafreundlichen Energieversorgung herauszuarbeiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche und der Analyse aktueller politischer Konzepte sowie Fachberichte zur Energie- und Klimapolitik.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden sowohl die physischen Bedrohungen durch den Klimawandel für Energieanlagen als auch die ökonomischen Potenziale durch technologische Innovationen und eine dezentrale, bürgernahe Energieerzeugung gegenübergestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die zentralen Begriffe sind Klimaschutz, Energiewirtschaft, Erneuerbare Energien, Versorgungssicherheit und technologische Innovation.
Warum spielt der Netzausbau eine so kritische Rolle für die Energiewirtschaft?
Da erneuerbare Energien wie Wind und Sonne dezentral und fluktuierend einspeisen, sind ein massiver Ausbau der Verteilnetze und eine verbesserte grenzüberschreitende Infrastruktur notwendig, um die Versorgungssicherheit trotz schwankender Erzeugung zu gewährleisten.
Welche Rolle spielen Energiespeicher im Kontext der Arbeit?
Speichertechnologien, wie Pumpspeicherkraftwerke oder Wasserstoff, gelten als essenziell, um die Differenz zwischen Erzeugung und Bedarf auszugleichen und die wirtschaftliche Nutzung regenerativer Energien trotz deren wetterbedingter Unbeständigkeit zu ermöglichen.
- Citation du texte
- Julian Kühnel (Auteur), 2013, Klimaschutz als Herausforderung und Chance für die Energiewirtschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/266042