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Der Ostrakismos in Athen im 5. Jahrhundert v. Chr.

Ausdruck von Demokratie oder machtpolitisches Mittel?

Titel: Der Ostrakismos in Athen im 5. Jahrhundert v. Chr.

Hausarbeit , 2013 , 18 Seiten , Note: 1,00

Autor:in: Marlene Weber (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Kern der Arbeit stellt sich die Frage, ob es wirklich nur die Absicht war, eine erneute Tyrannis zu verhindern, die das Scherbengericht ins Leben gerufen hatte – oder ob es ein willkommenes Instrument im politischen Machtkampf war, um unliebsame Gegner zu beseitigen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Hauptteil

1 Innenpolitische Situation in Athen

1.1 Allgemeine politische und gesellschaftliche Lage in Athen

1.2 Kleisthenes

1.2.1 Reformen

1.2.2 Einführung des Ostrakismos

2 Ostrakismos

2.1 Phasen

2.2 Zugehörigkeit der Kandidaten und Kommentare auf den Scherben

C. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die innenpolitische Funktion des Ostrakismos im Athen des 6. und 5. Jahrhunderts v. Chr. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob das Scherbengericht tatsächlich primär der Verhinderung einer Tyrannis diente oder ob es primär als machtpolitisches Instrument zur Ausschaltung unliebsamer politischer Konkurrenten innerhalb der Führungsschicht missbraucht wurde.

  • Politische und gesellschaftliche Entwicklung im archaischen und klassischen Athen
  • Die kleisthenischen Reformen und ihre Auswirkungen auf das Scherbengericht
  • Phaseneinteilung und historische Einordnung der archäologischen Funde (Ostraka)
  • Analyse der Opfer des Ostrakismos und deren sozio-politische Hintergründe
  • Untersuchung von politischer Propaganda und gezielter Stimmungsmache

Auszug aus dem Buch

2. Ostrakismos

Die gefundenen Scherben können in vier Phasen eingeteilt werden. Eine genaue chronologische Abfolge zu erstellen ist aufgrund mehrerer Faktoren nicht abschließend möglich. Zum einen waren die Personen, die auf den Scherben genannt werden, teilweise über mehrere Jahre hinweg politisch aktiv und können somit keinem genauen Zeitraum zugeordnet werden. Andere Kandidaten können nur im Zusammenhang mit den Scherben berühmterer Kandidaten überhaupt erst mit einem bestimmten Jahr in Verbindung gebracht werden. Deshalb entschied man sich für vier größere Zeiträume bezüglich der Einordnung der Funde.

Zu der ersten Phase, der Zeit vor 480 v. Chr., gehören Scherben aus dem sogenannten „Perserschutt“ in der Agora sowie drei weitere Scherben aus dem Perserschutt der Akropolis. In diese Zeit fällt auch die Konkurrenz zwischen Themistokles und Aristeides. In den Scherben spiegelt sich dies insofern wieder, als dass die Mehrheit der Stimmen auf Aristeides oder Mitglieder der Alkmeoniden um Themistokles entfallen. Prominente Kandidaten waren unter den insgesamt 31 genannten Personen Hippokrates Alkmeonidou und Kallixenos Aristonymou, Habron und Kydrokles, Aristeides Lysimachou und Themistokles, einem Lykomiden. Im Jahre 480 v. Chr. fiel der Beschluss, alle Ostrakisierten zurückzurufen, um zu verhindern, dass sie sich im Krieg gegen die Perser auf deren Seite schlugen. Außerdem wurden für zukünftig Verbannte die Aufenthaltsgrenzen exakt festgelegt.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Bedeutung der athenischen Demokratie ein und formuliert die zentrale Fragestellung, ob der Ostrakismos eher als demokratisches Schutzinstrument oder als politisches Machtmittel fungierte.

B. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die innenpolitischen Rahmenbedingungen, die Reformen des Kleisthenes sowie die historische Entwicklung und Anwendung des Scherbengerichts in vier Phasen bis zum Jahr 416 v. Chr.

1 Innenpolitische Situation in Athen: Dieses Kapitel erläutert den Übergang von der Herrschaft der Peisistratiden zur neuen politischen Ordnung durch Kleisthenes, wobei der Fokus auf dem Erstarken demokratischer Tendenzen und dem Aufstieg des einfachen Bürgers liegt.

1.1 Allgemeine politische und gesellschaftliche Lage in Athen: Hier werden die Machtkämpfe zwischen rivalisierenden Adelsfamilien nach dem Ende der Tyrannei sowie der gesellschaftliche Wandel durch neue militärische und wirtschaftliche Strukturen beschrieben.

1.2 Kleisthenes: Dieser Abschnitt konzentriert sich auf die Rolle des Kleisthenes bei der Umgestaltung der athenischen Staatsstruktur.

1.2.1 Reformen: Detaillierte Darstellung der administrativen Neuaufteilung Athens in Demoi und Phylen sowie die Einführung des Rates der 500 und des Amtes der Strategoi.

1.2.2 Einführung des Ostrakismos: Beschreibung des Scherbengerichts als politisches Instrument zur Verhinderung einer neuen Tyrannei und seine praktische Ausgestaltung im athenischen System.

2 Ostrakismos: Zusammenfassung der methodischen Einordnung der archäologischen Scherbenfunde.

2.1 Phasen: Unterteilung der Funde in vier zeitliche Phasen, um trotz schwieriger Quellenlage eine chronologische Einordnung der Ostrakisierungen vorzunehmen.

2.2 Zugehörigkeit der Kandidaten und Kommentare auf den Scherben: Analyse der betroffenen Personen, ihrer gesellschaftlichen Herkunft und der auf den Ostraka überlieferten Diffamierungen und politischen Hintergründe.

C. Schluss: Fazit der Untersuchung, das aufzeigt, dass der Ostrakismos im Verlauf des 5. Jahrhunderts zunehmend für machtpolitische Zwecke missbraucht wurde, was schließlich zum Ende der Praxis führte.

Schlüsselwörter

Ostrakismos, Athen, Kleisthenes, Scherbengericht, Demokratie, Tyrannei, Antike, Politische Macht, Ostraka, Alkmeoniden, Themistokles, Aristeides, Propaganda, 5. Jahrhundert v. Chr., Volksabstimmung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das politische Instrument des Ostrakismos im antiken Athen und dessen reale Wirkung im Machtgefüge der Polis.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der athenischen Demokratie, den kleisthenischen Reformen und der Analyse der politischen Anwendung des Scherbengerichts durch die athenische Elite.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen der offiziellen Absicht, eine Tyrannis zu verhindern, und der praktischen Anwendung als Instrument zur Beseitigung unliebsamer politischer Konkurrenten zu klären.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine historisch-analytische Methode angewandt, die antike Quellen, inschriftliche Zeugnisse und archäologische Scherbenfunde auswertet.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung der innenpolitischen Situation, die methodische Aufteilung der Ostrakisierungen in vier Phasen und die Untersuchung prominenter Opfer sowie deren politischer Umstände.

Durch welche Schlüsselwörter wird die Arbeit charakterisiert?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Ostrakismos, athenische Demokratie, politische Machtkämpfe, Propaganda und die Untersuchung der Ostraka als historische Quelle bestimmt.

Warum war das Schicksal des Hyperbolos so besonders?

Hyperbolos war das letzte Opfer des Ostrakismos und galt politisch als wenig einflussreich, was darauf hindeutet, dass das Verfahren zu diesem Zeitpunkt bereits rein machtpolitisch durch die Anhängerschaften führender Politiker instrumentalisiert wurde.

Welche Rolle spielten die Alkmeoniden?

Die Alkmeoniden waren eine der einflussreichsten Familien Athens und tauchen auffällig oft als Opfer des Scherbengerichts auf, was laut der Autorin auf gezielte Propaganda und Neid der politischen Gegner hindeutet.

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Details

Titel
Der Ostrakismos in Athen im 5. Jahrhundert v. Chr.
Untertitel
Ausdruck von Demokratie oder machtpolitisches Mittel?
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Fakultät für Geschichts- und Kunstwissenschaften)
Veranstaltung
Basiskurs Perserkriege
Note
1,00
Autor
Marlene Weber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
18
Katalognummer
V266072
ISBN (eBook)
9783656558026
ISBN (Buch)
9783656558019
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ostrakismos Athen Scherbengericht Demokratie Kleisthenes Ostraka Scherben Alkmeoniden Peisistratiden
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marlene Weber (Autor:in), 2013, Der Ostrakismos in Athen im 5. Jahrhundert v. Chr., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/266072
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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