Der PEACEathlon ist ein Spendenlauf, der seit 2006 jährlich von der Fachschaft
und den Studenten des Sportinstituts der Universität Heidelberg ausgerichtet
wird. Allein in den letzten zwei Jahren konnten ca. 5000 Euro für regionale und
überregionale Sportprojekte zur Verfügung gestellt werden, was auch in diesem
Jahr angestrebt wird.
Der Spendenlauf soll durch Unternehmen der Region unterstützt und durch
engagierte Läufer verwirklicht werden.
Jeder Läufer kann durch gelaufene Runden Geld sammeln, welches dann an
zwei regionale Projekte gespendet wird. Dieses Jahr soll der Heidelberger
Sportkreis e.V. in seinem Projekt „Down-town sports“ und das paralympische
Sitzvolleyballteam aus Deutschland unterstützt werden.
Der Jugendsporttreff „Down-Town-Sports“ wird von Jugendlichen der Altstadt
und Bergheim genutzt. Zwischen 20 bis 40 Jugendliche treffen sich hier
regelmäßig zum Tanz, Akrobatik, Ballspiele, New-Games, Baseball und
Kampfsport. Man kann frei zwischen den Sportarten wechseln oder sich ganz
auf einen bestimmten Lieblingssport konzentrieren. Nach der gemeinsamen
Gründung von „Down-Town-Sports“ durch den Sportkreis Heidelberg, der
Theodor Heuss Realschule, Citycult (Jugendtreff Altstadt), sowie der
Polizeidirektion Heidelberg, die damals die Startinitiative gab, sind immer mehr
Jugendliche gekommen. Im Februar 2011 kommt mit Kinderreich Heidelberg
e.V. ein weiterer erfahrener Kooperationspartner hinzu (http://www.sportkreisheidelberg.
de/projekte/jugend-sport-treffs/down-town-sports.html).
Ein weiteres Projekt, welches wir in diesem Jahr unterstützen möchten, ist die
Förderung des Sitzvolleyballs in der Metropolregion Rhein-Neckar. Der
Sitzvolleyballsport ist eine Variante des Volleyballs und wird von Behinderten
und Nichtbehinderten gemeinsam ausgeübt. Die Mannschaftssportart eignet
sich also hervorragend, um das Thema Inklusion in unserer Gesellschaft zu
vermitteln und im Alltag zu leben. Allerdings ist die Sportart in der breiten
Bevölkerung noch relativ unbekannt. Ein Teil der Spenden soll daher als
finanzielle Anfangsförderung für ein studentisches Projekt bereitgestellt werden. [...]
Inhaltsverzeichnis
Peaceathlon 2013
Event-Konzeption
Einleitung
Event vs. Veranstaltung
Eventbegriff
Ereignis
Erlebnisorientierung
Ziele
Veranstaltungen
Klassifikation nach Größenordnung
Klassifikation in drei Kategorien
Unterscheidung innerhalb der Kategorien in vier Veranstaltungsformen
Teilnehmer
Besucherzahl
Schätzen und Steuern
Eventmanagement
Projektphasen
Initiierung
Start
Vorbereitung
Anlauf
Aktiv
Nachlauf
Nachbereitung
Fazit
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist die Erstellung einer fundierten Event-Konzeption für den „PEACEathlon 2013“, einen studentisch organisierten Spendenlauf. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie durch professionelles Eventmanagement eine einmalige, erlebnisorientierte Veranstaltung geschaffen werden kann, die sowohl sportliche Aktivierung als auch soziale Inklusionsprojekte in der Metropolregion Rhein-Neckar unterstützt.
- Eventtheoretische Grundlagen und Abgrenzung zum Veranstaltungsbegriff
- Methodik der Eventplanung und Phasenmodellierung im Projektmanagement
- Emotionale Aktivierung der Teilnehmer durch zielgruppenspezifische Eventgestaltung
- Finanzielle Planung und Sponsorenakquise zur Unterstützung regionaler Inklusionsprojekte
Auszug aus dem Buch
Ereignis
Die Teilnehmer und Beobachter eines Events entscheiden, ob es ein Ereignis ist, an das man sich in den nächsten Jahren erinnern wird, oder ob es einfach nur ein Zeitintervall darstellt, das eben vorbeigeht - wie das Warten an der Kasse. Die Dauer ist dabei nicht entscheidend. Ein Ereignis ist einmalig, herausragend und einzigartig. So soll auch der Peaceathlon werden. Es können zwar ähnliche Ereignisse stattfinden (andere Spendenläufe, wie beispielsweise der „NCT-Lauf gegen den Krebs“), jedoch werden sie nie total identisch sein. Drei Komponenten zeigen, wann ein Event ein Ereignis ist:
Die Eindeutigkeit soll zeigen, dass das eine Ereignis identifizierbar ist und einen Erinnerungswert, Namen oder Markencharakter hat. Der seit 2007 organisierte Spendenlauf PEACEathlon fand in jedem Jahr unter einem anderen Motto statt. Beispielsweise orientierte sich das visuelle Erscheinungsbild im Jahr 2009 am Motto "Gambia" und 2010 am Motto "Neon". Deswegen hat sich die Projektgruppe nun entschieden, ein Corporate Design für den PEACEathlon zu entwickeln, dass auch bei zukünftigen Events verwendet wird.
Die Einmaligkeit beschreibt die Individualität eines Ereignisses, es kann nicht wiederholt werden. Dadurch, dass der PEACEathlon dieses Jahr zeitgleich zum Deutschen Turnfest stattfinden wird, ist die Einmaligkeit des Events klar. Rund um die Turnfestzentren Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen heißt es: 8 Tage — 80.000 Aktive — Leben in Bewegung! Diesem Motto schließt sich der PEACEathlon mit seinem Claim „Laufen hilft“ an.
Die Einzigartigkeit spiegelt die positive und herausragende Seite eines Events wieder. Wir verfolgen mit der Umsetzung des PEACEathlon mehrere Ziele. Zum Einen möchten wir den Charity-Lauf PEACEathlon in der Metropolregion Rhein-Neckar fest etablieren.
Zusammenfassung der Kapitel
Event vs. Veranstaltung: Dieses Kapitel definiert die theoretischen Grundlagen und differenziert zwischen dem funktionalen Veranstaltungsbegriff und dem emotionalen Eventcharakter.
Teilnehmer: Hier werden die Informations- und Finanzierungsaspekte der Zielgruppenanalyse sowie die Bedeutung von Besucherzahlenschätzungen für die Eventplanung erörtert.
Eventmanagement: Dieses Kapitel strukturiert den gesamten Lebenszyklus des Projekts in aufeinanderfolgende Phasen von der Initiierung bis zur Nachbereitung.
Schlüsselwörter
PEACEathlon, Eventmanagement, Veranstaltungsplanung, Spendenlauf, Projektphasen, Erlebnisorientierung, Inklusion, CSR, Sponsoring, Metropolregion Rhein-Neckar, Teilnehmeraktivierung, Corporate Design, Eventkonzeption, Sozialprojekte, Sportmanagement
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Konzeption und praktischen Planung des studentischen Spendenlaufs „PEACEathlon 2013“ unter Anwendung wissenschaftlicher Eventmanagement-Modelle.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind die theoretische Fundierung von Events, die strategische Projektplanung sowie die praktische Umsetzung eines Charity-Sportevents zur Förderung lokaler Hilfsprojekte.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines tragfähigen Konzepts, das den PEACEathlon als einmaliges und nachhaltiges Event innerhalb der Metropolregion Rhein-Neckar etabliert.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf der Anwendung von Event-Phasenmodellen und Projektmanagement-Methoden nach Holzbaur et al. sowie Wedeking zur strukturierten Planung der Veranstaltung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden der Eventbegriff, die Teilnehmerstruktur, die Bedeutung von Zielen sowie der gesamte Projektprozess, unterteilt in Phasen wie Initiierung, Planung und Durchführung, analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Eventmanagement, Projektphasen, Inklusion, Teilnehmeraktivierung und Charity-Konzeption geprägt.
Warum ist das Projekt „Down-Town-Sports“ so bedeutend?
Es dient als eines der zentralen Spendenempfänger-Projekte und ist ein wesentlicher Baustein der sozialen Zielsetzung des Events zur Gewaltprävention bei Jugendlichen.
Wie spielt das Deutsche Turnfest eine Rolle für den Event?
Das Turnfest sorgt als zeitgleiches Großevent für die notwendige „Einmaligkeit“ und eine besondere Atmosphäre, von der der PEACEathlon profitiert.
- Arbeit zitieren
- Lisa Maria Hirschfelder (Autor:in), 2013, Event-Konzeption im Sport, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/266110