Die folgende wissenschaftliche Arbeit befasst sich mit dem Thema ´Verfahren zur
Ermittlung der Marktrisikoprämie´. Eine Vielzahl von aktuellen Aufsätzen und literarischen
Quellen, die sich mit verschiedenen Ermittlungsverfahren und der Marktrisikoprämie
im Allgemeinen befassen, verdeutlicht, welch wichtige Rolle diese Thematik
zur Zeit in der Finanzwelt spielt. So veröffentlichte das im Bereich der Unternehmensbewertung
tätige Consultingunternehmen McKinsey kürzlich einen umfassenden
Aufsatz zu diesem Thema.
In den literarischen Quellen werden jedoch sehr gegensätzliche Meinungen vertreten
und verschiedene Verfahren zur Bestimmung der Marktrisikoprämie präferiert.
Die bisher angewandten Prozeduren werden stark kritisiert und viele Finanzexperten
empfehlen neu entwickelte Methoden.
Ziel dieser Arbeit ist es, die verschiedenen Verfahren vorzustellen und die große
Anzahl von Quellen und konträren Meinungen zusammenzufassen. Darüber hinaus
soll aufgrund der Ergebnisse das am besten für die Ermittlung der Marktrisikoprämie
geeignete Verfahren identifiziert werden.
Die Arbeit gliedert sich folgendermaßen: In Kapitel 2 wird zunächst die Bedeutung
und Wichtigkeit der Marktrisikoprämie im Allgemeinen für die Bereiche des
Finanzwesens beschrieben. Anschließend werden in Kapitel 3 die verschiedenen
Modelle beziehungsweise Methoden zur Ermittlung der Marktrisikoprämie vorgestellt.
In Kapitel 4 wird anhand der 30 im deutschen Aktienindex (DAX) gelisteten
Unternehmen die derzeit in Deutschland bestehende Marktrisikoprämie mit Hilfe
einer der dargestellten Methoden berechnet. In Kapitel 5 werden die verschiedenen
Verfahren detailliert betrachtet und sowohl die positiven als auch die negativen Aspekte
erörtert und diskutiert. Kapitel 6 schließt die Arbeit ab und greift die Ergebnisse
und Erkenntnisse nochmals auf, um die einzelnen Methoden zu vergleichen und
das Verfahren, das die Marktrisikoprämie am genauesten bestimmt, zu empfehlen. [...]
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Bedeutung der Marktrisikoprämie
3. Verfahren zur Ermittlung der Marktrisikoprämie
3.1 Ex-post Ermittlung der Marktrisikoprämie
3.1.1 Arithmetische Berechnung
3.1.2 Geometrische Berechnung
3.2 Ex-ante Ermittlung der Marktrisikoprämie
3.2.1 Dividend-Growth-Modell
3.2.2 Residual-Income-Modell
4. Kritische Betrachtung der Ermittlungsverfahren
4.1 Ex-post Verfahren
4.2 Ex-ante Verfahren
5. Ermittlung der Marktrisikoprämie in Deutschland
6. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die strukturierte Vorstellung und kritische Zusammenführung der gängigen Verfahren zur Ermittlung der Marktrisikoprämie, um auf dieser Basis das für die praktische Anwendung am besten geeignete Modell zu identifizieren.
- Bedeutung der Marktrisikoprämie in der modernen Finanzwelt und Unternehmensbewertung.
- Gegenüberstellung von ex-post Verfahren (historische Renditen) und ex-ante Verfahren (prognosebasierte Ansätze).
- Detaillierte Analyse des Dividend-Growth-Modells sowie des Residual-Income-Modells.
- Exemplarische Berechnung der deutschen Marktrisikoprämie anhand des DAX.
- Kritische Diskussion der Grenzen und methodischen Schwächen beider Ermittlungsansätze.
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Die folgende wissenschaftliche Arbeit befasst sich mit dem Thema ´Verfahren zur Ermittlung der Marktrisikoprämie´. Eine Vielzahl von aktuellen Aufsätzen und literarischen Quellen, die sich mit verschiedenen Ermittlungsverfahren und der Marktrisikoprämie im Allgemeinen befassen, verdeutlicht, welch wichtige Rolle diese Thematik zur Zeit in der Finanzwelt spielt. So veröffentlichte das im Bereich der Unternehmensbewertung tätige Consultingunternehmen McKinsey kürzlich einen umfassenden Aufsatz zu diesem Thema.
In den literarischen Quellen werden jedoch sehr gegensätzliche Meinungen vertreten und verschiedene Verfahren zur Bestimmung der Marktrisikoprämie präferiert. Die bisher angewandten Prozeduren werden stark kritisiert und viele Finanzexperten empfehlen neu entwickelte Methoden.
Ziel dieser Arbeit ist es, die verschiedenen Verfahren vorzustellen und die große Anzahl von Quellen und konträren Meinungen zusammenzufassen. Darüber hinaus soll aufgrund der Ergebnisse das am besten für die Ermittlung der Marktrisikoprämie geeignete Verfahren identifiziert werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung der Relevanz der Marktrisikoprämie sowie der Zielsetzung und Gliederung der vorliegenden Arbeit.
2. Bedeutung der Marktrisikoprämie: Erläuterung der fundamentalen Wichtigkeit der Marktrisikoprämie für Unternehmen, Analysten und Investoren innerhalb der Finanzmodelle.
3. Verfahren zur Ermittlung der Marktrisikoprämie: Systematische Einführung in ex-post (historische Daten) und ex-ante (prognosebasierte) Methoden sowie deren mathematische Grundlagen.
4. Kritische Betrachtung der Ermittlungsverfahren: Diskussion der methodischen Herausforderungen, wie etwa der Varianz historischer Daten oder der Optimistik in Analystenprognosen.
5. Ermittlung der Marktrisikoprämie in Deutschland: Praktische Anwendung der untersuchten Methoden auf die 30 DAX-Unternehmen zur Bestimmung der deutschen Marktrisikoprämie.
6. Zusammenfassung: Abschließende Bewertung der Verfahren vor dem Hintergrund, dass keine Methode perfekt ist und die Wahl stark vom Verwendungszweck abhängt.
Schlüsselwörter
Marktrisikoprämie, Unternehmensbewertung, Kapitalmarkttheorie, Capital Asset Pricing Modell, CAPM, Ex-post Verfahren, Ex-ante Verfahren, Dividend-Growth-Modell, Residual-Income-Modell, Rendite, Analystenschätzungen, DAX, Kapitalkosten, Risikoprämie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht verschiedene wissenschaftliche Verfahren zur Ermittlung der Marktrisikoprämie und bewertet deren Tauglichkeit für den Finanzbereich.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die historische Renditeermittlung, moderne prognosebasierte Bewertungsmodelle und die konkrete Anwendung dieser Modelle am deutschen Aktienmarkt.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist eine Zusammenfassung der konträren Meinungen in der Literatur und die Identifikation des am besten geeigneten Verfahrens zur Bestimmung der Marktrisikoprämie.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es erfolgt eine deskriptive sowie vergleichende Analyse der mathematischen Grundmodelle, ergänzt durch eine praktische Fallstudie am DAX.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der ex-post und ex-ante Verfahren, deren kritische Reflexion hinsichtlich ihrer Validität sowie eine exemplarische Berechnung für Deutschland.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Marktrisikoprämie, Dividend-Growth-Modell, Residual-Income-Modell und Kapitalkosten bestimmt.
Warum wird der DAX zur Berechnung herangezogen?
Der DAX umfasst die 30 größten und wichtigsten Unternehmen in Deutschland und dient daher als repräsentatives Marktportfolio zur Bestimmung einer marktweiten Risikoprämie.
Welches Ergebnis liefert die Fallstudie für den DAX?
Die iterative Berechnung auf Basis von Analystendaten ergab eine Marktrendite von 10,54 Prozent und eine daraus resultierende Marktrisikoprämie von 5,79 Prozent.
- Quote paper
- Steffen Vogel (Author), 2004, Verfahren zur Ermittlung der Marktrisikoprämie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26614