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Die Wahlbeteiligung von Migrantinnen und Migranten in der Bundesrepublik Deutschland

Title: Die Wahlbeteiligung von Migrantinnen und Migranten in der Bundesrepublik Deutschland

Term Paper , 2012 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Melinda Snitil (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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„Wir riefen Arbeitskräfte und es kamen Menschen.“ (Max Frisch 1911-1991).
Vor etwa 50 Jahren kamen die ersten Migrantinnen und Migranten, damals noch „Gastarbeiter“ tituliert, nach Deutschland. Die meisten von ihnen ließen ihre Familien in der Heimat zurück. Sie kamen, um ursprünglich ein paar Jahre in Deutschland zu arbeiten, Geld zu sparen, um dann wieder zu ihren Familien zurück zu kehren und sich in ihren jeweiligen Heimatländern eine Existenz aufzubauen. Das im Ausland meist als Hilfsarbeiter verdiente Geld sollte zur Verbesserung ihres Lebensstandards dienen. Doch aus „ein paar Jahren“ wurden Jahrzehnte und der Großteil der Migranten fand in Deutschland eine neue Heimat, nachdem sie größtenteils ihre Familien oder Partner im Rahmen der Familienzusammenführung nachgeholt hatten. Auch viele Spätaussiedler aus der ehemaligen UDSSR, dem ehemaligen Jugoslawien und Polen wanderten nach Deutschland ein. Ein anderer Teil von Zuwanderern kam als Asylbewerber (Statistisches Bundesamt, Fachserie 1 Reihe 2, 2010: 10ff. „Ausländische Bevölkerung am 31.12.2010“). Mittlerweile haben viele zugewanderte Bürgerinnen und Bürger die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen und sich in unsere Gesellschaft integriert.

Die Frage, die sich stellt, lautet daher:
Inwieweit nehmen Bürgerinnen und Bürger mit Mitgrationshintergrund ihre Rechte als deutsche Bürger auch in Bezug auf gesellschaftliche oder politische Partizipation wahr? Machen sie von ihrem Wahlrecht beispielsweise bei den Bundestags-, Landtags- oder Kommunalwahlen Gebrauch?

Anhand der vorliegenden Hausarbeit soll untersucht werden, ob bestimmte Ereignisse dazu führen, dass eingebürgerte Migrantinnen und Migranten ihr Wahlrecht vermehrt in Anspruch nehmen (mit dem Begriff mit Migrationshintergrund soll in der vorliegenden Hausarbeit ein unmittelbarer familiärer Bezug zu einem anderen Herkunftsland als Deutschland verstanden werden).
Eine Teilnahme an Wahlen setzt eine Identifikation mit dem jeweiligen Staatengebilde voraus und könnte daher als ein Indikator für die Integration gesehen werden.
Ein bestimmtes Ereignis könnten Kandidaten mit Migrationshintergrund sein.

Deshalb lautet die Hypothese dieser Hausarbeit:
Je mehr Politikerinnen und Politiker mit Migrationshintergrund als Kandidaten zur Wahl stehen, desto höher ist die Wahlbeteiligung von Migrantinnen und Migranten, die durch die Annahme der deutschen Staatsbürgerschaft das Wahlrecht erworben haben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorie und Konzepte

2.1 Empirische Wahlforschung

2.2 Wahlbeteiligung/Wahlpartizipation

3. Empirie

3.1 Politikwissenschaftliche Erklärungstheorien

3.2 Forschungsstand

4. Diskussion und Analyse

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob die verstärkte Kandidatur von Politikern mit Migrationshintergrund zu einer höheren Wahlbeteiligung unter eingebürgerten Migranten in Deutschland führt und inwieweit diese Wählergruppe ihre politischen Rechte wahrnimmt.

  • Politikwissenschaftliche Theorien zur Wahlforschung und Wahlbeteiligung
  • Einfluss von Kandidaten mit Migrationshintergrund auf das Wahlverhalten
  • Empirische Analyse des Wahlverhaltens eingebürgerter Migranten bei Kommunal- und Landtagswahlen
  • Rolle der ethnischen Identifikation bei der Stimmabgabe
  • Herausforderungen der Repräsentation in politischen Entscheidungsgremien

Auszug aus dem Buch

4. Diskussion und Analyse

Nun wird der Fokus auf die Politikerinnen und Politiker mit Migrationshintergrund gerichtet, die den Einzug in deutsche Parlamente geschafft haben. Gschwend und Zittel haben untersucht, ob eine personalisierte Wahlkampfkommunikation für Wahlkreiskandidaten einen positiven Effekt darstellen könnte. Sie analysierten verschiedene Möglichkeiten der Kandidaten, mit den Wählern in Kontakt zu treten (z.B. Internet, Papierbroschüren, Wahlplakate und persönlicher Kontakt). Dabei kommen sie zu dem Ergebnis, dass die Kandidaten, die sich im Wahlkampf verstärkt persönlich um die Wähler bemühten, einen deutlich höheren Stimmenanteil für sich verbuchen konnten.

„[...] Auf der Ebene der kognitiven Personalisierung, also mit Blick auf die Frage, ob Wahlkämpfe den Bekanntheitsgrad von Direktkandidaten steigern können, finden wir einen mobilisierenden Effekt inhaltlich personalisierter Wahlkampfkommunikation. […] die Bekanntheit von Direktkandidaten unter den Anhängern der eigenen Partei zu steigern. […] Hier zeigt sich ein durchaus beachtlicher Effekt personalisierter Kampagnenführung – und zwar speziell einer eher personenzentrierten Wahlkampforganisation – auf solche Wähler, die nicht Anhänger der Partei der jeweiligen Kandidaten sind. […]“. (Gschwend et al 2012: 389 ff)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Entwicklung der Migration in Deutschland ein und formuliert die zentrale Fragestellung sowie Hypothese der Hausarbeit in Bezug auf das Wahlverhalten von Eingebürgerten.

2. Theorie und Konzepte: Dieses Kapitel definiert die Grundlagen der empirischen Wahlforschung und klärt zentrale Begriffe wie Wahlbeteiligung und Wahlpartizipation.

3. Empirie: Hier werden politikwissenschaftliche Theorien vorgestellt und der aktuelle Forschungsstand hinsichtlich des Wahlverhaltens von Migrantinnen und Migranten sowie deren Mobilisierungsmöglichkeiten erläutert.

4. Diskussion und Analyse: Dieses Kapitel analysiert anhand von Wahldaten und Fallbeispielen, ob die Präsenz von Kandidaten mit Migrationshintergrund das Wahlverhalten dieser Bevölkerungsgruppe positiv beeinflusst.

5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, verifiziert die eingangs aufgestellte Hypothese und diskutiert die politische Verantwortung der Parteien hinsichtlich der Repräsentation.

Schlüsselwörter

Wahlpartizipation, Migrationshintergrund, Wahlverhalten, Politische Integration, Kandidaten, Wahlforschung, Mobilisierung, Repräsentation, Bundestagswahl, Kommunalwahl, Parteien, Politische Sozialisation, Ethnische Herkunft, Eingebürgerte, Demokratie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Wahlverhalten von eingebürgerten Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland und analysiert, ob eine stärkere Repräsentation durch Kandidaten mit ähnlicher Herkunft die Wahlbeteiligung steigert.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Analyse behandelt?

Zentrale Themen sind die empirische Wahlforschung, theoretische Ansätze zur Wahlbeteiligung, der Einfluss von Wahlkampagnen auf Migranten sowie die Bedeutung der ethnischen Zugehörigkeit von Kandidaten für das Wahlverhalten.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, ob bestimmte Ereignisse – insbesondere die Aufstellung von Kandidaten mit Migrationshintergrund – dazu führen, dass eingebürgerte Migranten ihr Wahlrecht vermehrt in Anspruch nehmen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin verwendet eine Literaturanalyse bestehender empirischer Studien, Wahlanalysen und Forschungsergebnisse, um die aufgestellte Hypothese zu überprüfen.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die theoretische Fundierung, den aktuellen Forschungsstand zu Wahlentscheidungen und eine detaillierte Diskussion der Korrelation zwischen Kandidatenhintergrund und Wählermobilisierung bei deutschen Kommunal- und Landtagswahlen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Wahlpartizipation, Migrationshintergrund, politische Integration, Wählermobilisierung und Repräsentation beschreiben.

Welches Ergebnis liefern die untersuchten Studien zur Rolle der ethnischen Herkunft?

Die untersuchten Studien, wie etwa von Barreto oder aus dem norwegischen Kontext, deuten darauf hin, dass Wähler mit Migrationshintergrund bevorzugt Kandidaten wählen, die die gleiche ethnische Herkunft teilen.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der politischen Parteien?

Die Autorin kritisiert, dass Parteien es bisher versäumt haben, ausreichend Personen mit Migrationshintergrund als Identifikationsfiguren zu rekrutieren und in politische Ämter zu bringen, um das vorhandene Potential für die Demokratie besser zu nutzen.

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Details

Title
Die Wahlbeteiligung von Migrantinnen und Migranten in der Bundesrepublik Deutschland
College
Technical University of Darmstadt  (Institut für Politikwissenschaften)
Course
Seminar Einführung in die Politikwissenschaft
Grade
1,3
Author
Melinda Snitil (Author)
Publication Year
2012
Pages
18
Catalog Number
V266362
ISBN (eBook)
9783656560562
ISBN (Book)
9783656560586
Language
German
Tags
Politik Wahlen election Wahlbeteiligung Wahlpartizipation Migranten Migrantenwahlrecht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Melinda Snitil (Author), 2012, Die Wahlbeteiligung von Migrantinnen und Migranten in der Bundesrepublik Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/266362
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