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Wissenschaftsjournalismus. Analyse und Vergleich dreier Theorien

Title: Wissenschaftsjournalismus. Analyse und Vergleich dreier Theorien

Seminar Paper , 2013 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Ronja Kitzenmaier (Author)

Communications - Miscellaneous
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Der elektronische Wecker lässt uns rechtzeitig aufstehen, die Kaffeemaschine hilft
beim wach werden, das Auto bringt uns zur Arbeit und das Fernsehen dient zur Entspannung
am Abend. Längst sind die Errungenschaften der Wissenschaft in allen
Lebensbereichen zu finden. Risiken, Chancen und die rasanten Entwicklungen der
Wissenschaft wecken das Bedürfnis der Gesellschaft über Neuerungen informiert zu
werden. Die Hauptbezugsquelle der Gesellschaft stellt hierbei der Journalismus dar.
Demnach haben wissenschaftliche Themen eine starke Präsenz in allen Medien (vgl.
Schäfer 2007: 10). Aufgrund der hohen Relevanz für die Öffentlichkeit, ist es erforderlich
die Funktionen und Ausprägungen des Wissenschaftsjournalismus näher zu
betrachten. In der vorliegenden Arbeit werden deshalb drei einschlägige Theorien
zum Wissenschaftsjournalismus analysiert und miteinander verglichen. Es soll herausgearbeitet
werden, welche Erklärungskraft die einzelnen Theorien besitzen und
was es noch zu erforschen gilt. Zunächst werden die wichtigsten Begriffe zum Thema
erläuter. Systemtheoretische Grundlagen stellen den Ausganspunkt der Arbeit
dar. Es folgen Definitionen der Begriffe Öffentlichkeit, Journalismus und Wissenschaftsjournalismus.
Die Definitionen dienen zum besseren Verständnis der Theorien,
die im dritten Kapitel vorgestellt werden. Die Reihenfolge der erläuterten Theorien
erfolgt chronologisch. Zunächst wird das Paradigma der Wissenschaftspopularisierung
beschrieben. Es folgt das Paradigma Medialisierung. Als drittes wird das
Modell der Wissenskulturen vorgestellt. Im vierten Kapitel folgt die Gegenüberstellung
der Theorien. Mit dem Fazit im fünften Kapitel wird die Arbeit abgeschlossen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinitionen

2.1 Systemtheoretische Grundlagen

2.2 Öffentlichkeit

2.3 Journalismus

2.4 Wissenschaftsjournalismus

3. Theorien zum Wissenschaftsjournalismus

3.1 Das Paradigma Wissenschaftspopularisierung

3.2 Das Paradigma Medialisierung

3.3 Das Modell der Wissenskulturen

4. Gegenüberstellung der Theorien

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, die verschiedenen theoretischen Perspektiven auf den Wissenschaftsjournalismus zu analysieren, deren Erklärungskraft zu bewerten und ein tieferes Verständnis für die Interdependenzen zwischen Wissenschaft, Medien und Gesellschaft zu entwickeln.

  • Systemtheoretische Grundlagen des Wissenschaftsjournalismus
  • Analyse des Paradigmas der Wissenschaftspopularisierung
  • Untersuchung des Konzepts der Medialisierung
  • Darstellung des Modells der Wissenskulturen
  • Vergleichende Evaluierung der behandelten Theorieansätze

Auszug aus dem Buch

3.3 Das Modell der Wissenskulturen

Im Modell der Wissenskulturen geht es um die Einschränkung und Spezifizierung von wissenschaftlichen Berichten in den Medien (ebd). Es werden Kopplungen zwischen den Teilsystemen untersucht und bewertet (vlg Schäfer 2007:42). Ausgegangen wird hierbei von der Heterogenität des Wissenschaftssystems. So unterscheidet Whitley (2000) beispielsweise Wissenschaftsbereiche hinsichtlich des Professionalisierungsgrades und der Abhängigkeit von anderen Teilsystemen (Whitley nach Schäfer 2007: 44). Im Modell der Wissenskulturen werden die Wissenschaftsbereiche hinsichtlich ihrer Wissenskulturen unterschieden. Knorr Cetina (2002: 11) beschreibt Wissenskulturen als „diejenigen Praktiken, Mechanismen und Prinzipien, die, gebunden durch Verwandtschaft, Notwendigkeit und historische Koinzidenz, in einem Wissensgebiet bestimmen, wie wir wissen, was wir wissen“ (Hervorhebung im Original). Die Wissenschaftsbereiche werden nicht weiter nach ihrer Disziplin unterschieden, sondern hinsichtlich ihrer technischen, sozialen und symbolischen Elemente sichtbar gemacht (vgl. Knorr Cetina 2002: 13).

Gemeint sind Vorgehensweisen, Auswirkungen auf die Gesellschaft oder andere Teilsysteme, wie auch die Sensibilisierung des sozialen Lebens (vgl. Knorr Cetina 2002: 21). Weingart (2003: 130) kritisiert den Begriff der Wissenskulturen nach Knorr Cetina (2002) als nicht kryptisch und undurchsichtig. Eine weitere Erläuterung des Begriffs der Wissenskulturen liefert Böschen (2004). Er geht hinsichtlich Wissenskulturen von einer Kombination von sogenannten Theorieformen und Praxisformen aus. „Die Theorieform […] bringt zum Ausdruck, wie in den unterschiedlichen Forschungsfeldern mit Theorieprogrammen umgegangen, wie sie konstruiert und welche Offenheit gegenüber den diversen Sichtweisen eingenommen wird“ (Böschen 2004: 138). Die Theorieform beschreibt demnach den Umgang mit Theorieprogrammen. Da sich die Disziplinen hinsichtlich der in ihnen vertretenen Theorieformen und Denkstile oftmals enorm unterscheiden, ist die Differenzierung einzelner Disziplinen keine qualifizierte Grundlage zur Erklärung der Strukturierung von Theorieformen (ebd).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die hohe gesellschaftliche Relevanz wissenschaftlicher Themen im Journalismus heraus und skizziert das methodische Vorgehen der theoretischen Analyse.

2. Begriffsdefinitionen: In diesem Kapitel werden grundlegende systemtheoretische Konzepte sowie die Definitionen von Öffentlichkeit, Journalismus und Wissenschaftsjournalismus als Fundament der Analyse dargelegt.

3. Theorien zum Wissenschaftsjournalismus: Das Kapitel erläutert chronologisch die drei zentralen Ansätze: das Paradigma der Wissenschaftspopularisierung, das Paradigma der Medialisierung und das Modell der Wissenskulturen.

4. Gegenüberstellung der Theorien: Hier werden die vorgestellten Ansätze kritisch verglichen, ihre Stärken und Schwächen herausgearbeitet und die Entwicklung der Erklärungskraft von der Popularisierung hin zu den Wissenskulturen aufgezeigt.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die Notwendigkeit weiterer empirischer Untersuchungen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Forschung im Bereich des Wissenschaftsjournalismus.

Schlüsselwörter

Wissenschaftsjournalismus, Systemtheorie, Öffentlichkeit, Journalismus, Wissenschaftspopularisierung, Medialisierung, Wissenskulturen, Theorieformen, Praxisformen, Wissenschaftssystem, Medien, Kommunikation, Funktionssysteme, Strukturwandel, Forschungsanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Einordnung und kritischen Analyse des Wissenschaftsjournalismus in der modernen Gesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Funktion der wissenschaftlichen Berichterstattung, die Rolle der Medien als Beobachter der Wissenschaft und die daraus resultierenden wechselseitigen Einflüsse zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, drei einschlägige Theorien zum Wissenschaftsjournalismus zu analysieren, ihre jeweilige Erklärungskraft zu vergleichen und aufzuzeigen, was in diesem Forschungsfeld zukünftig noch erarbeitet werden muss.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse und einen systematischen Vergleich der Literatur, um die Entwicklung der Forschung zum Wissenschaftsjournalismus nachzuvollziehen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinitionen, die detaillierte Vorstellung des Paradigmas der Wissenschaftspopularisierung, der Medialisierung sowie des Modells der Wissenskulturen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Wissenschaftsjournalismus, Medialisierung, Wissenskulturen, Öffentlichkeit und Systemtheorie charakterisiert.

Warum wird das Paradigma der Wissenschaftspopularisierung als veraltet angesehen?

Es wird als unvollständig betrachtet, da es Wissenschaftsjournalismus primär als bloßen "Informationsvermittler" sieht und die komplexen Interdependenzen in der Gesellschaft sowie die Autonomie des Journalismus vernachlässigt.

Was unterscheidet das Modell der Wissenskulturen von den anderen Ansätzen?

Im Gegensatz zu den anderen Modellen konzentriert sich das Modell der Wissenskulturen auf die Heterogenität des Wissenschaftssystems selbst und untersucht spezifische Kopplungen mittels Theorie- und Praxisformen.

Welche Rolle spielt die "Medialisierung" im Kontext der Wissenschaft?

Die Medialisierung beschreibt den Prozess, bei dem sich Akteure außerhalb der Medien, einschließlich der Wissenschaft, den Erfolgsbedingungen der Medien anpassen, um Legitimation und Aufmerksamkeit zu sichern.

Welche Empfehlung gibt der Autor für künftige Forschung?

Der Autor empfiehlt Längsschnittuntersuchungen sowie eine allgemeinere Formulierung von Hypothesen, um den rasanten Entwicklungen und der Dynamik der Wissenschaftsbereiche gerecht zu werden.

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Details

Title
Wissenschaftsjournalismus. Analyse und Vergleich dreier Theorien
College
University of Stuttgart  (Sozialwissenschaften)
Course
Medien und Technik
Grade
1,3
Author
Ronja Kitzenmaier (Author)
Publication Year
2013
Pages
19
Catalog Number
V266427
ISBN (eBook)
9783656565215
ISBN (Book)
9783656565192
Language
German
Tags
Wissenschaftspopularisierung Medialisierung Wissenskulturen Technikberichterstattung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ronja Kitzenmaier (Author), 2013, Wissenschaftsjournalismus. Analyse und Vergleich dreier Theorien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/266427
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