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Exegetische Belegarbeit zu ApG 3,1-10

Title: Exegetische Belegarbeit zu ApG 3,1-10

Exegesis , 2013 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: M. A. Simon Reimann (Author)

Theology - Biblical Theology
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Im Lauf der nachfolgenden Arbeit soll die Perikope „Die Heilung des Gelähmten im Tempel“ (ApG 3,1- 10) einer eingehenden Betrachtung unterzogen werden. Dazu erfolgt zuerst eine Arbeitsübersetzung, deren Intention und Situiertheit in einer kurzen Überlegung dargestellt wird, da es die Übersetzung, für jeden denkbaren Leser in jeder Situation, kaum zu geben scheint. Die Entscheidungen für die Fälle, in denen von den etablierten Übersetzungen abgewichen wurde, werden anschliessend ausgeführt, um die Gedankengänge nachvollziehbar zu machen.
Der Textkritik wird kein eigener Abschnitt gewidmet, dass einzige in diesem Zusammenhang auftretende erwähnenswerte Problem wird im Rahmen der diachronen Betrachtung abgehandelt, da es aufgrund seiner theologischen Implikationen dort am plausibelsten zu erörtern ist. Im Rahmen der synchronen Betrachtung wird versweise vorgegangen, beziehungsweise in der Reihenfolge, in der Personen, Themen und Besonderheiten auftreten. Im Rahmen der diachronen Betrachtung wird von den Themen und Problemen ausgegangen, so dass sich teilweise eine andere Reihenfolge ergibt, welche ehr den thematischen Zusammenhängen folgt.
Der Blick auf Literatur und Forschungsstand liefert ein uneinheitliches Bild. Ausgehend von M. Dibelius war das Bild von Lukas als „Historiker“ in Frage gestellt worden. Hierbei machten sich verschiedene Autoren daran, die Berichte und Erzählungen „kritisch“ zu überprüfen, wobei sie selber anachronistisch vorgingen und die Maßstäbe ihrer Zeit auf Lukas' Arbeitsweise projizierten. Dass dessen Darstellungen jedoch sehr wohl den Regeln des historischen Diskurses seiner Zeit entsprachen, ist eine neuere Entdeckung, die am Ende einer Forschungsgeschichte steht, in deren Verlauf neben dem historischen Wert des lukanischen Doppelwerkes auch dessen Theologie zur Debatte gestellt wurde. Vor allem aufgrund der Unterschiede zwischen dem Paulus der Apostelgeschichte und dem Paulus der Briefe ist Lukas' Werk als „frühkatholizistisch“ verunglimpft worden, „lukanische Theologie“ wurde pejorativ gebraucht. Inzwischen ist sowohl in der Bewertung der Theologie als auch des historischen Wertes des lukanischen Doppelwerkes eine Ebene erreicht worden, die es gestattet, mit einem Augenzwinkern auf den Anfang der Diskussion zurückzublicken: Eines der neuesten Werke zum Thema leiht sich seinen Titel ausgerechnet bei einem Aufsatz von Martin Dibelius aus dem Jahr 1948: „Lukas, der erste christliche Historiker“.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Hauptteil

Übersetzung der Perikope

Erläuterungen zur Arbeitsübersetzung

Die Perikope in synchroner Betrachtung

Die Perikope in diachroner Betrachtung

Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Perikope der „Heilung des Gelähmten im Tempel“ (ApG 3,1-10) durch eine methodisch fundierte Arbeitsübersetzung sowie eine synchron-diachrone Analyse, um das lukanische Verständnis von sozialer Ermächtigung und die theologische Dimension der Heilung im Namen Jesu Christi aufzuzeigen.

  • Erstellung einer kommunikativen Arbeitsübersetzung für den schulischen Kontext.
  • Synchrone Untersuchung der handelnden Personen und der erzählerischen Struktur.
  • Diachrone Analyse zur Frage der vorlukanischen Petrustradition und redaktionellen Bearbeitung.
  • Untersuchung der Bedeutung von Armut als soziale Position im lukanischen Kontext.
  • Vergleichende Analyse der Heilungsmotive von Petrus, Paulus und Jesus Christus.

Auszug aus dem Buch

Die Perikope in synchroner Betrachtung

Die Perikope erscheint in ihrer Positionierung thematisch nach vorne klar abgegrenzt, nach hinten etwas aus dem Zusammenhang „gehauen“. Während in der vorhergehenden Perikope (ApG 2, 43- 47) vom gemeinsamen Leben in der jungen Gemeinde berichtet wird, und mit „Πέτρος δὲ καὶ...“ ein deutlicher Neuansatz zu erkennen ist, schließt sich in der nächsten Perikope (ApG 3,11-26) eine Rede des Petrus an, zu welcher die Wundererzählung geradezu den Auftakt zu liefern scheint. Da aber bei Lukas bekanntermaßen sowohl die nötigen schriftstellerischen Fähigkeiten als auch ein Interesse vorlag, die Übergänge zwischen den Perikopen fließend zu gestalten kann insgesamt von einer guten Abgrenzbarkeit der Perikope nach vorn und hinten gesprochen werden, da die Rede des Petrus einen deutlich anders gelagerten Schwerpunkt hat.

Betrachtet man die Personen der Handlung, fällt ein Ungleichgewicht auf. Petrus ist die überragende Person der Erzählung; bis er dem bettelnden, gelähmten Mann aufhilft auch in körperlicher Hinsicht. Die zweitwichtigste Person der Geschichte begegnet dem Leser erstens als Mann, der zweitens gelähmt ist, und dies drittens seit seiner Geburt. Hier wird dem Menschen mit einer sprachlichen Sorgfalt begegnet, die ihm die späteren Überschreiber der Perikopen nicht angedeihen ließen: diese berichten von der Heilung eines Gelähmten (Luther 1984, Einheitsübersetzung, Gute Nachricht- Bibel). Die Menge- Bibel berichtet zwar von der Heilung eines Lahmgeborenen, aber dieses „lahm geboren“ ist kein Adjektiv, das als Eigenschaft zum „Mann“ hinzutritt, sondern substantiviert; auch hier tritt der Makel an die Stelle des Menschen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese stellt das Ziel der Arbeit dar, die Perikope ApG 3,1-10 einer eingehenden Analyse zu unterziehen und die Übersetzungsentscheidungen sowie den Forschungsstand zu erläutern.

Hauptteil: Dieser gliedert sich in die Arbeitsübersetzung, die synchrone Betrachtung der Erzählung sowie die diachrone Untersuchung der Entstehungsgeschichte.

Übersetzung der Perikope: Hier wird die eigene, kommunikativ ausgerichtete Übersetzung vorgestellt und mit etablierten Übersetzungen verglichen.

Erläuterungen zur Arbeitsübersetzung: Dieses Kapitel rechtfertigt die sprachlichen und theologischen Entscheidungen der Neuübersetzung für den Einsatz im schulischen Umfeld.

Die Perikope in synchroner Betrachtung: Es erfolgt eine Analyse der Personen, des erzählerischen Aufbaus und der sozialen Dimension der Heilungssituation.

Die Perikope in diachroner Betrachtung: Dieser Abschnitt befragt den Text kritisch nach seiner Herkunft aus einer Petrustradition und diskutiert die redaktionelle Bearbeitung durch Lukas.

Zusammenfassung: Hier werden die zentralen Ergebnisse der Analyse zu Struktur, Tradition und theologischer Aussage zusammengefasst.

Schlüsselwörter

Apostelgeschichte, Perikope, Heilung des Gelähmten, Petrus, Johannes, Arbeitsübersetzung, Lukas, soziale Ermächtigung, Wundererzählung, Diachronie, Synchronie, Armut, Gemeinschaft, Theologie, Urchristentum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Exegese der Wundererzählung von der Heilung des Gelähmten im Tempel gemäß Apostelgeschichte 3,1-10.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Übersetzungsproblematik biblischer Texte für Jugendliche, die Analyse von Wundererzählungen im lukanischen Werk sowie die soziale Dimension von Armut und Gemeinschaft.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, ein besseres Textverständnis durch eine eigene Arbeitsübersetzung zu ermöglichen und die Bedeutung der Heilung als soziale Ermächtigung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin oder der Autor wendet eine Kombination aus synchroner (textinterne Analyse) und diachroner (entstehungsgeschichtliche Analyse) Exegese an.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die Erstellung einer Arbeitsübersetzung, die Analyse des Aufbaus und der Personenkonstellation sowie die Diskussion der Entstehung der Perikope.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Apostelgeschichte, soziale Ermächtigung, Wundererzählung, lukanische Theologie und Petrustradition.

Wie unterscheidet sich die Auffassung von „Armut“ in dieser Arbeit vom allgemeinen Verständnis?

Die Arbeit betont, dass Armut im biblischen Kontext nicht nur als finanzieller Mangel, sondern auch als soziale Stigmatisierung und Ausgrenzung aus der Gemeinschaft verstanden werden muss.

Warum wird die Rolle von Johannes in der Erzählung als zweitrangig eingestuft?

Johannes agiert weder aktiv noch passiv als handelnde Figur, sondern nimmt lediglich die Rolle eines Begleiters von Petrus ein, um die Erfüllung von Jesu Weisung oder die Zeugenschaft zu gewährleisten.

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Details

Title
Exegetische Belegarbeit zu ApG 3,1-10
College
University of Rostock  (Theologische Fakultät)
Course
Proseminar Exegese (mit Griechischkenntnissen)
Grade
1,3
Author
M. A. Simon Reimann (Author)
Publication Year
2013
Pages
19
Catalog Number
V266456
ISBN (eBook)
9783656565321
ISBN (Book)
9783656565284
Language
German
Tags
exegetische belegarbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M. A. Simon Reimann (Author), 2013, Exegetische Belegarbeit zu ApG 3,1-10, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/266456
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